Peter Frey wird neuer Chefredakteur des ZDF. Die Anhänger Schwarzer Kanäle dürften in Jubel ausbrechen. Deutlicher hätte sich die Parteimacht im Schwarzen Kanal 2.1 nicht demonstrieren lassen, als mit dem konturlosen KarriereSchmuseRedakteur, der zuerst aus abseitigen spanischsprechenden Ecken der Welt berichtete und danach persönlicher Kofferträger Klaus Bressers wurde. In dieser Zeit wurden die Zuschauer dann mit so etwas, wie dem ZDF-Morgenmagazin „beglückt“.
Auch anschließend, als Korrespondent in Washington und als Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, lässt sich über Frey eines sagen: Er fiel nicht auf. Schon garnicht durch investigativen Journalismus. Und vor allem nicht durch unangenehme Fragen bei politischen Würdenträgern. Kritische, drängende, vor allem eigene Nachfragen hat man in seinen Beiträgen nicht gehört.
Befördert haben dürfte die Entscheidung auch, daß Frey Mitglied im spesensumpfgeschüttelten „Centrum für angewandte Politikforschung“ ist und ebenso im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.
Die perfekte schwarzgelbe Medienente also.
G. Westerby
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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