nun ist es doch so gekommen, wie ich es befürchtet habe: nach - ungefähr, Sie können das in der Abonnentenkartei nachsehen - 36 Jahren kann ich nicht mehr anders, als mein Abonnement zu kündigen. Ich habe den "relaunchten" Freitag nun lang...>> mehr
Lieber gbattmer, ich finde es gut, dass Sie Ihre Abokündigung als Blog einstellen. Die Idee des neuen Freitag liegt in der Debatte, in der Auseinandersetzung mit dem Leser, darin, den Leser aus der p...
Lieber JA, zunächst vielen Dank, dass Sie auf meinen Blog-Eintrag reagiert haben (wie ja viele andere LeserInnen auch!). Mit dem Bleiben und Streiten ist das allerdings so eine Sache: einerseits kostet das Bleiben erstmal Geld und man muss in einer Marktwirtschaft als Konsument schon überlegen, wo man bleibt/nachfragt. Andererseits ist stellt sich die Frage nach dem lohnenden Streit: nur Streiten ist ja doof; man sollte schon wissen, worüber es zu streiten lohnt! Gerade das ist mir aber in Ihrem Freitag verloren gegangen: Fatal ist m. E. Ihr Ansatz, den Leser "in die Rolle des Handelnden zu bringen", indem Sie ihn zum "Subjekt der medialen Verarbeitung" machen wollen. Das ist - mit Verlaub - völlig inhaltsleer, - und die mediale Verarbeitung von was auch immer ist kein Handeln (sondern schlimmstenfalls twitter-oder-blog-mäßige Absonderung von: ich sagte es bereits: Wortkotze). Wenn Sie Debatten wollen, müssen Sie Debatten anzetteln wollen und können, sozusagen die Debattenanzettelungskompetenz des Freitag entwickeln, und nicht alle möglichen flachen Meinungen abbilden. Dann müssen Sie auch nicht einem Beise - den ich nicht für einen intelligenten Neoliberalen halte, nur weil er sich geschickt wenden kann, Platz einräumen (mal ehrlich: das kann ich doch, um meine Gedanken daran zu schärfen, woanders lesen!). Im Freitag suche ich die scharfsinnige Auseinandersetzung mit intelligenten Neoliberalen. Die gibt es sicherlich auch von den Lesern, aber Anstöße und Ausschärfungen erwarte ich von professionellen Denkern, die eben nicht in FAZ, SZ und ZEIT zu Wort kommen und denen der Freitag ein Forum bieten könnte! - Sonst gibt es irgdendwann nur noch wikis: Mir scheint auch in den Kommentaren zu meinem - und Ihrem - Eintrag deutlich zu werden, dass LeserInnen sich doch eine Redaktion wünschen: Was suche ich denn im Informations- und Meinungsoverkill der Welt bzw. des www: Redakteure - nennen Sie sie Navigatoren -, die mir Orientierungshilfen geben. Klar, dazu muss ich einschätzen können, von wo aus sie navigieren, um einschätzen zu können, ob ich ein Stück mitgehen kann. Ich sagte schon, dass ich das vermisse und deshalb nicht mehr mitgehe ... ... auch wenn, da verweisen Sie zu Recht auf andere Autoren, ich würdigen muss, dass Sie zuletzt Schernikaus wunderbaren "Schrippen-Plan" gedruckt haben; - für mich wird das aber entwertet, wenn er zwischen Beise und Fleischhauer steht - s.o. ... Ihr GB
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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