goedzak

Механика чувственная!

12.01.2012 | 21:09

Wir müssen schreiben!

 

Müssen wir? Natürlich nicht. Keiner muss müssen. Ich erkläre gleich, was ich meine. Aber vor das Schreiben haben die Götter das Lesen gesetzt. Also sitze ich hier mit der Weihnachts- und der Neujahrsausgabe des Freitag.

 Um mit Daniela Dahn zu sprechen, es gibt großartige Nummern und sonst wenigstens hervorragende einzelne Artikel. Das ist nach meiner langjährigen Lesererfahrung ein übliches Auf-und-ab, entweder man hat spannende und inspirierende Lektüre für zwei Stunden und länger, oder man blättert nach Anlesen bzw. Überfliegen schnell weiter. Diesmal: Silvesterausgabe mit den Interviews – Daumen hoch! Neujahrsausgabe vom 5. Januar 2012 – Schulterzucken nach Hier-und-da-festlesen.

Da muss sich (S. 11) der Papierleser die aus einem Blog gepickten naiven Thesen zum Thema Marxismus, aus denen eine Auffassung desselben als eine Art Weltanschauungs-Physik spricht, gefallen lassen – und das, nachdem in der Vornummer der weiß-Gott-nicht-naive Autor und Philosoph Michael Jäger ein Interview mit eben diesem Herrn Karl Marx geführt hatte. So schnell schlägt das Pendel in die andere Richtung aus.

Die Interview-Nummer ist prima eingeführt von Axel Brüggemann, der einen Anspruch vorgibt, der dann im Folgenden tatsächlich eingelöst wird. Sogar die gepflegten gegenseitigen Beleidigungen zweier FC-Blogger (S. 27), mit freundlicher Ironie präsentiert, haben einen Erkenntnis- und Unterhaltungswert. Man vermutet nämlich sobald, dass die beiden eigentlich auch ein Herz und eine Seele sein könnten.

Im Karl-Marx-Interview von Michael Jäger wird eine interessante Gesprächssituation gezeichnet, von der rezeptiven Leistung des Interviewers rede ich erst gar nicht. Wer Jägers Andere Gesellschaft verstehen will, sollte vorher seinem Dialog mit Marx lauschen. Und wer diesem Groß-Projekt nicht unkritisch begegnen will, wird ermuntert durch die Beobachtung, dass es ihm im Interview nicht recht gelingen mag, den ollen Vollbart in die Enge zu treiben.

 

Der Vergleich der beiden A-Z-Seiten von ganz hinten bestätigt den Gesamteindruck. Die letzte letzte Seite von 2011 passt zum Thema der Ausgabe. Originell gewählte Gegenstände (hier Klassiker des Interview-Genres) werden in kurzen so geistreichen wie informativen Texten besprochen. Damit setzte sich ein erfreulicher Trend fort, der in den vergangenen Monaten zu beobachten war. Diese letzte Seite wurde nämlich immer besser und substanzieller. Das lag nach meiner Beobachtung an der Themenwahl. Die mäßig witzigen Textchen über irgendwelche Gadgets wichen kleinen hübsch ironischen Etüden über Phänomene linksintellektueller Diskurse.

Das A-Z der neusten Ausgabe ist da eher ein Rückfall. Eine Weltverbesserungs-to-do-Liste, als Parodie auf die guten Vorsätze zum neuen Jahr? Na ja...

 

 

Gut, soviel zur spontanen und völlig unvollständigen Blattkritik. Was ich eigentlich damit sagen will: Da ist eine Redaktion am Werke, die anständig was zu Wege bringt, was den Leser und/oder Abonnenten, beschäftigt, in Rage bringt, befriedigt oder auch mal nicht. Eine Redaktion, die aus professionellen Redakteuren und Mitarbeitern besteht, die mit dem Job ihren Lebensunterhalt verdienen, die einen Vertrag mit einem Arbeitgeber haben, die für ihre Arbeit eine Verantwortung tragen, die nicht einfach nur moralischer Art ist.

Und dann kommen da ein paar Clowns und Clowninnen, steigen in die Bütt und meinen Wir müssen reden! Ich war ja auch dabei. Schließlich hatte ich schon ein paar Wochen vorher einschlägig rumgemosert. Davon mag ich auch nicht abrücken, aber...

 

 

 

 

...machen wir uns nichts vor, die Initiative Wir müssen reden! ist gescheitert. - Aber warum eigentlich? Ich sehe zwei Gründe, die natürlich zusammenhängen:

  • Der dissonante Chor der schlechtgelaunten, enttäuschten, nicht eingeladenen, gekränkten, hämischen, larmoyanten, maliziösen Blogger und Kommentatoren, die die Initiative von Popkontext und Calvani schon madig machten, kaum, dass sie gestartet war.
  • Die Übernahme der Initiative durch Besserwisser, Bürokraten, Vereinsmeier und Utopisten, denen nichts einfällt als Listen zu schreiben, Gremien zu bilden, Wahlen zu organisieren und die reine Lehre zu hüten.
  •  

    Wenn ich mich in der Sprache der genannten Akteure ausdrücken wollte, müsste ich schreiben: Die Community ist an sich selber gescheitert. Das verkneife ich mir, denn es wäre ungerecht gegenüber allen, die sachlich geblieben sind, die sich überhaupt zurückgehalten haben, die versucht haben, ein Gespräch untereinander und mit der Redaktion zu führen, das den Namen verdient.

    Es fällt auf, dass sowohl die Kritiker der Initiative als auch ihre übereifrigen Aktivisten von ‚der’ Community als einem handlungsmächtigen Wesen reden, das ihnen aber äußerlich ist. Während erstere diesem dummen Ding sozusagen ob dessen unüberwindlicher Borniertheit (vorgeblich oder wirklich) resigniert gegenüberstehen, wollen die anderen es erziehen, verbessern, zu einem handlungsfähigen Kollektiv machen, indem sie sich ihm als für es stellvertretend Handelnde andienen, ach was sag ich, sich ihm gleich ungebeten voran stellen.

    ‚Die’ Community gibt es aber gar nicht. Sie ist nur ein Sammelbegriff für ‚die Communarden’. Die Initiative ist gescheitert heißt also nicht weiter als: Die Communarden haben es versemmelt. 

    Das heißt im Umkehrschluss: Nicht Jakob Augstein ist schuld, nicht Jan Kososk oder Maike Hank, auch nicht die Redaktion oder einzelne Redakteure, schon gar nicht irgendwelche Trolls.

     

     

    Es wäre ein Kraftakt für mich, hier jetzt eine umfassende und klar strukturierte Analyse anzustellen und auszuformulieren, der mich, auch wenn er nicht scheiterte, viel mehr Zeit kosten würde, als ich habe (und aufbringen möchte).

     

    Darum hier nur einige Anmerkungen zu verschiedenen Stichworten.

     

    Autoritätsfixierung der Kritiker

    Es ist ein beliebter Sport, Jakob Augstein anzugehen. Das reicht von sachlicher Kritik bis zu dümmlicher Anmache (neueste Beispiele heute im Forum). Gleichzeitig werden diverse Forderungen an die Person JA gestellt, von ihr persönlich also die Lösung erwartet. Das nenne ich Autoritätsfixierung.

     

    Basisdemokratie

    Aus vielen geäußerten Vorstellungen davon, wie eine linke Wochenzeitung zu führen, wie ihre Tendenz zu sichern und wie der Zusammenhang von Lesern und Machern zu organisieren sei, spricht eine totale Verkennung der materiellen und sozialen Situation, in der sich die Beteiligten jeweils befinden. Basisdemokratisch ‚auf Augenhöhe’ miteinander zu agieren, existenzielle Entscheidungen zu treffen, in gleicher Weise in die Verantwortung genommen werden zu können und zu müssen, funktioniert nur, wenn alle diese Beteiligten in dem selben verbindlichen Verhältnis zum Projekt und untereinander stünden. Das ist nicht der Fall!

     

    Qualitätssicherung

    Wenn von einigen Protagonisten der Wir-müssen-reden-Initiative Kritik an der allgemeinen Qualität der Blog-Beiträge geäußert wird, scheint nicht selten ganz deutlich ein gerüttelt Maß an Arroganz und Dünkel hervor. Da werden ganze Themenbereiche als unerheblich oder gar schädlich für das ‚linke Projekt’ eingeschätzt, und die Ansicht wird deutlich, dass solches eigentlich unterbunden werden müsste. Dieses ‚Unterbinden’ bzw. ein Evaluieren der Beiträge nach sog. Qualitäts- und Tendenzkriterien aber erforderte das Bilden von autorisierten Gremien oder gar das Autorisieren von Einzelpersonen, die solches zu leisten hätten. - Möchte sich jemand ausmalen, was das alles bedeutet?! Das harmloseste wäre noch: Vereinsmeierei.

     

    ‚irgendwie links’

    Diese Formulierung für die Grundtendenz des Freitag als politischer Wochenzeitung wird kaum mal von jemand positiv gesehen. Es ist üblich geworden, sich darüber lustig zu machen. Dieses ‚irgendwie’ wird – und lustigerweise von Leuten, die bei genauerem Hinsehen einander größtenteils ausschließende ‚Links’-Definitionen haben – als Verwässerung des ‚Links-Seins’, als Inkonsequenz, als Anbiederung an den Mainstream und so weiter hingestellt. Und es wird der Schluss gezogen, den Freitag wieder auf Linie zu bringen bzw. sein linkes Profil zu schärfen – auch ein Anliegen, was im Zusammenhang mit der Initiative geäußert wird.

    Ich als unerschütterlicher Betonkommunist sage: ‚irgendwie links’ ist genau richtig! Alles andere läuft auf Gesinnungsprüfung, Sektierei und stinklangweilige Ideologie hinaus. Wer von ‚irgendwie’ zu ‚ganz genau’ links will, erreicht nur eines: Einen Krieg um die Deutungshoheit oder anders ausgedrückt, ein auswegloses Kreisen um den eigenen ideologischen Bauchnabel.

     

     

    Wenn sich die unter den Stichworten ‚Basisdemokratie’, ‚Qualitätssicherung’ und ‚irgendwie links’ angedeuten Ambitionen durchsetzten, wäre das das sichere Ende nicht nur des Freitag-Online-Forums, sondern auch der Zeitung. Mich beruhigt aber, dass diese Vorstellungen illusionär sind, sich im Gerede erschöpfen werden oder das schon haben. 

     

    Deshalb sage ich: Genug geredet, wir müssen schreiben!

     

    Wenn das besondere Verhältnis von Print und Online UND von redaktionellem und Community-Teil des FREITAG eben ein besonderes im Sinne der 2009 formulierten Ansprüche sein (oder erst noch werden) soll, müsste die Redaktion ein aktives Interesse an einem guten Zustand der Community, an guten Beiträgen in ihr und an guten threads haben. Wenn man aber nicht die schlechten Beiträge abschaffen kann (siehe oben), muss man die guten fördern. Das würde bedeuten, neben der Tatsache, sich selbst als Teil der Freitag-Community zu verstehen, die Dynamiken in der FC aktiv zu beeinflussen. Ganz einfach dadurch, dass gute Beiträge geschätzt, alle Aktivitäten, die dem Projekt förderlich sind, wahrnehmbar unterstützt werden, dass gemeinsame Text- o.ä. Projekte betrieben werden u.dgl. mehr – und zwar von möglichst allen Redaktionsmitgliedern, nicht nur den dafür abgestellten FC-RedakteurInnen.

    Wenn ich schreibe, die Redakteure sollen auch Community-Mitglieder sein, ziehe ich aber unbedingt NICHT den Schluss, das etwa Community-Mitglieder (erst recht nicht die, die sich dazu berufen zu fühlen scheinen) ihrerseits Redaktionsmitglieder werden bzw. sich als solche verstehen sollten!

    Die Redaktion ist ein Gremium mit professioneller Kompetenz und materieller Verantwortung. Die Community ist eine zufällige Versammlung von Privatiers, in der es ganz sicher und offensichtlich, neben einem nicht zu vermeidenden Maß an Selbstüberschätzung auch vielerlei Kompetenzen gibt, von deren Mitgliedern aber kein einziges im Rahmen des Projekts derFreitag für mehr als den eigenen Leumund zur Verantwortung gezogen werden kann.

    Dieses völlig normale und richtige Missverhältnis lässt all die ‚Utopien’ von 'Verzahnung', von Tendenz-Kontrolle, die darauf hinauslaufen, mit aller Mitbestimmungsmacht am Redaktionstisch sitzen zu wollen, als lächerliche und absolut kontraproduktive Anmaßung erscheinen.

     

    Was können also die Community-Mitglieder tun, um ihrerseits das anspruchsvolle Freitag-Projekt zu unterstützen?

    Wir müssen schreiben! – Gute, informative, engagierte, persönliche, sachliche, originelle, unterhaltsame Texte veröffentlichen, als Kommentatoren zu lesenswerten, amüsanten threads beitragen, auch etwas befördern, was im Begriff ‚Community’ steckt: menschliche Beziehungen zwischen den Com-Mitgliedern, und zwar in einem konkreten und aktiven Sinn.

    Nichts davon kann erzwungen werden. Auch hier, auf der Community-Seite, gilt: Nicht das Verbieten, Verhindern, Unterdrücken des Kontraproduktiven, Zerstörerischen führt zum Ziel, das kann (und sollte) höchstens mit Nichtachtung gestraft werden, sondern das Produzieren und Kommunizieren von Inhalt.

     

    Also nochmal: Schreiben!

     

    Das macht ein Community-Leben auch erst interessant, für neue FC-Mitglieder und für die Redakteure, die dann vielleicht von dem Terrariums-Standpunkt herunter kommen (können).

     

     

    Na, dann... 

     

     

    (für merdeister)

     


     
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    Kommentare
    poor on ruhr schrieb am 12.01.2012 um 21:45
    Irgendwie reden ist Silber,

    wir müssen schreiben ist redendes Schweigen

    und vielleicht auch Gold.
    koslowski schrieb am 12.01.2012 um 21:51
    Große Klasse, mein Lieber! Wie kann man nur so locker, verständlich, klar, kritisch, konstruktiv und FREITAG- und menschenfreundlich schreiben? Macht mir Lust, hier
    weiterzuschreiben. Ich danke dir.
    ed2murrow schrieb am 12.01.2012 um 21:59
    !!111!!
    Magda schrieb am 12.01.2012 um 22:00
    Ach ich hatte kürzlich mein Motto rausgenommen
    "Reden ist Silber, Schreiben ist Gold"

    Ich bin auch für Schreiben. Möglichst mal wieder was ganz anderes als die ganzen Wulff-Kisten.
    Magda schrieb am 12.01.2012 um 22:01
    "Das heißt im Umkehrschluss: Nicht Jakob Augstein ist schuld, nicht Jan Kososk oder Maike Hank, auch nicht die Redaktion oder einzelne Redakteure, schon gar nicht irgendwelche Trolls."

