gerhard monsees

Blog von gerhard monsees

29.01.2012 | 18:15

Fragen eines lesenden Erdbewohners zum Programm der Linken

 

Seit ich mit meiner Spezies gelandet bin, sieht dieser Planet immer schrecklicher aus. Eigentlich wollten wir ihn verbessern. Es wurde nur schlimmer. Und wenn wir es richtig perfekt machen wollten, wurde es noch schlimmer. Schlimmer als schlimm eben. 

Es ist wie eine Sucht. Anstatt den Planenten in Ruhe zu lassen, können wir nicht aufhören, ihn perfektionieren zu wollen. Unsere letzten Endperfektionsprogramme endeten in der Katastrophe. Jetzt ruft in meiner kleinen Erdzone, die sich Deutschland nennt, eine Partei, die diesen Planenten schon wieder total verbessern will. Mir kommen Fragen und Bedenken. 

An dieser Stelle bekomme ich von einer Foristen einen Hinweis: "Das ist doch ganz einfach, Gerhard Monsees: Zitieren Sie die Programmteile, zu denen Sie Fragen haben und stellen Sie die Fragen dazu. Dann kann darüber diskutiert werden. Es gibt Mitglieder und Nichtmitglieder der Partei die Linke, die sich dazu äussern würden. Und wer weiss, vielleicht könnte das die Programmdebatte in der Linken weiterhin lebendig halten, gerade wenn auch Parteimitglieder beteiligt sind".

Ich finde, dass das eine gute Idee ist. Komme damit zur Sache: 

 

Programm der Partei DIE LINKE 2011, III. Demokratischer Sozialismus im 21. Jahrhundert *):

1. "Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte"

2. "Demokratischer Sozialismus ist immer auch eine demokratische Bewegung zur Befreiung der Menschen von jeglichen Unterdrückungsverhältnissen"

 

Fragen:

zu 1. Woher weiß die Linke, dass es ein "Ende" der Geschichte gibt?

zu 2. Wieso "immer auch"?

 

*) www.die-linke.de/partei/dokumente/programmderparteidielinke/iiidemokratischersozialismusim21jahrhundert/?PHPSESSID=21fd5b45d4aa1cf08408d610fc00ad8c

 

 

 
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Kommentare
claudia schrieb am 29.01.2012 um 20:05
Zitat die Linke:

>>III. Demokratischer Sozialismus im 21. Jahrhundert>>Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte, sondern eine Etappe der Menschheitsentwicklung, in der sich zwar viele Hoffnungen der Aufklärung erfüllten und eine enorme Steigerung der menschlichen Produktivkräfte stattfand, die aber auch massenhafte Verelendung, Völkermord und unvorstellbare Kriege über die Menschheit brachte. Heute, da der Kapitalismus zu einem globalen System geworden ist, treibt sein Raubbau an Mensch und Natur in eine globale, die menschliche Zivilisation bedrohende Krise. Wir sind davon überzeugt, dass den vielfachen Krisenszenarien nur durch Überwindung des kapitalistischen Ausbeutungssystems, Veränderung der Produktions- und Lebensweise, durch globale Solidarität, die Überwindung des Geschlechtergegensatzes, die Demokratisierung aller Lebensbereiche und eine Veränderung des Verhältnisses von Mensch und Natur entgegengewirkt werden kann. Der Kapitalismus kann überwunden werden, wenn es gelingt, Mehrheiten zu gewinnen für einen Aufbruch zu einer anderen Art zu arbeiten und zu leben.

