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Das Camp der Parkschützer im Schlossgarten Stuttgart ist geräumt, viele der uralten Bäume, die über Jahrhunderte das Bild des Parks und damit der ganzen Stadt prägten, sind einem Akt der Barbarei zum Opfer gefallen. Das Herz dieser Stadt hat aufgehört zu schlagen.
Nun könnte man meinen, es sei alles gesagt, zu diesem Immobilienprojekt, dass augenzuschmierend zum Bahnhofsbau umgelogen wurde, zu den zusammengemogelten Kosten, zu den unkalkulierbaren Risiken, der Gefährdung des Grundwassers, zu der Farce, die sich „Volksbefragung" nannte und zur Urlaubsvertretung der CDU, die sich grün-rote Landesregierung nennt. Das stimmt soweit auch. Kein Mensch, der halbwegs bei Verstand ist und nicht in wirtschaftlicher Abhängigkeit von den Strukturen der Macht und Geldes steht, die hier Milliarden von Euro in ein sinnloses und feuchtes Grab senken, kann dieses Unterfangen namens Stuttgart 21 befürworten - sollte man meinen.
Doch gibt es sie tatsächlich, gefällige, öffentlich auftretende Unterstützer und Befürworter von S21. Diese braven Bürger haben nun gefühltes Oberwasser, seit die Parkschützer unter tätiger Mithilfe der uniformierten Vertreter der Staatsmacht aus dem Schlossgarten vertrieben wurden.
Liest man nun die zahlreichen, vor Häme triefenden, zum Teil wirklich ekelerregenden Beiträge, bei Facebook und anderswo verfasst von irgendwelchen bürgerlichen Schmierlappen beiderlei Geschlechts, die sich unterstehen sich zu mokieren über „ungewaschene, stinkende“ Parkschützer und die sich zugleich lustig machen über gefällte Bäume, so schreit dies nach einer klaren und ebenso polemischen Antwort:
Die bessere Stadt, die besseren Bürger, das sind Stuttgarts Parkschützer. Sie haben die Moral vollständig auf ihrer Seite und jedes Recht auf Widerstand. Sich dem barbarischen Akt der Zerstörung mutig in den Weg zu stellen, über Monate und Jahre unter großen persönlichen Entbehrungen auszuharren, um so zu versuchen, Lebewesen zu schützen die dies für sich selbst nicht zu tun vermögen, den Versuch zu unternehmen, ein ökologisches und kulturgeschichtliches Erbe zu bewahren - das verdient jeden Respekt. Ein Grund mit diesem Widerstand aufzuhören ist nicht erkennbar, er ist solange legitim wie die Zerstörung voranschreitet, sogar dann noch, wenn diese vollständig ins Werk gesetzt ist.
Dieses Projekt hat keinen Frieden verdient. All jene, die gegen die Zerstörung aufstehen, verkörpern das Beste, was unser Land an Bürgern aufzubieten hat. Im Gegensatz dazu zeigen all jene, die diesen selbstlosen Einsatz der Parkschützer verächtlich machen und verhöhnen genau jene, typisch deutsche Fratze derentwegen man unser Land eigentlich nicht wirklich mögen kann. Wenn man dies doch vermag, so ist es eben jenen zu verdanken, die den selbstlosen Kampf um jeden Baum weiterkämpfen. Die Befürworterseite hingegen hat nur geistigen und moralischen Unrat im Angebot.
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@Wolfgang van Deuverden
Danke für den engagierten Meinungsbericht |
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Ich weiß nicht, wie viele von denen, die für den Umbau gestimmt haben, inzwischen ihr Votum bereuen.
Der kleinbürgerliche Gestank, der jetzt von Befürwortern des S21 Projekts verbreitet wird, zeigt die Beschränktheit der von Merkel u.a. herbeigeredeten Innovationskraft der Republik. Sie ist mehr Rückbesinnung auf die dumpfesten Gefühlswallungen von Spießbürgern, deren einzige schöpferische Kraft das Zubetonieren, das Einkaufszentrum und die Friedhofsruhe ist. |
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Da sind sie wieder, die "moralisch Überlegenen". Die 'eigentlich' immer recht haben. Die ihre Meinung anderen unbedingt aufzwängen wollen. Die Partei, die immer recht hat, vielleicht aber auch der allseits überlegene "Herrenmensch". Die genaue Ausprägung des Wahns ist dabei irrelevant, wenn eine "gefühlte Mehrheit" glaubt, sich über Recht und Gesetz genauso hinwegsetzen zu können wie über die tatsächlichen Mehrheiten.
Ein solcher Menschenschlag richtete schon einmal zu viel Schaden an. Leute, die Mehrheiten nicht akzeptieren. Spießer im Herzen, die sich selbst als "progressiv" oder gar - heute sehr hip - "intellektuell" ansehen, aber letztendlich doch nur verbitterte Kleingeister sind. |
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Da sind sie wieder, die "moralisch Überlegenen". Die 'eigentlich' immer recht haben. Die ihre Meinung anderen unbedingt aufzwängen wollen. Die Partei, die immer recht hat, vielleicht aber auch der allseits überlegene "Herrenmensch". Die genaue Ausprägung des Wahns ist dabei irrelevant, wenn eine "gefühlte Mehrheit" glaubt, sich über Recht und Gesetz genauso hinwegsetzen zu können wie über die tatsächlichen Mehrheiten.
Ein solcher Menschenschlag richtete schon einmal zu viel Schaden an. Leute, die Mehrheiten nicht akzeptieren. Spießer im Herzen, die sich selbst als "progressiv" oder gar - heute sehr hip - "intellektuell" ansehen, aber letztendlich doch nur verbitterte Kleingeister sind. |
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Na, mit dem Pseudonym "lieber frei als links" stehen sie der Kategorie "Herrenmensch" wohl deutlich näher als ich. Oder bzw. der Kategorie "Dummschwätzer" - wenn ich lese, was sie da so an Schwachsinn verzapfen.