    Nee, aber die Technik, die ist der Troll hier.
    kay.kloetzer schrieb am 12.01.2012 um 22:10
    DANKE! all das habe ich in den vergangenen wochen denken wollen, konnte mich aber nicht aufraffen. jetzt habe ich wieder lust ...
    Rosa Sconto schrieb am 12.01.2012 um 22:11
    Ist ja auch auch noch nichts passiert. Nichts. Auch noch nicht bei der Technik. dF ist zu einer normalen Zeitung geworden. Nicht so ganz normal, weil ohne qualitativ gute Beiträge aus der sozialen Wirtschaftsentwicklung, aber das kommt bestimmt wenn die CMS in die Pantoffel kommt.
    luggi schrieb am 12.01.2012 um 22:18
    Wir produzieren unseren dF am Mittwoch nur in Deutschland und sichern bla, bla, bla ....
    Aber die Idee ist gut ... wir machen das einfach.

    Irgendwie muss ein Printenmedium, wenn es Inhalte nur über Papier verkaufen kann, tja, altbewährte Werbestrategien unter dem Deckmantel der FC verkaufen muss.
    Der Fortschritt nimmt keine Rücksicht auf Hinterbänkler.

    Liebe Redaktion.
    Ich würd' ja gern den einen oder anderen Cent investieren ... aber nicht in Beiträge, die zwar schön geschrieben, deren Neuigkeitswert gegen Null tendiert, oftmals Mainstreamreporting ist.
    UND ICH MOECHTE KEIN PAPIER.
    Wir müssen nicht schreiben sondern tippen ... papierlos.

    All er beste Grüße
    cuchulainn schrieb am 12.01.2012 um 23:26
    beim luggi lese ich manchmal so sätze, die runtergehen wie ... überjähriges frittierfett.
    luggi schrieb am 12.01.2012 um 23:42
    bei (frit)tierfett biste bei mir sowieso gänslich falsch

    Lies einfach nicht mehr luggi, dann geht es den Kommentarsträngen gut.
    cuchulainn schrieb am 13.01.2012 um 00:06
    hab geschrieben: manchmal. also ja, manchmal lese ich deine kommentare nicht mehr. mit strängen hab ich sowieso nix am hut.
    luggi schrieb am 13.01.2012 um 00:22
    falsch
    nicht manchmal liest du bei luggi sondern manchmal liest du so sätze, die runtergehen ... etc..

    Fazit: Du bist ein Falscher.
    born2bmild schrieb am 12.01.2012 um 22:19
    schreiben,
    um zu vergessen
    dann gieß ich mir einen
    auf den lampe
    und rede,
    um mich zu erinnern,
    wo ist die (fuß)angel?
    koslowski schrieb am 12.01.2012 um 22:27
    Du bist zwar gut, manchmal genial ( bei der Wahl von Gedichten ), aber kein Kant. Du sollst dich erinnern, um zu reden und zu schreiben, nicht nur angeln, sondern auch Butter bei die Fische.
    born2bmild schrieb am 12.01.2012 um 23:41
    Ich hatte den Blog des Kultredakteurs im Sinn, noch nicht vergessen. Überdies den Engelhaften Angelwurm gefunden. Im Bücherregal.
    mcmac schrieb am 12.01.2012 um 22:23
    Vielen Dank. (Ich kann zwar nicht alles genau nachvollziehen, da die "Wir müssen reden"-Sache wg. der Konzentration auf andere Themen weitestgehend vorüberrauschte; jedoch glaube ich, dass Restriktionen und irgendwelche abgehobenen Glaubenskriege innerhalb eines solch' speziellen Forums dessen Ende bedeuten würden; und das wäre - trotz aller Unzulänglichkeiten und Ärgerlichkeiten - furchtbar. Fast möchte ich mich versteigen und sagen: So etwas wie ein Stückchen Heimat ginge dann verloren. -Schreiben, ja. Nicht verstummen.)
    merdeister schrieb am 12.01.2012 um 22:30
    Bestens.

    Ich bin über fast jeden Blog den ich hier gelesen und geschrieben habe froh. Vor allem aber um die Menschen, die ich unterwegs so kennen gelernt habe, kennenlerne und kennenlernen werde. Online und offline.
    Sarah Rudolph schrieb am 19.01.2012 um 14:15
    !!!
    Streifzug schrieb am 12.01.2012 um 23:07
    Lagerkoller in der Blogosphere.
    Ein Umbau sorgt für weitere Nervosität.
    Eine neue Devise wird ausgegeben:
    transpiration + evaporation = evapotranspiration
    (Wir müssen schwitzen :)

    abghoul schrieb am 12.01.2012 um 23:09
    Richtig motivierend diese Ansprache.
    Dankeschön :)
    SuzieQ schrieb am 12.01.2012 um 23:32
    Lieber goedzak,

    wie Du an den bisherigen Kommentaren erkennen kannst, scheint ein Motivationsschub angebracht gewesen zu sein.

    Du bringst auch etwas sehr Zutreffendes aufs Tableau.

    Und nach
    wir müssen reden
    und
    wir müssen schweigen
    und
    wir müssen sprechen
    oft genug versehen mit 'irgendwie',

    fehlt noch:
    Wir müssen denken, irgendwie

    denn der Freitag ist in Zukunft 'normal', irgendwie ...

    Trotz und auch wegen, ein Dankeschön für ein bisschen Rütteln und Schütteln.
    Aufpassen sollte man bei Vor-Reitern, Vor-Denkern und Cliquen-Wirtschaft, die es u.a. jedem Neuen schwer machen wird, sich hier einzufinden. Jeder sollte schreiben dürfen, was er/sie mag, Kritik erwünscht, Verurteilung nicht.

    LG
    weinsztein schrieb am 13.01.2012 um 00:46
    Goedzak - verblüffend gut.

    Du schreibst auf, was ich mir wünsche, selbst gedacht haben zu können. Danke.
    archinaut schrieb am 13.01.2012 um 01:02
    ... irgendwie goedzak ;-))
    Ganz gerührt bin ich, weitreisender goedzak,
    über Deine Sorgfalt,
    Deine liebevolle, aber kritische Aufmerksamkeit
    und die wohltuende Klarheit Deiner Analyse!
    GeroSteiner schrieb am 13.01.2012 um 09:32
    Habe es jetzt dreimal gelesen, nur um sicher zu gehen, auch alles verstanden zu haben.
    Ein starkes Stück!
    Für mich ist das jetzt die Neuinterpretation von: "Wer schreibt, der bleibt."
    Vielleicht liegt es ja auch daran: "goedzak" ist eine irgendwie germanische Vereinfachung von "goede zaak", was niederländisch ist und "gute Sache" bedeutet.
    Nomen est Omen...
    GeroSteiner schrieb am 13.01.2012 um 09:39
    Irgendwie PS.
    Die Basis alles Fundamentalen ist das Grundlegende.
    Maike Hank schrieb am 13.01.2012 um 10:30
    <3
    anna T. schrieb am 13.01.2012 um 10:48
    @ goedzak

    Richtig gut !
    Columbus schrieb am 13.01.2012 um 11:58
    Mutig, klar und schön geschrieben, Herr Goedzak. Dawei. - Mit dieser Art des Schreibens, dürfte doch auch das öffentlich geheime dFC-Ziel, immer einmal noch ein bisschen mehr dFC im dF und umgekehrt, sich schon fast von selbst verwirklichen. Online stellte sich dann noch öfter das Hochgefühl des Mehrwertlesens ein.

    Gutes Wochenende
    Christoph Leusch
    ch.paffen schrieb am 13.01.2012 um 13:03
    Danke für das feine Wort. MEHRWERTLESEN - Eigene Wortschöpfung?
    DandelionWine schrieb am 13.01.2012 um 13:32
    @Columbus

    Sie schreiben so oft "dawei", dass ich inzwischen das Gefühl habe, dass Sie sehr viele Worte auf Russisch können. Das ist eben die Marxsche Dialektik in konkreter Anwendung: Die Quantität geht in Qualität über!
    Columbus schrieb am 13.01.2012 um 13:42
    Ach, ich bin nur bei meinen geheimen Leitsternen, dem Kruzimarx und dem Karl Kautsky. Wie kommen Gesellschaften zu einem gerechten Mehrwert. Warum also nicht auch Mehrwertlesen?
    Ob es schon ´mal jemand anderes so hingeschrieben hat, weiß ich jetzt nicht.

    Liebe Grüße
    Christoph Leusch
    Columbus schrieb am 13.01.2012 um 14:20
    ad DandelionWine schrieb am 13.01.2012 um 13:32

    Na ein paar mehr Worte kann ich schon noch. Aber Sie haben Recht, "weiter machen, lass´ uns weiter machen", täte es auch. Aber hier fand ich es passend (s.o., Goedzaks Blog Subzeile).

    Es gibt auch ein schönes, fast schon roadmoviehaftes Lied von den Pudhys.

    Ansonsten ist es Marotte, wie häufiger "Mahlzeit".
    Für manche Berliner wohl schon ein Affront, bei 24 Stunden Öffnungszeit.

    Ist so, ist nicht weg zu bekommen, ist aber immer ganz positiv gemeint, im wirklichen Sinne von, Mensch schreibe weiter so, gebe weiter so.

    Grüße
    Christoph Leusch
    wwalkie schrieb am 13.01.2012 um 12:34
    Danke, goedzak! Ich habe deinen Artikel mit großem Vergnügen gelesen. Gefreut hat mich die Definition von "Irgendwie links". Genau so sehe ich es auch. Nicht (mehr) ironisch, sondern als ein "links plus".
    schlesinger schrieb am 13.01.2012 um 12:43
    Großartig!
    Doris Brandt schrieb am 13.01.2012 um 12:46
    Starkes Stück, und das ist durchaus positiv gemeint....
    Red Bavarian schrieb am 13.01.2012 um 12:56
    Magda schrieb am 12.01.2012 um 22:00: Ach ich hatte kürzlich mein Motto rausgenommen "Reden ist Silber, Schreiben ist Gold"

    Ich erweitere: "Reden ist Silber, Schreiben ist Gold, Handeln ist Platin"
    Alien59 schrieb am 13.01.2012 um 12:57
    Da schließe ich mich dem Lob einfach mal an - und danke vor allem Magda und Merdeister für ihre Kommentare hier, denen ich mich auch anschließen möchte.

    Aber wie goedzak so richtig sagte: wir müssen - auch - lesen. Und, das nehme ich mir auch für mich selbst vor, auch mal einen Kommentar hinterlassen, wenn wir gerne gelesen haben, damit die Schreiber der guten Blogs nicht so schnell das Gefühl bekommen, dass es sinnlos ist, sich Mühe zu geben, wenn Dummheit viel mehr Aufmerksamkeit bekommt.
    Vielleicht könnte man auch aufhören, Trolle zu füttern?
    Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.01.2012 um 13:20
    @ Sehr schön: Schreiben, Engagement, Fairness, Kritik!

    Herzlichst
    HN
    Michael Angele schrieb am 13.01.2012 um 13:29
    Ich glaube, jeder Satz stimmt und ist wahr. Liest man nicht oft.
    MA
    DandelionWine schrieb am 13.01.2012 um 14:03
    Ach Du meine Güte, und ich habe beim Lesen (oder eh beim Durchquälen durch den Text die ganze Zeit gedacht: Was ist das eigentlich für ein Schmarrn?
    Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.01.2012 um 16:05
    @ Angele

    "Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen."

    Mit einem Augenzwinkern
    HN
    merdeister schrieb am 13.01.2012 um 16:10
    Die Qual, das waren Muskeln, die sich entspannt haben...
    Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.01.2012 um 17:44
    Ich finde Goedzack Text schön - also keine Missverständnisse!
    DandelionWine schrieb am 13.01.2012 um 20:23
    @merdeister schrieb am 13.01.2012 um 16:10

    Hör ma, ich weiß nicht, wie es bei Dir läuft, aber ich verarbeite Informationen gewöhnlich mit Gehirn... und meine Oma vom Bauernhof hat mir mal erzählt, dass es da keine Muskel gibt... aber vielleicht ist bei Dir ein anderer Organ im Spiel?
    DandelionWine schrieb am 15.01.2012 um 16:37
    Also ich fasse mal zusammen. Goedzak schreibt ein Blog mit angeblich besten Vorhaben bzw. mit Ankündigungen eben diesen besten Vorhaben. Jetzt mal ein paar Zitaten aus diesem Blog, das der Welt die beste Vorhaben mitteilen sollte:

    "Da muss sich (S. 11) der Papierleser die aus einem Blog gepickten naiven Thesen zum Thema Marxismus, aus denen eine Auffassung desselben als eine Art Weltanschauungs-Physik spricht, gefallen lassen", "Und dann kommen da ein paar Clowns und Clowninnen, steigen in die Bütt und meinen Wir müssen reden!", "Der dissonante Chor der schlechtgelaunten, enttäuschten, nicht eingeladenen, gekränkten, hämischen, larmoyanten, maliziösen Blogger und Kommentatoren", "Die Übernahme der Initiative durch Besserwisser, Bürokraten, Vereinsmeier und Utopisten", "Während erstere diesem dummen Ding sozusagen ob dessen unüberwindlicher Borniertheit (vorgeblich oder wirklich) resigniert gegenüberstehen, wollen die anderen es erziehen, verbessern, zu einem handlungsfähigen Kollektiv machen, indem sie sich ihm als für es stellvertretend Handelnde andienen, ach was sag ich, sich ihm gleich ungebeten voran stellen", "Wenn von einigen Protagonisten der Wir-müssen-reden-Initiative Kritik an der allgemeinen Qualität der Blog-Beiträge geäußert wird, scheint nicht selten ganz deutlich ein gerüttelt Maß an Arroganz und Dünkel hervor", "Möchte sich jemand ausmalen, was das alles bedeutet?! Das harmloseste wäre noch: Vereinsmeierei", "Wenn sich die unter den Stichworten ‚Basisdemokratie’, ‚Qualitätssicherung’ und ‚irgendwie links’ angedeuten Ambitionen durchsetzten, wäre das das sichere Ende nicht nur des Freitag-Online-Forums, sondern auch der Zeitung", "Die Community ist eine zufällige Versammlung von Privatiers, in der es ganz sicher und offensichtlich, neben einem nicht zu vermeidenden Maß an Selbstüberschätzung", "als lächerliche und absolut kontraproduktive Anmaßung erscheinen".

    Dieser ganzer Strom von Beleidigungen und Erniedrigungen ist in einen ziemlich kurzen Text reingepackt, d.h. die Sache wirkt schon ziemlich intensiv, da kann man nicht so locker drüber weg sehen, wenn einem zufällig ein oder anderes Wörtchen ausrutscht. Da es aber alles unter der Sause "Ich will ja nur das Beste für die Redaktion, für konkrete im Blog benannte Redakteure und für Herrn Augstein höchstpersönlich!" serviert wird, macht die Sache offensichtlich legitim und begrüßenswert.

    Dann erscheint die Bloggerin, die andauernd durch die Community mit dem Schild flaniert "Ich bin für die Entwaffnung und Entschärfung und überhaupt außerordentlich nett und intelligent, warum merkt Ihr das nicht?" und reagiert auf diesen Beleidigungsstrom im Goedsaks Blog mit den Worten "sehr schön" und "Fairness". Aha.

    Dann kommt der Redakteur... oh pardon... der Kulturressourtleiter, der sich andauernd wegen bösen unsachlichen geistesgestörten Blogger beschwert, und teilt der Welt seine Meinung mit: "Ich glaube, jeder Satz stimmt und ist wahr. Liest man nicht oft". Aha.

    Dann kommt die böse dumme DandelionWine, die so sehr nicht in der Lage ist, die Raffiniertheit diesen Gutmenschen-Salons zu verstehen, dass sie mal dafür zwischendurch gesperrt wird... so halt als Erziehungsmaßnahme... um Demut und Begeisterung zu fördern.... also kommt diese schlecht erziehbare DandelionWine und bezeichnet den Text als Qual, weil sie sich nach dem Lesen irgendwie ins Dreck gestoßen fühlt und nach wie vor nicht in der Lage ist, sich an richtiger Stelle und für richtige Leute zu begeistern. Worauf die Gutmenschen (so zwischen sich die Guten) mit dem Augenzwinkern reagieren "Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen." Wer zum lachenden Frühling gehört und wer zum bösen krachenden Januar, versteht sich natürlich von selbst. Na dann keine weitere Fragen.

    Nee, Quatsch, eine Frage hätte ich noch: Sehr geehrte Frau Neumann, sehr geehrter Herr Dr. Angele, wo haben Sie das Schießen ins eigene Knie geübt? Denn Sie scheinen ja beide die Meister in dieser Disziplin zu sein.

    Grüße von einem Untermenschen
    Vaustein schrieb am 13.01.2012 um 14:57
    Danke für den hervorragenden Artikel. Besonders gefallen hat mir diese Passage:
    "Wenn sich die unter den Stichworten ‚Basisdemokratie’, ‚Qualitätssicherung’ und ‚irgendwie links’ angedeuten Ambitionen durchsetzten, wäre das das sichere Ende nicht nur des Freitag-Online-Forums, sondern auch der Zeitung. Mich beruhigt aber, dass diese Vorstellungen illusionär sind, sich im Gerede erschöpfen werden oder das schon haben.

    Deshalb sage ich: Genug geredet, wir müssen schreiben!"

    Das sollten sich einige User hinter die Ohren schreiben. ,-))
    Fro schrieb am 13.01.2012 um 15:45
    Ein sehr bedenkenswerter Beitrag, Goedzak. Irgendwie ziemlich links.

    Es rettet uns kein höheres Wesen
    kein Augstein, Super-Nannys nun..
    Uns aus dem „Elend“ zu erlösen
    können wir nur selber tun....

    Schreibet Texte gegen die Misere
    frei im Geiste immerfort
    Naiv, chaotisch nennt man uns und Knechte
    „Scheißegal“ der Antwort Wort...

    Zu singen nach der Melodie der Internationalen.
    ;-)
    Fro schrieb am 13.01.2012 um 17:04
    Das anberaumte Treffen „Irgendwie Sprechen 5: Samstag, 21.01.12“ finde ich trotzdem zwecks Austausch der FC und Redaktion sinnvoll. Aber nicht, um irgendwelche gegenseitigen Ansprüche vorzutragen, sondern locker über Ideen der Optimierung und die große Idee „der Freitag“ zu sprechen. Ich würde es gut finden, wenn auch du Goedzak dabei wärst und auch die anderen regelmäßigen „Stamm“-Schreiber.
    Fro schrieb am 14.01.2012 um 00:10
    Ich werde da nicht dran teilnehmen können - fühle mich auch nicht so sehr als „Zeitungsmacher“ , obwohl ich es real ja wie jeder andere Schreiber hier irgendwie bin – vielleicht bekommt das Komitee ja eine interne FC-Live-Übertragung hin...
    ch.paffen schrieb am 13.01.2012 um 22:05
    @ goedzak

    Danke ! Für den feinen Lesestoff in dFC. 5 Sterne DX.

    Wenn Ihre “Die Communarden“ so etwas wie meine voll linken und voll intellektuellen ego shooter sind, dann stimme ich dem versemmelt / gescheitert voll zu. Wenn´s anders gemeint, bitte kurze Info.

    Autoritätsbashing als Reflex ohne Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen ist voll blöd,

    Zu dem auf Augenhöhe habe ich eine etwas andere Sicht.
    www.freitag.de/community/blogs/waschi/der-clevere-herr-augstein-und-die-boesen-medien#comment-357108
    - “Glaubwürdige und transparente Medien in Netz und Print, die den Bloggern auf Augenhöhe begegnen.“ JA am 19.11.2009 in Öffentlichkeit 2.0 „Eine Frage der Freiheit. Blogger und Verlage müssen gemeinsame Sache machen.“

    Ich freu mich auf den auf verantwortungsvolle, kluge, unterhaltsame, provokante und clevere Blogger in dFC die hier feinen Lesestoff einstellen und dann wie Columbus es hier im Blog genannt hat “Online stellte sich dann noch öfter das Hochgefühl des Mehrwertlesens (Anmerkung des Verfassers: feines Wort) ein.“

    So wie ich es verstanden habe ist die Projekt Phase abgeschlossen und der Freitag nach dem Ausscheiden der Herausgeber eine normale Zeitung. Magda hatte zu der Entwicklung bei dF einen Blog www.freitag.de/community/blogs/magda/derfreitag-ohne-herausgeber---daniela-dahn-in-der-taz geschrieben.

    Ach ja und zum "Wir müssen reden"-Projekts gibt es news – zur Agenda hatten Sie ja bereits was geschrieben / in bekannter und bewährter Form rumgemosert (Anleihe @ goedzak)

    Feinen Restabend noch beim Mehrwertllesen oder schreiben
    Christiane
    goedzak schrieb am 13.01.2012 um 23:50
    Guten Abend allerseits!

    Damit Ihr nicht denkt, ich ignoriere Euch: Vielen Dank an alle fürs Lesen und Kommentieren! Es scheint, ich wurde verstanden. Angenehmes Gefühl.

    Wem ich "Qualen" oder sonstiges Missbehagen bereitet haben sollte, den tröstet es vielleicht zu hören, dass das jedenfalls nicht von mir beabsichtigt war.

    :))
    miauxx schrieb am 15.01.2012 um 00:22
    "Wem ich "Qualen" oder sonstiges Missbehagen bereitet haben sollte, den tröstet es vielleicht zu hören, dass das jedenfalls nicht von mir beabsichtigt war."

    Eigentlich wollte ich gar nicht kommentieren ... aber da Du jetzt selbst eine Vermutung äußerst ...
    Mir persönlich ist im Text schon ein bißchen was sauer aufgestoßen.
    Aber überwiegend stimme ich deinen Ansichten vollends zu!
    goedzak schrieb am 15.01.2012 um 11:13
    Das mit den "Qualen" spielte auf den Kommentar von
    DandelionWine am 13.01.2012 um 14:03 an, mit leichter Ironie, wie ich zugebe.

    Das Kritische im Text war sehr wohl beabsichtigt.
    DandelionWine schrieb am 15.01.2012 um 13:02
    Ich finde Dein Text aus vielerlei Gründen schlecht, Goedsack. Aber einige davon haben schon andere Kommentatoren angesprochen und ich werde es daher nicht wiederholen. Was ich von mir sage: Du behauptest "Basisdemokratisch ‚auf Augenhöhe’ miteinander zu agieren" wäre eine arrogante "Ambition". Mit anderen Worten, fresst, was Euch gegeben wird, und seid glücklich, dass es Euch erlaubt wird, Eures Wissen, Eure Kreativität und Eure Zeit einzubringen, und das alles für lau... damit die Zeitungsmacher ihre Klicks für die Werbung sammeln können und weitere semikommerzielle Interesse verfolgen. Okay. Wenn DU es SO siehst, bleibt es Dir überlassen. Aber mit der Forderung "Wir MÜSSEN schreiben!", hast Du Dich deutlich übernommen, denn ich MUSS hier gar nichts... und als Untertan, der zum königlichen Haus zugelassen wird, schon sowieso nicht. Und nach solcher Blogs wie Deiner bleibt die Lust so ziemlich weg.

    Und: Du schreibst "Da muss sich (S. 11) der Papierleser die aus einem Blog gepickten naiven Thesen zum Thema Marxismus, aus denen eine Auffassung desselben als eine Art Weltanschauungs-Physik spricht, gefallen lassen". ich habe diese Papier-Ausgabe nicht. Und ich schätze mal, mindestens sie Hälfte von hier Anwesenden/Lesenden hat sie auch nicht. Wir hatten mit Dir schon in einem früheren Deinem Thread eine Auseinandersetzung wegen den Andeutungen, die nur für einen internen Kreis nachvollziehbar sind, die aber in einem öffentlichen Raum gepostet werden. Ich habe Dich in einer PN gefragt, was mit Deiner Aussage gemeint wird. Eine kurze sachliche Antwort, gepackt in einen einzigen Satz, hätte mir vollkommen ausgereicht... und Du hättest für so eine Antwort höchstens 30 Sekunden gebraucht. So viel Zeit müsste eigentlich sein. Allerdings bekomme ich von Dir überhaupt keine Antwort (und meine Anfrage wurde geschickt lange bevor ich hier was Negatives geschrieben habe, also kannst Du nicht darauf zurückfahren, dass Du Dich schlecht behandelt fühltest oder so).

    Für mehrere ironische Kommentare in meine Richtung hast aber genug Zeit und Muße. Ich finde es, ehrlich gesagt, unter aller Sau.

    Und da meine interne Anfrage nach wie vor ignoriert wird, möchte ich Dich hier öffentlich fragen, was Du mit "aus einem Blog gepickten naiven Thesen zum Thema Marxismus" gemeint hast. Handelt es sich um mein Blog oder um ein anderes? Und wenn ein anderes, dann welches? Mich würde es nämlich sehr interessieren, denn das, was örtliche Marxisten reflexartig als "naiv" oder sonst irgendwie abtun, erweist sich normalerweise als interessant und bedenkenswert... da ich aber hier nicht alle Blogs lese, sondern nur ein kleiner Teil davon, verpasse ich manchmal interessante Sachen.

    Das mit den Qualen war übrigens keine Retourkutsche, sondern aus anderen Gründen... ich schreibe mehr dazu in einem weiteren Kommentar.
    goedzak schrieb am 15.01.2012 um 13:38
    Deine PN habe ich sofort nach Lesen beantwortet, bekam aber beim Abschicken mehrmals '502 Bad Gateway' angezeigt, was wohl bedeutet, dass sie nicht zugestellt worden ist.

    Die 'Anspielung' bezog sich auf die Marginalspalte auf Seite 11 im Freitag vom 5. Januar 2012, wo aus dem thread Deines Karl-Marx-usw.-Blogs zitiert wird.

    Dass sich als 'naiv' eingeschätztes automatisch "als interessant und bedenkenswert" erweist, darauf würde ich mich nicht verlassen.

    Ansonsten: Schreib soviel 'Negatives', wie Du möchtest, von mir sind keine Klagen zu erwarten.
    DandelionWine schrieb am 15.01.2012 um 14:31
    Toll... es wird unbegreiflicher und unbegreiflicher. Ich werde im Print abgedruckt und darüber von der Redaktion nicht mal informiert... schon ganz geschwiegen vorher GEFRAGT? Ich verstehe, dass ich etwas nicht verstehe, aber was ich nicht verstehe, das verstehe ich noch nicht.

    Bevor Du, Goedzak, hier meine Thesen gegen die Thesen von Herrn Dr. Jäger ausspielst und mich im Vergleich mit Herrn Dr. Jäger für dumm erklärst, wäre es vielleicht angebracht, wenn Du ihn selbst fragst, ob er die Sache auch so betrachtet wie Du und ob er sich solche Spiele wünscht. Denn solange wir noch miteinander reden konnten, habe ich etwas ganz anderes von ihm in Bezug auf meine Thesen und Texte gehört als Du hier schreibst. Und auch wenn die Zeiten des Miteinanderredens zwischen mir und Herrn Dr. Jäger endgültig vorbei sind, glaube ich nicht, dass meine Thesen und Texten für ihn deswegen automatisch dumm geworden sind... aber er kann sich ja auch selbst dazu äußern und auch erklären, ob er sich solche (oder welche auch immer) Gegeneinander-Ausspielungen wünscht. Denn ich hätte nämlich kein Problem damit, meine Thesen zu verteidigen und in ein Gegeneinander zu gehen. Nur zu, nur zu.

    Übrigens hast Du bis jetzt gar keine substanzielle Kritik zu meine Thesen geäußert, weder in meinem Thread noch in Deinem, sondern sie alle pauschal als "naiv" abgetan, ohne irgendeine Erklärung/Begründung hinzufügen. Das spricht schon für sich. Und - ach - in den Threads von Herrn Dr. Jäger hast Du bis jetzt - im Gegenteil zu mir - ebenso nichts Substanzielles geschrieben, nur gelegentlich Lob ausgesprochen... oder habe ich etwas übersehen? Mein Eindruck bis jetzt war, dass Du weder meine Thesen noch die Thesen von Herrn Dr. Jäger verstehst, sondern reflexartig auf die Stichworte reagierst, die Dein marxistisches Gefühl entweder kraulen oder kratzen.
    goedzak schrieb am 15.01.2012 um 14:44
    'Kraulen oder kratzen' gefällt mir. - Meine Gefühle sind nicht marxistisch. Hast du philosophische Gefühle? Nein, nein, will ich gar nicht wissen...

    Ich gestehe Dir zu, dass ich mir diese Bemerkung auch hätte verkneifen oder ein anderes Beispiel wählen können, okay.

    Aber eines muss ich trotzdem für mich in Anspruch nehmen: Ich darf auch keine Lust haben, über Weltanschauungsphysik zu 'diskutieren'.
    DandelionWine schrieb am 15.01.2012 um 15:19
    Selbstverständlich entscheidet jeder für sich selbst, wozu er Lust hat oder nicht. Das steht gar außer Frage. Aber ich habe mal so ganz banal gedacht, wenn man etwas behauptet, dann muss man es auch begründen, anstatt ein paar Herabsetzung hin und da zu schmeißen und dazu noch Autoren gegen einander ausspielen, ebenso ohne Begründung, warum der eine ach so wunderbar und der andere ach so daneben ist. Zumal es zwischen den Autoren die eigene Verhältnisse bestehen oder inzwischen nicht mehr bestehen, die Deinen Vorstellungen wahrscheinlich gar nicht entsprechen.

    Das Wort "Weltanschauungsphysik" habe ich bis jetzt nie gehört und habe keine Ahnung, was Du damit ausdrücken möchtest. Was Du unter "philosophischen Gefühlen" meinst, verstehe ich ebenso nicht. Wie auch die Tatsache, dass Du etwas nachfragst, was Du, Deiner eigenen Behauptungen nach, gar nicht wissen willst...
    DandelionWine schrieb am 15.01.2012 um 15:21
    P.S.: Aber eins muss ich gestehen: Hättest Du jetzt diese Bemerkung in Deinem Blog verkneift, hätte ich die Sache mit meinem Thread im Print gar nicht erfahren.
    Magda schrieb am 16.01.2012 um 10:21
    @goedzak - ich bin ja mit dem naiven Scheiß in der print-Ausgabe auch "getroffen", habe das aber eher mit Humor betrachtet. So ein Blogcomment hat eben auch so seine Seiten.

    @ DandelionWine - Sie werde ich nie verstehen, aber ich sage mal nicht "dawei", weil ich Sie nicht duze.
    DandelionWine schrieb am 16.01.2012 um 14:25
    Magda, dass Sie mich nicht verstehen, ist sehr auffällig. Das kann man gar nicht übersehen. Aber ich glaube, wir müssen beide damit weiter leben. Ich betrachte es nicht als meine Aufgabe, Ihnen dieses Verständnis beizubringen.

    Ob Sie mich Siezen oder Duzen ist mir eigentlich egal ebenso ob Sie mir "dawei" sagen... ich habe Sie weder um eine noch um andere gebeten und ich begreife nicht, was es mit der Sache zu tun hat... meinten Sie, ich sollte mich jetzt tief unglücklich fühlen oder was war Ihre Intention?

    Was meinen "naiven Scheiß" betrifft, sollten Sie, erstens, den Mund halten und ganz intensiv nachdenken, bevor Sie meine Konzepte als "Scheiß" bezeichnen, denn ich kann nämlich zurückschlagen und auch wenn Sie Redaktionsliebling sind und andere Rechte genießen als ungeliebte Selbstdenker, ist auch Ihnen nicht alles erlaubt bzw. ich muss mir nicht alles gefallen lassen.

    Wenn Sie aber gar nicht in der Lage sind, den Mund zu halten und unbeding Ihr Senf beitragen müssen, dann würde es schon gut tun wenn Sie anstatt gehirnlose Schimpferei ab und zu ein paar Argumente bringen würden. Bis jetzt habe ich so eine Gütigkeit von Ihnen nicht erlebt. Weder in meinem Thread noch hier oder sonst wo haben Sie ein einziges nachvollziehbares Argument gebracht. In meinem Thread haben Sie Russland als barbarisches Land beschimpft, ohne zu erklären, was Sie damit meinen... und die Redaktion ließ das alles zu. Ich stelle mir mal vor, wie es hier auf dieser Plattform bis zum Himmel stinken würde, wenn einer die muslimische Länder als barbarisch bezeichnen würde... und wie zackig die Kommentare editiert werden. Aber Russland-Basching und Basching von stalinistischen Opfern ist wohl in Ordnung. Na dann. Sieht man sofort, dass man mit Abkömmlingen von Dichtern und Denkern zu tun hat.

    Ihr einziges "Argument", der Ihre Aussage über barbarisches Russland unterstützen sollte, war den Hinweis auf "Politbojare". Was es ist, bleibt für mich ein Geheimnis. Wahrscheinlich kennen Sie Russland besser als ich. Nach meinen bescheidenen Kenntnissen gibt es in Russland seit justdrei Jahrhunderten keine Bojare mehr. Und im Übrigen waren Bojare nichts Anderes als Bezeichnung für die wolhabende Besitzer vom Boden und Leibeigenen. Gab es so etwas vor drei Hundert Jahren in Europa/Deutschland nicht? Und was hat es mit Marx und Realsozialismus zu tun?

    Irgendwelche weitere Erklärungen, warum meine Konzepte naiven Scheiß sein sollten, habe ich von Ihnen nicht bekommen, weil Sie meinten, dass Sie kein Bringschuld haben und Ihre Behauptungen nicht argumentieren müssen. Na dann.

    Ich finde es aber ganz putzig, dass Sie gegen Russland so böse sind, dass es wegen seine Barbarei die Lehre von Marx so verdorben hat. Ich kann Ihr Zorn sehr gut nachvollziehen. Es wäre natürlich eine Unverschämkeit von mir, zu fragen, warum Deutschland es selbst nicht gemacht hat, Sozialismus/Kommunismus aufzubauen, und zwar ganz im Marxschen Sinne. Die Frage wäre ja echt blöd, denn man weiß ja: Während barbarisches Russland dabei war, die Marxsche Lehre kaputt zu machen, wurde im Land des Dichter und des Denkers ein Nazi-Paradies aufgebaut, wo jedem das Seine ist (ist ja auch ganz im Marxschen Sinne, denn er meinte auch, jedem nach seinen Bedürfnissen und von jedem nach seinen Fähigkeiten). Da hat man natürlich keine Zeit mehr für Marx und Kommunismus... und die blöde Russen dann mal gleich da, um Marx kaputt zu machen. Ganz, ganz schlimm.

    @Redaktion

    Da es hier offensichtlich zu viele von meinem "naiven Scheiß" betroffen sind, bitte ich Sie in der Zukunft davon abzusehen, meine Texte im Print abzudrücken. Man will ja schließlich nicht die Verkaufszahlen verderben.
    Maike Hank schrieb am 16.01.2012 um 15:04
    Hallo Lara,

    wenn wir ganze Blogbeiträge von Community-Mitgliedern abdrucken, dann werden die Autoren und Autorinnen benachrichtigt und bekommen dafür auch Geld.

    Auf der Seite 11 werden meist Debatten aus der Community abgebildet, wo ganz kurze Aussagen Einzelner zitiert werden. Das kann Ihnen ebenso auf der Post-Seite passieren, wo wir Leserbriefe und vor allem Kommentare von Community-Mitgliedern zu redaktionellen Texten veröffentlichen.
    Hier benachrichtigen wir die einzelnen Community-Mitglieder jedoch nicht.

    (Der Verwendung hierfür haben Sie mit dem Anerkennen der AGBs zugestimmt.)
    DandelionWine schrieb am 17.01.2012 um 14:13
    Hallo Maike,

    wie gesagt, ich habe diese Print-Ausgabe nicht gesehen und ich konnte/kann mich nur auf die Aussagen von dritten Personen beziehen.

    In seinem Blog schrieb Goedsak: "Da muss sich (S. 11) der Papierleser die aus einem Blog gepickten naiven Thesen zum Thema Marxismus, aus denen eine Auffassung desselben als eine Art Weltanschauungs-Physik spricht, gefallen lassen – und das, nachdem in der Vornummer der weiß-Gott-nicht-naive Autor und Philosoph Michael Jäger ein Interview mit eben diesem Herrn Karl Marx geführt hatte."

    Da die angesprochene "Thesen zum Thema Marxismus" gegen ein langer Artikel aus der vorigen Ausgabe ausgespielt wurden, ging ich davon aus, dass es um vergleichbare Umfänge geht... das wäre rein technisch möglich, denn meine "Thesen zum Marxismus", wie Goedsak es nennt, waren eigentlich viel umfangreicher als der Artikel, mit dem sie verglichen wurden... da waren mehrere Kommentare von mir, die dem Umfang nach so groß waren wie ein Artikel.

    Später hat Magda geschrieben, sie sei von dem "naiven Scheiß" auch getroffen. Nach meinen bescheidener Vorstellungen kann man von ein paar kurzen Auszügen aus meinen Kommentaren gar nicht so getroffen werden, sondern locker drüber weg sehen, insbesondere wenn es in einer Reihe mit den Auszügen von weiteren Blogger und anderen Debatten steht. Da Magda aber doch so getroffen war, dass sie über den "Scheiß" dringend der ganzen Welt mitteilen wollten, ging ich davon aus, dass meine Meinung im Freitag großflächig abgedrückt und auffällig wurde. Dann meinte ich halt, es wäre nett, wenn ich über solche Aktionen wenigstens informiert werde, denn ich war absolut unvorbereitet, als ich mit Angriffen von Goedsak und Magda konfrontiert wurde und hatte keine Ahnung, worum es überhaupt geht.
    Columbus schrieb am 18.01.2012 um 23:55
    Liebe Maike Hank,

    Ich möchte nur klar stellen, dass ich für Beiträge aus meinen Blogs, oder z.B. zum A-Z noch nie Geld vom "dF" bekommen habe.

    Ich lehne es ab, jedenfalls so lange es der dF nicht schafft, seine Auflage erheblich zu steigern.

    Nun schreibe ich das auch nur hin, weil es im Web auch Anti-dF&dFC -Watcher gibt, auf denen solche Fragen diskutiert werden.

    Liebe Grüße
    Christoph Leusch
    DandelionWine schrieb am 19.01.2012 um 13:19
    Lieber Columbus,

    es erschließt mir nicht, in wie fern Ihr Statement mit meinen vorigen Äußerungen zu tun hat (ich nehme an, dass es solche Zusammenhänge gibt, wenn Sie Ihr Kommentar gerade hier posten?). Ich habe die Sache mit Geld weder angesprochen noch gemeint, es ging mir um was Anderes und das habe ich ziemlich präzise formuliert, denke ich mal.
    kmv schrieb am 14.01.2012 um 19:04
    Gefällt mir, danke.
    Zeitwechslerin schrieb am 14.01.2012 um 19:37
    Ich bin ja erst neu hier und hab die Debatte um wir müssen reden nicht mitbekommen. Ich find die Qualität der online Artikel auch sehr variationsbreit. Die Printausgabe krieg ich leider nicht, das mit dem Probeabo hat nicht funktioniert und ich hab auf mein diesbezügliches Gemecker keine Resonanz erhalten, was mich am Abo gehindert hat. Verschnupft war ich auch ein bisschen.

    Was mich hier wundert, ist dass zum einen es seltsam egal zu sein schein ob geschilderte Fakten stimmen oder nicht. Also Meinung ist immer interessant, aber manchmal schleichen sich auch in Redaktionsartikeln Ungenauigkeiten ein. Wenn man sie aufgreift scheint das ungehört zu verhallen. So als ob es gleichgültig wäre. Das irritiert mich.

    Dann gibt es wenig sachliche negative Kritik. Sicher das ist ein undankbarer Job, aber nur dadurch verbessert sich die Qualität. Und man liest schon manchmal, dass sich jemand über bestimmte Ressorts ärgert, aber dann muss man eben auch konkret kritisieren, nur so dunkelila nebulöse Andeutungen bringen nichts. Also die Einsicht, dass negative Kritik ein GESCHENK ist, ein größeres als positive scheint hier nicht ganz etabliert zu sein.

    Wegen der Autoritätsfixierung auf Augstein: ich hoffe damit ist nicht der Gegenwind gemeint, den er dadurch hervorgerufen hat, dass er die Bild als seriöse Zeitung deklarierte. Ich find das war ganz kurz vorm Missbrauch der Leserschaft (eigentlich fand ich, er hat die Grenze schon überschritten, wenn ich mich mit so einer Schrott-Aussage auseinandersetzen muss oder mitschuldig werd). Man hat doch nur noch die Möglichkeit etwas dagegen zu sagen oder sich angewidert umzudrehen und zu gehen. Also für mich ist da ein bisschen Zutrauen in den Freitag gebrochen. Ich will nicht gezwungen werden entweder alle Verfehlungen von Wulff gutzuheißen oder wenn ich Wulffs Verhalten nicht richtig finde, die Bild huckepack als seriöses Medium übergebraten bekommen. Das bewirkt ist ja nur, den Autor nicht mehr seriös zu finden, der mich solchermaßen zwingen möchte. Gebranntes Kind und so. Ich komm nomen est omen von der Zeit und bin weg mit dem Guttenberg-Dings. Da hat mir doch glatt jemand erzählt, das Interview di Lorenzo-Guttenberg sei ein kritischer Schlagabtausch gewesen. An einem bestimmten Punkt wird die Meinungsmache beleidigend, nämlich dann, wenn man mir Scheiße serviert. Ich würde die Aussage die Bild sei seriös auch als solche bezeichnen.

    Abgesehen davon finde ich den Freitag sehr wundervoll, viele Artikel von professionellen wie von privaten Autoren ausgezeichnet, bereichernd, amüsant und sehr oft hinreißend geschrieben. Und grade im gescholtenen Alltag gibt es Autoren wie Weinsztein (hoffentlich richtig geschrieben) und koslowski und andere, bei denen die Qualität oft überwältigend ist.
    goedzak schrieb am 15.01.2012 um 11:22
    "Wegen der Autoritätsfixierung auf Augstein:..." - Gemeint war hier erstmal die Neigung, den einen Mann für alles 'Schlechte', was man kritisiert, und alles 'Gute', was man wünscht, verantwortlich zu machen.

    Du schreibst ja auch, dass für Dich "ein bisschen Zutrauen in den Freitag gebrochen" sei, weil Augstein zur BLÖD-Zeitung eine andere Meinung hat als Du. Das hieße doch derFreitag=Augstein, oder nicht?
    Uwe Theel schrieb am 15.01.2012 um 14:48
    @ goedzak schrieb am 15.01.2012 um 11:22

    "Wegen der Autoritätsfixierung auf Augstein:..."

