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Die US-Regierung arbeitet an einem Gesetzesentwurf zum einfacheren Abhören von Internet-Telefonaten, verschlüsselten E-Mails sowie Chat-Nachrichten und will diesen Anfang 2011 vorstellen. Demnach sollen Provider verpflichtet werden, Strafverfolgern die über ihre Netze ausgetauschte Kommunikation in jedem Fall im Klartext vorzulegen.
Offen ist noch ob dies, wie vermutet. über "Hintertüren" in den Verschlüsselungsprotokollen geschehen soll oder ob die sogenannte Quellen-TKÜ, also das Abhören auf dem Nutzer-PC vor der Verschlüsselung, angewendet werden soll.
Gefahr besteht auch in der IP Version 6 (IPv6), denn es enthält eine Funktion, mit der jedes Datenpaket seinem Urheber zugeordnet werden kann. Es kommt daher stark auf die Implementierung des Standards an, da diese Attribut-Zuschreibung nicht verbindlich sei.
Mehr dazu gab es letzte Woche auf dem interessanten CCC Kongress in Berlin und unter www.aktion-freiheitstattangst.org/de/presse/unsere-themen-in-der-presse/1780-20110101-usa-wollen-verschlueselung-einschraenken
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Ein Exportverbot von Verschlüsselungstechnologien hatten wir schon mal, damals primär gegen die östlichen Schurkenstaaten gerichtet. Heite ist es die eigene Bevölkerung, die abgehört und überwacht werden muss, die Technik ist seit 1984 et al. schließlich wesentlich leistungsfähiger, die Schurken neu definiert.
In den letzten Wochen wurde den Mächtigen schlußendlich und mit aller Deutlichkeit klar, dass das Internet die subversive Funktion des heimlichen, des versteckten Volksempfängers erlangen könnte. Nicht als Westfernsehen in der DDR, das war eher harmlos, augenzwinkernd sowieso. Nein, das Abhören des Feindfunks unter dem Riskieren der physischen Existenz als reload deutscher Geschichte in dunkelster Zeit ist die Entwicklungsperspektive. Ungarn als "Hannemann geh' Du voran" ist erst der Beginn, klammheimliche Kumpanei unter Krokodilstränen das theatergespielte Programm. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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