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Ein Brigade-Ausflug der Freitag-Community nach Halle/Saale
„Was ist das eigentlich, dieses Laserstrahlschmelzverfahren?“ Kaum war die Frage ausgesprochen, sprang auch schon der hilfsbereite frischgebackene Diplom-Designer Robert T. herbei, um sie der Fragerin Amanda ausführlich zu beantworten. Er blickte dabei konzentriert zu ihr auf, während seine Hände fleißig die Bewegungen eines Laserports beim Schicht-für-Schicht-Auftragen des Metallpulvers zur alsbaldigen Verschmelzung per Laserstrahl zu einer anders nicht herstellbaren Form gestisch darstellten. - Ob Amanda zugehört hat?!! Es darf bezweifelt werden, denn den interessanten Ausführungen des Bloggers goedzak zur höchsten Fontäne Deutschlands, bzw. zur sprühbreitesten Senkrechtstrahl-Fontäne Europas bzw. zur weltweit einzigen Sommerfontäne in einem Wintereislaufbecken hat sie ja auch nicht zugehört, wie sie immerhin zugibt.
Für Freitagleser muss Halle eine Stadt des Prekariats sein, in der Thilo S. seine Studien treiben könnte. Das liegt an der bisher sehr einseitig sarkastisch-zynischen Sicht, die Freitag-Blogger hadie auf seine Heimatstadt hat und hier zu meinem Vergnügen kundtut. Für ältere bzw. längerjährige Freitagleser gilt die Stadt möglicherweise auch als Plattenbau-Burg der typisch ostdeutschen Neo-Faschos. Das könnte an den Berichten über einige Filme von Thomas Heise liegen, während die leider selten gewordenen Texte von Wolfgang Kil über die post-postmodernen Architektur- und Stadtumbauprobleme ebenfalls kein sehr vorteilhaftes Bild von Halle und Halle-Neustadt malten.
Nun aber gibt es seriöse Zeugen, dass alles ganz anders ist: Magda, Cassandra, kay.kloetzer, Amanda, I.D.A.Liszt nebst I.D.A.Lisztin und goedzak, die man sozusagen als den unternehmungslustigsten Teil des Freitag-Community-Kollektivs bezeichnen könnte, denn sie waren einem Aufruf zum Brigadeausflug nach Halle gefolgt. Nun, der Gerechtigkeit halber muss gesagt werden, dass viele der sonst noch aufgerufenen Bloggerinnen und Blogger triftige Gründe für ihre Nichtteilnahme hatten. Leider aber muss auch darauf hingewiesen werden, dass einige (wenige!) angefragte Dam- und Herrschaften aus Community und Redaktion (!) eine Antwort überhaupt schuldig blieben. Im Falle der Redaktionsmitglieder wird es an den zeitaufwendigen Redaktionssitzungen gelegen haben.
Amanda hat die richtigen Bilder zusammengeschnitten, hübsche Fachwerkhäuser, stolze und kühne Burgen an der Saale hellem Strande, plastische Kunstobjekte, die niemandes Kunstverständnis überfordern usw., die Stadtmarketing-Leute aus dem Rathaus werden begeistert sein! Ist hier eigentlich schon mal diskutiert worden, ob solche Touri-Dampferfahrten mit einem irgendwie linken Verhaltenskodex vereinbar sind?!!
Während kay.kloetzer, Magda und Amanda in einem sehr aparten Hotel, in dem sich denkwürdige Ereignisse der gesamtdeutschen Promi-Geschichte zugetragen haben sollen (was von BILD- und Spiegellesern bezeifelt wird), nächtigten und tagten, fand die Internet-Füchsin Cassandra ein Hostel, das noch preiswerter als eine Jugendherberge ist, während die beiden I.D.A.Lisztinnen in ein menschenleeres Automatik-Hotel geraten waren. Goedzak hingegen war jeden Morgen einfach da, das Fahrrad an seiner Seite.
Das sams- und sonntägliche Aufstehen fiel nicht allen ganz leicht, denn an den jeweiligen Vorabenden waren glamouröse Mode-Shows in allerdings etwas angeschmuddelten Volkspalästen mit dramatisch linker Vergangenheit zu besuchen, was mit Lärm, grellem Licht und Hitze verbunden war, musste auf Saaleschiffen unter Sternenhimmeln gesessen, dem Alkohol und plebejischen kulinarischen Genüssen zugesprochen werden, oder im überregional berühmten Objekt 5, Porphyrfelsen unter den Füßen, rohen Backstein zur Rechten und zur Linken, mit Kellnern, deren Herzen links schlagen, diskutiert werden...
