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Die norwegische Aftenposten meldet heute, dass die australische Bergwerksgesellschaft Aura Energy das mit 140.000 Tonnen vermutlich weltweit größte Uranvorkommen in der Gegend von Myrviken im Jämtland in Schweden entdeckt hat. Da die gesamte Umgebung noch nicht untersucht werden konnte, aber die geologischen Gegebenheiten in weiteren Umkreis gleich sind, werden weit größere Vorkommen in der Gegend um Myrviken vermutet.
Die weltweite Uranproduktion in 2006 betrug 39.429 Tonnen. Die größten Produzenten waren Canada mit 9.862 Tonnen, Australien mit 7.593 Tonnen und Kasakhstan mit 5.279 Tonnen.
Die seit Tschernobyl mehr und mehr in Verruf geratene Technologie der Kernreaktoren könnte vor dem Hintergrund der Diskussion um die globalen Kohlendioxid-Emissionen eine ungeahnte Renaissance erfahren.
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Naja.
70 Jahre Produktion in Kasachstan, knapp 20 Jahre in Australien oder 14 Jahre in Canada. Die 140.000 Tonnen für Schweden sind eine erste konservative Schätzung. Ich finde die Meldung deshalb so interessant, weil Schweden aus der Atomkraft definitiv aussteigt, aber jetzt auf dem weltweit größten Uranvorkommen hockt. In etwa so, als ob Saudi-Arabien jetzt aus dem Verbrennen von Erdöl und Erdölprodukten aussteigt. Ich vermute mal, dass die Skrupel das Uran zu verkaufen nicht so stark sind, wie die Furcht vor einem zweiten Tschernobyl - unter dem ja auch Schweden damals gelitten hat. Die Wolke ist damals über Skandinavien gezogen und hat Rentiere, Wälder und Boden verseucht. Ist alles schon vergessen. Sie werden also Geld damit machen und irgendwo auf dieser Welt wird wieder irgendein sauberes Kraftwerk eine saubere Kernschmelze hinlegen, die dann sauber für 10 Halbwertszeiten von Uran-235 (also etwa 7 Milliarden Jahre) sicher eingepackt oder endgelagert (ha-ha!) wird. Dieser unwahrscheinliche Fall ist in den Hochglanzbroschüren der Kraftwerksbetreiber nicht vorgesehen. Wenn man sich traut, kann man das Unwahrscheinliche in Three Mile Island und in Tschernobyl besichtigen. Eines wird nicht passieren: Das Uran genau da zu lassen, wo es ist: als Uranoxid im Boden. |
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schrieb am
27.09.2010 um 22:42
Wattenfall ist übrigens eine schwedische Firma. Die brauchen das Zeugs ja nicht in Schweden verheizen...
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Wenn das stimmt, sollen die Schweden mal schön aufpassen.
Die USA werden schon einen Grund finden, dort nach dem rechten zu sehen. |
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Die USA findet immer einen Grund, nach dem Rechten zu sehen. Allerdings nicht in Schweden. Dafür gibt es ja viel feinsinnigere Methoden, einen Staat zu etwas zu zwingen, äh - von der Notwendigkeit des Tuns zu überzeugen.
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...eine ungeahnte Renaissance erfahren. Niger, Elfenbeiküste Süd-Algerien, das ist auch alles voll mit Uran. Deswegen sind da auch französische Friedenssoldaten. Dagegen ist Skandinavien ja richtig ein Eldorado. Puh, eine strahlende Zukunft und Bombenstimmung!
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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