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@ lieber "frei" als "links"
Schön, wie Sie schon in Ihrer Namenswahl kundtun, dass Sie der Ansicht sind, unter den Nazis habe Freiheit geherrscht. Denn: unfrei ist man ja nur unter Linken. Oder wie der noch deutlichere Slogan Ihrer Mitstreiter korrekt bekundete: Lieber tot als tot. Und dieser Wunsch wurde unter den Nazis ja auch gerne und reichlich erfüllt. Und der Tod ist ja nun die wahre Freiheit, nicht wahr? Und nun zu Ihren weiteren Projektionen. Die Parkschützer und der Stuttgarter Widerstand haben - zumindest in ihrer überwiegenden Mehrheit - das Ergebnis der Volksabstimmung intern und öffentlich akzeptiert - was sich schon allein daraus ergibt, dass sie ziemlich frustriert darüber sind. Wie aber sollten sie darüber frustriert sein, wenn sie das Ergebnis gar nicht akzeptieren? Oder zumindest zur Kenntnis nehmen? Wer das Ergebnis der Volksabstimmung nicht akzeptiert und darüber hinaus die Verfassung missachtet bzw. bereitwillig bricht, sind Sie und Ihresgleichen. Bis hin zu Kretschmapp. Abgestimmt wurde nämlich präzise darüber, ob man für oder gegen ein Gesetz sei, das die Landesregierung gezwungen hätte, aus der Mit-Misch-Finanzierung von S21 auszusteigen. Dass die Mehrheit in Baden-Württemberg diesen Ausstieg aus der Finanzierung nicht will, ist schmerzlich, aber von den Gegnern längst akzeptiert - sieht man einmal davon ab, dass wir die vermutlich verfassungswidrige Mischfinanzierung weiterhin infrage stellen, solange da keine verfassungsgerichtliche Überprüfung stattgefunden hat. Was nicht geht, ist, dass nun Sie und andere hergehen und plötzlich behaupten, es sei über die Verwirklichung von S21 abgestimmt worden. Das ist weder der Fall noch verfassungsrechtlich möglich. Wer es trotzdem behauptet lügt, gesteht, die Wähler getäuscht zu haben und mit diesem Trick die Verfassung gebrochen zu haben. So sieht's aus. Und der Schuh voller Hundekacke, mit dem Sie nach den Parkschützern werfen ist und bleibt Ihr Schuh. Egal, wohin Sie ihn werfen. |
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Fehkerkorrektur:
"Lieber tot als tot" klingt zwar toll, gemeint war aber "Lieber tot als rot". |
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schrieb am
23.02.2012 um 14:25
Unter Herrenmenschen kann es keine Freiheit geben. Nur ein Dummschwätzer würde anderes unterstellen.
À propos "Schwachsinn verzapfen": wie schwachsinnig ist es eigentlich, in einem komplexen Prozess wie dem um S21 irgend einer Gruppe vollständig die Seite der Moral zuzuschreiben? Und dann auch noch ausgerechnet der Seite, die Molotowcocktails baut? |
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Leider bauen sie noch keine Mollis.
Wäre aber gerne bereit, ihnen zu zeigen, wie das geht. Als freier Linker natürlich. |
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schrieb am
23.02.2012 um 14:51
Da kämen Sie zu spät, Herr von Grote. Bereits am 13. Januar diesen Jahres stellte die Polizei einen funktionierenden Molotowcocktail im Büro der sogenannten Parkschützer sicher.
Aber gut zu wissen, dass Sie als freier Linker sich mit dem Bau solcher Waffen auskennen. Sie bestätigen damit meine These über die Seite der Moral. Besten Dank dafür. |
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Tja, that's life
oder c'est la vie. Hoffe mal ich treibe sie jetzt nicht in den rechten Wahnsinn, wenn ich Ihnen sage, dass ich diese Dinger schon mit 16 gebaut habe und auch geworfen. In Paris im Mai. Ist wie Radfahren. Verlernt man auch nicht. Dafür bin ich auch nie mit einer wehenden Reichskriegsflagge zu einem Onkelz-Konzert gefahren. Hat doch auch was, oder? |
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schrieb am
23.02.2012 um 15:26
Wenn Sie glauben, Sie stünden noch auf der Seite der Moral, wenn Sie in einem freien, demokratischen Land mit Waffen auf Menschen losgehen und / oder fremder Leute Eigentum zerstören, so ist das Ihre Sache, oder vielmehr: Ihre Wahnvorstellung.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich derartige Methoden natürlich strikt ablehne. Ansonsten werden Sie mich nicht dazu bringen, den rechten Mob vor dem linken zu verteidigen. |
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Tja,
was ist schon Moral? Wenn es nach Ihnen ginge, dann hätte es weder in Ägypten, noch in Tunesien, Lybien und Syrien Aufstände gegeben. Die Liste wäre endlos lang. Meine Devise: Ein Volk, das sich nicht wehrt, ist nichts wert. Jetzt tief durchatmen, bevor Sie antworten. Nicht hyperventilieren. |
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schrieb am
23.02.2012 um 16:14
Sie stellen also die blutigen Diktaturen von Ägypten, Tunesien etc. mit der französischen Demokratie gleich?
Noch so eine typische Fehlwahrnehmung politischer Extremisten. Die Formulierung ist gezielt gewählt, denn in Bezug auf Fehlwahrnehmung schenken sich linke und rechte kaum etwas. Da lohnt sich nicht mal das Luft anhalten, geschweige denn das Hyperventilieren. Es entlockt einzig und allein ein gelangweiltes Gähnen. P.S.: Schon mal den Satz "Ein Volk, das sich nicht wehrt, ist nichts wert" gegoogelt? Man kommt auf viele Einträge einer - wie ich glaube - Musikgruppe "Nordfront". Hört sich in meinen Ohren ziemlich rechtsextremistisch an. |
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1. Diese Durchsuchung fand am 13. Februar statt.
