Greiph

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Blogbeiträge

28.02.2009 | 16:23 Greiph

Immer wieder Nixon

Wenn ihnen die Rock-Gruppe Manic Street Preachers ein Begriff ist, dann kennen sie ja vielleicht auch deren Nummer The Love of Richard Nixon aus dem Album Lifeblood von 2004?   The love of Richard Nixon, death without assassination. The love of Richar... >> mehr

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Keine Moral ohne Gott?

Positionen | 28.03.2009 | 08:00 Frieder Otto Wolf
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31.03.2009 | 13:09 Greiph
"Pro Ethik" vs. "Pro Reli" - dumpfer kann eine Debatte gar nicht ablaufen. Es entsteht der Eindruck, dass die beiden Fächer Gegenpole bilden, was nicht der Fall ist. Ein Blick auf den Lehrplan (www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/schulorganisation/lehrplaene/sek1_ethik.pdf) hilft weiter. Ethik als Fach ist so angelegt, dass es ohne Weiteres mit Religionsunterricht verträglich ist. Ein Schüler, der beide Fächer belegt, wird dadurch keinen Schaden erleiden, etwa weil ihm der Kopf platzt. Aber ich will hier gar nicht das Fach Ethik verteidigen - ein Fach wohlgemerkt, um das ich glücklicherweise herumgekommen bin. Wenn ich das Fach einordne, ist es für mich Philosophie für Arme. Umfassende Philosophie als Fach traut man sich nicht - könnte ja Schüler und Lehrer überfordern. Stattdessen greift der Senat auf den Teil der Praktischen Philosophie zurück, der sich nach seiner Überzeugung am Besten verwerten und instrumentalisieren lässt. Schließlich soll das Fach als Zwangsfach ja dazu dienen, die Sprösslinge der Atheisten, Christen und Muslime Berlins an einen Tisch zu bringen und über das gemeinsame Zusammenleben zu reflektieren, was das Zeug hält. Der "Ehrenmord" 2005 an Hatun Sürücü war der Anlass zur Einführung. Dass beim Zusammenleben in diesem Land einiges im Argen liegt, hat der Senat also begriffen (man müsste auch gehirnamputiert sein, um das nicht zu begreifen). Die Maßnahme "Ethik als Zwangsfach" ist allerdings lächerlich. Das Fach bleibt nämlich zum Einen unter seinen Möglichkeiten (siehe meine Bemerkungen zu Philosophie), zum Anderen ist es aber auch eine überflüssige Dopplung. Die meisten Inhalte und Kompetenzen, die im Lehrplan verzeichnet sind, können zusammengefasst auch Fächer wie Deutsch, Geschichte, Fremdsprachen leisten - ja selbst Sport (Kooperation im Mannschaftssport!). Man sollte überhaupt meinen, dass Schule INSGESAMT und GANZ WESENTLICH - quasi permanent und nebenbei - den Schülern in ihrer Gesamtheit die Formen des Zusammenlebens vermittelt, die in dieser Gesellschaft angebracht sind - ohne, dass das da ein Lehrer daherkommen muss und ETHIK an die Tafel buchstabiert. Die Bildungsauffassung, die hinter dieser genialen Idee steckt, widert mich an - da setz ich mich lieber in irgendeinen Religionsunterricht und habe da wenigstens noch jemanden, an dem ich mich reiben kann.
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Keine Moral ohne Gott?

Positionen | 28.03.2009 | 08:00 Frieder Otto Wolf
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30.03.2009 | 12:27 Greiph
Als Exilberliner bin ich froh, damals weder in einen Religions- noch einen Lebenskundeunterricht (so hieß das Fach in meiner Gymnasialzeit) gemusst zu haben. Obwohl bei der Entscheidung über eine eventuelle Teilnahme erst in der 7. Klasse, war für mich der komplette Verzicht selbstverständlich. Alles andere hätte mir echtes Unbehagen verursacht. Das vor dem Hintergrund, dass ich ansonsten gern zur Schule gegangen bin und eigentlich den allermeisten Fächern - auch den schwierigen - etwas abgewinnen konnte. Ein Zwang zur Teilnahme am Religionsunterricht, und sei es auch als Ergebnis einer Wahlpflicht, ist indiskutabel. Doch auch die Verdonnerung dazu, ein Fach wie Ethik (oder Lebenskunde, LER oder ähnliches) durchlaufen zu müssen, ist nicht zu begrüßen. Mit tun die Schüler, die da hineingezwungen werden ernsthaft leid. Herr Schaefer wies darauf hin, dass es auch gut gemachten Religionsunterricht gibt, der hauptsächlich Wissen um Religionen bereitstellt und Toleranz fördert. Obwohl ich nie auch nur eine Religionsstunde durchlaufen habe, glaube ich ihm das. Denn ich habe etliche Theologen und Religionspädagogen als angenehme und aufgeweckte Zeitgenossen kennengelernt, die einem nicht mit ihrem christlichen Eifer auf den Wecker fallen. Ich sehe Religion auch als ein höchst sinnvolles Fach an, ein historisch gewachsenes Fach mit einer echten Daseinsberechtigung in jedem Lehrplan. Nur eben bitte nicht in Verbindung mit irgendeiner Form von Zwang. Die Existenz eines so technokratischen Faches wie Ethik hingegegen ist ein Armutszeugnis für jedes Schulsystem. Was soll Sinn und Zweck eines Faches Ethik sein? In Mathe lernen Schüler dezidiert und ausschließlich rechnen, und in Ethik dezidiert und ausschließlich, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht - und während der restlichen Schulzeit lernen sie es nicht? Ja, nur bei einem Schulsystem wie dem unseren kann man überhaupt auf die Idee kommen, die "Vermittlung" von Werten so aus jedem unmittelbaren Lebenszusammenhang nehmen zu können.
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Viele Erklärungen, keine Antwort