[Der erste große Versuch im 20. Jahrhundert, eine nichtkapitalistische Ordnung aufzubauen, ist an mangelnder Demokratie, Überzentralisation und ökonomischer Ineffizienz gescheitert. Unter Pervertierung der sozialistischen Idee wurden Verbrechen begangen. Dies verpflichtet uns, unser Verständnis von Sozialismus neu zu bestimmen. Wir wollen einen demokratischen Sozialismus, der den gesellschaftlichen und globalen Herausforderungen und Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts gerecht wird.
Für Rosa Luxemburg endet Gleichheit ohne Freiheit in Unterdrückung, und Freiheit ohne Gleichheit führt zu Ausbeutung. Wir streben eine sozialistische Gesellschaft an, in der jeder Mensch in Freiheit sein Leben selbst bestimmen und es im Zusammenleben in einer solidarischen Gesellschaft verwirklichen kann.
Die Überwindung der Dominanz kapitalistischen Eigentums in der Wirtschaft und ein sozialer Rechtsstaat sind dafür die wichtigsten Grundlagen. Alle Menschen sollen am Reichtum teilhaben können. Der sozial gleiche Zugang jedes Menschen zu den Bedingungen eines freien Lebens und die Demokratisierung aller Lebensbereiche gehören zusammen. Sozialismus und Demokratie sind untrennbar. Wir wollen eine andere Art von wirtschaftlicher Entwicklung und wissenschaftlich-technischem Fortschritt, um die natürliche Umwelt zu bewahren und den nachfolgenden Generationen eine verbesserte Welt zu hinterlassen. Wir wollen, dass Rechtsstaat und Sozialstaat eine Einheit bilden, und streiten für eine weltweite Ordnung, die durch Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit geprägt ist. So kann ein gutes Leben gestaltet, eine soziale Demokratie hergestellt und erweitert werden.
Wir stehen mit unserem Kampf um gesellschaftliche Alternativen jenseits der kapitalistischen Produktions- und Lebensweise nicht allein. Unterschiedlichste Kräfte und verschiedene Bewegungen sind davon überzeugt, dass eine andere Welt möglich ist: eine Welt ohne Krieg, Ausbeutung, Fremdbestimmung und ökologische Zerstörung. Sie suchen, wie in Lateinamerika, nach neuen Wegen für eine nichtkapitalistische Entwicklung und fordern nicht nur unsere Solidarität, sondern auch unsere Lernbereitschaft. In den Ländern des globalen Südens entwickeln sich neue Formen des Eigentums und der Kooperation, die wichtige Akzente gegen den Neoliberalismus setzen. DIE LINKE beobachtet mit großem Interesse das Modell der ALBA-Staaten, die eine solidarische ökonomische Zusammenarbeit vereinbart haben. Die Kompliziertheit der Probleme und Ausgangsbedingungen verbietet jeden Anspruch auf eine führende Rolle des einen oder anderen Landes, dieser oder jener Bewegung oder einer einzelnen Partei.
Heute besteht die Möglichkeit, jedem Menschen ein Leben in sozialer Sicherheit und Würde zu gewährleisten. Not und Elend können überall auf der Welt überwunden werden.