2. Ein Molotow Cocktail wurde dabei nicht gefunden, sondern Benzinkanister, deren anderweitige Bestimmung hinreichend geklärt wurde. 3. Die kolportierte Behauptung, die Durchsuchung habe stattgefunden, weil man andernorts einen Molotow Cocktail gefunden habe, wurde - nach meiner Kenntnis - nie bestätigt/ belegt. Fazit: Sie lügen so dreist, wie man es von Ihresgleichen gewohnt ist und machen dabei auch noch, wie man es von Ihresgleichen gewohnt ist, dümmste Fehler. Und bestätigen damit zum wiederholten Mal, was schon im Beitrag angedeutet wurde. |
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schrieb am
23.02.2012 um 16:45
Fakt ist, dass der verhaftete Parkschützer selbst vom Bau von Molotowcocktails sprach. Fakt ist ebenfalls, dass genügend Treibstoff bei den Parkschützern gefunden wurde. Vier Kanister sind schließlich keine Kleinigkeit.
Aber in der linken Szene ist das vielleicht ja auch völlig normal. Im übrigen müssen Sie mir nichts unterstellen, um sich dann über Ihre eigene Unterstellung zu empören. Das ist Kindergarten. |
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Ich kann nix dafür, wenn irgendwelche Rechtsextremisten sich unsere Sprüche klauen.
Ich sage bewußt "unsere". Sie klauen ja auch. Freiheit, statt Sozialismus skandierte Geissler mal als Parteibullterrier. Jetzt ist er moderater. Hat dazu gelernt. Sollten Sie auch, denn nicht überall, wo Demokratie drauf steht, ist auch Demokratie drin. Bei uns ist langsam nicht mehr viel in der demokratischen Flasche. Irgendwann ist Flasche leer. Was das hochgejubelte Frankreich 68 anging, das war nicht gerade das demokratische Paradies. Da war noch Le Géneral dran. der war quasi so ein lupenreiner Demokrat, wie es Putin angeblich sein sollte. Da sind wir aufgewachsen,als die OAS ständig versuchte ihn endlich wegzubomben. Die waren auch nicht gerade Demokraten. Aber teilweise hatte die Bevölkerung Verständnis für sie Und der Mai 68 war nicht nur eine Studentenrevolte. Auch wir Schüler waren dabei, denn unser Schulsystem sollte ach eingeengt werden. Danach schlossen sich sogar die Arbeiter an. Was wir in Deutschland nie schafften. Und wir standen nicht irgendwelchen Schupos gegenüber, wie in Berlin. Sondern der CRS. Einer Spezialeinheit. Offiziell eine Polizeieinheit, aber dem Verteidigungsministerium unterstellt. Die waren in ihren Mitteln nicht sehr zimperlich. Da herrschte Krieg auf den Strassen. Wir haben für etwas gekämpft, was wir für richtig hielten. Wir haben für unsere Rechte gekämpft. Und nichts anderes geschieht zur Zeit in Stuttgart. da geht sogar die Oma auf die Strasse. Sollte man mal drüber nachdenken. Das sind keine Chaoten. die nur Krawall machen wollen, wie es leider manchmal passiert. |
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schrieb am
23.02.2012 um 17:29
In Stuttgart wird ein Bahnhof gebaut. Daran geht die Welt nicht unter.
Wer unbedingt mehr darin sehen möchte, der überschätzt dieses Infrastrukturprojekt völlig. Wobei die künstliche Überhöhung natürlich auch einem Zweck dient: Höhere und vorgeblich hehre Ziele bewegen mehr Menschen. Dazu passt auch die im Eingangsbeitrag aufgestellte Behauptung, das Herz dieser Stadt habe aufgehört zu schlagen. Obwohl, wer so etwas schreibt, der hat es mit der Überhöhung schon übertrieben und gibt sich der Lächerlichkeit preis. |
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höhere und vorgeblich hehre Ziele wie die Freiheit werden sooft einfach zur Provokation missbraucht.
Es ist wirklich ein Jammer. Offensichtlich ist die Freiheit selber als Begriff unfrei, denn jeder Bert kann sie der Spucke in seinem Mund gleichmachen um diese dann jemandem anderes ins Gesicht zu spucken, den dann mit erhobenem Zeigefinger darauf hinweisen das er jetzt ja nicht zu grollen habe, denn es sei ja immerhin die Freiheit gewesen, die ihm ins Gesicht gespuckt ward. Au Backe, probier das mal mit mir in echt, Bürschchen :) |
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schrieb am
23.02.2012 um 18:20
Die Freiheit provoziert und provozierte schon immer all jene, die von einer wahrlich pluralistischen Gesellschaft überfordert werden.
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das wirklich dumme an rechts und links Ausrichtungen ist ja, das sie jeweils zum Gegenteil werden wenn sie von der anderen Seite betrachtet werden.
Es ist durch den Drang bloß nicht linkszudrehen auch sichergestellt das in rechter Richtung gedreht wird. Das wiederum garantiert mir das von hinten gesehn, ihr Arsch doch linksdrehend sein wird. Einen schönen Tach noch, und danke für das Amusement. greetings from the pit abghoul |
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schrieb am
23.02.2012 um 18:57
In einem gebe ich Ihnen durchaus recht: Die extreme Rechte und die extreme Linke sind offenbar kaum zu unterscheiden, benutzen sie - wie wir heute so schön lernen durften - sogar die selben Slogans.
So erklärt sich auch Ihre ausgeprägte rechts-links-Verwirrung. Es freut mich, Ihnen Amusement bereitet zu haben. "Please come again." (Apu Nahasapeemapetilon) |
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Lieber frei als links,
Nein! ich drücke Sie nicht in die Nazi-Ecke. Aber Ihr Ansatz ist falsch. Sie Sind nicht frei. Sie sind angepasst. Warum? Darüber würde ich mal nachdenken. |
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schrieb am
23.02.2012 um 19:11
Jetzt werden Sie persönlich. Warum nur?