    Wenn jemand autoritätsfixiert ist, dann jemand wie Du, der im popanzgestützten Szenario eine vermeintliche Gefahr für die ihm gültigen "Autorität" JAs sieht und diese blind gegen einen ebenso vermeintlichen Angreifer verteidigt.
    Zeitwechslerin schrieb am 16.01.2012 um 19:16
    Goedzak: Zum einen hatte ich ganz konkret etwas gegen die Logik in der Argumentation ( 1. Verfehlungen bei Wulff sehen --- > Bild = seriös; 2. Vorteilsnahme bei Wulff ---> Wulff = Berlusconi). Zum anderen hab ich etwas dagegen, wenn jemand nicht nur seine von Logik unberührten Meinungen als Leitartikel in den Freitag stellt und Gegenwind ignoriert oder als Aufmerksamkeit wegzubuchen scheint, sondern uns dann noch mit Gedanken beglückt, die darauf abzielen, Linke müssten via Meinungsfreiheit, vierte Macht usw. die Bild gutfinden. Ich bin nicht begeistert, wenn man sich zu diplomatischen Höchstleistungen aufschwingen muss, um überhaupt noch beleidigungsfrei benennen zu können.

    So weit. Das kritisiert man also ganz konkret. Woraufhin einem unterstellt wird, man sei autoritätsfixiert? Ist noch alles im Lack?

    Ob Augstein der Freitag ist, weiß ich nicht. Immerhin ist er der Herausgeber und wird auf jeden Fall so wahrgenommen. Und selbstverständlich jaul ich auf, wenn Beckmann in seiner Sendung darauf Bezug nimmt, was Augstein im Freitag geschrieben hat (Beckmann hat offensichtlich den Inhalt nicht gelesen, sondern nur den Titel, er meinte Augstein hätte die Medien angegriffen und hat es somit in einen falschen Kontext gestellt, war also nicht so schlimm. Doppelte Verneinung ergibt Bejahung: Schlechter Artikel plus nachlässiger Journalist, der die Bedeutung eines Artikels umkehrt, weil er ihn nicht gelesen hat, gleichen sich aus. )

    Aber wenn man darauf hoffen muss, wei. Kommt nur mir das so vor, dass Teile des Journalismus ein unterträgliches Niveau an den Tag legen? Ich fühl mich da persönlich beleidigt, weil mir so was vorgesetzt wird. Weil man offenbar denkt, man könne mich mit solchen Schlampereien und Manipulationen abspeisen oder gar überzeugen. Mal weg von Augstein (war ja erst einmal, dass ich etwas mitbekommen hab, was ich nicht gut fand). Aber was in der Zeit abgegangen ist, war nicht mehr lustig, da gabs wissenschaftliche Artikel von völlig ahnungslosen Menschen, zugespitzt und meinungsbildend, völlig ohne irgendeine Substanz in den Fakten. Sabine Rückert beglückte einen mit Artikeln in denen zum Beispiel stand Frauen als Zeuginnen hätten ohnehin kaum Aussagekraft, weil die Hölle nicht solche Wut kenne wie eine verschmähte Frau, das stünde schon in der Bibel. Ich lüge nicht, das hat sie geschrieben. In der Zeit. Als Argument für Kachelmann. Die Sache mit Lorenzo und Guttenberg eskalierte nur an dem Interview, er hatte jede ausgewogene Darstellung in den Monaten davor schon unterbunden. Die Zeit war völlig auf Kurs. Man ist doch nicht autoritätsfixiert, wenn man nicht mehr mittragen kann, wenn allergrundlegendste Werte mit Füßen getreten werden.

    Mir ist die Ausrichtung wie links ziemlich schnuppe, aber Faktenkonsistenz, die Einhaltung von Mindestanforderungen in logischem Denken, Transparenz und Ausgewogenheit sinds mir nicht. Warum ist die Qualität insgesamt so gesunken? Ist sie oder bild ich mir das nur ein? Aber früher war die Zeit nicht so, da gabs auf Seite eins zwei (sehr fundierte) Meinungen zu einem Thema, ganz toll. In Wissenschaft und Bildungsressorts hab ich früher nie den kleinsten Fehler gesehen. Ich hab gehofft, das was die Zeit verloren hat, würde hier entstehen... nein?
    GEBE schrieb am 16.01.2012 um 19:27
    @ Zeitwechslerin schrieb am 16.01.2012 um 19:16

    Wo darf ich unterschreiben?

    :-)
    Zeitwechslerin schrieb am 16.01.2012 um 22:21
    dankeschön GEBE :)
    ich kann unterstützung brauchen. mir geht das emotional nah, wenn es wenig übereinstimmung in so grundlegenden werten gibt.
    Uwe Theel schrieb am 15.01.2012 um 11:49
    Lieber Goedzack,

    nicht dass Dein Text nicht sehr viele bedenkenswerte Themensetzungen und Anregungen enthielte, aber Du hast Dir Deinen eigenen Text doch vergiftet mit der Unterstellung, dass es innerhalb der Initiative "Wir müssen reden!" wesentliche oder überhaupt Personen gegeben hätte, die nachhaltig an einer wie auch immer gearteten auch nur teilweisen "Machtübernahme" gegenüber der Redaktion des Freitag arbeiten würden. Das ist kein Vorwurf der freundlichen Sorte, noch dazu, dass Du ihn paarst mit persönlichen Vorwürfen, dass sich da einige in ihren Ambitionen übernähmen, Namen aber nicht nennst.

    Diesen Vorwurf haben Koslowski, Achtermann im Kern schon praktisch am ersten, zweiten Tag als Gerücht, bzw. Vorwurf in die Welt gesetzt, Columbus hat dies dann im Schatten seiner über Tage weitergeführten "Abschiedsvorstellung" ebenfalls ohne Belege weitergestrickt.

    Liest man die Texte der Pro-Wir-müssen-reden-Seite mit offenenem Herzen und Verstand, so wird man erkennen, dass es wesentlich und ausscjhließlich um die Anstrengung gind, eine verbesserte Kommunikation zwischen FC und Redaktion in beiden Richtungen zu erreichen, damit einen Qualitätssteigerung des Projektes Der Freitag erreicht werden sollte. Sollte dies jetzt nur noch eine "normale Zeitung" (JA) sein, so überraschten Deinen Ausführungen, soweit ich sie kritisch sehe, überhaupt nicht mehr. Links ist dieser Teil in meinen Augen nicht, nicht einmal irgendwie.

    Dass dabei das Thema "irgendwie links" eine Rolle spielt ist aber unvermeidlich.

    Nicht nur Deine Unterstellung, dass die Wortwahl "links" anstelle von "irgendwie links" Linientreue, Dogmatik oder Verharren im überkommenen Gestern bedeuten "muß", halte ich für den zweiten Popanz den Du hier in der Diskussion weiter am Leben zu erhalten suchst.

    Das Beispiel, des von Dir genannten und von mir geschätzten Michael Jäger kann das belegen: Was er schreibt ist links und nicht irgendwie; dogmatisch, etc ist es schon gar nicht.

    Mit freundlichem Gruß

    Uwe Theel

    P.S.: Was ich an Deinem grundsätzlich bedenkenswerten Text schon aus professionellen Gründen vermisse sind die Textbelege für die negativen Unterstellungen gegenüber der Initiative, die ich o. versuchte zurückzuweisen; Dass ich an dieser Stelle keine Textbelege für mein Genargument einstelle, liegt daran, dass ich die von Dir inkriminierten Texte in toto so lese wie ich sie o. wertete - jeder kann sie lesen - und eigentlich erwarte, dass Du zuerst Deine zuerst erhobenen Vorwürfe konkret zu belegen hättest, dass man dann auch ebenso textbezogen antworten könnte; dies gilt übrigens genauso für die Urheber dieser Kritik, die auf meinen schon damals erfolgte Ansprache auch nicht wirklich reagiert haben.
    goedzak schrieb am 15.01.2012 um 12:57
    "Das Beispiel, des von Dir genannten und von mir geschätzten Michael Jäger..." - Keine Angst, Du darfst Deinen Michael Jäger behalten. Ich habe mir meinen eigenen gebacken. :)

    Du fühlst Dich also angesprochen? Nun, Du wirst wissen warum...

    Wie ich meinen Text aufbaue, musst Du mir überlassen. Ich habe Ansichten und Konzepte dazu/davon, wie "eine verbesserte Kommunikation zwischen FC und Redaktion in beiden Richtungen zu erreichen" sei und damit auch eine "Qualitätssteigerung", zusammengefasst und kritisiert, das ist der eine Teil. Wer darauf sich beziehen möchte, hat die Dinge in den threads und Posts unter dem tag 'wirmüssenreden' lesen können.
    In diesem Zusammenhang habe ich mitnichten die Formulierung 'irgendwie links' gegen 'links' ausgespielt, des Sinnes, "dass die Wortwahl 'links' anstelle von 'irgendwie links' Linientreue, Dogmatik oder Verharren im überkommenen Gestern bedeuten 'muß'" - sondern ich habe vor einem Kampf um die Definition von 'ganz genau links' gewarnt, genauer gesagt vor der Rechthaberei, die in ihm obwalten wird. Sowas mag in innerparteilichen Kurs-Diskussionen angebracht sein, hier jedenfalls ist es kontraproduktiv.

    Was den anderen Teil meines Textes angeht: Ich habe Vorschläge gemacht, wie jeweils von beiden Seiten aus das Verhältnis von Communarden und Redakteuren weiterentwickelt werden kann.

    Da ich ja als Teilnehmer an der Wirmüssenreden-Initiative gelten kann (falls ich nicht per Abstimmung und Beschluss nun ausgeschlossen werde), war es mir wichtig, auch vor dem Gespräch in der Redaktion nächsten Samstag, mal ganz öffentlich meine Meinung dazu zu sagen.

    PS: 'goedzak' nur mit 'k', bitteschön, kann doch nicht so schwer sein.
    Uwe Theel schrieb am 15.01.2012 um 13:17
    Lieber Goedzak

    Danke für die "freundliche" Antwort und Entschuldigung für das Surplus "c".

    - Backe Du Dir "Deinen" Jaeger, ich akzeptiere Michael, so, wie er mir im Blog erscheint.

    - Wo hätte Ich Dir die "Hoheit" über Deine Textgestaltung abgesprochen, nur weil ich den Inhalt kritisierte. - Schon wieder nur ein Popanz.

    - "Du fühlst Dich also angesprochen? Nun, Du wirst wissen warum... "

    Soetwas nenne ich eigentlich schon perfide.

    -"In diesem Zusammenhang habe ich mitnichten die Formulierung 'irgendwie links' gegen 'links' ausgespielt, ..."

    Du nennst Dein Schreiben

    ">>>Und es wird der Schluss gezogen, den Freitag wieder auf Linie zu bringen bzw. sein linkes Profil zu schärfen – auch ein Anliegen, was im Zusammenhang mit der Initiative geäußert wird.

    Ich als unerschütterlicher Betonkommunist sage: ‚irgendwie links’ ist genau richtig! Alles andere läuft auf Gesinnungsprüfung, Sektierei und stinklangweilige Ideologie hinaus. Wer von ‚irgendwie’ zu ‚ganz genau’ links will, erreicht nur eines: Einen Krieg um die Deutungshoheit oder anders ausgedrückt, ein auswegloses Kreisen um den eigenen ideologischen Bauchnabel.<<<"

    eine Warnung. Diese Warnung unterstellt aber genau die Unterscheidung von "links" und "irgendwie links", die ich formulierte und unterstellt den Gewarnten die erstgenannte Form.

    Auch hier baust Du mit einer "vorsorglichen Warnung" wieder nur einen kalkulierten Popanz auf. Alles andere wäre höchstens überflüssige Bemutterung der Initiative, aber auf dieser Ebenen diskutiere ich nicht.

    -"(falls ich nicht per Abstimmung und Beschluss nun ausgeschlossen werde)"

    solche völlig aus der Luft gegriffenen Ängste bei Dir, sprechen für sich selbst und Deine Souveränität und Solidarität mit der Gruppe, der Du Dich doch offensichtlich zurechnest.

    mfg
    ut

    P,S.:

    "war es mir wichtig, auch vor dem Gespräch in der Redaktion nächsten Samstag, mal ganz öffentlich meine Meinung dazu zu sagen."

    Als ob Dir jemand diese Möglichkeit abgesprochen hätte.
    Achtermann schrieb am 16.01.2012 um 17:02
    Uwe Theel schreibt:

    Diesen Vorwurf haben Koslowski, Achtermann im Kern schon praktisch am ersten, zweiten Tag als Gerücht, bzw. Vorwurf in die Welt gesetzt...

    Ich muss mich dagegen verwahren, ich hätte Gerüchte in die Welt gesetzt. Diese Interpretationsfinte kannst du dir ersparen. Sie ist eben leichter anzuwenden als konkrete Gegenargumente zu formulieren. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder willst du meine Argumentation nicht verstehen oder du kannst sie nicht verstehen. Ich gehe vom ersteren aus.
    Uwe Theel schrieb am 16.01.2012 um 21:41
    @ Achtermann am 16.01.2012 um 17:02

    Lieber Achtermann,

    Du hast im Blog

    "Community, übernehmen Sie!"

    geschrieben:

    "Es ist doch nicht von der Hand zu weisen, dass bewusst oder unbewusst unter dem Deckmantel der persönlichen Kommunikation eine Berliner Ingroup sich bilden wird, wenn sie sich nicht schon ergeben hat. " (www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie#comment-333601)

    Mit dieser " Ingroup" waren von Dir genau die Leute gemeint, von denen der inzwischen gesperrte Blogger "@Einer von Vielen" auf den und dessen u.a. Text Du Dich dort ausdrücklich bezogen hast, gemeint hatte:

    "Die "Übernahme" der Community durch einige hier sehr präsente User wäre nicht nur eine Katastrophe, sondern bedeutete früher oder später auch das endgültige Aus." (www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie#comment-333569)

    Dies ist genau der Gedanke (das Gerücht) von der angeblichen "feindlichen Übernahme" des Freitag durch eine Usergruppe, den ich als nicht nur von "Einer von vielen" aus dem Hut gezaubert betrachte.

    Für meine Begriffe hast Du mit Deiner o.a. Äußerung diesem "Gerücht" mit Nahrung gegeben.

    Ich argumentiere hier nicht falsch psychologiesierend ad personam, sondern verstehe Aussagen in einem Text und kritisiere ihn halte ihn dem Autor vor.

    P.S.: Weil Du es im anderen Blog auch angesprochen hast und nur schwer für möglich hieltest: Ich bin einer von denen, der 600 km Anfahrt hin und 600 km Rückfahrt auf sich nimmt, um mit der Redaktion sprechen zu können, einen Beitrag zu Fortentwicklung des Freitags versuchen einzubringen, nicht um die Zeitung zu übernehmen.
    Achtermann schrieb am 17.01.2012 um 19:49
    Lieber Uwe,
    es ist mir ein wenig peinlich, mich selbst zu zitieren. Der Einfachheit halber kopiere ich mein vollständiges Posting, aus dem du Auszüge entnommen hast.

