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Wie peinlich.
Unsere „einzige“ Demokratie im Nahen Osten orientiert sich an den rückständigen Arabern ,den Ägyptern.
Sind die noch bei Trost?
So habe ich mir die Folgen der Ägyptischen Revolution nicht vorgestellt.
Was fällt dem Volk bloß ein?
Alles war doch bisher so übersichtlich.
Die israelische Regierung, dass waren die Guten egal ob populistisch , rechtsgerichtet oder religiös fundamentalistisch Hauptsache konsequent neoliberal.
Immer war klar, die Palästinenser sind nicht kompromissfähig oder demokratiefähig – siehe Hamas.
Da konnte man halt nichts machen.
Das die jetzt fordern, den Sozialstaat auszubauen auf Kosten am besten auch noch der Siedler und des Militärs. Etwas peinlich, dass die den Zusammenhang zwischen ausuferndem kostenträchtigem Siedlungsbau , riesigen Militäraufrüstungen und sonstigen Sicherheitskosten ala Mauer begreifen und dem fehlenden Geld für den Sozialstaat, bezahlbaren Wohnungen und einer erschwinglichen Gesundheitsversorgung. Gott sei dank sind da die amerikanischen Wähler anders gestrickt. Die lob ich mir, die zahlen im Namen der Freiheit gerne 20000 $ für eine Operation.
Empörend finde ich es nun wirklich, dass die auch noch das Ende der Privatisierung des Volksvermögens fordern. Ja, wie soll denn der Kapitalismus wachsen, ihr lieben Leute, wenn ihr ihm das Geld wieder wegnehmt?
Na die brauchen erst mal so ne Finanzkrise wie wir, dann können sie auch wieder dem Volk das Geld aus der Tasche ziehen, ist ja dann ein Sachzwang – wegen der Systemrelevanz der Banken und so.
Man könnte es natürlich auch falsch auffassen, Systemrelevanz für den Kapitalismus ala Josef.
Der könnte sonst den Bach runtergehen. Aber da komm ich ja ins Spiel.
Hab' meinen Job bei der Krise so schlecht nicht gemacht, sagte Josef noch letztens anerkennend und zog genüßlich an seiner Zigarre. Ohne Krise können wir dem Volk nicht so viel Geld aus der Tasche ziehen, meinte er. Das verkaufst du seriös und sachlich.
Ja, und darauf kommt es ja an, dass meine Freunde zufrieden mit mir sind.
Mit den Wählern werde ich schon alleine fertig. Es sei denn hier gibt’s auch ne ägyptische Revolution.
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Mein Lieblingsgegner ist nun mal die neoliberal verseuchte Partei.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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