In der Gruft ist es schwül und stickig. Wie in einer Gruft eben. Ein wenig muffig riecht es auch. Und nicht gerade hell ist es. Eher zwielichtig.
Dunkle Gestalten bewegen sich ohne erkennbares Ziel in dem großen Gewölbe .
Man erkennt sie nur schemenhaft fast wirken sie wie Geister.
Was machen die bloß ?
Eine Gestalt hält hoch über seinen Kopf eine Steintafel? Oder ist es doch nur eine Pergamentrolle?
Sie dreht sie sich langsam um. Das Gesicht liegt im Dunkeln.Die Augen leuchten.
Die Versammelten schauen andächtig zu dem im Schatten liegenden Gesicht.
Laut ruft die Gestalt: Schwört und sprecht mir nach!
Die Versammelten sprechen im Chor: WIR SCHWÖREN!
Sie Es kann nur einen geben.
Die Versammelten : ES KANN NUR EINEN GEBEN!
Sie: Mein Wille ist Gesetz.
Die Versammelten: DEIN WILLE IST GESETZ!
Sie: Geheiligt ist sein Name.
Die Versammelten: GEHEILIGT IST SEIN NAME!
Sie: Der Eine ist der Markt .
Die Versammelten: DER EINE IST DER MARKT!
Sie: Das Gesetz ist der Marktwille.
Die Versammelten: DAS GESETZ IST DER MARKTWILLE!
Sie: Geheiligt ist der Wille des Marktes.
Die Versammelten: GEHEILIGT IST DER WILLE DES MARKTES!
Sie: Der Markt braucht Geld.
Die Versammelten: DER MARKT BRAUCHT GELD!
Sie: Der Rettungsschirm löst alle Probleme.
Die Versammelten: DER RETTUNGSSCHIRM LÖST ALLE PROBLEME!
Sie: Wir vertrauen der Weisheit des Marktes.
Die Versammelten: WIR VERTRAUEN DER WEISHEIT DES MARKTES!
Sie: So sei es, Amen
Die Versammelten: SO SEI ES. AMEN!
Die Versammlung löst sich auf. Die Gestalten kriechen wieder in ihre Särge und legen sich für ein Mittagsschläfchen nieder.
Manomann dass wird ja von mal zu mal schwieriger Mehrheiten für den EFSF zu organisieren.
Aber Josef meinte, ein bisschen Gruppentherapie würde helfen.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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