Gold Star For Robot Boy

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30.01.2012 | 17:54

Verfassungsbruch: Wulff verschwieg Beziehung zu Geerkens

Tageschau:

"Zwischen Egon Geerkens und Ministerpräsident Christian Wulff habe es in den "letzten zehn Jahren keine geschäftlichen Beziehungen gegeben", erklärte die niedersächsische Landesregierung am 28. Februar 2010 in einer Fragestunde des Landtags. Nach Informationen von tagesschau.de hat Wulff allerdings neben einem Kredit von Geerkens Ehefrau Edith weitere Verflechtungen mit Egon Geerkens verschwiegen. Denn der "väterliche Freund" war über Jahre Mandant der Osnabrücker Anwaltskanzlei Funk, Tenfelde und Partner. In dieser Kanzlei war Wulff über mehr als 15 Jahre tätig. Dies belegen zahlreiche Anwaltsschreiben, auf denen Wulff im Briefkopf geführt wurde: Noch im Oktober 2004 vertrat die Kanzlei Geerkens. Hinzu kommt: Der Unternehmer war bis 2007 sogar Vermieter der Kanzleiräume."

Wulff Geerkens Beziehungen im Überblick.

Immer wieder Geerkens, der väterliche Freund. Der Wulff-Intimus nahm im März 2009 an einer Delegationsreise des Landes nach Japan teil, sechs Monate später ging es für eine Woche in die USA. In den offiziellen Broschüren wurde Geerkens als „Familienunternehmer“ bzw. „Private Investor“ geführt. Mit Blick auf die aktuellen Vorwürfe sticht eine gemeinsame Delegationsreise aus dem Oktober 2008 ins Auge: Im Oktober 2008 reiste Geerkens mit einer von Wulff angeführten Delegation nach Indien und China. Zwei Wochen nach der Rückkehr aus China Deutschland erhielt Wulff den ominösen Privatkredit (anonymer Bundesbankscheck ) durch das Ehepaar Geerkens. Laut Niedersächsischer Staatskanzlei dürfen bei Reisen der Staatskanzlei „diejenigen Vertreter von Unternehmen mitreisen, welche sich von den Zielen einer bestimmten Delegationsreise positive Auswirkungen auf die weitere eigene Arbeit versprechen." Geerkens, der Wulff später bei der Umwandlung seines Kredits in ein ungewöhnlich günstiges Geldmarktdarlehen bei der BW Bank half, war übrigens auch bei der Lobbyveranstaltung Nord Süd Dialog zugegen. Dass Geerkens nun auch noch Mandant einer Kanzlei war, für die Wulff arbeitete, die ihn 15 weitere Jahre auf dem Briefbogen der Kanzlei, sowie in mehreren Werbeanzeigen der Kanzlei als prominentes Kanzleimitglied führte, sollte nun langsam als Anfangsverdacht für Staatsanwälte ausreichen. Der hannoversche Staatsrechtler Jörg-Detlef Kühne :"Christian Wulff hätte diese Beziehungen offenlegen müssen. Mit seinem Verschweigen hat er ein weiteres Mal gegen die Landesverfassung verstoßen."

 
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Kommentare
GEBE schrieb am 30.01.2012 um 18:11
P E N G ! ! !
Joachim Petrick schrieb am 30.01.2012 um 19:05
@Gold Star For Robot Boy

"WUMM! BUMM!WUMM!

Die Einschläge kommen nicht nur immer näher, sondern schlagen voll ins Wulffs Kontor.

Es wird bereits in den Stuben neben den Amtsstuben von Bundespräsident Christian in der Wulffschanze zum Letzten Geflecht, Mann gegen Mann gekämpft.
Uwe Theel schrieb am 30.01.2012 um 19:30
@ JP

Bei aller Freude an steilen Thesen, die mir bei Ihnen eh längst vergangen ist, aber Schloss Bellevue ist nicht die Wolfsschanze.

Ihre Assoziation ist schlimmer als albern und dumm.
Gold Star For Robot Boy schrieb am 30.01.2012 um 19:37
Wenn das Stahlgewitter vorbei gezogen ist wird die Verwulffung der Sprache wieder verschwinden.
ebertus schrieb am 30.01.2012 um 19:48
Also da wollte ich, obwohl als (ebenfalls) bekennender Depublizist hier nur noch selten "zugange" dem @JP meine vollste Unterstützung, gern von Mann zu Mann zukommen lassen.

"Wulffschanze" ist sowas von "Geflecht", keinesfalls schlimm, albern oder gar dumm, eher der absolut treffende Terminus einer Realsatire, der wir (fast) alle und gesamtgesellschaftlich unterworfen sind.
Uwe Theel schrieb am 30.01.2012 um 20:25
@ ebertus am 30.01.2012 um 19:48

Lieber Ebertus,

die Woflsschanze war das Kriegshauptquatier des faschistischen Führers während der Agonie nicht nur eines Krieges der Millionen das Leben kostete, sondern des millionenfachen Mordes. Jenes mit den paar hundertausend Schmiergeld-Euros, d.h. einem politischen Korrutionsskandal anläßlich der privaten Lebensführung einen Aufsteigers im Einfamilienhaus zu vergleichen, ist geschmacklos.

Damit ist Wulff in keiner Weise entschuldigt, aber er ist mit dem von JP Intendierten nicht sinnvoll vergleichbar, es sei denn man betreibt Verarschung seines Publikums, dass sich in solchen Wendungen auf`s Maul geschaut sieht.

Oder stellst Du Dir Herrn Wulff tatsächlich als Wiedergänger des GröFaZ vor?
Joachim Petrick schrieb am 30.01.2012 um 20:55
@UT

Gemach! Gemach! welches Ach kränkt Sie unter Ihrem Dach?

Vergleiche hinken, aber nicht alles, was hinkt, taugt zum Vergleich!

Mit Verlaub, Herr Theel!....

Die Pointe liegt hier nicht im Vergleich von Wolfs- und Wulffschanze, sondern in dem Beharren auf ein Szenario des "unconditional surrender" , der "Bedingungslosen Kapitulation" von Hitler wie Wulff.
Joachim Petrick schrieb am 30.01.2012 um 21:20
@UT

Christian Wulff wollte und will weiter die deutschen Verhältnisse nach der Maschmeyer Sponsoring Masche politisch zum Tanzen bringen.

Da soll er sich nicht wundern, wenn ich jetzt mit dem Entsetzen, das er verbreitet, meinen dunklen Spott treibe.
Joachim Petrick schrieb am 30.01.2012 um 21:22
@ebertus

""Wulffschanze" ist sowas von "Geflecht", keinesfalls schlimm, albern oder gar dumm, eher der absolut treffende Terminus einer Realsatire, der wir (fast) alle und gesamtgesellschaftlich unterworfen sind."

Besten Dank für die Rückenstärkung!
Uwe Theel schrieb am 30.01.2012 um 23:27
@ Joachim Petrick schrieb am 30.01.2012 um 20:55, etc.

"Mit verlaub, Herr Theel"

Ihnen erlaube ich garnichts, Sie geschichtlich und politischer Geisterfahrer:

Hitler hat nie kapituliert, er ist der Roten Armee und den Allierten in den Tod entflohen und das geschah in der Reichskanzlei und nicht in Ostpreußen.

Und selbst wenn man seinen Selbstmord als Kapitulation sehen wollte, was wollten Sie Kariertschwätzer eigentlich mit diesem Vergleich, den Sie gleichzeitig zurückweisen aussagen: Dass Wulf sich erschießen sollte, indem er zurücktritt, was für Sie dann die parallele Kapitulation vor dem Deutsschen Volk wäre, oder was?

Bei Ihnen sind doch sämtliche Sicherungen politischen und sonstigen Denkens durchgeknallt.

Wer mit dem Entsetzen des Faschismus selbsteitel Scherz treibt, kann nicht verlangen auch noch in irgendeiner Weise ernst genommen zu werden. Bei Ihnen ist nicht der "Spott dunkel", sondern der Geist verdunkelt.
GeroSteiner schrieb am 30.01.2012 um 23:46
Aber meine Herrschaften. Da muss ich jetzt mal dazwischen schreiben.

Gemach, gemach!

Bitte!

Ich möchte in naher und ferner Zukunft auf keinen von Ihnen beiden hier verzichten - schon gar nicht wegen eines korrupten Präsidenten.
Uwe Theel schrieb am 31.01.2012 um 00:06
@ GeroSteiner schrieb am 30.01.2012 um 23:46

"Gemach, gemach!"

Lieber gero,

mein Text ist gemäßigt, aber ich könnte Dir, wenn Du wolltest, den Text, der JPs Äußerungen wahrlich angemessen wäre, privat zugegehen, lassen?
Georg von Grote schrieb am 31.01.2012 um 00:58
Focke-Wulf gabs damals übrigens auch.

Bin aber sicher, mit der Legion Condor hat Wulff nichts zu tun :-)

Uwe Theel schrieb am 31.01.2012 um 11:31
@ Georg von Grote griff daneben am 31.01.2012 um 00:58

Sagen Sie Herr Grote,

Verwechseln Sie jetzt den Kriegsgegner des Deutschen III. Reichs, England aus Versehen absichtlich mit, ja mit was eigentlich?

Der Schlenker zur Legion Condor, die m.W. nicht einmal Fw 200 C-4 CONDOR Bomber sondern Messerschmitt Bf 109 und die Junkers Ju 87 nutzte, ist völlig daneben. lt. Wikipedia wurde die viermotorige Focke-Wulf Fw 200 „Condor“ als Seeaufklärungsflugzeug im Atlantik, wo sie in Zusammenarbeit mit U-Boot-Einheiten durch die Versenkung von Frachtschiffen die Versorgung von Großbritannien mit Lebensmitteln, Waffen und anderen Gütern unterbrechen sollte; genau das belegt auch der Wochenschauffilm. - Was bitte hat das mit dem Fall des Bundespräsidenten zu tun?

Sind wir hier in der Nachtprogramm-Comedy für geistig verblödete 25-45-Jährige mit Rechtsdrall, die schon Hurra schreien, wenn Sie ein Balkenkreuz sehen?

Sie gaben sich hier einemal als seriöser Journalist aus und tanzen jetzt hier die Lachnummern von JP nach.

Jeder blamiert sich eben wie er kann.

Ich hoffe nicht, Herr von Grote, Sie haben das Einstellen des Propagandafilms so gemeint, wie dessen Produzenten es meinten. Allerdings kann ich mir sonst keinen halbwegs intelligenten Grund nennen, denn einer Satire fehlte die angemessene Realität und Ihre Eigenleistung dabei .
Der Freitag schrieb am 31.01.2012 um 12:42
Liebe alle,

es wäre wünschenswert, wenn man nach diesem Schlenker, denn man durchaus als geschmacklos empfinden kann, wieder zurück zum Thema kehren könnte.

Das Community-Team
Georg von Grote schrieb am 31.01.2012 um 16:48
@ Community Team,

als Provokation war es auch gedacht. Gebe ich zu. Nicht gegen Wulff, sondern gegen die Diskussion.
In dem Zusammenhang von Wolfs- oder Wulffschance, bedingungsloser Kapitulation zu sprechen, geht auch beim Thema Wulff über die Grenzen hinaus. Deshalb der Wochenschaubericht. Um zu verdeutlichen, mit was da gerade Wulff in Verbindung gebracht wird.
Okay. Ist nicht bei jedem so angekommen, hat nicht jeder so aufgefasst.

Wenn es als geschmacklos empfunden wird, kann ich das auch verstehen. Vielleicht bin ich in diesen Sachen auch schon abgehärteter oder auch zynischer in meiner Betrachtung.

