Nun hab´ ich sie ja alle auf Linie.
Meine Agenda 2100 – Armut und Schulden für alle
ist ja fast begeistert von den anderen europäischen Staaten aufgenommen worden.
Endlich setzt sich die Vernunft der Märkte durch.
Der produktivste Marktteilnehmer diktiert den anderen den Preis.
Wer zu teuer produziert, scheidet als Marktteilnehmer aus.
Also ihr Lieben, dann konkurriert mal schön mit unseren Dumpinglöhnen, Niedrigstlohnnebenkosten und streikarmen Belegschaften Viel Vergnügen dabei..
Armut für alle ist natürlich ein bisschen geschummelt. Ich hab da einfach etwas weggelassen, damit das nicht so verräterisch klingt wie Armut und Schulden für alle Arbeitnehmer. Na und den zweiten Satz sollte ich mir in der Öffentlichkeit aber total sparen: und goldene Zeiten für die Arbeitslosen oder besser, die,die nicht von ihrer Hände Arbeit leben.
Schön auch, wie meine Presse mal wieder vom Wesentlichen ablenkt.
Briten isolieren sich in Europa.
Man hätte auch schreiben können: Briten lassen sich nichts diktieren.
Aber das hätte ja so einen schalen Beigeschmack und wäre auf meine seriöse Erpressungspolitik zurückgefallen.
Ach, danke liebe Presse. Ihr denkt aber auch so schön mit.
Gut gut, die Märkte überlegen noch, wie sie meine Agenda 2100 finden.
Josef sagt aber, die werden das schon O.K. Finden. Vielleicht müssen noch ein paar hundert oder tausend Milliärdchen rübergereicht werden, aber das ist doch kein Problem, sagt er oder?
Dafür haben wir langfristig klare Verhältnisse und das lieben meine Kollegen, wenn für den Rest des Jahrhunderts klar ist ,dass Profite verlässlich steigen müssen. Und wie geht das besser als mit hochverschuldeten Kreditnehmern, liebe Angie, sagte er.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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