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Digitaler Homo Faber

Kultur | 28.07.2010 | 15:00 Anna-Lena Krampe
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29.07.2010 | 12:49 GrünDonnerstag
Ich denke, man muss hier sehr differenziert herangehen. Der Filmer und der, der es schaut bedienen sicher gegenteilige, zumindest aber unterschiedliche Bedürfnisse. Was jemanden dazu bewegt, Dinge aufnehmen, d.h. konservieren zu wollen, kann jemand, der sich nicht in der exakt gleichen Situatiion befand/befindet, nur ahnen, daher sind auch meine Annahmen rein spekulativ. Ich glaube aber, dass es sehr stark darum geht, das Gefühl des Extremen zu bewahren, als quasi autokatartischen Ritus - dass der Fotograf es des Geldes wegen tut, mag richtig sein, doch hat er ja vielleicht aus anderen Motiven angefangen, als er es denn jetzt tut. Es kann aber auch um den bloßen Willen zu Ruhm, Aufmerksamkeit, etc. gehen. Bei dem Zuschauer scheint mir das Motiv recht eindeutig: Man möchte dabeisein, sicher nicht bei der Katastrophe, aber doch beim Diskurs. So ist es doch bei allen möglichen Dingen, die in digitaler Form im Netz kursieren und auf die sich dann soziale Bindungs- und Distinktionsmethodik projiziert.
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Frühling für Hitler – zum wievielten Mal eigentlich?

Positionen | 27.07.2010 | 09:00 Michael André
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27.07.2010 | 10:17 GrünDonnerstag
ist die Faszination vielleicht Ausdruck zweier Kulturphänomene? 1. Eventuell hat man ja auf der Halbinsel ein Bild von Hitler, dass er Deutschland ja wieder groß gemacht hat von 1933 bis 1942 (sicher aber bis 1939). Dass das nur mit sündhafter Verschuldung möglich war und Hitler ja einen unermesslichen Genozid zu verantworten hat, wird dabei - das ist richtig vermerkt - ausgeblendet. 2. Unter Hitler ging alles schnell. Indien fühlt sich vielleicht immer noch historisch kastriert und möchte nun möglichst schnell aufholen.
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Reflexe des öffentlichen Diskurses

25.07.2010 | 19:17 GrünDonnerstag
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26.07.2010 | 08:34 Max Merziger
Es ist doch eine Illusion zu sagen, dass "früher" eine breitere interlektuelle Auseinandersetzung mit Themen stattgefunden hat als heute. Kommunizieren kann man heute auch alles "breit", die Frage ist...
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27.07.2010 | 09:48 GrünDonnerstag
Richtig, es hat den Ursprung nicht darin, das habe ich auch nie behauptet, ich sage ja, dass Lösungen zu allen Problemkomplexen heute viel schwieriger sind, eben weil die Akteure im öffentlichen Raum (bspw. Interes- -sensvertreter, Volksvertreter, Entscheidungsträger) sich ja um die inhaltlichen wie kommunikativen Folgen im Klaren sein müssen und immer damit rechnen müssen, dass inhaltlich richtige Entscheidungen (nach einhellliger Bewertung) an falscher Kommunikation scheitern.
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Reflexe des öffentlichen Diskurses

25.07.2010 | 19:17 GrünDonnerstag
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26.07.2010 | 08:34 Max Merziger
Es ist doch eine Illusion zu sagen, dass "früher" eine breitere interlektuelle Auseinandersetzung mit Themen stattgefunden hat als heute. Kommunizieren kann man heute auch alles "breit", die Frage ist...
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27.07.2010 | 00:15 GrünDonnerstag
Um Inhalte heute breit zu kommunizieren ist ein großes Reservoir an Ressourcen sozialer wie materieller Art notwendig. Die Gründe hierfür sind recht unterschiedlich. Erst einmal gibt es natürlich mehr Menschen und die Legitimation einer Meinungsführerschaft, wie sie etwa in den frühen sechziger Jahren in Deutschland meist nur Akademikern vorbehalten war, erodierte. Die Folgen hiervon sind eben eine "Demokratisierung der Diskurse" - folglich auch ganz haptische Schwierigkeiten, etwa bei der Evaluation von Information (Wikipedia contra Brockhaus). Zweitens sind die technischen Möglichkeiten und die Omnipräsenz der notwendigen Kommunikation auch noch so sinnloser Tweets virulent. Dies beides führt eben dazu, dass sich ein Gewebe von höchst unterschiedlichen Qualitäten herausgebildet hat. Wenn man etwa durch Blogspot klickt, wird man viel wenig befördernden Datenmüll finden und vielleicht auch das eine oder andere Interessante hie und da. Wenn man allerdings "früher" zufällig 3sat o.ä. gesehen hat, konnte man fast sicher sein, etwas interessantes zu finden. note: Ich möchte nicht wie ein Nostalgiker klingen ("Früher war alles besser") - es geht mir nicht um eine normative Bewertung, sondern um qualitative Analyse.
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Reflexe des öffentlichen Diskurses

25.07.2010 | 19:17 GrünDonnerstag
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25.07.2010 | 20:32 Max Merziger
Warum denn Senf, ich verstehe nicht, was das speziell mit dem Internet zu tun hat. Im Internet ist jedes Problem vertreten, jede Diskussion und jede Information in jeder beliebigen Komplexität. Wann w...
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25.07.2010 | 20:52 GrünDonnerstag
Die Nischen, ja die sind mehr geworden, z.B. ja auch diese Community hier. Aber öffentlichkeitswirksame, das heißt auch sich im öffentlichen Raum abspielende Diskussionen sinnstiftend zu möblieren ist de facto ja nicht mehr möglich, eben weil die Vielfalt so groß ist. Eine anregendes Gedankenbeispiel dazu: Würden Horkheimersche Ideen heute noch so breit kommunizierbar sein?
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25.07.2010 | 19:43 GrünDonnerstag
"ansonsten Springer nämlich ganz schnell die zwischen den Zeilen nur mühsam verborgene Drohung umsetzt, eben diese neue Partei zu Lasten der Union ins Parlament zu schreiben. " Dann bliebe noch die Frage, ob der herbeigedichtete Teil der stramm marschierenden CSU-Monarchisten und weltfremden Turbokapitalisten tatsächlich so dumm wäre, eine reine Protestpartei ins Parlament auch zu wählen. Falls das Weißbier kühl bleibt und das Geld sich munter vermehrt, stehen die Chancen ja gut!
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Der Kampf der Herkunftseliten

Politik | 17.07.2010 | 09:30 Katrin Rönicke
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19.07.2010 | 12:25 GrünDonnerstag
Vielleicht ist es auch diskussionswürdig, ob man Entscheidungen solcher Qualität überhaupt zur Volksabstimmung stellen sollte. Denn, wie sich gezeigt hat, war die Wahlbeteiligung bei den "nobleren" St...
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22.07.2010 | 15:35 GrünDonnerstag
Zeit, einen Schritt darauf zuzugehen. Ich denke, dass staatliche Zwangsinstitutionen, wie die Schule sicherlich große Beiträge, vor allem sozialen Zusammenhalt betreffend leisten können, wiewohl ein Bewusstseinswandel nötig wäre, um o.g. auch zu erreichen und den, das erkennen wir denke ich beide an, ist durch keine Legislatur herbeizureden.
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Anspruchslose Grüne

Politik | 19.07.2010 | 15:00 Michael Jäger
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21.07.2010 | 08:15 Gold Star For Robot Boy
Moorburg,Elbvertiefung,gemeinsames Lernen bis zur 10.Klasse... die olivgrünen Bioladenkunden belügen ihre gutbürgerlichen Wähler nach Belieben, um sich an der Macht zu halten. Möchte nicht wissen, wie...
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22.07.2010 | 12:27 GrünDonnerstag
Demokratie als zwingender Kampfbegriff. Wer sich sachlichen, zugegebener Maßen technokratischen Argumenten nicht zugänglich zeigt, dessen durchaus gerechtfertigter Verdruss bleibt im Bierdunst des Stammtischs stecken.
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Putsch der Eliten

Politik | 21.07.2010 | 13:15 Christian Füller
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21.07.2010 | 15:42 Phineas Freek
"Missverständnis „Chancengleichheit“ „…. Was würde sich eigentlich ändern, wenn es mit schulischer oder vorschulischer Anstrengung gelingen würde, alle Unterschiede in den geistigen Voraussetzungen ...
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21.07.2010 | 17:30 GrünDonnerstag
Nicht Nivellierung der geistigen Unterschiede ist das Ziel, sondern, das Ziel auf Sicht ist die Beseitigung der Abhängigkeit sozialer Herkunft von Bildungschancen. Die gewisse sozialdarwinistische Pointe ist sicherlich da, doch gehören soziale Unterschiede zu jeder Gesellschaft. Sie sollen nur bitte nicht auf Grund von bedrucktem Papier oder einem großen Netzwerk zu Stande kommen. Es sei angemerkt, dass das Utopia einer klassenlosen Gesellschaft auch für mich sehr attraktiv ist, es scheitert aber an der Realität.
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Anspruchslose Grüne

Politik | 19.07.2010 | 15:00 Michael Jäger
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21.07.2010 | 08:15 Gold Star For Robot Boy
Moorburg,Elbvertiefung,gemeinsames Lernen bis zur 10.Klasse... die olivgrünen Bioladenkunden belügen ihre gutbürgerlichen Wähler nach Belieben, um sich an der Macht zu halten. Möchte nicht wissen, wie...
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21.07.2010 | 15:47 GrünDonnerstag
Moorburg war juristisch nicht zu stoppen (damit hätte man daher keinen Wahlkampf machen sollen - ich möchte jetzt nicht hören: "Hätten sie vorher wissen müssen", denn auch Parteien können und dürfen sich irren) und das gemeinsame Lernen bis zur 10 konnte der CDU nicht vermittelt werden. Demokratie heißt zwingend Kompromisse. Ferner glaube ich kaum, dass viele Grünenwähler gegen die Reform gestimmt haben, sie haben 2008 ja für neun Jahre gemeinsames Lernen gestimmt. Ein konservativer Rollback zur preussischen Ordnung halte ich eher für unwahrscheinlich.
GrünDonnerstag
Dem Vortrefflichen gegenüber gibt es keine Freiheit, als Liebe.
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Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

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