Wir streben eine neue, gerechte Verteilung der Erwerbsarbeit und der anderen gesellschaftlich notwendigen Arbeiten an. Wir wollen, dass alle Menschen am gesellschaftlich organisierten Arbeitsprozess mitwirken, gleichberechtigt gesellschaftliche Entwicklung und Kultur mitgestalten und demokratische Entscheidungsprozesse beeinflussen können. Deshalb streiten wir für ein öffentliches Bildungssystem, das niemanden ausgrenzt, sondern alle bestmöglich fördert und in die Lage versetzt, ihren eigenen Berufs- und Lebensweg selbstständig zu gestalten. Bildung darf nicht darauf beschränkt bleiben, Menschen zu befähigen, sich in vorgegebene Strukturen einzupassen. Ziel von Bildung muss es sein, Menschen in die Lage zu versetzen, die Welt zu verändern, soziale, ökologische und demokratische Reformen zu entwickeln und umzusetzen. Wir wollen Solidarität und gemeinsames, forschendes Lernen als Leitlinien in der Bildung verankern und damit die Grundlage für gemeinsame gesellschaftliche Veränderungen schaffen. Wir wollen die Klassengesellschaft überwinden. Die neue und bessere Ordnung, die der demokratische Sozialismus erstrebt, ist eine von Klassenschranken befreite Gesellschaft.
DIE LINKE lässt sich von dem Ziel leiten, dass alle Menschen, unabhängig davon, in welcher Region der Erde sie leben, selbstbestimmt, in Würde und Solidarität leben können. Diesem Ziel liegt ein Menschenbild zugrunde, das von der Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte ausgeht und lediglich eine Begründung braucht: Weil ich ein Mensch bin. Es greift Marx‘ Vision im Kommunistischen Manifest auf: "An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist." Diese Vision setzt die Abschaffung von Kriegen, den Stopp der Zerstörungen unserer Umwelt und der natürlichen Lebensgrundlagen ebenso voraus wie die Beseitigung von Ausbeutung und Unterdrückung, von Diskriminierung, von Hunger, Armut und Unterentwicklung. Sie wird nur über den Weg einer umfassenden Demokratisierung aller Lebensbereiche möglich. Sie ist Utopie und Realismus zugleich. Unser Ziel eines demokratischen Sozialismus im 21. Jahrhundert ist eine herrschaftsfreie Gesellschaft, in der alle Menschen menschenwürdig leben können.
Demokratischer Sozialismus orientiert sich an den Werten der Freiheit, Gleichheit, Solidarität, an Frieden und sozial-ökologischer Nachhaltigkeit. Diese bestimmen auch die Mittel auf dem Weg zu einer demokratisch-sozialistischen Gesellschaft. Demokratischer Sozialismus fördert die Entfaltung der zivilisatorischen Entwicklungspotenziale der Gesellschaft und zielt auf grundlegende Veränderungen der herrschenden Eigentums-, Verfügungs- und Machtverhältnisse. Er verbindet Protest und Widerstand, den Einsatz für soziale Verbesserungen und linke Reformprojekte unter den gegebenen Verhältnissen und die Überschreitung der Grenzen des Kapitalismus zu einem großen Prozess gesellschaftlicher Umgestaltung, der das 21. Jahrhundert bestimmen wird. Er knüpft an ökonomische Entwicklungen an, die bereits heute über kapitalistische Produktionsformen hinausweisen.
DIE LINKE kämpft in einem großen transformatorischen Prozess gesellschaftlicher Umgestaltung für den demokratischen Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Dieser Prozess wird von vielen kleinen und großen Reformschritten, von Brüchen und Umwälzungen mit revolutionärer Tiefe gekennzeichnet sein.]

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Zitat Monsees:
>>zu 1. Woher weiß die Linke, dass es ein "Ende" der Geschichte gibt?
Zu Ihrer Vermutung, die Linke wisse, „dass es ein "Ende" der Geschichte gibt“, fehlt die Begründung oder Quellenangabe.
Die Aussage, dass der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte ist, impliziert nicht die Behauptung, dass es ein solches Ende überhaupt geben müsse.

Ich zum Beispiel weiss von der Astronomie, dass die Sonne eine begrenzte Strahlungsdauer hat. Das Ende der Sonnenstrahlung wird zwar nicht das Ende der Geschichte des Universums sein, aber das Ende der Geschichte des Lebens auf der Erde. Nach Stephen Hawking könnte es aber auch ein Ende der Geschichte des Universums geben.

Ein gewisser Francis Fukuyama schrieb allerdings mal ein Buch mit dem Titel: „The end of history“. Vielleicht kann der Ihnen Auskunft geben über das „Ende der Geschichte“? Soweit mir bekannt, ist ein „Ende der Geschichte“ kein Programmpunkt der Linken.

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>>zu 2. Wieso "immer auch"?<<
Meine Interpretation:
Einige der Inhalte des vorstehenden Textes, zum Beispiel ökologische Nachhaltigkeit, könnten hypothetisch auch autoritär verordnet werden.
Im Gegensatz dazu bedeutet „demokratischer Sozialismus“, dass alle Inhalte mit einer demokratischen Gesellschaftsorganisation verbunden werden müssen.

Ein Beispiel für demokratisches Wirtschaften ist die Mondragón Corporación Cooperativa (MCC).
Als erste global operierende Industriekooperative hat sie ein paar Macken, die bei folgenden Projekten vermieden werden könnten. In den vergangenen Jahrzehnten hat aber die MCC bewiesen, dass ein Wirtschaften, bei dem jede/r Arbeitende eine Stimme für Entscheidungen hat und bei dem der Mehrwert vollständig bei denen verbleibt, die ihn erarbeitet haben, entscheidende Vorteile bringt: Über Jahrzehnte stabile, kalkulierbare Arbeitseinkommen, keine Arbeitslosigkeit und bessere Ausbildung. Aufgrund der stabilen Einkommen ist auch eine stabilere und qualifiziertere Organisation des Gesundheits- und Rentensystems möglich.
Daraus folgt, dass demokratisches Wirtschaften sowohl die Nachteile einer autoritären Staatswirtschaft als auch die ökonomischen Krisen und Verarmung der Arbeitskraftverkäufer in der Privatwirtschaft vermeiden kann.

Diese erste Stellungnahme zum Thema „demokratischer Sozialismus" wurde von einem Nichtmitglied der Linken verfasst. Sie soll Denkanstösse zum Thema „demokratischer Sozialismus“ bieten, ersetzt aber nicht Stellungnahmen von Parteimitgliedern, die sicher noch kommen, wenn Sie Ihre Fragen zum Inhalt des von Ihnen verlinkten Textes stellen werden.
gerhard monsees schrieb am 30.01.2012 um 11:11
@claudia

In einem Parteiprogramm ist jedes Wort abgewogen:

zu 1:

Nicht Ende der Strahlung, nicht des Universums, nicht der Menschheit, sondern eben "Ende der Geschichte". Und wenn man den von Ihnen umfänglich zitierten nachfolgenden Text liest, dann läuft die Geschichte zweckgerichtet auf ein Ende zu, das als natürlich gut zu bewerten ist.

Die Linke verfolgt ein teleologisches Weltbild:
de.wikipedia.org/wiki/Teleologie

zu 2.:

Demokratie ist ein Legitimierungsverfahren. Der nationale Sozialismus der Nazis wurde "legitimiert" durch Reichstagsmehrheit.

Beispiele für Genossenschaften gibt es viele. Habe selbst mal in einer deutschen Genossenschaft gearbeitet. Bis "Neue Heimat" und "Coop" durch eine Spiegelveröffentlichung aufflog. Auch diese Form ist keinesfalls "immer auch".
Ehemaliger Nutzer schrieb am 29.01.2012 um 20:06
zu zu 1.
Die Frage scheint mir an den Haaren herbei gezogen. Ich hätte lieber etwas über das "sondern?" erfragt gehabt wollen.

zu zu 2.
Die Frage ist gut. Keine Ahnung.

(ein parteiloser Euroraumbevölkerer)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 29.01.2012 um 20:08
@claudia

Ach herrje, so viel sondern..
Da war ich wohl einen Tick zu spät :o)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 29.01.2012 um 20:10
und @ Herr Katzer selbst

"erfragt gehabt haben wollen"
..woll
claudia schrieb am 29.01.2012 um 20:39
@Herr Katzer:
eine Minute & 1000 Buchstaben...

Zu den Enden von Geschichten gäbe es noch viel zu sagen. Zum Beispiel meine Geschichte: Die wird viel früher enden als die Geschichte des Universums.