Bei all dem war dann kaum noch Puste für den eigentlichen Anlass des Treffens, die gründliche Besichtigung der Jahresausstellung der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, die allerdings tapfer in Angriff genommen und durchgestanden wurde. Man glaubt ja nicht, wie kreativ die jungen Menschen in diesem Provinzgroßstädtchen sind!
Und wie platzgreifend, der idyllische Campus reicht da nicht für’s Präsentieren, da werden u.a. alte Konsumtempelruinen okkupiert.
Ja, und was bleibt nun?! – Folgende Erkenntnisse und Beschlüsse sind zu protokollieren:
a) Tratschen macht Spaß! Es wurde die halbe Community durchgehechelt.
b) Redaktionsmitglieder, besonders aus den Ressorts Community und Alltag, sollten sich an solchen Exkursionen beteiligen.
c) Es gibt Großstädte. Es gibt Kleinstädte. Und es gibt Halle!
d) Die konventionelle Vorstellung einer signifikanten Grenze zwischen wirklichem Leben und z.B. Communities im Internet muss fallen gelassen werden, denn es hat sich gezeigt, dass sich hinter nicks richtige Menschen verbergen.
e) In welcher anderen Stadt gibt es Büffelbutter zum Frühstück?
goedzak, nach Diktat weitergereist in andere Städte
(Fotos von kay.kloetzer und g. - Film von Amanda)
(goedzak ist zwar der kommissarische Brigadetagebuch-Verantwortliche, d.h. aber nicht, dass die anderen Ausflugsteilnehmer nicht ergänzen dürfen...)
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Sehr schön. Und eine sehr gute Idee noch dazu. Klingt nach viel Spaß und guter Unterhaltung. (Aber die Wäschekammer muss nach eigener Aussage mittlerweile eine Treppe sein...)
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BB hat aus der Wäschekammer eine Treppe gemacht und ich eine Besenkammer, wegen BBB, weißte?
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Nun weiß ich also, dass Magda nicht weiß, wo's langgeht, Amanda versucht Boris Becker zu befreien und ich ein schönes Wochenende verpasst habe (Mein triftiger Grund hat allerdings auch Spaß gemacht...)
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"Mein triftiger Grund hat allerdings auch Spaß gemacht....", ein gutes Omen! Hoffentlich läuft es so weiter!!! :))
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Hallo goedzak,
ach, da bist Du ja. Wir haben schon "gelauert". Ich kann nur teilweise bestätigen: So wars, weil wir einen Tag später angekommen sind. Ich kannte Halle eigentlich nur von drögen Dienstreisen zu irgendwelchen Bezirksdelegiertenkonferenzen der CDU-Blockflöten. Lange her. Und aus dem Defa-Film "Der Dritte", in dem einige wesentliche Szenen in den Neubaublöcken von Halle-Neustadt spielen. Noch länger her. Es ist schon so, man braucht einen guten und freundlichen Blick, um der Stadt gerecht zu werden. Als ich da an meinem Sonntagmorgenspaziergang durch diese endlos lange Straße ging, vorbei an den übriggebliebenen jungen Kerlen, die der Umgebung laut kundtaten, dass sie noch nicht genug haben, war mir "eigen". Dann aber bog ich ein in unsere schattig-baumbestandene Seitenstraße mit den alten Häusern und dem Theaterhotel, in dem - neben der Wäschekammer - auch allerorten Bühnenfiguren sitzen oder stehen, so dass man zusammenfährt. Und in dessen Souterrain wir am nachmittag zuvor so vertraut miteinander allerlei verhandelt hatten, eigentlich - wie so of - alles, was es gibt. Gehechelt wurde auch, aber auch - innerlich - Groll eingesackt und zu den Akten gelegt. Und dann warst Du auch schon da mit dem Fahrrad und erzähltest, dass die Polizei eine Schlägerei auflösen musste, genau dort, wo die "Übriggebliebenen" gesessen hatten. Wir gingen zum Frühstücken zusammen und es war ein schöner, nahrhafter Gedankenaustauch, der uns den Rest des Tages in Halle noch begleitete. Wir brachten Cassie zum Bahnhof, die wenigstens püntlich "zum Zuge" kam. Amanda und ich gerieten in die Mühlen eines Verspätungsevents - fast eine Stunde später kam der Zug. Und wir haben uns gleich nachdem wir doch noch gemütliche Sitzplätze gefunden hatten, geeinigt, dass das ein schönes Wochenende war. Wir hatten freilich auch Glück. Ein Wetter wie "gemalen" würde der Berliner sagen. Und so auf der Saale entlang schippern, das war auch klasse. Halle hat Ecken. So'ne und solche. Aber wir haben alle Ecken gewürdigt, wie ich finde. Giebichenstein ist schon ein Knaller. Ich werde auch noch paar Bilder hochladen und hier verlinken. picasaweb.google.de/madge1946/HalleImJuli# |
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Wart Ihr auch in Halle-Neustadt? Dort bin ich nämlich aufgewachsen wie man so schön sagt. Die Orte meiner Kindheit und Jugend bröckeln vor sich hin oder sind schon weg. Schnüff.
