Ja, hat er!
Leider!
Die Hintergrundanalyse des Deutschlandfunks vom 21.10.09 bestätigt die hier und hier von Westerby getroffenen Betrachtungen des "Afghanistan-Problems" nur zu genau.
Fazit, heute sterben eben auch deutsche Soldaten für hirnlose Träume, die Alexander der Große, das britische Kolonial-Empire und die Russen schon längst ausgeträumt hatten.
Die US-Amerikaner, die da so frohgemut im "Krieg gegen den Terror" einmarschiert sind, begreifen offensichtlich genauso wenig, wie damals in Vietnam. Und so ist, wie auch damals, die Chance auf eine heimatliche wahlbegeisternde "Totale-Kriegs-Strategie" schon längst verloren. Auch bei den "Verbündeten.
Aber "ein bißchen Krieg" geht eben genauso wenig, wie "ein bißchen schwanger". Im Krieg hat man damit schon mal von Anfang an verloren. Könnte man bei Clausewitz nachlesen. Falls man lesen kann. Bücher! Nicht nur präsidiale Blackberry-Displays. An dieser Fähigkeit indeß scheint es eben zu mangeln. Auch in deutschen Strategen-Hirnen.
Von deutschen Politikern ist ja ohnehin schon nichts weiter zu erwarten, als ein im 4-Jahres-Rhythmus gründlich reset-tetes Denke-Schema: "gestern war ich schwarz-rot, heute bin ich "schwarz-gelb" und morgen vielleicht "schwarz-grün-rosa".
Eine Ansage wie "Gebt mir 100.000 Mann und ich schaffe (Friedhofs-) Ruhe da" ist so unpopulär, wie "raus da, wir können nur verlieren" politisch unkorrekt ist.
Und so werden nach dem Willen unserer mit dem "Vierjahresdenkhorizont" begabten "Führungsschicht" weiter deutsche Soldaten für nichts sterben. Bis sich vielleicht Obamas Nach- oder NachNachfolger dann doch mal geschlagen zurückzuziehen wünscht und die Afghanisierung des Krieges vorschlägt.
G. Westerby
(Westerby hat gedient in "fremden Heeren" und steht daher der "BundesFeuerHeimWehr" nicht mehr zur Verfügung - na GottOderWerAuchImmerSeiDank!
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen