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Die erste offizielle Kriegsweihnacht Deutschlands seit fünfundsechzig Jahren fand in den Medien keine Beachtung.
Oder hat da wer dran gedreht???
Selbstverteidgungs- und Kriegsminister zu Guttenberg kommt jedenfalls anläßlich dieses Ereignisses erstaunlich schnell zu einer neuen Erkenntnis, nämlich, (Zitat) „...,dass Afghanistan gerade wegen seiner Geschichte und seiner Prägung sich nicht als Vorzeige-Demokratie nach unseren Maßstäben eignet.“
Nun, das war schon am 20.09.2009 auf FREITAG.de zu lesen.
Erstaunlich schnell ist der Minister aber damit dennoch, vergleicht man seine Zeit im Amt bis zu dieser Erkenntnis mit der bisher acht Jahre dauernden Strategie des Wegschauens und Schönredens, die namentlich die deutsche Politik bisher zum Thema zu bieten hatte.
SPD und Grüne klatschen ihm dazu Beifall und drängen auf eine rasche Exitstrategie, eine Haltung, die man beiden Parteien in ihrer jeweiligen Regierungszeit nicht ansehen konnte.
Indeß, es ist der richtige Weg, der da so schnell wie möglich gegangen werden muss. Die absehbaren Entwicklungen nach einem Abzug der westlichen Truppen werden keine anderen sein, ganz gleich, ob man nach bisher geschätzt dreissig gefallenen deutschen Soldaten nun zeitnah abzieht oder in den nächsten Jahren weitere Tote in Kauf nimmt. Zumal nach Obama’s Rede in Westpoint ja alle Beteiligten wissen, daß der Abzug der westlichen Allianz spätestens in 2011 beginnen soll. Darauf wird man sich am Hindukusch einstellen.
Die wirkliche Zahl der deutschen Gefallenen kann nur geschätzt werden, da man sich auf bundeswehr.de sehr schwer tut, überhaupt offizielle Zahlen zu finden und in diesen die Ausfälle des Kommando Spezialkräfte nicht enthalten sind, diese unterliegen, soweit an der Heimatfront bekannt, der Geheimhaltung.
G. Westerby
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@ G. Westerby,
ihr Beitrag kommt zur rechten Zeit. Zu einer anderen Zeit hätte es sicher geheißen: "Was ißt die Truppe zu Weihnachten in Kundus, was liegt auf dem Gabentisch?", und der Christbaum hätte natürlich auch nicht gefehlt. Jetzt ist alles anders und es wurde aber kräftig an der Schraube gedreht, wie Sie eingangs fragen. Ich habe mir die Links in Ihrem Beitrag nicht angeschaut, auch weil vieles bekannt ist, dennoch finde ich ihn tendenziell richtig und auch der Zeitpunkt ist gut gewählt. Das Thema wird uns noch lange beschäftigen und es läßt sich kaum etwas vorhersagen. mfg whg 2 |
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Es gibt Länder, die sich für Demokratie eignen, andere nicht. Die kriegen dann eine Halbdemokratie,z. B. ohne Frauenrechte, oder eine aufgemotzte Justiz ( statt Knast lieber: Hand ab, Kopf ab o.ä.) Schließlich reicht es doch, wenn WIR eine Vorzeigedemokratie haben. Die anderen zeigen ihre Widerlings-Seiten vor.
Wir haben auf jeden Fall einen veritablen Kriegsminister, der nach allen Regeln der Kunst die Wahrheit verdreht. Gruß Hermanitou |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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