Zum demokratoischen Wirtschaften auch. Mit "Mondragon" habe ich mich mal beschäftigt. Deswegen wundert es mich nicht, dass hierzulande so begeistert drüber geschwiegen wird...
hadie schrieb am 29.01.2012 um 21:23
Noch'n Stöckchen vom Rhetorik-Trainer. Zitat: "Woher weiß die Linke, dass es ein "Ende" der Geschichte gibt?"
Von Francis Fukuyama?

Danke für den Hinweis auf www.mondragon-corporation.com/
gerhard monsees schrieb am 29.01.2012 um 22:11
@claudia

na ja, hatte zunächst vermutet, dass das Ende der menschlichen Geschichte gemeint ist, in dem Sinne, dass diese Geschichte endet, weil sie eine Art höchstmöglicher Perfektion erreicht hat.
claudia schrieb am 30.01.2012 um 06:17
Ich lese "...nicht das Ende..." so, dass kein Ende gemeint ist. Deswegen hatte ich ja auf Fukuyama verwiesen, denn der schrieb über "Das Ende der Geschichte".

Ein Ende des Lebens auf der Erde wird es zweifellos geben, aber es dauert noch lange bis dahin. Oder die Menschheit beendet ihre Geschichte vorher, das ist auch eine Option.
tlacuache schrieb am 30.01.2012 um 06:51
Claudia, das ist einfach nur ein geschichtliches Missverständnis:
Luis Sotelo
de.wikipedia.org/wiki/Luis_Sotelo
hatte bei der Taufe einfach den Namen Fukuyama mit Fukushima verwechselt...
;-)
gerhard monsees schrieb am 30.01.2012 um 11:17
@claudia

bitte meine Antwort auf Ihren Kommentar oben nicht übersehen.
gerhard monsees schrieb am 30.01.2012 um 11:28
@tlacuache

Versuche zu sortieren:

1. Sotelo sollte die spirituellen Bedürfnisse der japanischen Siedlung von Dilao zu befriedigen

2. Fukuyama sagt, Systeme wie Kommunismus und Faschismus stellen keine politischen Alternativen mehr dar.

3. Linkspartei: "Demokratischer Sozialismus ist immer auch eine demokratische Bewegung zur Befreiung der Menschen von jeglichen Unterdrückungsverhältnissen"

1. und 3. korrespondieren, 2. setzt dagegen das Ende der politischen Systementwicklung
claudia schrieb am 30.01.2012 um 20:59
@tlacuache:
>>...hatte bei der Taufe einfach den Namen Fukuyama mit Fukushima verwechselt...<<
Leicht möglich.
Aber Fukushima hat ja nicht mal das Ende der Geschichte der Urantauchsieder bedeutet, wie Einige vorschnell dachten.
Katholische Neutronen zerballern weiterhin buddistische Uranatome. Oder waren das kathodische Protonen? Oder katholische Matronen und Urinteilchen?

Schuld war Demokrit an dem ganzen Schlamassel.

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@Monsees:
Feudalisten dachten auch, ihr Schloss und ihre Kanonen und ihr Reich seien das Ende der menschlichen Entwicklung: der Geschichte.
So kammer sich täuschen.
Weil eben die Väter vieler Gedanken die Wünsche sind.

---
>>Fukuyama sagt, Systeme wie Kommunismus und Faschismus stellen keine politischen Alternativen mehr dar.<<
Faschismus ist eine der möglichen Varianten kapitalistischer Herrschaft. Manche sagen auch: Eine Variante patriarchaler Herrschaft. Ich halte beide Aussagen für richtig, je nach Hauptperspektive.

Kommune Gesellschaftsorganisation kann sehr ausgeprägt sein oder wenig wirksam. Als "-ismus" wäre sie wohl allumfassend. Ob das geht, weiss ich nicht. Aber mehr kommun und weniger Privatherrschaft halte ich für ein lohndendes Ziel.
Deswegen habe ich ja auch oben die Vorteile der MCC gegenüber privatherrschaftlichem Wirtschaften angedeutet.
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