Ich bin, wie ich bin. Was Sie davon halten - oder wie Sie es interpretieren - interessiert mich nicht. Übrigens ist Ihr Spruch "Ein Volk, das sich nicht wehrt, ist nichts wert." ganz klar rechtslastig. Jedenfalls waren mir Slogans, die sinngemäß von "wertlosen Völkern" handeln, bisher nur aus der dunkelkackbraunen Ecke bekannt. Aber da lasse ich mich gern eines besseren belehren. |
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Also persönlich sind Sie geworden :-)
Ich treibe mich auch nicht wie Sie offenbar auf brauenen Seiten herum. Insoweit können Sie es sich ersparen, zu versuchen, mir irgendeine braune Kacke ans Bein zu schmieren. So läuft das nicht. ich sagte doch schon, ich dränge sie nicht in die Nazi-Ecke. Aber sie sind ein angepasster Spießer. Sozusagen ein teutonischer Vorgartenzwerg mit Michelmütze. Wollte gerade noch EAV zu Gartenzwergen einspielen, aber das wäre dann wohl zuviel. |
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![]() Freiheit den teutonischen Gartenzwergen! |
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schrieb am
23.02.2012 um 20:49
LOL, der ist klasse. Zielt der auf den Südflügel?
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schrieb am
23.02.2012 um 20:57
Auch ich treibe mich nicht auf braunen Seiten herum, selbst wenn Sie mir das unterstellen wollen.
Allerdings wird man über das öffentlich rechtliche TV permanent über die Zeit aufgeklärt, um genug mit zu bekommen. Spiesser? "Pappa, wemnn ich gross bin möchte ich auch Spiesser sein". In diesem Sinn viel Spass noch im Bauwagen. |
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schrieb am
23.02.2012 um 23:02
Wie Sie darauf kommen, dass jemand, der die Freiheit linkem Dogmatismus vorzieht, ein "Herrenmensch" sein soll, wird wohl auf immer Ihr Geheimnis bleiben - festzustellen ist, dass Sie mit Ihrer Rabulistik nichts als Spiegelfechterei betreiben. Typisch für Dogmatiker ist es, wenn statt sachlicher Argumentation persönliche Attacken gefahren werden ("Dummschwätzer").
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schrieb am
23.02.2012 um 23:03
"Schön, wie Sie schon in Ihrer Namenswahl kundtun, dass Sie der Ansicht sind, unter den Nazis habe Freiheit geherrscht."
Netter Versuch, aber Sie sollten noch einmal den von Ihnen bemäkelten Text richtig lesen, bevor Sie derartig absonderliche Schlussfolgerungen ziehen. |
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schrieb am
24.02.2012 um 19:49
@georg von grote schrieb am 23.02.2012 15:48h
EIN volk? welches genau, das linke? und wie wehrt es sich gegen WEN? vergleichen sie ernsthaft die diktatorischen machtmisbräuche in den von ihnen aufgezählten ländern mit den vorgängen rund um das bauvorhaben in stuttgart, oder galt der satz eher allgemein - so grundpolitisch? was halten sie von einem volk, das sich nicht wehret, sondern mitgestaltet? oder ist eine solche denkweise nicht möglich - oder nur in einem anderen gesellschaftssystem als dem hiesigen? entsteht der wunsch sich zu wehren aus der ohnmacht im etablierten machtgefüge? in welchem system wäre die ohnmacht an etablierten machtstrukturen ernsthaft teilzuhaben denn geringer als im 'demokratischen kapitalismus'? |
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Diese "lieber nazi als links" Type ist 1.) unfassbar hirnlos und lügt 2.) das Blaue vom Himmel herunter. Damit erfüllt er die von mir zuvor angedeuteten Anforderungen an einen S21 - Unterstützer vollumfänglich.
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schrieb am
23.02.2012 um 17:00
Der linke Wertekanon, ein Zwischenergebnis:
1. Wer nicht links ist, ist Nazi. 2. Wer für Freiheit ist, ist sowieso Nazi. 3. Wer nicht meiner Meinung ist, der lügt und ist unfassbar hirnlos. 4. Nazi und S21-Befürworter ist ungefähr das selbe. Na, wer könnte da noch behaupten, die politische Linke habe keinen intellektuellen Tiefgang! |
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Der S21 - Wertekanon, ein Zwischenergebnis:
1. ich behaupte Dinge, die andere nie gesagt haben 2. ich mißbrauche den Begriff Freiheit wo ich kann 3. ich diffamiere politische Gegner wo ich kann 3. ich erfinde Fakten und verkaufe sie als Tatsachen Na, wer könnte da noch behaupten, die S21 Befürworter hätten intellektuellen Tiefgang. Sie sind nur geübte Lügner. |
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Der S21 - Wertekanon, ein Zwischenergebnis:
1. ich behaupte Dinge, die andere nie gesagt haben 2. ich mißbrauche den Begriff Freiheit wo ich kann 3. ich diffamiere politische Gegner wo ich kann 4. ich erfinde Fakten und verkaufe sie als Tatsachen Na, wer könnte da noch behaupten, die S21 Befürworter hätten intellektuellen Tiefgang. Sie sind nur geübte Lügner. |
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schrieb am
23.02.2012 um 18:53
Also wenn das mal keine überlegte, überzeugende Argumentation ist. Lassen Sie mich gerade einmal die Probe auf's Exempel machen:
1. ich behaupte Dinge, die andere nie gesagt haben Wie zum Beispiel hier: "mit dem Pseudonym "lieber frei als links" stehen sie der Kategorie "Herrenmensch" wohl deutlich näher als ich."? 2. ich mißbrauche den Begriff Freiheit wo ich kann So wie dort: "Diese "lieber nazi als links" Type ist.."? 3. ich diffamiere politische Gegner wo ich kann Meinen Sie diesen Satz: "Die Befürworterseite hingegen hat nur geistigen und moralischen Unrat im Angebot. "? 4. ich erfinde Fakten und verkaufe sie als Tatsachen Meinten Sie das da: "Die bessere Stadt, die besseren Bürger, das sind Stuttgarts Parkschützer."? Übrigens: Ich gehe davon aus, dass Sie kein Naturwissenschaftler sind. Sonst wäre Ihnen bekannt, dass einer 3 die 4 folgt. |
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@lieber frei als links.
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"lieber frei als links" Wie ich euch scheiß Korinthenkacker liebe: "Übrigens: Ich gehe davon aus, dass Sie kein Naturwissenschaftler sind. Sonst wäre Ihnen bekannt, dass einer 3 die 4 folgt" - pass auf, du HandtuchaufdieLiegeLeger, ich habe das bereits unmittelbar selbst korrigiert, aber der Satz steht exemplarisch für alles, was mir an euch so richtig auf den Sack geht, darum nochmal in Klartext:
1.) Da wird kein Bahnhof gebaut. Jeder, der intellektuell knapp über der Debilitätsgrenze operiert, weiß das. Da wird ein Immobilienprojekt realisiert, das einigen wenigen Profiteuren den Sack vollmacht. Dafür ist der Bahnhof das Pontemkinsche Dorf. Für die Doofen. Die Lügner wissen das natürlich. Was du bist, kannst du dir aussuchen. 2.) Jeder, der dagegen ist hat daher jedes Recht auf seiner Seite. 3.) An der Sache ist nichts, Null Komma Nix, "demokratisch legitimiert" - bis hin zur "Volksabstimmungs-Farce". Und jetzt: Leg dich gehackt, mit dir verschwende ich keine Zeit mehr. Ende der Ansage. |
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schrieb am
23.02.2012 um 20:43
Ach. Da wird gar kein Bahnhof gebaut? Was dann? Eine Spätzlesstube?
Und dann werden da einfach Immobilien gebaut? Mitten in der Innenstadt? Na, das ist mal doppelt skandalös. Wo da doch eigentlich Rübenäcker hin gehören, wie in jeder ordentlichen Großstadt. Und dann der nächste Skandal. Mit Immobilien wird Geld verdient. Da halte ich es mit Winston Churchill. socialists think, profits are evil. I think, deficits are evil. Frei zitiert. Aber gut, vielleicht findet man auch Gleiswüsten klasse, hauptsache niemand verdient etwas und alle bleiben arm. Übrigens haben Sie eine seltsame Rechtsauffassung, die nur von Ihren Parteigängern geteilt wird. Zum Glück für unsere Demokratie sonst von niemandem. Ihre Schlussfolgerung über demokratische Legitimierung dürfte auf Ihrem Rechtsverständnis begründet sein und fügt sich sachlogisch ein, auch wenn sie mit der Realität nichts zu tun hat. Ich wünsche Ihnen einen geruhsamen Abend. |
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Herrlich, herrlich, Herr (?) .."lieber frei als links".. selten so gelacht wie über diesen köstlichen Streit hier.
Die unfreiwillige Komik ist immer noch die beste. P.S. Ich gestehe, dass es mir vollkommen egal ist, ob in "Schtugertt" der Untergrund-Bahnhof gebaut wird oder nicht, denke aber, dass sich in 10 Jahren der alte Spruch wieder einmal bewahrheitet hat, er da heisst: "Jede Neuerung wird zuerst belächelt, dann bekämpft und schliesslich wie selbstverständlich genutzt". ...und auch der jugendliche Molotococktailschmeißer von Paris von einst wird dann als Tapergreis mit oder ohne Pampers bei der Durchfahrt vorm Stuttgarter Bahnhof nicht aussteigen, sondern höchstens leise murmeln:"das war doch mal was...ich komm bloß nicht drauf".. |
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akunos,
keine Sorge. Wird nicht passieren :-) |
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schrieb am
23.02.2012 um 21:18
Danke, werte(r) akunos,
Auch ich habe mich amüsiert... |
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@Wolfgang van Deuverden
Verabsolutierte man die Aussage ihres Artikels, müßte man gegen Urbanisierung an sich sein. Alle Vorwürfe, die Sie gegen S21 hervorbringen, ließen sich auf fast jedes größere Neubauprojekt in eigentlich jeder Stadt anwenden. |
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@miauxx: das ist ein interessanter gedanklicher Ansatz, der auch in die richtige Richtung geht. In der Tat zeigt die Art, wie Großprojekte beschlossen und durchgeführt werden viel von unserer "Demokratie". Hier müssen künftig ganz andere Wege und Verfahrensweisen zum Einsatz kommen und die Rechte der Bürger gegenüber dem Kapital wesentlich zu stärken.
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Gedanken zu diesem Thread...
@ van Deuverden: An Ihrer Einschätzung, dass in Deutschland erhebliche demokratische Defizite bestehen, ist viel dran. Ob Sie persönlich allerdings auch trotz dieser Defizite gewillt sind, im Rahmen des derzeit gültigen Rechts verbindlich gefasste Entscheidungen letztendlich zu akzeptieren, oder sich "jedes Recht auf Widerstand" herausnehmen, müssen Sie selbst wissen. Man kann statt "Arme Bäume" auch "arme Kinder" rufen und sich vor Abtreibungskliniken festketten... Es ist (psychologisch gesehen) recht nah beieinander. Allerdings gibt es in der Tat einen Punkt, wo das eigene Gefühl gegenüber einer erlebenshaft als falsch empfundenen demokratischen Entscheidungs obsiegt. Und diesem Punkt muss man nachgehen. Es fehlt der Deutschen Demokratie in der Tat an Taktgefühl und einem Schuss Romantik. Die Stuttgarter Demonstranten sind durchaus zukunftsweisend. Die uns aufgezwungenen anglo-amerikanischen Formen, in denen "Demokratie" allzu leicht synomym wird mit der "Herrschaft der Geldes": Sie liegen uns in nicht! Auch dafür scheinen Sie ein gutes Gefühl zu haben. Und hierin liegt die tiefere Bedeutung. Es geht nicht um den Bahnhof, es geht um die eigene kulturelle Seele. Und die ist - in Deutschland - seit den Cheruskern in der Tat sehr eng mit Baum- und Waldmotiven verknüpft. Die Auseinandersetzung vor dem Bahnhof und die Symbolik der Bäume steht - das meine ich Ernst und stelle es gerne zur Debatte - tiefenpsychologisch mit dem Fällen der Donareiche, der Schlacht im Teutoburger Wald und der Abwehrschlacht