Politik | 12.03.2009 | 12:50 Philip Grassmann
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12.03.2009 | 22:51 Joss Fritz
Hier ist viel interessantes und richtiges geschrieben worden, dass ich nicht noch einmal wiederholen will, Vielmehr will ich ein paar andere Aspekte in die Diskussion bringen. Beim lesen des nachfo...
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12.03.2009 | 23:36 Greiph
Joss Fritz: Zu den fast nicht vorkommenden Mittelmeerländern habe ich eine Idee. Bei sehr vielen Reisen habe ich erfahren, dass die „Mittelmeermenschen“ durchweg extrovertierter und histrionischer als wir Nordmenschen sind, vielleicht ist das eine Erklärung. Zu dieser Schlussfolgerung kam gestern auch Prof. Pfeiffer in der Sendung "hart aber fair". Es hat den Anschein, dass Geographie bzw. Kultur eine Rolle spielen. Möglicherweise sind sie sogar ausschlaggebender als Waffengesetze. Denn es gibt Staaten, in denen man mit Sicherheit leichter an Waffen herankommt als in Deutschland, die aber in dieser Liste gar nicht auftauchen. Solche Spekulationen werden natürlich dadurch relativiert, dass man nicht weiß, ob diese Liste erschöpfend ist. Hinweis: dieser Beitrag taucht weiter oben schon auf, wo er gar nicht hin sollte. Bitte das zu entschuldigen.
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Viele Erklärungen, keine Antwort

Politik | 12.03.2009 | 12:50 Philip Grassmann
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12.03.2009 | 16:13 Jakob Augstein
Einer der ersten Einträge zu diesem Thema lautete gestern "Schweigt!" Damit ist eigentlich alles gesagt, Nur fällt uns das so unendlich schwer. Uns Journalisten sowieso. Aber auch uns Menschen. Wei...
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12.03.2009 | 23:33 Greiph
Joss Fritz: Zu den fast nicht vorkommenden Mittelmeerländern habe ich eine Idee. Bei sehr vielen Reisen habe ich erfahren, dass die „Mittelmeermenschen“ durchweg extrovertierter und histrionischer als wir Nordmenschen sind, vielleicht ist das eine Erklärung. Zu dieser Schlussfolgerung kam gestern auch Prof. Pfeiffer in der Sendung "hart aber fair". Es hat den Anschein, dass Geographie bzw. Kultur eine Rolle spielen. Möglicherweise sind sie sogar ausschlaggebender als Waffengesetze. Denn es gibt Staaten, in denen man mit Sicherheit leichter an Waffen herankommt als in Deutschland, die aber in dieser Liste gar nicht auftauchen. Solche Spekulationen werden natürlich dadurch relativiert, dass man nicht weiß, ob diese Liste erschöpfend ist.
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Wenn Nachrichten Amok laufen

Alltag | 11.03.2009 | 17:50 Axel Brüggemann
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11.03.2009 | 20:47 Greiph
Sehr erfreulich, wie der neue Freitag reagiert - ich hielt es nicht für selbstverständlich. Dieses Durchhecheln von vermeintlichen oder wirklichen Schlagzeilen à la Spiegel ist kaum zu ertragen. Ist nur leider Gang und Gäbe, mittlerweile selbst im DLF, von der ARD (siehe auch die Themenänderung bei "hart aber fair") ganz zu schweigen. Diese Medien- bzw. Rezeptionskritik hier, oder wie auch immer man dazu sagen möchte, hat gut getan! Die Trauer und Betroffenheit, die jetzt in aller Politiker- und Journalistenmunde sein soll, würde sich doch eigentlich eher durch Schweigen und Nachdenklichkeit zeigen...
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Greiph
Frau Mueller nimmt den Fueller in die Hand, dann schreibt sie uns wie schoen sie's wieder fand...
Ort:
Greifswald
Mitglied seit:
3 Jahre 15 Wochen
Zuletzt aktiv:
31.03.2009
Status:
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Aktivität:
Beiträge: 1
Kommentare: 24
Logbuch
11:30
natalha hat gerade einen Kommentar geschrieben.
11:28
ed2murrow hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
11:27
Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
11:23
Angelia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
11:21
Der König von Prussia hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

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Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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