Jüngstes Opfer. Der Tunnelbahnhof, von welchem aus sich damals werktäglich Arbeiterströme gen Buna und Leuna bewegten. Chemiearbeiterstadt. Am Wochenende bewegte ich mich mitunter von dort in Richtung Großeltern oder in die Ferien. Banausen haben diesen Bahnhof (das Gebäude) nun vernichtet. www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1260693553827 allerdings hatte er vor einigen Jahren nochmal einen angemessenen großen Auftritt: www.shrinkingcities.com/ausstellungen.0.html Ich frage mich, wie lange es die sog. Scheiben-Hochhäuser an der Neustädter Passage es noch machen ... |
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Nein, in Halle-Neustadt waren wir nicht. Das muss merkwürdig sein, wenn alles so verschwindet oder mehr so zerbröselt.
Kenne ich - in Leipzig stand ich vor kurzem auch vor einem Haus meiner Kindheit. Leer und kaputt. So ist das Leben, manchmal. |
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mahung, als nächstes sind erstmal die Hochhäuser am Riebeckplatz dran, siehe hadie unten...
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Danke für Deinen Bericht und die pics, Magda!
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OhmeinGott, ich habe vergessen euch meinen triftigen Grund mit zu teilen, oder?
Ich stell mich in die Ecke und schäme mich. Nebenbei bin ich neidisch. Liebe Grüße und mal wieder: Danke für den Bericht! |
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Isses Dir nu wieder eingefallen, leeeeeelaaaah?! - Verzeih, ich hätte ja mal nachfragen können, aber...siehe unten.
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So sieht es aus.
Aber wie du sagst, soviel im Kopf und um die Ohren, da geht es eben manchmal unter. Schade, aber es wird wohl nicht die letzte Möglichkeit gewesen sein. |
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Vielleicht noch ein Gedicht fürs Brigadetagebuch, vorzutragen auf einem Saaledampfer anläßlich des Vorbeischwimmens an der Burg Giebichenstein:
Ludwig der Springer Der Burggraf Ludwig war verknaßt, Se hielten ihn bei dem Schlaffittchen, So dasse unkte wie e Ast In Giebchensteener Burgtormkittchen. Das war nun mies. Swar nischt nich los, Kee dufter Feez nich ufzustellen. De Tillpsche hörte piepen bloß Un de Cröllwitzer Quiene bellen. Was konnte tun bei Tag un Nacht? Kalender hatte nur gemacht. Vom Himmel sahke knapper Not E blaues schnupptuchkleenes Häppchen, Mulksch kniebte sei Käntchen Brot Un spulte leer sei Graupennäppchen. Wo e sonst feste hat getoppt Sei Bierechen un Weinchen immer, Saße wie uffen Sand gefroppt, Von wegen prost gab's keenen Schimmer. Bei kee Turnier nich gab's e Ritt, Ludwig war eeklich in Verschnitt. Wofor e hat den Knaßt erwischt? Da kann mer in de Cronik kneisten Un da find't eben keener nischt, Was sich der Kundmann wohl tat leisten. Ob änne Straßenreeberei Der Ludwig ausgefressen hatte? Um so was spannt de Polezei Bei Rittersch sonst nich uf de Ratte. Och wenne hätt landsfriedenbrucht, Gab's Knaßt noch lange keene Wucht. De Hauptkalmießer wollen san, Daß er in heller Mittagssonne Hätt' änner Gräfin Scheks erschlan, Dasse se nahcht heiraten konne. Das heeßt, wenn Ludwig machen tat, Verleicht so linke Sänkergänge, Verdiente Knaßt de ärgste Naht Uf dreimal ganze Lebenslänge. Totschlak und Frau weckleibern tut Amende doch wohl nie nicht gut. Das Kittchen hat ihn derb verstimmt, So dassse andersch nich in Sinne Als, wie bedeichselste den Zimmt, Daß de dich machst hier widder dünne? E tat wie änne Träne drum Als müsste mit den Koppe wackeln Un schickte nach e Schreiber rum, Der ihn sei Testement musst fackeln. Mit den beschmußte och das Ding, Wie das Stammfeuchtemachen ging. Machmer! Grient glei der Fackelmann Justizer sin doch kesse Aeschen.- Un Ludwig tut, als ob e kann Nich spachteln mehr das beste Fräßchen. Burgvogt un Wächtersch dachten sich, Den schmeckt kee Kraut nich, keene Bumme, Das dauert keene Woche nich, Da macht der Latz de schönste Umme.- Un weil de Luft in Kittchen mies, Der Burgvogt ihn an's Fenster ließ. Da kluschte nune, un schnappt Luft Als tät e Karpen Trocknes schnuppern, E Mantel iwwer seine Kluft Als tät es ihn wer weeß wie schuppern. Un wie der Wächter grade schnuppt, Da tut's e Blumbs mit eenen Male Und Ludewig der is gehuppt Vom Turme oben in de Saale. Da tauchte, flösselte un schwimmt, Bis ihn e Kahn ufs Bordholz nimmt. In Cröllwitz tat sei Zoßchen stehn, Er druff! Un dalli ziehte Leine. Stob machte, dass ke Huf zu sehn, Weil nun de zempste Freiheet seine.- Un weil de Wächtersch fanden leer Sei Burgtormkittchen un de Pritsche, Da stand das ganz Gent umher Als wie de linksten Lawwetitsche.- Doch so gehuppt wie Ludewig Is seitdem nie kee Zweeter nich. |
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1000 Dank!! - Verbal mit voller Regional-Phonetik vorgetragen wäre der Genuss doppelt!
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schrieb am
04.08.2010 um 22:11
Stimmt. Nicht mit spitzer Zunge, sondern einfach aus dr breeten Lawwe nausloofn lassen.
Der Dichter Reinhold Hoyer muß noch erwähnt werden. |
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"Leider aber muss auch darauf hingewiesen werden, dass einige (wenige!) angefragte Dam- und Herrschaften aus Community und Redaktion (!) eine Antwort überhaupt schuldig blieben."
Wie gut, dass ich so gar nicht neurotisch bin und deshalb in keine akute Depression verfalle, weil mich NIEMAND gefragt hat, schluchz! Nein. Wo kämen wir denn da auch hin. Ich finde Euren Ausflug einfach eine großartige Idee - das sollte etabliert werden, gerne auch mit Alltagsbrigadebegleitung. |
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Hallo Susanne Lang, die Einladung ging an das Community-Management mit der Bitte um Weiterleitung an evtl. interessierte andere Redaktionsmitglieder.
Ich hätte aber mal nachhaken sollen, aber wie das so ist, man hat ja einiges um die und auf den Ohren... :)) |
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Also, liebe Susanne Lang, das ist ja mal 'ne schwache Ausrede - für eine Journalistin!
Wozu lernt ihr denn Recherche? Solch ein Event hättet ihr von der Redaktion einfach in Erfahrung bringen müssen>/strong> ... |
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Stellt man das per Hand ein?
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Auto? Ohne Blitz?
Ich vermute, damit ist der "Opel Blitz" gemeint. Den kennst Du doch sicherlich - wenigstens im Modell, oder, goedzak? |
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Du wirst Recht behalten. Hätte ich bis vor kurzem nicht für möglich gehalten (das mit der Kommune).
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schrieb am
03.08.2010 um 16:20
Fahren? Kopfsteinpflaster? :)
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Egal :-D
Soll ja dann auch nur in der Wohnung stehen und Staub einfangen. So wie der meiste Firlefanz den man sich in die Bude hängt, stellt, legt. Ist ungefähr genau so von Nutzen wie ein Eier-Pad. |
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Das ist kein FAHRrad, sondern ein LAUFrad, in memoriam Karl von Drais.
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Also ICH will dann mal so'n Laufrad.