im Hürtgenwald in einer Reihe (auch wenn es an der politischen Oberfläche natürlich jeweils um etwas anderes ging). @ von Grote: Ihre stilvoll-augenzwinkernde, aber auch mollig-rauhbauzige Art hat Zukunft. Auch wenn es Sie ärgern mag: SO sind wir. ;) @ lieberfreialslinks: Bleiben Sie ein Stachel im Fleisch! Sind sind niemand, der in Weißrussland jüdische Mädchen jagen will. Sie sind noch nicht einmal rechts, was Sie schreiben liest sich eher harmonieorientiert und selbstgerechtigkeitskritisch. Zu den Karikaturen von Georg Grosz Auf der anderen Seite: Sehen Sie denn nicht, dass Harmonie in Deutschland nichts mit dem Tao zu tun hat, sondern in der Tat eine Macht- und "Baumfrage" ist? Und "Demokratie" in bestimmten Formen tatsächlich nur eine Zeichenfolge? Es gibt den Staat als (möglichen) perfekten Verbrecher auch im kapitalistischen Gewand. Und es waren eben nicht nur angegraute 68er, die da Demonstrieren, im Grunde stand da die Gesellschaft an sich. Sie demonstrierte gegen oder für etwas ganz anderes. Und jetzt fragen Sie sich doch mal, ob Ihnen das so unsympathisch ist. ;) |
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@Andreas Kuntz: ein wirklich sehr guter Kommentar. Zwei Anmerkungen dazu: mein Beitrag war bewusst als Polemik gedacht. Ich respektiere geltendes Recht, allerdings gebe ich zu bedenken, dass jenes "Recht" allzu oft eben so verfasst ist, dass es den Interessen des Kapitals dient. Es ist, von wenigen immerwährenden Grundsätzen abgesehen, den Strömungen jener Zeiten unterworfen, in denen es beschlossen wurde. Was Herrn "lieber tot als rot" betrifft allerdings glaube ich, dass sie ihn zu milde einschätzen, ich denke er steht wesentlich weiter rechts, als Sie das annehmen.
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Lach Kuntz :-)
Gut gebrüllt Löwe :-) Bevor ich mir überlege, ob ich mich überhaupt ärgern sollte. Wer sind "wir"? :-) |
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"Wir"...
Erbitte kurz Zeit für einen ausführlicheren Antwortversuch. |
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lieber rot als ganz blöd
Ich kann es nicht beleben, habe aber entweder in der Jungen Welt oder in der SZ gelesen: der Bahnhof wurde in dieser Form um 1998 durch Verträge rechtlich festgelegt, daß eine Rücknamen mie hohen Vertragsstrafen verbunden wurde: die Bevölkerung wurde in einer amtlichen Notiz pro forma informiert, und bei einer Landtagswahl sieben oder acht Wochen später war die letzte Chance, das Projekt vernünftig zu stoppen: nur interessierte das vor 15 Jahren keinen, was in 10 Jahren geschehen sollte. Soviel zur "demokratischen Legitimation durch alle Instanzen". Wie in einem anderen Beitrag hier zu lesen: eine hinterlistige, betrügerische, langfristig angelegte Abzocke von einer CDU-bestimmten Regierung, deren Hintermänner sich noch lange sicher im Sattel fühlen durften. |
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gewährt Kuntz :-)
der Hut erinnert mich irgendwie an Kosslick :-) |
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Ein Versuch über das "wir"...
Die Frage ist doch: Was bedeutet "Demokratie" in Deutschland, welche Form muss sie haben, um zu funktionieren - und wer trägt sie? Vorweg: Die gegenwärtige Form der Demokratie in Deutschland liegt uns nicht besonders, auch wenn wir gerne so tun und die Zeichenfolge anbeten. Denn Sie ist eine Herrschaftsform des Geldes, auch wenn sie einigermaßen akzeptable rechtsstaatliche Prinzipien kennt. Mit dem historischen Fernrohr betrachtet stehen wir - wieder in Weimar. Die Fürsten sind gestürzt, aber es herrscht eine von außen gekommene angelsächsische Wirtschaftskultur. Und wir würden da gerne heraus und wissen nicht wie. Denn ein Ausweg ist nicht so leicht sichtbar. Dass es nichts nützt, das Kind mit dem Bade auszuschütten und sich in einem neuen Biedermeider einem einzelnen starken (?) Mann anzuvertrauen (er mag von "Deutscher Kultur" reden soviel er will) - DAS haben wir gelernt. Aber unsere politische Intelligenz ist bis heute hoffnungslos retrospektiv. Und so stehen wir wie der Ochse vorm Berg. Wir leben ja schließlich in einer "Demokratie"... Die Situation des von etwas Fremdem erreicht und und überwältigt worden zu sein ist dem Schicksal der "letzten Paradiese", die in diesen Jahren von der "Zivilisation" erreicht werden so unähnlich nicht. Man muss dem Wort nur auf den Grund gehen: (civis: der Bürger, der Stadtmensch, der Geldmensch...) "Demokratie", das ist ein sehr doppeldeutiges Wort. Es ist zugleich Tarnbegriff (und Wirkinstrument) für ein weltauslutschende Geldherrschaft - und bezeichnet aber auch zugleich das Ziel einer "wirklichen Demokratie", die sich viele Menschen wünschen (und die mit der inhaltlichen Frage, ob man etwa für oder gegen einen Mindestlohn ist erstmal gar nichts zu tun hat). Meine Erfahrung ist, dass hier der "Casus Cnacktus" liegt. Besteht hierüber Einigkeit, sind Auseinandersetzungen in Sachfragen schon fast gelöst. Hierauf bezog sich das "Wir". Meine persönlich Überzeugung ist nun, dass hier in jedem Land ein gewisser Kulturfaktor extrem wichtig ist. Die Formen angelsächsischer Demokratie funktionieren dort, wo sie herkommen (und selbst das ist fraglich). Bei uns persistieren sie vielleicht, aber wir leiden seelisch darunter. (Zu wenig Wald, zu viel Berechnung, zu wenig Nachhaltigkeit, zu viel Raubzug usw.) So hat jedes Land seine EIGENE Form einer Volksherrschaft. Man muss nicht bis nach