Ja, hat er.
Überraschender Weise kommt ein Test verschiedener Afghanistan-Szenarios durch das US-Pentagon, über den SPIEGEL.de berichtet, zu dem Schluss, eine geringe Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan könne die Taliban nicht stoppen und stimmt dabei mit Westerby’s unlängst getroffener Analyse überein. Die Ergebnisse habe man laut US-Generalstabschef Michael Mullen dem Weissen Haus übermittelt. Die Entscheidungen werden jetzt allerdings in Politikerhirnen getroffen und nicht durch fachliche Kompetenz. So ist leider nicht garantiert, daß man sich von der „ein-bißchen-schwanger“-„ein-bißchen-Krieg“-Denkweise verabschiedet.
Zumal die Kriege im Irak und Afghanistan inzwischen selbst in den USA extrem unpopulär geworden sind.
McChrystal, der neue Kommandeur in Afghanistan hatte kürzlich ebenfalls eine massive Aufstockung der Truppen gefordert. Seine Chancen auf einen frühen Ruhestand stehen daher gut. So wie einstmals die von General MacArthur, der in einen zuvor siegreichen, aber dann gegen chinesische Divisionen in die Hose zu gehen drohenden Koreakrieg die Chancen der westlichen UN-Allianz mit Kernwaffeneinsatz etwas aufpeppen wollte. Durfte er nicht. Ergebnis von wiedermal „ein bißchen Krieg“? Korea ist nach über 50 Jahren immer noch am 38. Breitengrad geteilt und im Nordteil des Landes spielt der jeweils aktuelle Kim mit Atomwaffen, währenddessen die Bevölkerung verhungert.
G. Westerby
Ausgabe 07/12
16.02.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen