globi09

Blog von globi09

21.05.2011 | 09:48

Bundeswehr schießt auf Demonstranten

... trotzdem wird es nicht mal eine Flugverbotszone über Berlin Mitte geben.

Inzwischen gibt auch die Bundeswehr zu, dass sie aus ihrem Lager in der afghanischen Stadt Talokan auf Demonstranten geschossen hat. Dabei sind zwölf Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden als auf die etwa 3000 Demonstranten vor dem dortigen Bundeswehrlager das Feuer eröffnet wurde. Die Demonstranten hatten gegen eine nächtliche Razzia der Nato protestiert bei der 4 Zivilisten getötet wurden.

Auf der Seite von Aktion Freiheit statt Angst e.V. ist dazu folgender Kommentar zu lesen: "Leider ist nichts davon zu hören, dass sich der UN Sicherheitsrat über eine Flugverbotszone wenigstens über Berlin Mitte Gedanken macht. Lediglich einen Untersuchungsausschuss erwägt die Kanzlerin, wie bei den Ereignissen bei Kunduz, wo die Bundeswehr allerdings auch 10-mal soviele Menschen töten liess.
Leider bleiben die Erkenntnisse aus George Orwells "Farm der Tiere" weiter gültig, dass manche eben doch gleicher sind als andere. Auch die Schüsse auf Demonstranten in Palästina bei denen über 20 getötet wurden hat bisher keine Folgen für die israelische Regierung gehabt genauso wenig wie die Tötung unzähliger Demonstranten in Bahrain durch saudische Hilfssherifs."

 
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Kommentare
h.yuren schrieb am 21.05.2011 um 10:24
die isaf-uniformierten bilden die schutztruppe in afghanistan. die bezeichnung "Schutztruppe" stammt aus der kaiserzeit. damals feuerte die schutztruppe in deutsch-südwest auf demonstrierende herero und andere einheimische.
das ist kein zufall. denn schießen und schütze und schützen und schutz sind wortgeschichtlich nah beieinander.
globi09 schrieb am 21.05.2011 um 11:03
Interessant wird es, wenn sich die Demonstranten nicht mehr weit weg, sondern z.B. in Spanien, gegen ein Demonstrationsverbot wehren oder bei uns jemand das Verbot politischer Streiks in Frage stellt.
Erdlingsdings schrieb am 21.05.2011 um 15:08
Ne ne, Flugverbotszonen werden erst errichtet wenn Diktatoren aufs EIGENE Volk schießen lassen und außerdem was haben was andere gerne hätten.
Wenn Demokraten auf FREMDE Völker schießen lassen is das immer nur als pädagogische Maßnahme demokratischer Erziehung im Geiste des Humanismus zu verstehen.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 21.05.2011 um 15:34
"Innenminister Hans-Peter Friedrich fordert, die Bundeswehr zur Terrorbekämpfung im Inland einzusetzen. Eine Idee, die sein Vorgänger de Maizière verworfen hatte."

www.zeit.de/politik/deutschland/2011-05/bundeswehr-einsatz-innern-friedrich
Erdlingsdings schrieb am 21.05.2011 um 15:42
Ich seh schon die Schlagzeile in der BZ:

Kreuzberg : 1.Mai Krawalle 2014

Wütender bewaffneter Mob greift Sicherheitskräfte an.
3 Soldaten schwer verletzt, 17 Randalierer in Notwehr erschossen.
I.D.A. Liszt schrieb am 22.05.2011 um 01:59
Na, hätte der Afghane die Demonstation mal ordnungsgemäß beim zuständigen Standortältesten [so heißt das, glaube ich, im Jargon des Militärs] angemeldet und die ordnungsgemäße Genehmigung abgewartet, so hätten unsere tapferen Jungs in Steingrau-Oliv natürlich Bescheid gewußt und nicht geglaubt, sie würden von einer Horde von Selbstmordatentätern angegriffen.

Man sieht also mal wieder: Der Afghane weiß nichts von rechter deutscher Lebensart. Unter anderem um ihm diese nahezubringen, sind ja unsere tapferen Jungs in Steingrau-Oliv schließlich vor Ort und sichern den Frieden, mithin auch den Landfrieden, der durch eine unangemeldete und/oder nicht genehmigte Demonstration natürlich gebrochen würde. Und dann siehe oben.
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