    @ Popkontext

    Einer von Vielen kam ja nicht alleine. Er hat sich auf "ich", "ngng", "KalleWirsch", "Antares56" und "dede55" berufen. Es ist doch nicht von der Hand zu weisen, dass bewusst oder unbewusst unter dem Deckmantel der persönlichen Kommunikation eine Berliner Ingroup sich bilden wird, wenn sie sich nicht schon ergeben hat. Versetz' dich doch mal einen Moment in die Lage derer, die 600 km oder mehr außerhalb Berlins wohnen, die weder zu den Salons noch sonst zu irgendwelchen Treffen kommen können, die weit ab von der Hauptstadt den Freitag lesen und in der FC derzeit die Unpässlichkeiten der persönlichen Kommunikation zwischen dem Jakob, der Maike oder dem Jan und den Berliner FC-Mitgliedern verschriftet bekommen.


    Was ich problematisieren wollte, ist, dass es für die Community, die deutschlandweit, ja sogar weltweit verstreut ist, nicht möglich ist,sich an Räten oder sonstigen Gremien, die in Berlin agieren (sollen), sich gleichberechtigt zu engagieren. Die vor Ort Wohnenden wären da klar im Vorteil. Die Gleichheit der Communarden ist mir für die Entwicklungsmöglichkeit der FC wichtiger als Berliner, die sich als vermeintliche oder tatsächliche Experten mit den Zeitungsmachern austauschen. Wenn du dich als Ex-Berliner aus Südhessen dorthin auf den Weg machst, finde ich das okay. Das ist leider nicht jedem möglich.

    P.S.: Wenn andere von "feindlicher Übernahme" schreiben, musst du mich dafür nicht in Haftung nehmen.
    thinktankgirl schrieb am 17.01.2012 um 20:02
    Was ich problematisieren wollte, ist, dass es für die Community, die deutschlandweit, ja sogar weltweit verstreut ist, nicht möglich ist,sich an Räten oder sonstigen Gremien, die in Berlin agieren (sollen), sich gleichberechtigt zu engagieren. Die vor Ort Wohnenden wären da klar im Vorteil. Die Gleichheit der Communarden ist mir für die Entwicklungsmöglichkeit der FC wichtiger als Berliner, die sich als vermeintliche oder tatsächliche Experten mit den Zeitungsmachern austauschen.

    Deine Befürchtung hat sich ja jetzt bewahrheitet. Diese Ingroup hat sich mit Redaktion über ein Treffen verständigt und der restlichen FC-Gemeinde ohne Rücksprache einen Termin vor die Nase gesetzt, der selbst für Berlinansässige schwer wahrzunehmen ist.
    Uwe Theel schrieb am 17.01.2012 um 20:14
    @ Achtermann am 17.01.2012 um 19:49

    Ok, lieber Achtermann, ich akzeptiere, dass hinter Deinen Ausführungen nicht der Vorwurf einer feindlichen Übernahme steckte.

    Allerdings verstehe ich Dein Argument trotzdem immer noch nicht wirklich: Gerade wenn dieses Treffen in Berlin nicht der Akt einer solchen Übernahme ist, dann könnt es nur noch als als symbolhafter Auftakt für eine neue Art der Kommunikation zwischen der weltweiten Community und der lokalen redaktion gelten, "irgendwie" von Stellvertretern für Alle wahrgenommen. Gestaltung und Weiterentwicklung muß ja dann erst über das Netz im laufenden Betrieb mit vielleicht einer jährlichen Convention in Berlin gestaltet werden.

    Wo kommt die Aufladung dieses Treffens mit soviel negativen Gedanken der Befürchtung her? Wer traut hier wem was und was nicht zu, wenn die Bedenken vorgetragen werden, die eine gestaltete Netzkultur mit der sich dort letztlich immer durchsetzenden Offenheit eigentlich keine Intrigen zuläßt?
    ChristianBerlin schrieb am 15.01.2012 um 16:26
    @goedzak

    Manches hätte ich genauso sagen können, anderem muss ich widersprechen.

    Kurios finde ich die Zustimmung, die Du hier ernstest, z.B. dass @Michael Angele schreibt, der trotz Deiner "Terrarium"-Spitze schreibt:

    Ich glaube, jeder Satz stimmt und ist wahr.

    Ein Bekenntnis wie im Dogma der Verbalinspiration. Damit stehst Du mit einer Stufe mit der Bibel oder dem Koran, Hut ab.

    Darf man da noch lästern, Deine Darstellung, in der alles passt, als "unhistorisch" in Frage stellen? Und darauf dann Anti-Thesen stützen?

    Zum Glück hast Du bei Deiner Ehrenrettung von "irgendwie links" Dich gegen jede Einheitsmeinung und Tribunale der reinen Lehre ausgesprochen, also wirst Du Widerspruch ertragen können, denn ohne den kriegen wir hier keine Diskussion, und das wäre verdächtig.

    Dein Blog zerfällt in zwei Teile:

    Blattkritik und Manöverkritik (zu WMR)

    An der Blattkritik habe ich nichts auszusetzen, außer der Verbindung, in der sie mit WMR gebracht wird. Für mich hieße die:

    Wasser predigen und Wein trinken.

    Über die andere Gesellschaft schreiben und selbst die Diktatur des Kapitals praktizieren.

    "Es ist eine alte Geschichte
    Doch bleibt sie immer neu;
    Und wem sie just passieret,
    Dem bricht das Herz entzwei."

    (Heine)

    Will sagen: Das kenn' ich alles irgendwo her, ist in jeder Insitution dasselbe, auch und gerade, wenn sie sich irgendwie dem Ziel einer besseren Welt verschrieben hat und dafür ein Aushängeschild zu sein beansprucht. Das macht die Idee vom "Reich Gottes" oder der "anderen Gesellschaft" nicht als solche schon unglaubwürdig. Sie sollte aber nicht als Feigenblatt oder Deckmantel missbraucht werden, um real existierenden Machtzynismus zu verschleiern oder unangreifbar zu machen.

    Kann ein Freitag, der so wunderbaren Lese- und Mehrwertlesestoff bietet uns von wunderbaren Idealen träumen lässt und uns motiviert, für sie einzutreten, selbst das Gegenteil tun?

    Frag das nicht mich, frag Rahab.

    Oder frag die (Ex-)Herausgeber, vor allem die von Dir zitierte Daniela Dahn. Oder Ingo Ahrend (der aber jetzt beim DLF wieder interessante Beiträge macht).

    Das letzte Argument auf die stummen oder lauten Beschwerden dererselbst oder anderer für sie (Du eingeschlossen) lautet: Wer den Laden bezahlt, hat das Sagen. Punkt. Diktatur des Kapitals.

    Das ist, wie es ist. Diese Regel gilt und ist als letztes Argument immer durchsetzbar. Trotzdem breche ich den Stab nicht über JA oder dem Freitag - so wenig wie über meinem eigenen Laden - und will mit ihm oder mit ihr REDEN, solange er noch mit mir reden will.

    JJK hat zwar in "Irgendwie Schweigen" erklärt, "Wir müssen reden" sei für ihn beendet, Jan lädt aber in "Irdendwie sprechen 5" jetzt zur Fortzetung ein und will auch selbst kommen.

    Auch wenn ich die von Dir als Gründe für das Scheitern von WMR benannten Umstände für potenzielle Aktionskiller halte, kann ich meine Idee (die Du ein wenig unhistorisch @Popkontext und @Calvani zuschreibst) noch nicht endgültig für gescheitert erklären, solange der Freitag das Gespräch noch will.

    Was er dann aber zu hören bekommt, ist eine andere Frage. Aber der Chef hat mir versichert, die Redaktion nimmt das sportlich, solange es über der G-Linie bleibt.

    Ich hoffe, Du siehst es ähnlich und ich muss mich nicht wegen Lästerung eines Textes verantworten, an dem jedes Wort wahr sein soll?

    LG Christian

    PS: Deine Utopie am Ende wäre auch meine. Aber dass Du in Deinem Blog nur überzeugend beschreiben musst und das dann auch umgesetzt wird, ist reines Wunschdenken. Genau dazu müssten jene Frustfaktoren beseitigt werden, die wir in WMR angesprochen haben (und zu denen jeder, der wollte, weitere hinzubenennen konnte). Nur war dazu angesichts der Generalausrede "mit dem Relaunch wird alles anders" in vielen Fragen noch nicht mal die Einsicht vorhanden, dass diese Probleme auch menschengemacht sind und nicht nur maschinell. Wenn WMR gescheitert ist oder scheitern wird, dann daran.
    DandelionWine schrieb am 15.01.2012 um 18:16
    @ChristianBerlin schrieb am 15.01.2012 um 16:26

    "Kurios finde ich die Zustimmung, die Du hier ernstest, z.B. dass @Michael Angele schreibt, der trotz Deiner "Terrarium"-Spitze schreibt:

    Ich glaube, jeder Satz stimmt und ist wahr."


    "Wasser predigen und Wein trinken.

    Über die andere Gesellschaft schreiben und selbst die Diktatur des Kapitals praktizieren.

    "Es ist eine alte Geschichte
    Doch bleibt sie immer neu;
    Und wem sie just passieret,
    Dem bricht das Herz entzwei."

    (Heine)

    Will sagen: Das kenn' ich alles irgendwo her, ist in jeder Insitution dasselbe, auch und gerade, wenn sie sich irgendwie dem Ziel einer besseren Welt verschrieben hat und dafür ein Aushängeschild zu sein beansprucht. Das macht die Idee vom "Reich Gottes" oder der "anderen Gesellschaft" nicht als solche schon unglaubwürdig. Sie sollte aber nicht als Feigenblatt oder Deckmantel missbraucht werden, um real existierenden Machtzynismus zu verschleiern oder unangreifbar zu machen.

    Kann ein Freitag, der so wunderbaren Lese- und Mehrwertlesestoff bietet uns von wunderbaren Idealen träumen lässt und uns motiviert, für sie einzutreten, selbst das Gegenteil tun?

    Frag das nicht mich, frag Rahab.

    Oder frag die (Ex-)Herausgeber, vor allem die von Dir zitierte Daniela Dahn. Oder Ingo Ahrend (der aber jetzt beim DLF wieder interessante Beiträge macht)."


    Exakt! Volle Zustimmung!

    "Was er dann aber zu hören bekommt, ist eine andere Frage. Aber der Chef hat mir versichert, die Redaktion nimmt das sportlich, solange es über der G-Linie bleibt."

    Hm... Lieber Christian, wärst Du kein Pastor, hätte ich gesagt, frag den Chef beim nächsten Treffen, wie er die Sache in Bezug auf den G-Punkt betrachtet... aber, nein, nein, nein, ich verkneife mir diese Versuchung...
    goedzak schrieb am 15.01.2012 um 19:46
    Lieber Christian,
    was die Kommentatoren hier so schreiben, musst Du mit denen ausdiskutieren.
    Vor wem Du fürchtest, Dich wegen Lästerung verantworten zu müssen, weiß ich nicht.
    An welcher Stelle Du den Wunsch gelesen hast, auf meinen Text müsste jetzt ultimativ die Umsetzung folgen, ebenfalls nicht.

    Recht hast Du mit dem Erblicken von Kritik an einigen Denk- und Handlungsansätzen, die sich im Umfeld der Wirmüssenreden-Aktivisten abzeichnen.
    Nicht so deutlich wahrgenommen, scheint mir, hast Du meine Vorschläge, was sowohl in der Com als auch (!) in der Redaktion getan werden könnte, um weiterzukommen.

    Mit Listen, Wahlen, Gremien, einer Art Stellvertreter-Demokratie, meine feste Überzeugung, ist gar nichts zu erreichen, schon gar nicht das Gegenteil von "Diktatur des Kapitals", wie Du das nennst, was dann wohl sowas wie ein 'basisdemokratisches' Medienprojekt sein soll?

    Dazu noch was: Zum Handeln oder den Äußerungen des 'kapitalistischen Diktators' Jakob Augstein habe ich kein einziges Wort gesagt, kein kritisches und kein affirmatives. Wenn ich mal Lust haben sollte, mich zur Person zu äußern, sage ich Bescheid.

    Ich will mal hoffen, Deine "Diktatur des Kapitals" ist nur eine etwas schiefe Metapher. Schließlich sucht sich das Kapital meist effektivere Verwertungsmöglichkeiten als so'ne poplige 'irgendwie linke' Wochenzeitung.

    Zu dem, was Du wohl mit der Metapher meinst, habe ich (als meisterfalk, seelig, damals) eine Sentenz geäußert, die dann sogar als 'Perle' geadelt wurde: "Wer keine warenförmigen Brötchen essen will, muss unter den gegegeben Umständen verhungern." Oder eine subsistenzwirtschaftliche Bäckerei-Genossenschaft gründen...

    Der 'Freitag' ist kein Ort zum Träumen von einem linken Idealparadies, und er war es auch nie, auch vor 2009 nicht. Der Freitag ist eine Zeitung. Mehr nicht und nicht weniger. Ich bin Abonnent und blogge auf der dazugehörigen Platform. Wenn ich träumen will, lege ich mich in mein Bett. Und wenn ich im Kollektiv träumen will, lasse ich noch jemanden mit hinein.
    DandelionWine schrieb am 15.01.2012 um 20:09
    Ich sehe aus der Sternchenanzahl bei Christians und meinem Kommentaren, dass es mehr als ein Mensch war, der die Kommentare abgewertet hat. Ich habe runter und rauf nicht genau verfolgt, daher kann ich jetzt nicht ausrechnen, wie viel es waren... aber zwei auf jeden Fall. Mindestens. Und ich vermute mal, dass Goedsak zu den Abwertern nicht gehört. Also zwei uns unbekannte Helden.

    Können die Abwerter bitte ihre Meinung äußern und argumentieren oder können sie nur reflexartig auf die Buttons klicken? Wem die Finger so sehr jucken... na ja, ich werde jetzt keine Vorschläge machen, was damit anzufangen wäre, um die Moderation nicht in Verlegung zu bringen.
    Uwe Theel schrieb am 15.01.2012 um 22:07
    @ goedzak schrieb am 15.01.2012 um 19:46

    "Der Freitag ist eine Zeitung. Mehr nicht und nicht weniger. Ich bin Abonnent und blogge auf der dazugehörigen Platform. Wenn ich träumen will, lege ich mich in mein Bett. Und wenn ich im Kollektiv träumen will, lasse ich noch jemanden mit hinein."

