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Gleiches Recht für alle oder nicht? Auf den richtigen Richter kommt es an!
Zur Information: Zwischen 1989 und 1991 sorgte der ehemalige Polizeibeamte und Erntehelfer durch eine Mordserie an fünf Frauen und einem Säugling für Aufsehen. Er wurde wegen seiner angeblichen Vorliebe für rosa Damenunterwäsche und seiner Größe in Boulevardmedien auch als „Rosa Riese“ und wegen des Tatorts als „Bestie von Beelitz“ bezeichnet. Im August 1991 wurde er verhaftet und Ende 1992 nach einer Verurteilung zu einer 15-jährigen Haftstrafe in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. (siehe auch)
Mit Erstaunen habe ich zur Kenntnis genommen, dass der Rosa Riese jetzt durch ein Brandenburger Gericht eine Namensänderung und Hormonbehandlung nach dem TSG (Transsexuellengesetz) erhält. Nachdem die ersten Gutachter dies nicht befürworteten, wurden neue Gutachten bestellt. Nun mit positivem Ergebnis. Das Gericht soll sogar den Maßregelvollzug aufgefordert haben, für Lockerungsstufen zu sorgen, damit ein möglicher Freigang vorbereitet werden kann. Die Türschilder seines Zimmers sind schon auf den weiblichen Namen geändert, und das Personal ist angewiesen, ihn als „Frau“ anzusprechen.
Jasmin Fuchs lebt auf der gleichen Station (zu ihrer Webseite). Sie hat mehrere positive Gutachten, lebt schon seit langem als Frau, im Gefängnis und im Maßregelvollzug. Sie erhielt 1999 eine Jugendstrafe von nur 2 Jahren und kam danach wegen wiederholter versuchter Vergewaltigung in den Maßregelvollzug. Jetzt nach 10 Jahren kämpft sie immer noch um diese Namensänderung. In ihre Gerichtsverfahren mischte sich der Chefarzt auf unzulässige Weise ein. Richter verlangten Voraussetzungen, die nicht im Gesetz gefordert werden: Befragungen der Großmutter, ärztliche Untersuchungen. Jasmin verweigert dies und wird dafür bestraft. Prozesse werden verschleppt, freie Arztwahl wird erschwert, durch Fachärzte verordnete Medikation von der Klinik verweigert.
Siehe bereits Artikel von ChristianBerlin
Hier wird deutlich, wie abhängig ein Patient in einer forensischen Psychiatrie von der Willkür des Chefarztes ist. Wenn dieser Vorbehalte gegen den Patienten hat, bekommt der Patient keinen Fuß mehr auf den Boden. Jasmin hat jetzt 2 Jahre Haft und 8 Jahre Maßregelvollzug hinter sich, ohne die geringste Auffälligkeit als Frau gelebt und ohne die geringsten Änderungen durch die Therapie. Trotzdem verweigert der Chefarzt eine Verlegung nach Berlin, wo ihr besser geholfen werden könnte. Sogar gerichtlich angeordnete Gutachter bescheinigen ihr Transsexualität. Nur, die Klinik muss diese Gutachten nicht berücksichtigen! Dies teilte mir die vorgesetzte Dienststelle in Cottbus mit. Es gibt also noch immer den sogenannten Filz im Lande Brandenburg (Erkl. einer deckt den anderen).
Man lerne daraus folgendes:
Passe dich an,
mach was verlangt wird,
lüge und phantasiere,
erzähle was man von dir hören will und
hoffe auf die richtigen Richter.
Ein erfolgreiches und passendes Beispiel ist Kurbjuhns Buch "Wie Kriminelle ihre Therapeuten austricksen".
Siehe dazu auch das Interview aus der Sendung „Hart aber Fair“.
Recht haben reicht nicht, man muss auch Recht bekommen. Zurzeit ist das leider in Brandenburg nicht die Realität. Darum kämpfen wir auch weiter und werden nicht locker lassen, bis Jasmin ihr Namensänderung und die Hormonbehandlung bekommen hat, wie der „Rosa Riese“.
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Hallo merdeister,
dein Kommentar ist abgebrochen. Welche Abkürzung meinst du? Gerda |
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Sollte wahrscheinlich heißen: "bedeutet" und die Abkürzung TSG, liebe Gerda.
Wobei das nicht ganz richtig ist: TS-G wäre sicher besser. Er ist ein geborener TS, das G hat er wohl deshalb angehängt nach der Heirat *hihi* Und vielleicht ist er auch deshalb konvertiert. Spaß beseite! @Freitag: Jetzt klappt es ja wunderbar mit den Benachrichtigungen! Hut ab! Dafür war gestern der Wurm drin, weil die Seiten ewig brauchten. Und wenn man was abgeschickt hat, kam das mehrfach an :-( |
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Sollte wahrscheinlich heißen: "bedeutet" und die Abkürzung TSG, liebe Gerda.
Wobei das nicht ganz richtig ist: TS-G wäre sicher besser. Er ist ein geborener TS, das G hat er wohl deshalb angehängt nach der Heirat *hihi* Und vielleicht ist er auch deshalb konvertiert. Spaß beseite! @Freitag: Jetzt klappt es ja wunderbar mit den Benachrichtigungen! Hut ab! Dafür war gestern der Wurm drin, weil die Seiten ewig brauchten. Und wenn man was abgeschickt hat, kam das mehrfach an :-( |
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Hallo Jaguarle,
bei mir auf dem Bildschirm hört der Kommentar mit dem wort Abkürzung auf. Deshalb meine Frage, wie es weiter geht. Gerda |
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@merdeister
Ein echter politischer Witz (was Herrn TSG betrifft), aber politisch unkorrekt (den Transen gegenüber). Ähnliche Scherze haben wir früher mit der Zahl 175 getrieben, wenn jemand z.B. das als Haus-, Zimmer-, oder Telefonnummer hatte. Der unselige Paragraf galt in Restbeständen ja noch bis 1994. Die Grünen hatten ihn unter Kohl in den 80ern nicht weggekriegt. Das ging erst im Zuge der notwendigen Rechtsangleichung mit dem Beitrittsgebiet. Übrigens einer von mehreren Punkten, in denen das Recht des ostdeutschen Unrechtsstaates moderner war als das im freien Westen. Die DDR hatte das Pendant zum 175 bereits 1988 ersatzlos gestrichen. Allerdings: Wenn Homophile öffentlich gemeinsam bei politischen Anlässen auftraten (z.B. bei antifastischen Gedenkveranstaltungen), konnte das seitens der Stasi - ob mit oder ohne gesetzliche Grundlage - harte Repressionen zur Folge haben. |
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Liebe Jaguarle: Du hast geschrieben: "...Wobei das nicht ganz richtig ist: TS-G wäre sicher besser...
Er ist ein geborener TS..." Dazu muss ich dier leider sagen, Bei(transsedxuellen) Frauen heist es "sie ist" und nicht "er ist" alles ander ist Transphobie!! Und zum TSG folgendes: dies ist die offizielle abkürzung des Bundesinnenministeriums, die dies 1980 so festgelegt haben, und hier die offizielle Bezeichnung: Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen (Transsexuellengesetz - TSG)zu finden unter: www.gesetze-im-internet.de/tsg/BJNR016540980.html Der Ursprungsbeitrag, ist muss ich sagen recht gut geschrieben,dort ist es korekt dargestellt, da hätteste nur abschreiben brauchen. LG Alexandra.G |
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CchristianBerlin schrieb: "Ein echter politischer Witz (was Herrn TSG betrifft), aber politisch unkorrekt (den Transen gegenüber)."
Ich kann deinen guten willen erkennen, aaber "Transe" ist ja wohl das aller schlimste Schimpfwort was ich im zusammenhang mit transsexuellen Menschen kenne, da muss Deine "politische Korreknes" sich noch ändern LG. Alex...G |
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@Alexandra.G
Erst einmal herzlich willkommen bei den FreitagsBlogger/innen, liebe "Ultrafemina". Jetzt muss ich aufpassen, dass ich da nicht - ähnlich wie mit dem Ausdruck "Transe" - eine gehörte/gelesene pejorativ-ironische Selbstbezeichnung aufgreife, die andere nicht verwenden dürfen. Iren darf bekanntlich auch keiner Paddies nennen, Ostdeutsche oder Ostfriesen keiner Ossis usw. - außer dass sie selbst. Das wusste ich alles, als regelmäßiger sympathisierender Teilnehmer der Berlin-Brandenburger Selbsthilfegruppe (SHG) der vom TSG betroffenen transidentischen Persönlichkeiten (nein, nicht vom Hessen...), die 14tägig donnerstag Abends in Charlottenburg tagt und anschließend bei Niko dem Griechen feiert. Ich gestehe auch, dass ich also wusste, dass ich mich selbst in dem Moment nicht "p.c." äußere. Aber weißt Du nicht, wie ein sogenannter "Überbietungswitz" (Ausdruck von Freud, in GW. Bd. VI) funktioniert? Man will etwas korrigieren oder sich als korrekt erweisen und fällt dann doch in den alten Fehler zurück oder setzt noch einen drauf ("natürlich weiß ich, dass ich keine Maus bin - aber weiß die Katze auch?" - "Herr Doktor, ich habe ein Problem: Alle ignorieren mich" "Der nächste bitte!" - "Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, von denen unsere Schulweisheit nichts weiß." "Na ja, aber dafür weiß unsere Schulweisheit immerhin auch von Dingen, die es zwischen Himmel und Erde wiederum nicht gibt." - usw.). Hätte ich jetzt dreimal das Zeichen ;) dreimal einfügen sollen - damit ich wegen dieser Scherze nicht vor die p.c.-Inquistion komme? LG Christian PS: Jaguarle ist übrigens schon seit Jahren dabei und eine wichtige Hilfs- und Vertrauensperson der transidentischen Personen aus der Berliner Transidentischen-Szene. |
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nochmal PS:
... und Gerda gehört natürlich auch zum Club. ;) Alle drei, die in diesem Blog bisher diskutiert haben, kennen sich somit aus dem RL. Deshalb nochmal: Herzlich willkommen! CB |
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@Jaguarle
Danke für den Hinweis, dass Gerda mein ehemaliges Thema wiederaufgenommen hat. @Gerda Glückwunsch zum Einstieg ins Blogger-Geschäft. Das Thema hättest Du allerdings noch objektiver und selbstkritischer angegangen können. Die Leserinnen und Leser erfahren z.B. nicht, welche Rolle Dein im Beitrag mehrfach erwähntes "ich" in der Sache spielt. Das Kuriose ist aber, dass Ihr (Du und Jaguarle) der Rosa Riesin verweigert, was ihr - laut jüngstem Schriftsatz von Jasmins Anwalt, den ihr selbst bezahlt habt - nach Artikel 1 GG zusteht: Von euch als Frau bezeichnet und nicht als Mann geoutet zu werden (und zwar unabhängig davon, ob Gutachter oder Richter/innen diesem Wunsch folgen oder nicht). "Gleiches Recht für alle" ist der Kern Deiner Argumentation. Das gilt dann aber auch anders herum. Oder nicht? |
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Christian
Wie du so gut bemerkt hast, ist es ein Einstieg. Deine Anregungen werde ich aufnehmen und denke, wenn ich genausolange schreibe wie du, werden die Fehler auch weniger werden. Hier ging es mir um eine allgemeine Info, nicht um meine Rolle. wer dazu was wissen will, darf gerne fragen. Der Blog soll doch eine gewisse diskussion sein und kein Monolog. Dein Vergleich zwischen Jasmin und dem RR ist schon etwas merkwürdig. Sechs Menschen ermordet zu haben und dann nach und nach Jasmins Leben abzukupfern ist doch etwas anderes als zu einer Jugendstrafe verurteilt zu sein. Ich dachte deutlich gemacht zu haben, das der RR seine Namensänderung bekommen haben s o l l . Dies habe ich so ausgedrückt. Noch habe ich nichts schwarz auf weiss. Zudem habe ich keinen Namen verwendet. Gleiches Recht für alle, zu dem stehe ich. Ich werde die Person, wenn sie sich äußerlich weiblich darstellt und mir begegnen sollte entsprechend anreden, wenn es sich so ergibt. Wir werden die Dinge weiter im Auge behalten. |
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@Gerda
Eine Regel in dem Geschäft heißt: Leser sind gnadenlos - was sie nicht interessiert, lesen sie nicht. Das gilt auch für Blogbeiträge. Andererseits bist Du als Bloggerin vollkommen frei. Keich Chef sagt Dir: Das mach bitte anders oder so und so. Dafür gibt es hier Kritiker wie Magda, Streifzug oder mich, die dann im nach Veröffentlichung manchmal Beiträge zerpflücken. Das musst Du aushalten können, dann bist Du hier richtig. |
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@Christian: Mit dem Hinweis auf Deinen Artikel, erfahren die werten Leser, welche Rolle Gerda spielen muß. Sie ist eine der Freunde, die Jasmin unterstützen. Das reicht ja schon, finde ich.
Und diesmal isses schon richtig: Eine Vornamensänderung ist entschieden. Der neue Name wurde nicht genannt, nicht einmal der alte. Die Spitzname wurden damals im Zusammenhang mit den Taten erfunden. Und eine Personenstandsänderung gibt es noch nicht. So ist es nicht nötig, den Riesen zur Riesin zu machen. Man umgeht das alles wohl einfach, indem man dann "Biest von Beelitz" sagt, das ist Neutrum, und man ist auf der sicheren Seite. "Gleiches Recht für alle" Jaja, das ist schon so. Mit allem, was über Jasmin geschrieben wurde, wird den Lesern deutlich, daß Jasmin transsexuell ist. Das allerdings schreiben wir mit ihrem Einverständnis. Auf ihrer Webseite wird ihr Jungenname sogar erwähnt (den sie sich übrigens tagtäglich anhören darf bzw. ihre Anrede als "Herr"). Wenn die Vornamensänderung bei ihr erfolgen würde, hätten wir gleiches Recht. Nach §5 1.des TSG nehme ich an, "daß besondere Gründe des öffentlichen Interesses dies erfordern" Noch bewegen wir uns in einer Grauzone damit, weil es keinerlei offizielle Bestätigung gibt. Und Subjektivität in diesem Fall darf Gerda sich leisten. Ich bin dafür, mich regts ja auch ordentlich auf! |
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@Jaguarle
Hab ich ja geschrieben: Blogs sind eigentlich Internettagebücher. Da kann man in eigener Sache schreiben. Aber das muss dann transparent sein, sonst kommt das komisch. Hier sollten Autorinnen das beachten, weil Blog und Journalismus / Publizistik verzahnt sind. PR in eigener Sache gilt als unseriöse Berichterstattung - außer man sagt es ganz klar und legt alles offen. |
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Ich denke, daß ich "manns" genug bin, das Zerpfücken auszuhalten. Außerdem finde ich es nicht falsch parteiisch zu sein, solange man niemand anderen damit schadet. und wie Jaguarle schon schrieb, mein Verhältnis ist durch Querverweise bekannt. Wer nur gierig auf Schlazeilen aus ist, der braucht bicht weiter zu lesen. Wer Hintergrundwissen wünscht, soll fragen, dann bin ich zumindestens für a l l e s bereit.
Gerda |
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@Gerda
Dem Leser kannst Du nicht als Autor sagen, dass er irgendwas "soll". Er ist der Souverän und wird machen, was er will. Das kannst Du natürlich auch als Schreiberin tun. Du riskierst nur die bekannten Dinge: Zerpfücktwerden oder - noch schlimmer - Ignoriertwerden. |
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Jaja, das haben wir ja am Anfang schon lesen dürfen ;-)
merdeister mit seinem hessischen TSG |
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Zum "ich" kann ich ja noch einmal ausführen, daß ich zu den Unterstützern von Jasmin gehöre. Wir wollen doch auch nur vor Gericht obsiegen. Bei Jasmin werden, wie berichtet, vom Gericht Dinge gefordert, die keine gesetzliche Grundlage haben. Dies ist doch der eigentliche Knackpunkt. Nicht nur die Gutachter. Da gibt es genügend positive. Nur werden diese nicht akzeptiert.
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Genau das gehört zu den Punkten, die RA Stefan Lorenz jetzt mit stichhaltigen Argumenten angegriffen hat.