Entschuldige mich auch für den offensichtlichen Missgriff.
cuchulainn schrieb am 30.01.2012 um 19:57
"du, wer ist denn der typ nehm geerkens aufm foto da?"
"äh, das ist der bundespräsident"
"ach der wulff ist das! mein gott, ist der gross geworden! als ich den das letzte mal sah, ging er noch problemlos in meine brieftasche!"
GeroSteiner schrieb am 30.01.2012 um 19:58
Wer ist eigentlich Wulff? Und in welcher Verfassung ist er?
Gold Star For Robot Boy schrieb am 30.01.2012 um 21:21
"Bei einer kurzen Zusammenkunft des Kabinetts sind, wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, Meinungsverschiedenheiten deutlich geworden. Es ging um die Frage, ob die Regierung nach Art von Möllring in die Vorwärtsverteidigung gehen soll, mit der alle in Rede stehenden Verstöße Wulffs gegen das Ministergesetz (wegen der Annahme von Geschenken) und gegen die Landesverfassung (wegen falscher Antworten im Parlament) geleugnet werden sollen. Wie es heißt, haben an dieser Linie vier Kabinettsmitglieder Zweifel geäußert, die Minister Bernd Busemann (Justiz), Uwe Schünemann (Inneres), Jörg Bode (Wirtschaft) und Bernd Althusmann (Kultus). Die anderen, heißt es, hätten geschwiegen oder sich mit Möllrings Verhalten rundweg einverstanden erklärt." (...) Der Bochumer Strafrechtsexperte Klaus Bernsmann wundert sich im jüngsten „Spiegel“: Die Justizbehörden seien viel zu zurückhaltend, der Anfangsverdacht gegen Wulff liege klar auf der Hand. Kann es also sein, dass die Staatsanwaltschaft Hannover politisch gebremst wird? Justizminister Busemann hat bisher immer deutlich gemacht, dass er das auf keinen Fall will – wenn die Behörde ermitteln wolle, lägen ihr keine Steine im Wege."
www.sn-online.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Wulffs-Kritiker-formieren-sich
Gold Star For Robot Boy schrieb am 30.01.2012 um 21:45
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Gold Star For Robot Boy schrieb am 30.01.2012 um 21:46
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Gold Star For Robot Boy schrieb am 30.01.2012 um 21:50
cuchulainn schrieb am 30.01.2012 um 22:03
nord trifft süd

nord: "hallo ihr!"
süd: "wenn ihr nur wulff und diese plörre dabei habt, dann könnt ihr gleich wieder leine ziehen"
cuchulainn schrieb am 30.01.2012 um 22:11
nord trifft süd, tag II

nord: "hallo ihr! wir haben wulff und jever dabei"
süd: "und wir haben oettinger (den kommissar) und oettinger (das bier) dabei"
alle gemeinsam: "jetzt sitzen wir aber ganz schön in der scheisse ..."
Gold Star For Robot Boy schrieb am 30.01.2012 um 22:37
Geerkens war Vermieter+Mandant von #Wulff 's Kanzlei,Urlaubsgastgeber,Delegationsmitglied bei Wulff's MP Reisen,anonymer Bundesbankscheckaussteller und "Kreditgeber", Einfädeler des Geldmarktkredites bei der BW Bank, Gast beim Nord Süd Dialog 2009 und zweifacher Trauzeuge von Christian Wulff.

Ein väterlicher Freund eben.
GeroSteiner schrieb am 30.01.2012 um 23:25
Freund, Mentor, Vater - wie man das Oberhaupt des Clans eben so nennt, wenn man noch einen Gefallen schuldet und der Rest durch die Omertà geregelt ist.
cuchulainn schrieb am 30.01.2012 um 23:43
egon geerkens - oder wie sie ihn in "der kanzlei" liebevoll nennen: padre pio.
Georg von Grote schrieb am 31.01.2012 um 01:04
Wieso muss ich bei Wulff nur dauernd an Major Kong denken? :-)

GeroSteiner schrieb am 31.01.2012 um 12:12
Keine Ahnung.
Aber Sie können herausfinden, was der Filmausschnitt mit dem Buch "Die Masken der Niedertracht" zu tun hat. Es reichen die Seiten 236 ff.
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