    Ok Goedzak,

    wenn das so ist, dann behellige andere nicht mit Deinen "Traumdeutungen" ihrer Träume.

    Ein mögliches Kollektiv, dass Du mit Invektiven wie "Clowns und Clowninnen", "Besserwisser, Bürokraten, Vereinsmeier und Utopisten" belegst kann Deines ja nicht sein. Ein Grund mehr hier den Mund zu halten, jedenfalls, wenn Du redest, wie Du das gerade tust.

    Die Kälte und Arroganz und Ichbezogenheit, die insbesondere Dein letzter Kommentar ausströmt ist erschreckend, aber diese Einschätzung von mir wird Dir gerade so egal sein, wie das was Du da ablehnen zu müssen glaubst.

    Aber ich kann mindestens so gut in Küchenpsychologie wie Du. Also:

    Möglicherweise fühlst Du Dich ja als Hüter der Zeitung, mir kommst Du aber nur vor wie der Übervater, der irrelaufenden Kinderchen vor dem Schaden die diese angeblich nehmen könnten angeblich zu bewahren sucht, indem er sagt, was das Interesse der Erwachsenen sei, um nur von diesen Schaden abzuwehren.
    Fro schrieb am 16.01.2012 um 00:23
    @Christian, Goedzak, all

    „Wir müssen reden“ ist nicht gescheitert – da ist nur die anfängliche Dringlichkeit raus – einerseits, weil all die Unzufriedenheiten und Wünsche geschrieben sind, und sich vieles in der Diskussion aufgelöst hat, andererseits weil die Moderation und JA da konstruktiv drauf eingegangen sind. Dazu gehört ja auch das aktuelle Gesprächsangebot. Ist ja noch nicht zu Ende der Prozess des Austausches.
    Was da noch zu besprechen wäre, müsste man mal zusammentragen.
    Problem (allerdings kein großes) ist, dass der kluge WMR-Output der FC auf zig Blogs verteilt ist (keine Liste erstellt wurde!) und man nun noch einmal die Frage stellen muss: Was fehlt? Was könnte man besser machen? – Wie könnte das aussehen?
    Es darf dabei nicht darum gehen irgendetwas oder irgendjemanden in Richtung und Inhalt bestimmen zu wollen oder vom anderen irgend etwas zu verlangen. Es geht um IdeenAustausch und Austausch von Wünschen - Freitags-Optimierung zum Gefallen aller Beteiligten – Leser, Schreiber, und Besitzer. Und das locker, visionär. konstruktiv. Wäre schade, wenn das Projekt „Freitag“ dabei stehen bliebe, einfach nur eine normale Zeitung mit einer normalen Community zu sein.

    Die Rehabilitierung und Wiederaufnahme Rahabs in die FC muss natürlich auf die Tagesordnung – für mich das einzige „Muss-Thema“.
    ChristianBerlin schrieb am 16.01.2012 um 01:59
    @goedzak

    Lieber goedzak,

    danke für die Antwort. Nur eine knappe Erwiderung zur Klarstellung:

    Nicht so deutlich wahrgenommen, scheint mir, hast Du meine Vorschläge, was sowohl in der Com als auch (!) in der Redaktion getan werden könnte, um weiterzukommen.

    Doch, doch - oder hab ich was übersehen?

    Jedenfalls sind die Vorschläge nicht schlecht, aber die reichen erstens nicht aus und zweitens glaub ich nicht dran, dass sie umgesetzt werden, nur weil Du das hier geschrieben hast. Da wäre noch ein bisschen Überzeugungsarbeit zu leisten.

    Mit Listen, Wahlen, Gremien, einer Art Stellvertreter-Demokratie, meine feste Überzeugung, ist gar nichts zu erreichen, schon gar nicht das Gegenteil von "Diktatur des Kapitals"

    So ist es.

    Hab ich etwa sowas vorgeschlagen? Da wäre ich ja dümmer, als die Communarden-Polizei erlaubt.

    Wir haben aus meiner Sicht nur zwei Argumente:

    Unser geistiges Kapital, das wir im Reden in vernünftige Argumente ummünzen können

    Unsere Entschlossenheit, durch die wir dem Geld von Augstein im Dissensfall auch unser Fersengeld entgegensetzen können.

    Wie schon ein paar hier gesagt haben: Echte Qualitätsblogger sind eine rare Spezies, nicht jeder ist ein Niggemeier, und Augstein bekommt hier keine Niggemeier hierhergelotst, wenn er mit ihnen so umgeht wie mit Rahab oder auch nur mit den Kritikern der Rahab-Sperre.

    Ich will mal hoffen, Deine "Diktatur des Kapitals" ist nur eine etwas schiefe Metapher. Schließlich sucht sich das Kapital meist effektivere Verwertungsmöglichkeiten als so'ne poplige 'irgendwie linke' Wochenzeitung.

    Erklärt hab ich sie ja. "Das Kapital" ist hier Metapher für den Kapitalisten, eigentlich müsste ich die "Diktatur der Kapitaleigner oder Kapitalisten" sagen, denn ich meine nur den Grundsatz: Die Musik bestimmt, wer sie bezahlt.

    Was Du beschreibst, der Zwang zur ständigen Vermehrung des Kapitals, das könnte ebenfalls - und dann unmetaphorisch - so genannt werden. JA steht scheinbar außerhalb dieses Zwangs, wenn er hier lange Zeit nur Geld verbrennt. Wenn das ein Ende haben soll, muss er die Vorschusslorbeeren wie Journalist des Jahres, Leads-Award, Aufnahme in den öffentlich-rechtlichen Presseklub und den öffentlich-rechtlichen Sonderpreis in handfeste Gewinne ummünzen - dann muss er den Idealen, die er verkündet und seinen Werbeversprechen auch gerecht werden, sonst wendet sich nicht nur der unerwünschte Clown, sondern auch der begehrte Leser wie der engagierte Blogger mit Grausen.

    Bisher sind das nur Einzelfälle, aber wenn die Verantwortlichen sie nicht verstehen lernen, werden sie kein Ende nehmen und irgendwann das Aus bedeuten. Da liegt das Muss - auch unter kapitalistischen Rahmenbedingungen.

    LG Christian

    LG Christian
    koslowski schrieb am 16.01.2012 um 08:40
    @Uwe Theel 22:07

    "Ein Grund mehr hier den Mund zu halten, jedenfalls, wenn Du redest, wie Du das gerade tust." - Für diesen Satz, Herr Theel, sollten Sie goedzak ganz schnell um Entschuldigung bitten.
    Uwe Theel schrieb am 16.01.2012 um 14:25
    koslowski schrieb am 16.01.2012 um 08:40

    ""Ein Grund mehr hier den Mund zu halten, jedenfalls, wenn Du redest, wie Du das gerade tust." - Für diesen Satz, Herr Theel, sollten Sie goedzak ganz schnell um Entschuldigung bitten."

    ... gut, dann auch die Antwort auch öffentlich:

    ich, lieber koslowski kann auf diese Art schon zurückweisen von goedzak als Mitglied einer nicht extistenten Gruppe von "Clowns und Clowninnen, Besserwissern, Bürokraten, Vereinsmeiern und Utopisten" (Goedzak) beschimpft zu werden, die er da wieder besseres Wissen ausgemacht haben will.

    Dass Sie diesem Gedanken Gedanken Goedzaks mit einer Ihrer ersten Stellungnahmen zu "Wir müssen reden!" mindestens Vorschub geleistet haben, sollte gerade Ihnen in diesem Zusammenhang ebenfalls Zurückhaltung auferlegen können.
    koslowski schrieb am 16.01.2012 um 17:25
    Bin schon ruhig, Herr Theel. Nur eins noch: Ihre Empfehlung an goedzak ist eine originelle Interpretation des Slogans "Wir müssen reden". Ich wünsche weiterhin viel Erfolg.
    miauxx schrieb am 16.01.2012 um 20:19
    @ChristianBerlin / goedzak

    >>Mit Listen, Wahlen, Gremien, einer Art Stellvertreter-Demokratie, meine feste Überzeugung, ist gar nichts zu erreichen, schon gar nicht das Gegenteil von "Diktatur des Kapitals"<<

    "So ist es.

    Hab ich etwa sowas vorgeschlagen? Da wäre ich ja dümmer, als die Communarden-Polizei erlaubt."


    Mir ist gänzlich unverständlich, wie man dem Nachtreten von goedzak gegen die, welche sich in einer Organisationsstruktur für WMR versucht haben, noch zustimmen kann, wenn man den Verlauf der Versuche kennt!!??
    Christian, Du kannst ja gerne nochmal feststellen, dass es ursprünglich Deine Idee war, Gesprächsrunden mit Augstein zu eröffnen ... Aber dann?
    Gut, ihr beide wart sozusagen 'Aktivisten der ersten Stunde'. Ihr beide habt dann den weiteren Fortgang nicht mehr aktiv begleitet bzw. kritisiert. Ist auch okay. Es kam von Eurer Seite aber auch nichts mehr dazu. Wenigstens goedzak hat sich damals "offiziell" verabschiedet. Ist auch okay.
    Dass letzen Endes das Fortbestehen und die Qualität der FC hier an "der Front" entschieden wird, ist auch klar. WMR wollte, und will, aber klären, welche Wehwechen es blogger- wie redaktionsseitig gibt. Was kann man optimieren, so dass sich beide gut aufgehoben fühlen?

    Wie sollte das zuwege zu bringen sein?
    Dazu zunächst haben sich eben Leute hier Gedanken gemacht, die sich nun als "Clowns, Listenschreiber, Vereinsmeier ..." titulieren lassen dürfen. Und die obendrein - O-Ton goedzak in einer Replik an U. Theel - auch wohl genau wüßten, warum, wenn sie sich damit angesprochen fühlten!

    Dass die Ambitionen der "Listenschreiber" vielleicht zu hoch schlugen oder als nicht adäquat eingeschätzt werden können ... Mag sein; alles so was kann man vorbringen.
    Sie jetzt allerdings als Negativlinge und gar schädlich für die ganze Aktion hinzustellen, gar auf eine Stufe mit den 'Nörglern von Anbeginn', während man sich selbst eines weiteren Aktionismus enthalten hat, geht eindeutig zu weit!
    Es war auch zu keinem Zeitpunkt erkennbar, dass sich purer Dogmatismus, "Autoritätsfixierung" auf Augstein oder gar eine Befehlshaltung der WMR-"Vereinsmeier" durchzusetzen drohte bzw. den Tenor unter diesen bildete.
    Ach ja, goedzak sieht ja noch welche, die "sachlich blieben". Die Qualitätsunterschiede möge er mal erklären!

    Es gab verschiedene (!) Ideen zur Verbesserung des Verhältnisses FC und dF, die eben verschiedene Leute äußerten. Ziel und Idee der "Listenschreiber und Vereinsmeier" war zunächst, das zusammenzutragen und Methoden zu finden, um daraus ein Gespräch gebündelter Ideen zu ermöglichen. Kurz: Eine Strategie, die quasi hieß: Wie können wir denn reden?

    Also für Kritik und Ideen waren wir - ja, auch ich habe Listen geschrieben - bestimmt nicht verschlossen. Ich möchte auch nicht behaupten, wir hätten alles richtig gemacht, weil wir immerhin was gemacht haben. Ich lasse mir nun aber auch keinen verbalen Arschtritt gefallen, der mir sagt, ich hätte durch "Clownerie und Vereinsmeierei" WMR mehr geschadet als genutzt!

    Klar, wir können auch weiterhin hier und da mal 'ne Gesprächsrunde mit Augstein vereinbaren oder im eigenen Blog hier schreiben, wie wir es uns gerne so vorstellen ... Aber ist das ein "WIR müssen reden" ?

    Man könnte vielleicht auch sagen, WMR, das wird nichts, kann man nie so nebenbei organsieren, wenn es sich doch um eine Netz-Community handelt, deren willige Teile das mal so zum Feierabend versuchen.
    Oder man hätte 'Unmöglichkeit' als Schluß ziehen können. Das jedoch nur, wenn man es auch versucht hat. Allein Besserwisserei, die man dann gar noch fast schadenfroh gegen die wendet, die was versucht haben, war aber noch nie ein guter Berater!
    Uwe Theel schrieb am 16.01.2012 um 22:22
    @koslowski am 16.01.2012 um 17:25

    Lieber Kollege koslowski, wir wissen beide, dass reden und reden nicht notwendig dasselbe ist, wenn auch nur zwei Menschen reden.

    "Wir müssen reden" impliziert das "miteinander reden". Bei Goedzaks Worten hatte ich nicht den Eindruck oder das Verständnis, wer wollte "mit" mir reden wenn er "an mich ran" redete für ein Publikum, dessen Teil ich sicher nicht bin; da darf ich wohl bitten, das mir gegenüber zu unterlassen.
    goedzak schrieb am 18.01.2012 um 12:44
    Uwe Theel, es ist schon bemerkenswert, wie unbedingt Du eine gezielte Diffamierung Deiner Person in meinem Text erblicken willst. Sie steht aber ganz einfach nicht drin! Du selbst sorgst dafür, Dich in den Kreis derer mit Namen einzusortieren, die Konzepte und Methoden vertreten, die hier kritisiert werden.

    Dass Du das so persönlich nimmst, liegt nur daran, das kann ich ja hier mal verraten, dass wir beide uns kürzlich per e-Mail mal deutlich (aber recht sachlich doch, oder?) gesagt haben, was wir voneinander halten. Da tauchten natürlich meinerseits Argumente auf, die Du jetzt hier wiedergefunden hast. Dieses Selbst-Outing ist ganz allein Dein Verdienst.
    goedzak schrieb am 18.01.2012 um 13:00
    @miauxx
    Erstmal dies: Deine Art zu zitieren ist, ähnlich der von UT, recht tendenziös. Oder ihr lest nicht richtig.
    Zum Beispiel die von Euch beiden inkriminierte Clownsmethapher wird jeder, der das Wort in seinem Zusammenhang in meinem Text liest, als (auch) selbst(!)ironisch verstehen.
    Ich schrieb nämlich:"Und dann kommen da ein paar Clowns und Clowninnen, steigen in die Bütt und meinen Wir müssen reden! Ich war ja auch dabei. Schließlich hatte ich schon ein paar Wochen vorher einschlägig rumgemosert. Davon mag ich auch nicht abrücken..." Also, alles klar? Der goedzak hat sich selbst auch als Clown bezeichnet, der Dussel... :)

    Ansonsten, miauxx, meine in diesem Text geäußerten Ansichten und Kritiken dürften für niemanden, schon gar für die 'Aktivisten', also auch Dich nicht, neu gewesen sein. Schon in diesem thread hier (eröffnet noch am 11.11.2011) habe ich Positionen bezogen, die Du hier wiederfinden kannst:
    www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden

    Der einzige Unterschied mag gewesen sein, dass ich da noch optimistischer war. Es gab später weitere Kommentare von mir (und auch Mails!), in denen ich alles schon gesagt hatte.