Die Obstruktion von Jasmins Behandlung und Namensänderung und die Weigerung selbst der Strafvollstreckungskammer am LG Potsdam, sie mit Frau anzureden, verletzen Jasmin in ihren Grundrechten, so Lorenz. Und Lorenz geht mit Grundrechtsverletzungen, wenn es sein muss, vor die letze Instanz und vors Bundesverfassungsgericht. Und dort gewinnt er regelmäßig. Das ist alles ziemlich klar und eindeutig. Wenn es Sinn macht, könnte ich auch gerne in meinem Blog noch mal offenlegen, wie weit die von Lorenz in den Akten entdeckten Menschenrechtsverletzungen gehen - und wie biegsam unser Recht im Einzelfall sein kann, solange sich das im toten Winkel der öffentlichen Wahrnehmung abspielt, wo keiner gern so genau hinsieht. |
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Genau das gehört zu den Punkten, die RA Stefan Lorenz jetzt mit stichhaltigen Argumenten angegriffen hat.
Die Obstruktion von Jasmins Behandlung und Namensänderung und die Weigerung selbst der Strafvollstreckungskammer am LG Potsdam, sie mit Frau anzureden, verletzen Jasmin in ihren Grundrechten, so Lorenz. Und Lorenz geht mit Grundrechtsverletzungen, wenn es sein muss, vor die letze Instanz und vors Bundesverfassungsgericht. Und dort gewinnt er regelmäßig. Das ist alles ziemlich klar und eindeutig. Wenn es Sinn macht, könnte ich auch gerne in meinem Blog noch mal offenlegen, wie weit die von Lorenz in den Akten entdeckten Menschenrechtsverletzungen gehen - und wie biegsam unser Recht im Einzelfall sein kann, solange sich das im toten Winkel der öffentlichen Wahrnehmung abspielt, wo keiner gern so genau hinsieht. Die Rosa Riesin und die Ängste, die Jasmin vor ihr hatte/hat, sind ein eigenes Thema. Natürlich kann man auch die Entscheidung in ihrer TS-Sache problematisieren. Ich weiß mit Sicherheit nur eins: Dass ich mit der Rosa Riesin nicht gesprochen habe und auch ihre Akte nicht kenne. Deshalb werde ich mich zu der Frage, ob es sich um echte TS oder um einen Missbrauchsversuch handelt etwa Verschleierung der eigenen Vergangenheit durch neue Identität, zurückhalten. Verschleierung macht ja nur einen Sinn, wenn sie bald entlassen werden soll und die Justiz sich eine bessere Resozialisierbarkeit davon erhofft, dass sie dann niemand mehr als den "RR" outen darf (auch Springer nicht). Oder sie wird dann auf eine Frauenstation verlegt, wo keine der Mitpatientinnen über sie Bescheid weiß - ebenfalls keine besonders rosige Aussicht. |
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Sorry, der erste Teil stand noch im Zwischenspeicher. :(
Dieser Kommentar sollte beginnen bei: "Die Rosa Riesin und die Ängste". |
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So wird eben aus dem "Rosa Riesen" ein "Rosa Risiko". Somit ist alles vom sprachtechnischen her unverfänglich. Alles andere sei dahingestellt und bleibt abzuwarten....
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@christian
Den Rechtsanwalt sollten wir vorläufig draussen lassen. Das verfahren schwebt noch und es wäre besser, alles was dieses Verfahren betrifft, ruhen zu lassen. Er soll seine Möglichkeiten ausschöpfen können. Der Sinn meiner Veröffentlichung war ja auch, diese toten Winkel etwas mehr zu beleuchten. Einiges kann man durch Zeugen, Schriftwechsel usw. belegen, anderes ist nicht zu beweisen, da es keine Zeugen gibt. Der Chefarzt war nicht zum Beispiel nicht bereit gewesen bei einem Gespräch ein Tonband mitlaufen zu lassen. So konnte seine erteilte Zusage zur Hormonbehandlung bei Jasmin nicht bewiesen werden. Es stand Aussage gegen Aussage. Andere Dinge, wie die Entfernung des weiblichen Namenschildes von der Zimmertür oder die Anweisung Jasmin als Herr Fuchs anzureden, sind dagegen beweisbar, interessieren aber Aussenstehenden kaum. Trotzdem haben sie für Jasmin einen hohen Stellenwert. |
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Ich meine auch, wir können mit juristischen Details abwarten, bis in der kommenden Woche das OLG entschieden hat.
