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Die WAZ kommentiert die Demo gegen rechts in ihrem Bochumer Teil mit der schönen Schlagzeile:
Rassismus im Alltag besser erkennen
Interessant ist wie immer nicht das was die WAZ schreibt , sondern was sie verschweigt bzw. nicht schreibt von der Demo.
Neben den Flaggen von Jusos, Grünen und DGB flatterten zum Beispiel auch die Banner der Migrantenorganisation DIDF im Wind.
Rein zufällig werden die Flaggen von der Partei die LINKE und die der DKP nicht erwähnt.
Ob es ein Aggreement der großen Zeitungen gibt, die Partei die LINKE möglichst nicht oder wenn wenig zu erwähnen?
Richtig wird wiedergegeben, dass sich alle Redner über die Ausmaße der jüngst bekannt gewordenen rassistischen Mordserie und die Ermittlungspannen schockiert zeigten.
Geschickt lenkt die WAZ die Thematik auf die Äußerungen von Carina Gödecke (stellvertretende Bochumer SPD und Vizepräsidentin des Landtages NRW:
Wir schämen uns für die schweren Fehler, die bei den Ermittlungen gemacht wurden. Wir schämen uns für unsere eigene Leichtgläubigkeit, dass wir den hastigen Ausschluss rechtsextremer Motive nicht hinterfragt haben.
Dahinter verschwindet die Frage nach den Ursachen , warum der braune Mob sich so ausbreiten konnte und Fuß fassen konnte in dieser Gesellschaft.
Zwar wird die Bochumer Bundestagsabgeordnete der LINKEN Sevim Dagdelen zitiert mit der Forderung : Abschaltung der V-Leute!
aber zentrale Aussagen ihrer Rede verschwiegen, die Gründe benennt, warum sich der braune Terror ausbreiten konnte.
Sven Dagdelen:
Die Verantwortlichen in den Sicherheitsbehörden auf Landes- und Bundesebene müssen zur Rechenschaft gezogen werden und eine öffentliche Untersuchung durch eine Unabhängige Untersuchungskommission über Unterstützer und Sympathisanten der Neonaziszene eingeleitet werden.
Es kann ferner nicht sein, dass der Staat Faschisten und Mörder schützt und stattdessen von einer angeblichen Terrorgefahr durch Islamisten oder Linke schwadroniert. Das ist unerträglich. Der neue Geheimdienstsumpf beweist, dass die sog. Verfassungsschutz - Behörde eine rein ideologische Stoßrichtung hat. Sie ist auf dem rechten Auge blind. Auch deshalb muss das Bundesamt für Verfassungsschutz, wie alle anderen Geheimdienste aufgrund ihrer Unvereinbarkeit mit Demokratie und Rechtstaatlichkeit, aufgelöst werden.
Faschismus und Ausländerfeindlichkeit sind gesellschaftliche Phänomene. Sie wurden durch die ausländerfeindlichen Parolen und ungestrafte rechtspopulistische Hetze der etablierten Parteien salonfähig gemacht
Liebe WAZler. Rassismus im Alltag besser erkennen setzt ein Verständnis von Demokratie voraus, dass die Gleichsetzung von Rechtsaußen und Linksradikal ausschließt.
Das ist mit der WAZ nicht zu machen, richtig?
Also ist die WAZ Teil des Problems Rassismus im Alltag zu erkennen und nicht Teil seiner Lösung.
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lieber goch, dass an jedem ort gegen die xenophoben demonstriert werden muss, ohne dass sich politisch etwas bewegt, ist bezeichnend für ein land mit solchen traditionen.
die medien, das siehst du klar, spielen eine zweifelhafte rolle in diesem schmierentheater. aber wichtiger ist ein schnitt, durch den im politischen kontinuum der rechte rand verschwände. das mögen die rechten parteien nicht, weil sie dann in der schmuddelecke stehen. wie es richtig war, soldaten mörder zu nennen, ohne dass es den krieg und die massenmordtaten verhindert hat, so ist es richtig und wichtig, die nazis eine mörderbande zu nennen. doch die hintermänner trifft auch das nicht. |
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Sehr richtig lieber H.yuren, Das Verbot der rechten Parteien wird scheinheilig unterlaufen mit der Begründung dass eine legale offen auftretende Partei besser zu kontrollieren zu beobachten sei. Nun die jüngsten Ereignisse sprechen dieser These Hohn.
Das ist aber nicht das wichtigste. Sondern, die Gleichsetzung von Linksradikal und Rechtsextrem hätte ein extremes Glaubwürdigkeitsproblem , wenn die rechtsextremen Parteien verboten würden und in der Logik der Konservativen die LINKS-Partei nicht. Das wäre ein schwerer Schlag gegen ihre ausgrenzende politische Strategie insklusive der Medien. |
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@goch
Ich stimme Dir zu. Das ist jetzt kein joviales Damen hochhalten sondern ehrlich gemeint. Du hast das Problem sorfältig analysiert und richtige Antworten gefunden. Danke dafür. Herzöiche Grüße por |
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Ebenfalls herzliche Grüße nach Essen Goch
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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