    Dies noch: Ich hätte mich "'offiziell' verabschiedet"? Dieses Kündigungsschreiben musst Du mir mal zeigen!

    Letzte Bemerkung: Ich habe zwei Gründe für das Scheitern, man könnte auch sagen Verrennen der Initiative angegeben. Der erstgenannte war das Gemaule und Madigmachen, was von der Seite kam. DAS nannte ich unsachlich. Du musst Dir also nicht jede Jacke anziehen.
    Uwe Theel schrieb am 19.01.2012 um 12:53
    @ goedzak schrieb am 18.01.2012 um 12:44

    "(aber recht sachlich doch, oder?)"

    gerade deswegen, lieber Goedzak, war ich so irritiert von Deinem Blogtext (miauxxs Reaktion bestärkt(e) mich dabei).

    Dass Du Dich den Clowns zurechnetest, so what, Du hast vor allen andere so und schlimmer bezeichnet, aberkeinen Namen genannt und die Differenzierung zwischen den (irgendwie rechten) Trollen und irgendwie linken "Besserwissern, Bürokraten, Vereinsmeiern und Utopisten" nicht gezogen alles in eines geschmissen.

    Dass ich mich, damit auch die Intiative WMR!, in der ich mitarbeite, angesprochen fühlte, und mich und die Gruppe solidarisch zu verteidigen suchte, mag ein Outing sein, aber keines der unangenehmen Art, jedenfalls für mich nicht.

    Wenn Du Dinge Kritisieren möchtest, dann tue Dies bitte präzise. Dein Text ist ein Rundumschlag, von dem sich jeder oder niemand betroffen fühlen mag. Ich habe mich betroffen gefühlt.

    Wenn Du sagtest, ich sei keiner von denen. die Du kritisiertest, dann wäre das kein wirklicher Trost, da es nicht um mich oder meine Ansichten geht, sondern um die Beförderung oder nicht Beförderung einer wie auch immer zukünftig gefassten Zusammenarbeit (Verzahnung) zwischen FC und Redaktion.

    Du kritisiertest pauschal, unspezifisch nicht konstruktiv in der Sache, die Du selbst zu begrüßen angibst.

    Dagegen wehrte ich mich, ja auch ohne Auftrag, auch im Namen der Gruppe.

    Das erschien mir ums notwendiger, da die von dir als zu kritisierend vorgetragenen Gedanken, bei genau denen, die Du in Deiner Antwort an Miauxx vom 18.01.2012 um 13:00 Uhr jetzt ein wenig (nur) genauer benannt hast, erst und schon in nur einer bestimmten Richtung propagiert worden waren. Da hättest Du dann von Beginn an genauer erklären und differenzieren sollen, und nicht mir den Vorwurf machen, ich läse nicht genau hin.

    P.S.: Sprachlogisch-semantische Frage: Wie kann ein Selbstouting ein "Verdienst" für den sich selbst outenden, odere wen auch immer sein, bzw. was sollte hier (nicht angebrachte) Ironie bewirken?
    brefcourte schrieb am 15.01.2012 um 22:17
    wer visionen hat soll zum arzt gehen
    Uwe Theel schrieb am 15.01.2012 um 22:37
    "Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, die Holz beschaffen, Werkzeuge vorbereiten, Holz bearbeiten und zusammenfügen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, unendlichen Meer." (A. de Saint-Exupéry)
    GEBE schrieb am 15.01.2012 um 22:44
    brefcourte schrieb am 15.01.2012 um 22:17

    wer visionen hat soll zum arzt gehen

    Einer der schwachsinnigsten Sätze, der Schmidt-Schnauze aus dem Maul gefallen sind.
    h.yuren schrieb am 16.01.2012 um 10:17
    aber, lieber uwe, sehnsucht kann man doch nicht lehren oder? mit worten kann man so manches mehr, als realiter umsetzbar ist.
    Uwe Theel schrieb am 16.01.2012 um 14:11
    @ h.yuren schrieb am 16.01.2012 um 10:17

    Lieber Heller,

    freilich kann man sehnsucht lehren, es kommt nur immer auf die Methode an und da gibt es mehr, als die Schulweisheit so manchen träumen läßt.
    GeroSteiner schrieb am 16.01.2012 um 22:33
    Häufig teilen sich in der Arena der Zukunft Visionen und Illusionen die Ränge.
    born2bmild schrieb am 16.01.2012 um 09:27
    goedzack (andernorts auch ich!), goedsak, goedsack ... goldsack.
    Metamorphose vom Blogger zum Eigner ;-)
    Wir müssen rechtschreiben!
    goedzak schrieb am 18.01.2012 um 11:59
    Hier mal ein paar Hinweise zur richtigen Schreibweise - auch als Eselsbrücke geeignet:



    tlacuache schrieb am 18.01.2012 um 12:37
    WOW, so was nenne ich professionelle Selbstvermarktung.
    Ab wann gibt es die Säckele im Aldi (Ausland besser Wal - Mart) ?
    Da hol' ich mir sofort einen!
    © "Guttäschle"
    Hätte jetzt © Gendermässig noch ein paar andere Namen, aber da gibt es wieder Hartholz von der anderen Fraktion :-(
    born2bmild schrieb am 18.01.2012 um 13:15
    Der goedzak ist ein Wertzak, der auf Grund seiner Wertschätzung im Freitagblog nicht Blogzak, sondern goedzak genannt wird.
    (Nach Wondrazak)
    GeroSteiner schrieb am 16.01.2012 um 20:27
    Gute Blogger schreiben wohl doch viel mehr für andere, wenn sie mehr für sich schreiben - und sie gehen ein hohes Risiko ein: Man wagt etwas zu schreiben und erntet anschließend Zustimmung, Widerspruch, Besserwisserei oder soll sich für Interpretationen des geschriebenen Textes wahlweise rechtfertigen oder in Sack und Asche gehen.
    PS. Am meisten vermisse ich beim Bloggen das Kratzen des Gänsekiels auf Papier.
    Uwe Theel schrieb am 16.01.2012 um 23:10
    Gänsekiel

    Lieber Gero,

    sage nur Du benutzt noch einen solchen, wirklich und regelmäßig?

    Dafür verbeugte ich mich mit Kratzfuß.

    Liebe Grüße
    Uwe

    (Kleiner Hinweis: Man kann die Tastaturanschläge wohl mit Geräuschen unterlegen)
    GeroSteiner schrieb am 17.01.2012 um 00:42
    Lieber Uwe,

    nein, nicht regelmäßig. Nur ab und an. Regelmäßig und hauptsächlich nutze ich einen Pelikan Souverän. Das Papier ist allerdings das gleiche. Manchmal nutze ich einen Bleistift (Faber-Castell 9000) und nur an der Tankstelle einen Kugelschreiber.
    Die Quelle (des Gänsekiels).
    Und ja, Er ist ein guter Kalligraph.
    Uwe Theel schrieb am 17.01.2012 um 11:26
    Lieber Gero,

    auf Wikipedia ist unter

    de.wikipedia.org/wiki/Federkiel

    eine Anleitung, incl. Härtung zur Selbstanfertigung von Schreibkielen abgelegt.

    Schwieriger ist wohl nur noch die Kalligraphie mit dem chinesisch/japanischen Tuschepinsel, senkrecht geführt.

    Liebe Grüße
    Uwe

    P.S.: Ich liebe Druckbleistifte, aber die alten Mittelkurzen für richtige Bleistiftminen, nicht die dünnen Archtiktenstifte.
    GeroSteiner schrieb am 17.01.2012 um 22:31
    Ich habe es nie fertig gebracht, eine Feder zu schneiden.
    - Michel de Montaigne -

    Ich habe nicht mal eine Gänsefeder, die ich nicht schneiden könnte.
    - GeroSteiner -
    paulart schrieb am 17.01.2012 um 17:21
    @ goedzak

    Es ist nicht zu fassen! Also... es ist nicht so einfach, sich immer kurzzufassen (ich bin noch mit gelben Telefonhäuschen und davor Wartenden aufgewachsen). Und so ist der obige Artikel halt etwas länger geraten. Vielleicht auch, weil es der Leerzeilen zu viele gab?

    Aber was dort geschrieben steht, ist zumeist verständlich und übersichtlich dargelegt. Gerne hätte ich ein paar Details mehr erfahren (z.B. wer ist "hier" willkommen? Wer ist hier besonders willkommen? Und wer ist hier so willkommen wie ein fliegender Schuh in Richtung Rednerpult?). "Irgendwie links" ist ja gut und schön, aber brauchen wir nicht auch das Anarchische, das Unangepasste (auch im Links-Sein!) und das Komische? Ich jedenfalls möchte sie nicht missen... die Neuss', die Fincks, die Tucholskys, die Hildebrandts, die Mehrings, die Ringelnatz', die Bronners, die Kreislers und die Pispers'.

    Wir wollen aufmerksam machen. Wir wollen verändern. Wir wollen schreiben.
    Deshalb müssen wir nachdenken. Aber auch vorausdenken!

    goedzak, danke für obige Zeilen!
    goedzak schrieb am 18.01.2012 um 12:34
    "...es ist nicht so einfach, sich immer kurzzufassen..." - Tja, wem sagst du das?! Die Leerzeilen sind sozusagen die Momente des Atemholens einer Plaudertasche. Es liegt eine Abart der Logorrhoe vor: die Blogorrhoe. :)

    Ich will man hoffen, dass in den vielen Zeilen da oben nirgendwo die Ansicht herausgelesen werden kann, dass ich sortieren wollte nach 'willkommen' und 'nicht willkommen'. Es gibt die AGB als 'Verhaltensrichtlinie', das reicht.
    Ich habe eher davor gewarnt, dass z.B. eine wie auch immer genauer, sprich enger gezogene 'links'-Definition als Konsequenz eine Art Gesinnungsbewertung gegenüber den Bloggern zur Folge haben könnte, einfach weil Tendenzformulierung auch Tendenzsicherung bedeutet, sonst wär sie ja völlig überflüssig. Die Verabredung 'irgendwie links' ist so offen und ausreichend definiert/undefiniert, um dieser Falle zu entgehen. Ich selbst, das war mit der hoffentlich selbstironisch verstandenen Bezeichnung 'Betonkommunist' gemeint, habe eine dezidierte Vorstellung vom 'Links'-Sein. Für die Beschreibung meiner persönlichen Positionen verwende ich exaktere Begriffe als 'links'. Das Ausgelutschtsein dieses Wortes wäre für diesen Zweck ein Nachteil. Aber ich will ja auch keinen Freitag stricken, der 100pro meine Weltanschauung wiedergibt!
    Auf der anderen Seite gibt es immer wieder und wohl auch gar nicht so wenige FC-Anmelder, die sich schon selbst als 'nicht-links' bezeichnen. Da sind Provokateure dabei, Leute, die sich offensichtlich gern als wackere Helden in einem 'feindlichen' Umfeld darstellen wollen, andere, die die vglw. ruhige/zivile Forumsatmosphere schätzen oder einfach an bestimmten Themen interessiert sind usw., was weiß ich. Wenn ich es aushalte, mit Mitmenschen, die eine andere Weltanschauung haben als ich, gemeinsam Tram zu fahren, dann werde ich auch hier mit ihnen umgehen können. Nach meiner Beobachtung haben es die Stichler und Provokateure letztlich nie lange hier ausgehalten.
    Und "das Anarchische, das Unangepasste" ist doch kein Gegensatz zum 'irgendwie linken'.
    Free World schrieb am 19.01.2012 um 17:59
    vorweg...

    diese ganze initativen "wir müssen reden", treffen oder was es da im einzelnen geht - keine ahnung. ist mir alles noch fremd.

    ...nur zwei dinge...

    ...das erste ding...

    recht allgemeingültig. ob man schreiben, reden oder singen muss, solo oder im chor - am ende der tätigkeit sollte ein ergebnis stehen, welche vorlage für eine nächste tätigkeit sein sollte. schreiben, lesen oder singen zum zweck die folgetätigkeit zu verhindern ist an sich wenig sinnvoll, es sei denn man will an sich nichts wirklich aus reden, schreiben, singen machen.

    will an sich fragen: was ist das (zwischen-)ziel?

    ...das andere ding...

    irgendwie links. das ist keine zielrichtung, die man ansteuern kann, sondern ein vermuteter punkt der im irgendwie im nebel liegt. irgendwie ist noch nicht einmal zwischenetappe. es ist - bewegt man sich darin - an sich ein art zoo aller möglichen als links zu bezeichenden gattungen von ideen, die man systematisch oder zufällig bestaunen kann. kann man dafür gezielt reden, schreiben, singen? macht das konkret sinn? muss man sich nicht irgendwann, auch wenn das am ende schmerzhaft für alle anderen ist, die lieber im zoo bleiben wollen, für eine richtung links entscheiden? also sozialistisch, sozial demokratisch, sozial ökologisch, sozial liberal statt irgendwie.

    was ist das ziel?
    goedzak schrieb am 19.01.2012 um 19:30
    Anfang 2009, mit dem Eigentümer- und Verlegerwechsel und dem damit verbundenen Relaunch der Wochenzeitung 'Freitag', wurde als eine Neuerung die Online-Community-Platform eingeführt und ein Anspruch formuliert, wie der Zusammenhang von Online und Print sowie Blogger-Community und Redaktion sich weiterentwickeln sollte. Auf die Diskussion darüber, wie es damit jetzt weitergehen könnte, bezieht sich der Text.

    Das Ziel ist ein linkes Medienprodukt 'derFreitag', in dem die genannten Elemente einen im deutschen Medienbetrieb so noch nicht gekannten Zusammenhang bilden.
    Free World schrieb am 19.01.2012 um 20:37
    "Das Ziel ist ein linkes Medienprodukt 'derFreitag', in dem die genannten Elemente einen im deutschen Medienbetrieb so noch nicht gekannten Zusammenhang bilden."

    jaja. aber täusche ich mich oder ist ab 2012 das ziel nicht mehr ein irgendwie linkes, sondern ein links liberales medienprodukt nach vorne zu bringen?
    goedzak
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    Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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