Afghanistan blicken, um kulturelles Unbehagen zu spüren. In Frankreich - Sie waren dort im Einsatz - hat sie viel mit dem Rausch der Straße, dem Aufstand der Masse, dem Exzess als revolutionäre Feier etc. zu tun. Das mag man gut oder schlecht finden, aber UNSER deutscher Ausweg aus dem Geldimperium (dem wir selbst zur Macht verholfen haben) sieht so nicht aus. Und die wahre internationale Solidarität ist doch eine der individuellen Kulturen und keine der Zwangsangleichung a la EU... Ich glaube, dass es BEI UNS ungefähr in diese Richtung geht: Onlinebasierte Basisdemokratie, aber im Rahmen des geltenden Rechts (für uns Deutsche emotional sehr wichtig). Denken Sie mal an die Erststimmen bei Bundestagswahlen... Da muss man keinen Parteivertreter wählen, der dann in hierar(...)chischen Fraktionen ferngesteuert werden - man kann JEDEN Bürger wählen, ob er in einer Partei ist oder nicht. Wir wählen im selben Seelenzustand Parteien, mit der wir frühen den Kaiser verehrt haben. (nur dass wir die Parteien nicht bewundern können) Parlamentarisch wirksame (!) Basisdemokratie ist ein Baustein eines solchen "Wir", wie mir scheint. Denn auch ein Parteienstaat liegt uns nicht. Schon zu glauben, dass Demokratie etwas damit zu tun hätte, eine Partei anzukreuzen, ist ein Unding. Auch das ist klar sichtbar. Die Verachtung für die Grünen scheint unter den Parkschützern zu wachsen... Siehe van Deuverdens Meinung zur neuen Landesregierung in Stuttgart. Das "Wir", das sind Menschen, die in Deutschland demokratisch zusammenleben wollen, aber weder unter der Herrschaft des Geldes, noch unter leeren Schlagwörtern einer in die Antike oder ins Soziologenseminar schielenden "Demokratie". (Athen wurde nicht "demokratisch", weil sich das die Uni Bielefeld so ausgedacht hat, sondern weil die Händler der Ägäisflotte in der Polis handfest mitreden wollten. In England ist "unsere" Demokratie dann nochmal als Geldherrschaft entstanden...) Man nehme, und ich komme zum Ende, eine wirklich basisdemokratische Überzeugung (die uns selbst bei unterschiedlichen Meinungen in der Sache liegt, solange sie nur legal ist...) , webgestützt, dazu das Erststimmenwahlrecht (das bis zu 50% der Parteivertreter aller Couleur aus dem Bundestag fegen und arretierte Kuchenstücke aus den Forsaumfragen durch kreative Krümel ersetzen kann, stelle sich eine Art politisches Social-Web vor, wo sie vielleicht im Wahlkreis Ihren Hut in den Ring werfen etc., einen Wahlomaten für einzelne Abgeordnete umw... Und mit dem rauhbauzig... Als Vorgeschmack dessen, was ich hier skizziere, ist (noch in der hoffnungslos veralteten Form der Partei) die Piratenpartei entstanden. Und es ist natürlich kein Zufall, dass diese in Stockholm gegründet wurde und nicht in Venedig oder in Palermo... Die Piratenpartei hat etwas sehr "nordisch-diszipliniertes" in sich, was uns ebenfalls sehr liegt - und jetzt kommt das Entscheidende: Sie funktioniert, will sie Erfolg haben, nur als ein Wikingerschiff. Das waren freie Männer, aber nie im Leben hätten die im Sturm unter Deck einen Stuhlkreis gebildet und über den Kurs debattiert. Der Nerd hat als politische Erscheinung keine Zukunft, auch der Heile-Welt-Spießer unter der Regenbogenfahne nicht. Analog zu heute: Was WIR (in UNSERER Demokratie) brauchen, sind - und jetzt zählt jedes Wort - basisdemokratisch verwurzelte (!), thematisch (!) kundige (!) Führungs(!)-Persönlichkeiten (!). Die können eine rauhbauzige-anmaßende Art haben (Helmut Schmidt ist ein gutes Beispiel für das, was ich meine), wobei allein entscheidend ist, dass die Richtung (!) für das Ganze (!) stimmt. Denn in unserem demokratischen Instinkt ist das Ganze souverän, während der Einzelne ihm (bei aller Individualität) dient. Ein System, das dem Einzelnen das Recht gibt, sich auf Kosten aller anderen zu Bereichern, liegt uns in Deutschland zu allerletzt, und das ist worunter wir leiden. Wir können unsere Form einer Basisdemokratie dagegen setzen - nur müssen wir kapieren, dass der Stuhlkreis in der Theorie sehr viel und in der Praxis sehr wenig mit ihrer Form zu tun hat. So in die Richtung... ;) (auch als Debattenanregung gedacht) |
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Zu liebenswürdig... - und Ihr Profilbild erinnert mich an Oswald Spengler! ;)
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Hmmmmmmmmmmmmmm :-)
Schmunzel :-) Welcome to the club, Mr. Kuntz. Denke mal, Sie verzichten über weitere Jubelarien :-) |
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lol
Was meinen Sie mit Jubelarien? |
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Die sind hier manchmal üblich für einen "guten" Kommentar. Gibt auch das Gegenteil. :-)
Wie es ausieht, werden sie beides erleben und überleben :-) |
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Aber den Oskar Spengler nehme ich Ihnen übel. falls ich gemeint sein sollte :-)
Hab den Satz gerade entdeckt. |
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Danke! Gonna give my best! :)
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War nur eine augenzwinkernde Replik zu der gleichen Frechheit mit meinem Hut! ;)
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Zumindest scheinen wir Zigarren zu mögen :-)
Fototechnisch gesehen :-) Oder ist das ein Blasrohr? |
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Nein, Zigarre! Bin Quietsch-Fidel!
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Sprach ich oben über Gartenzwerge?