Aber dann schweigen wir bis dahin besser ganz, denn subjektive/parteiische Tatsachendarstellungen müssen unsere Leser zwangsläufig überfordern - weil sie nicht einordnen können, was rechtens ist und was Willkür. Relevanz hat das Thema (für andere als Jasmins Freunde) nicht als Beleg für Gemeinheiten unter Menschen - die gibt es überall, wo es Machtverhältnisse gibt. Die Relevanz für die Öffentlichkeit liegt in den Blinden Flecken des Rechtsstaates und der Biegsamkeit des Rechtes selbst bei bestimmten Richterinnen - und was man dagegen tun kann. |
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Ich hatte auch ein wenig Bauchschmerzen mit der Eingangsdarstellung. Sie legt nahe, dass eine was bekommt, was eigentlich einer anderen zusteht.
Es mag sein, dass tatsächlich im Vollzug die eine gegen die andere ausgespielt wird, aber auf solch ein Spielchen sollten wir uns nicht einlassen. Für mich gilt: Die Straftaten sind eine Sache, die Transsexualität eine andere, das gilt für Jasmin genauso wie auch für den 'Rosa Riesen'. Jasmin den Weg in die Anerkennung ihrer Transsexualität zu verweigern ist ungehörig und kommt mir boshaft vor, gerade wenn dies mit ihren Strafen verquickt wird. ( 'Störung der Resozialisierung' oder so ähnlich ) Wir sollten also vermeiden Ähnliches mit dem 'Rosa Riesen' zu tun. Besser ist es, klar darauf hinzuweisen, das es ein Beispiel gibt, wo die Transsexualität die 'Therapie und Resozialisierung' nicht stört. Das muss dann auch für Jasmin gelten. Ich hoffe sehr auf einen Erfolg vor Gericht und noch mehr hoffe ich Jasmin aus dem Vollzug zu bekommen. |
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Liebe Ria, es scheint wirklich so zu sein, daß einer etwas bekommt und der andere nicht. Dieses gegeneinander Ausspielen läßt sich belegen und führte bereits zu mehreren Petitionen und Gerichtsverfahren. Leider hackt eine Krähe der anderen Krähe nicht gerne ein auge aus. Soll heissen, die Verfahren werden verschleppt, Befangenheitsanträge abgelehnt, Petitionsausschutz sieht sich nicht vor Ort um udgl mehr. Sicher liegt es uns fern Personen gegeneinander auszuspielen, aber wir wollen hier, durch die Stellung des RR, diese Grauzone des MRV erhellen und somit die Mißstände anprangern.
Um so mehr erhoffen wir uns auf das Urteil des LG, daß in der nächsten Woche kommen soll und auf den bereits seit Monaten überfälligen Gutachten. |
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@Gerda
Du meinst sicher das OLG, das LG Potsdam wird ja gerade in der Beschwerde angegriffen. Und wir erwarten auch kein "Urteil", sondern nur eine Entscheidung. In Strafsachen ist ein Urteil nur im formellen Sinn nur die Verurteilung bzw. der Freispruch und ggf. die Revisionsentscheidung. Bei den jährlichen Anhörungen in MRV-Sachen werden dagegen von den Strafvollstreckungskammern der Landgerichte nur Entscheidungen gefällt, die mit dem Rechtsmittel der Bewerde anfechtbar sind. Ein Urteil würden wir m.W. jedoch wieder erwarten, wenn die Entscheidung des OLG unbefriedigend sein sollte und der RA von Jasmin vor das BVG geht. Ich gebe zu, das ist alles sehr kompliziert, aber wir sollten in solchen Kleinigkeiten möglichst präzise sein, wenn wir hier schreiben. :) LG CB |
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@Christian
Danke für den Hinweis. Natürlich OLG. Es ist für uns Laien, insbesondere für mich, schwer zwischen Entscheidung und Urteil zu differenzieren. Eine Kammer des Gerichts fällt für mich ein Urteil. Nun weiß ich es besser, danke. Darum muß man wohl so lange Jura studieren, um alle Kniffe und Unterschiede und Fallstricke zu lernen und zu kennen? |
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Um im System Justiz etwas bewegen zu können, muss man sowohl lange studieren, als auch im Einzelfall sorgfältig arbeiten. Um bloß drüber zu schreiben muss man natürlich nicht Jura studieren. Aber eine erhöhte Sorgfalt gehört beim bloßen Berichten auch dazu. Weil das eben alles sehr kompliziert ist.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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