globi09

Blog von globi09

16.12.2010 | 15:37

Sponserte FBI Hintertür in IPSec?

Da erzählt uns NATO Generalsekretär Rasmussen, dass die NATO nach ihrer neuen Strategie bei Cyberangriffen den Bündnisfall ausrufen kann und dann geraten die Wikileaks Server unter massive DOS-Angiffe (denial of service), der Name Service wird "abgeschaltet" und jetzt kommt auch noch raus, dass das FBI wohl Hintertürchen in Verschlüsselungssoftware einbauen lässt. Wer ruft jetzt den Bündnisfall aller Menschen aus, die Wert auf ihre Privatspähre legen?

Der OpenBSD-Gründer Theo de Raadt weist in einer Mail auf eine mögliche Hintertür in der Implementierung des IPSec-Stacks zum Aufbau von VPNs hin. Da weitere Open-Source-Projekte den Code übernommen haben, könnte die Hintertür dort ebenfalls enthalten sein.

Mehr dazu bei www.aktion-freiheitstattangst.org/de/presse/unsere-themen-in-der-presse/1751-20101216-sponserte-fbi-hintertuer-in-ipsec

 
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Kommentare
Gold Star For Robot Boy schrieb am 16.12.2010 um 17:28
"IPSec-Stacks zum Aufbau von VPNs"
Könnten Sie das kurz einem IT-Laien erklären ?
globi09 schrieb am 16.12.2010 um 18:47
IPsec heisst Internet Protocol Security und ist ein Sicherheitsprotokoll, das über IP-Netze für Vertraulichkeit, Authentizität und Integrität sorgen soll. Es kann zum Aufbau virtueller privater Netzwerke (VPN) verwendet werden.
Im Gegensatz zum z.B. SSL Verschlüsselungsprotokoll arbeitet IPsec direkt auf der Vermittlungsschicht (internet layer) des TCP/IP-Protokollstapels, das entspricht Schicht 3 des OSI-Modells. SSL ist eine Ende zu Ende-Verschlüsselung auf Schicht 4 (transport layer).

RFC 2401 ( tools.ietf.org/html/rfc2401 ) und neuerdings RFC 4301 ( tools.ietf.org/html/rfc4301 ) beschreiben das Protokoll IPsec. Es gibt 2 Arten von IPSec, den "transport mode", dieser stellt eine Punkt-zu-Punkt-Kommunikation zwischen zwei Endpunkten her und der "tunnel mode", der zwei Subnetze über Router verbindet.

Wie bei der E-Mail Verschlüsselung gibt es auch hier das Problem der Schlüsselverwaltung. Schlüssel hin-und-her zu schicken ist gefährlich, besser sind Schlüssel von "vertrauenswürdigen" CAs (Zertifizierungstellen, wie VeriSign o.a.). Es bleibt das Problem, wer traut wem. ... und nun auch noch: wer traut dem Protokoll?
globi09 schrieb am 16.12.2010 um 18:47
IPsec heisst Internet Protocol Security und ist ein Sicherheitsprotokoll, das über IP-Netze für Vertraulichkeit, Authentizität und Integrität sorgen soll. Es kann zum Aufbau virtueller privater Netzwerke (VPN) verwendet werden.
Im Gegensatz zum z.B. SSL Verschlüsselungsprotokoll arbeitet IPsec direkt auf der Vermittlungsschicht (internet layer) des TCP/IP-Protokollstapels, das entspricht Schicht 3 des OSI-Modells. SSL ist eine Ende zu Ende-Verschlüsselung auf Schicht 4 (transport layer).

RFC 2401 ( tools.ietf.org/html/rfc2401 ) und neuerdings RFC 4301 ( tools.ietf.org/html/rfc4301 ) beschreiben das Protokoll IPsec. Es gibt 2 Arten von IPSec, den "transport mode", dieser stellt eine Punkt-zu-Punkt-Kommunikation zwischen zwei Endpunkten her und der "tunnel mode", der zwei Subnetze über Router verbindet.

Wie bei der E-Mail Verschlüsselung gibt es auch hier das Problem der Schlüsselverwaltung. Schlüssel hin-und-her zu schicken ist gefährlich, besser sind Schlüssel von "vertrauenswürdigen" CAs (Zertifizierungstellen, wie VeriSign o.a.). Es bleibt das Problem, wer traut wem. ... und nun auch noch: wer traut dem Protokoll?
globi09 schrieb am 16.12.2010 um 18:49
doppelt war unnötig (irgendwie bekomme ich die Reaktion des "ok" Buttons immer nicht mit)
Gold Star For Robot Boy schrieb am 16.12.2010 um 22:26
Danke! Ich lade mir mal meinen PC Freund ein um das Ganze zu vertiefen!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 17.12.2010 um 02:15
@ Globi, viele Grüsse vom Klingeldraht. Das ist manchmal so ; -)

FYI, das Thema war auch hier:
www.bbc.co.uk/news/world-europe-11996255
Ehemaliger Nutzer schrieb am 17.12.2010 um 02:22
ne dieser Link! der obere ist falsch!

www.theregister.co.uk/2010/12/15/openbsd_backdoor_claim/
globi09
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