Im dritten Quartal 2009, dem ersten nach der Insolvenz, machte "VEB" General Motors „nur“ 1,2 Milliarden US$ Verlust und das Management freut sich über diese „guten“ Zahlen.
Was an einem Minus von 1.200.000.000,00 so toll sein soll, weiß der Himmel.
Zum Vergleich, das sind nur etwa 200 Millionen weniger, als das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im ganzen Jahr ausgeben darf.
Wie man damit und einem Schuldenstand von 17 Milliarden Dollar noch einen auf „dicke Hose“ machen und lässig sagen kann, man würde doch OPEL auch eben mal ohne Hilfe sanieren, erschliesst sich auch nicht.
Aber wundern, also wundern tut es mich auch nicht.
Was hat sich denn nach der Insolvenz bei GM geändert? Außer das GM der erste volkseigene Betrieb der USA geworden ist? Das Management nicht, nicht wesentlich jedenfalls und damit auch nicht die illusorischen Anprüche, mit den Erfahrungen aus einem Markt, der bisher völlig an den aktuellen Trends vorbeigelebt hat, weltweit und insbesondere in Europa erfolgreich Autos verkaufen zu können.In einem Markt, nebenbei bemerkt, der VEB's vor etwa 20 Jahren abgeschafft hat. Die Geschichten der „Komapatienten“ OPEL, Vauxhall und SAAB belegen überzeugend das Gegenteil.
Was lernen wir daraus? Nichts!
Oder höchstens, daß selbst der Widersinn dieser „Erfolgsmeldungen“ unsere Politik nicht davon abhalten werden, bei OPEL noch ein paar Milliarden Staatsgelder zu verbrennen, natürlich mit dem Argument der Arbeitsplatzerhaltung und natürlich mit dem Hintergedanken des Stimmenfangs.
Mit gleichen Hintergedanken hat der damalige Kanzler Schröder im Jahre 1999 4,3 Milliarden Euro in die ehemalige Philipp Holzmann AG versenkt, bevor die 2002 endgültig pleite war.
Oh, wir lernen doch etwas bei der GM-Geschichte, nämlich, daß wir aus der Geschichte nichts lernen.
G. Westerby
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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