Göttlich. Dann muss ich meinem belaufradeten nicht immer hinterherrennen, und sehe dabei auch noch cool aus. besser geht nicht. |
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Ist Dein 'Belaufradeter' auch so wieselflink mit dem Ding? Ich amüsier mich manchmal köstlich beim Zugucken...
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Wieselflink ist garkein Ausdruck, wenn wir mal Begleitung haben, muss ich immer beruhigend auf diese einreden um einen Herzinfarkt oder schweren Schock zu verhindern.
Aber diese u Unbefangenheit und das absolute Vertrauen in den eigenen Körper und die eigenen Fähigkeiten, das finde ich meist amüsant, oft aber auch einfach beneidenswert :) |
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"c) Es gibt Großstädte. Es gibt Kleinstädte. Und es gibt Halle!"
Ja, Halle spielt in einer eigenen Liga, vielen Dank für die Berichte, die Fotos von der Burg... und natürlich für die Saaaaaaale! |
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In den Zeitungen der DDR-Blockparteien gab es früher auch solche Artikel: "Rentner sagen Dank für eine gelungene Veranstaltung". Über Halle/S. schreibe ich erst nächsten Montag etwas, denn da ist Abrissbeginn der Riebeckplatz-Hochhäuser, der "Feldgottesdienst der Antimoderne":
www.halleforum.de/Thema/Abriss |
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"Zeitungen der DDR-Blockparteien" - Du musst Dich irren, ich habe immer nur das ND gelesen.
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Wobei "Bloggerei" und "Blockpartei" durchaus mehr als den Gleichklang der Wörter gemeinsam haben. Und wenn sich Magda dann noch als Jüngerin von Gerald Götting outet ...
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Genau!
Die I.D.A.Lisztinnen sagen Dank für die gelungene Veranstaltung. Und bei Gelegenheit stimmen wir ein fröhliches "Armut sparet nicht noch Mühe..." an. Rotfront! |
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So, "ich bin dann mal wieder off-line"!
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nach Halle?
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Zwecks Teilnahme an den Burg-Aufnahmeprüfungen habe ich im zeitigen Frühjahr 96 meinem alten Passat direkt auf der kurzen Zufahrt hin zur Oberburg geparkt und dort zwei Nächte verbracht – nicht ohne vorher mit einigen Mittbewerbern der Studentenschütte "Gose", dem "Objekt" sowie dem damals noch einschlägig bekannten "Bolldorf" einen hinreichenden Besuch abzustatten. Morgens stieg ich zerknautscht aus dem Kombi, während skeptisch dreinblickende Eltern mit ihren mappenbewerten Töchtern an mir vorüber zum Burgtor strebten. Ich tat mein Bestes und nachdem man mich den wenigen Auserwählten des verdammt gut besuchten Bewerbungsverfahrens zugeordnet hatte, begann ich im Herbst an der "Burg" zu studieren – fünf intensive Jahre lang.
Die "Burg" steht mit seinen Fachbereichen in der Tradition des Kunsthandwerks. Die baulichen Gegebenheiten einer mittelalterlichen Anlage brachten zuweilen drängende Enge und eher museale Assoziationen mit sich. Dennoch kamen viele auch aus dem Westen hier her, um die "alte Schule" in Form eines strengen Grundlagenstudium zu durchlaufen, welches westliche Kunstschulen bereits als antiquiert vernachlässigten. Das künstlerische Ringen an der Burg war dennoch breit gefächert und hat gute Leute hervorgebracht. Viele der Absolventen bleiben in Halle. Allerdings, einer der Bekanntesten Hallenser Künstler, Moritz Götze, hatte kein Studium nötig - seine Mutter war Professorin an der Burg. Der bezaubernde Albert Ebert heizte zwar ein/zwei Jahre die Burg, hat aber weder dort noch anderwo studiert. Seine leuchtenden Bilder sind untrennbar mit Halle verbunden. Die Stadt ist zweifellos reizvoll und der Glanz vergangener Zeiten scheint an vielen Stellen auf. Zudem besang schon die Deutsche Romantik das Hallenser Land. Trotzdem zog ich es vor, Halle unmittelbar nach meinem Diplom zu verlassen. |
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Von Moritz Götze habe ich gerade "Der experimentelle Tintenfasswurf auf der Wartburg" gelesen und finde es eher exzentrisch. Ansonsten ist es immer wieder schade, dass so viele gute Leute unmittelbar nach ihrem Studienabschluss die Stadt verlassen und uns mit dieser politischen Klasse allein lassen.