Glaube schon Tja, freier nichtlinker, muss wohl sein :-) Aber jetzt nicht unterstellen, ich wär auch noch schwulenfeindlich. Junge, ich komm vom Kiez :-) |
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Hach,
endlich ein Genussmensch. Fidel ist gut. Ich hätte da so nen Importeur :-) Cohibamässig an der Steuer vorbei. Alte Connection aus Cuba :-) |
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Bei Fidel und Cohiba meldet sich mein Revoluzzer-Gen :-)
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Der Schreiber ist sicherlich kein Buerger von Stuttgart, genau so wie die grosse Mehrheit der Parkbesetzer keine Buerger von Stuttgart waren.
Jeder weitere Kommentar zu diesem Pamphlet ist daher ueberfluessig. |
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"Das Herz dieser Stadt hat aufgehört zu schlagen."
Es ist unter anderem dieser völlig abgehobene martialische Stil, der viele Menschen, die dem Thema S21 zunächst neutral gegenüberstanden, misstrauisch gemacht hat, sodass sie zu 'Gegner-Gegnern' wurden. Und genau so ist die Volksabstimmung verloren gegangen: plumpes, allzu durchsichtiges Schüren von Hysterie. |
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Wir möchten an dieser Stelle alle Beteiligten der Diskussion grundsätzlich darum bitten, sachlich fundiert und ohne Verleumdungen, Behauptungen und Unterstellungen zu argumentieren. Danke.
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Erinnert an Don Quijote: Geistig umnachtet, ein Buch völlig mißverstehend, völlig sinnlos und alleine gegen Windmühlen die vermeintliche Riesen sein sollen. Nur hier leider weder lyrisch, noch tragisch. Und leider ohne die Einsicht am Ende!
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Iss' schon interessant, wie Ihr Beitrag den astroturfenden S21-Befürworter-Troll-Tross anzieht...
Liest man den Strang, wird deutlich, dass die hier postenden S21-Befürworter entweder -gelinde gesagt- uninformiert sind. Oder aber sie lügen an dieser Stelle -mal wieder- mehrfach; dann wären sie aber -rhetorisch genau genommen- S21-Betreiber. Übrigens danke für Ihren engagierten Meinungsbeitrag! Mehr Information zum Thema/Mitmachen:
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mcmac schreibt: "Iss' schon interessant, wie Ihr Beitrag den astroturfenden S21-Befürworter-Troll-Tross anzieht..."
:-) ... und als hätte es noch eines weiteren Beweises bedurft. Zu diesem Thema: In den Online-Kommentarspalten der Stuttgarter Zeitungen wurden Befürworter reflexartig als Lohnschreiber bezeichnet. Aber leider ist diese Rechnung, Andersdenkende in ihrer Gesamtheit als "gekauft" zu diffamieren, nicht aufgegangen. Derart grobe Verallgemeinerungen sind unglaubwürdig und eher dazu geeignet, Menschen abzustoßen - siehe VA. Gleichwohl mag mancher von liebgewonnenen Gewohnheiten natürlich nicht lassen. :-) |
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ich sehe das auch differenzierter, denn ich teile sie durchaus in zwei Gruppen, die Dummen und die Lohnschreiber.
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schrieb am
25.02.2012 um 12:41
... dann sind Sie wohl so was wie der Zyklop unter den Einäugigen.
Ja, gefällt mir! :-) |
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und Sie die Blinde unter den Einäugigen?
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@ madleina
1. Der Unterschied zwischen einer bezahlten und einer unbezahlten Propagandahure besteht für mich darin, dass die bezahlte die smartere ist. 2. Es gibt einen ganz einfachen Test dafür, wer hier ehrlich kommentiert und wer herschwärmt, um mal eben ein vorgerfertigtes Häufchen zu hinterlassen: man muss nurmit der Maus auf den Avatar gehen. Wo es dann nicht weitergeht, da ist mit hinreichender Sicherheit was faul im Sinne von mcmac. Und der reichen Sie nicht das Wasser. Das brauchen Sie erst gar nicht versuchen. |
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@ madleina
1. Der Unterschied zwischen einer bezahlten und einer unbezahlten Propagandahure besteht für mich darin, dass die bezahlte die smartere ist. 2. Es gibt einen ganz einfachen Test dafür, wer hier ehrlich kommentiert und wer herschwärmt, um mal eben ein vorgerfertigtes Häufchen zu hinterlassen: man muss nur mit der Maus auf den Avatar gehen. Wo es dann nicht weitergeht, da ist mit hinreichender Sicherheit was faul im Sinne von mcmac. Und der reichen Sie nicht das Wasser. Das brauchen Sie erst gar nicht versuchen. |
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Sagen wir mal so.
Wenn ich sehe, dass ein Name oder Avatar ins Nichts führt, meldet eine Synapse, die mir sagt, da ist was faul im Staate Dänemark. Ich wundere mich überhaupt, dass da hier geht. |
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Es ist schon ein Kreuz, wenn Leute sich einmischen und mitdiskutieren wollen, die Tatsachen und Meinung nicht auseinander halten. -Die einen können es nicht (Befürworter), die anderen wollen es nicht (Betreiber).
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Ich bin ja schon überrascht, dass der Baden-Württemberger, der Stuttgarter so vehement demonstriert. Positiv überrascht.
Vielleicht, aber nur vielleicht entwickelt sich ja noch einmal so etwas wie in Wackersdorf. Ein ähnlich unsinniges Projekt, dass dann auch letztlich begraben wurde. Zum einen, wegen der massiven Proteste, aber natürlich auch, weil die Betreiber erkannten, es macht keinen wirtschaftlichen Sinn. |
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schrieb am
27.02.2012 um 15:15
Auf die Idee, dass manche sich im "Freitag" überhaupt nicht großartig verewigen wollen scheinen die Superintellektuellen hier gar nicht erst zu kommen.
Merke: Wenn es eine einfache Erklärung gibt oder eine mit Verschwörungstheorie, dann gilt für die Inhaber eines Tourette-Syndoms immer die zweite Alternative als die wahrscheinlichere. |
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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