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schrieb am
07.08.2010 um 10:05
Aber, aber – es kommen doch dank Burg und altehrwürdiger Universität immer wieder gute Frischzellen nach. ;)
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In einem lokalen Forum meinte kürzlich jemand: "Wenn die Studenten nicht hier wären, gäbe es in Halle nur noch Dummbrote und Dealer". Wobei ich mich immer noch zu den Studierenden zähle ... :-)
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schrieb am
08.08.2010 um 17:10
@hadie
""Wenn die Studenten nicht hier wären, gäbe es in Halle nur noch Dummbrote und Dealer"." Interessant, was so ein Jemand alles mitzuteilen weiß. Es dürfte doch wohl triviales Allgemeinwissen sein, daß wer über Andere urteilt zuallererst über sich selbst urteilt. Da ich alles in allem weit über 30 Jahre in Halle/S. mit z.T. sehr engen Beziehungen zur "Burg" gelebt habe, möchte ich denn doch mal feststellen:Die Dummbrot- und Dealerdichte in Halle/S. entspricht ziemlich genau der Dummbrot- und Dealerdichte in München, Berlin, Hamburgh, Duisburg oder New York. Oder anders gefragt:Auf welchem (Saale)Dampfer sind Sie denn unterwegs? |
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Was haste denn studieret, Smith? Kunst oder Design, und kannste heute davon leben? Interessiert mich mal...
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Lieber goedzak, alter Brigadeführer, das hast Du aber schön gemacht.
Besser hätte ich es auch nicht schreiben können - ehrlich. Eine kleine Ergänzung gibt es da aber noch. Das bist Du nun selbst schuld. Du hast ja dazu eingeladen. und die findet sich hier: www.freitag.de/community/blogs/i-d-a--liszt/boris-becker-besenkammer---you-aint-seen-nothin-yet |
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"... die man sozusagen als den unternehmungslustigsten Teil des Freitag-Community-Kollektivs bezeichnen könnte, denn sie waren einem Aufruf zum Brigadeausflug nach Halle gefolgt."
Wie und wo wurde denn dieser Aufruf erlassen? Ich habe davon gar nichts mitbekommen. Wer gehört zum Freitag-Community-Kollektiv? Ich gehe davon aus, dazu gehören doch wohl alle Community-Mitglieder, handelt es sich doch um einen "Brigade-Ausflug der Freitag-Community". |
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Das nächste Mal werden ganz sicher aller 7500 Mitglieder der Community angeschrieben. Und Sie dürfen sich um die Logistik kümmern, ehrenhalber.
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Ich merke, dass ich seit nun schon längerem hier im Freitag-Forum rumsitze und immer lustloser werde. Doch plötzlich kommt mir eine Idee: Ich hab Lust, mal wieder 'n paar Leute persönlich kennen zu lernen. - Also, ich überleg' mir mal 'ne Liste von Leuten, die ich anschreiben kann, um ihnen vorzuschlagen,sich am Tag des offenen Denkmals in, na, sagen wir Treuenbrietzen, ja, Treuenbrietzen, zu treffen. Wir gucken uns da 'n paar Körschen an, Stück Stadtmauer und so, 'n historisches Pissoir, dann geht's in die nächste Kneipe zum Tratschen. Dabei wird festgelegt, wer diesmal den Bericht schreibt.
Falls jemand spontan anfragen möchte, ob er/sie mit darf, könnta gerne machen. Meine PN-Funktion ist aktiviert. Kann aber nicht versprechen, ob er/sie dann auch 'ne Einladung kriegt... |
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Statt ner PN:
Ich bin im November irgendwann in Deutschland und will ne Einladung. Und wehe ... |
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Dann ist der Tag des offenen Denkmals aber schon vorbei. :)
Wieso kommst Du gerade im November nach D.? Ist es da nicht in der Ägäis viel schöner? |
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"goedzak schießt den Ball weit ins Spielfeld, der Ball setzt auf, noch vor der Mittellinie nimmt weinsztein an und dribbelt gekonnt durch die Reihen in den Strafraum, steht frei vorm Tor.....! und gibt ab, goedzak ist zur Stelle, nimmt mit der Hacke an, und passt zurück..."
23.Minute, noch kein Tor :-) |
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Für jemand, der Fußball langweilig findet, haste den Fachjargon ja ganz gut drauf. :))>
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Ich will doch nur spielen :-)
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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