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Es würde schon reichen, wenn man nicht fast soviel Unterlagen einreichen müsste, wie beim bafög, wenn man sich befreien lassen will und das jedes Jahr wieder.
Ich habe GEZahlt (nur am Rande). |
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Das Verhältnis der Menschen zur GEZ ist meiner Meinung nach nicht so ein-fach, jedenfalls nicht so einfach wie dargestellt.
Natürlich gilt es innerhalb gewisser Gruppen, eine davon vielleicht die „Bohemiens“ (inkl. Studentenvolk) – nicht nur in Deutschland – als Kavaliersdelikt, keine Gebühren zu zahlen. Und natürlich kennt immer irgendjemand irgendjemanden, der irgendjemanden kennt, der einen unglaublichen Wirbel mit der GEZ hat(te). Das ist das „Deutsche-Bahn-Phänomen“, bekannt als „Deutsche-Telekom-Phänomen“: und läßt sich in drei Worten zusammenfassen: Sehr Schlechtes Service.- Manche Menschen ziehen „Sehr Schlechtes Service“ geradezu magisch an; sie stehen auch immer in der einzigen Schlange an der Kasse, an der die Kassiererin persönlich einer alten Dame die Einkäufe einpackt und ein nörgeliger Yuppie irgendeinen Modedrink dann doch nicht haben will und die Aufsicht gerufen werden muß – „Kasse 7, Storno bitte!“ „Sehr Schlechtes Service“ bei Großunternehmen und Behörden – und die GEZ ist irgendwas dazwischen – ruft bei den Betroffenen oft genug nicht „Paranoia“, sondern zunächst verzweifelte Hilflosigkeit hervor, eine Melange aus Franz Kafka („Das Schloß2) und Karl Valentin („Buchbinder Wanninger“). Irgendwann ist man in dem Stadium, in dem man den gutgemeinten Rat bekommt: „rede nie mit Irren, die Leute könnten den Unterschied nicht feststellen“. Und – wohlgemerkt – die Betroffenen sind nicht die Renitenten, die Totalverweigerer oder nur Mitraunzer. Es sind oft genug diejenigen, die willig und bereit sind, ihr Quentchen Ordnung im Chaos der Welt beizutragen („die Unbescholtenen“) und dann aufgrund eines ihnen unbekannten Mechanismus’, einer falsch verstandenen Formulierung im Internet, am Telefon oder an der Tür zwischen die Mühlräder der „Service-Bürokratie“ geraten – „bitte bleiben Sie am Apparat, bis Sie mit einem passenden Mitarbeiter verbunden werden“. (...) |
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Es sind die teilweise, sagen wir: „eigenen“, bspw. von Gerichten und Verbraucherverbänden gut dokumentierten Praktiken der GEZ, die das Bild dieses Behörden-Unternehmens (oder Unternehmens-Behörde) prägen. Jede Institution hat die Tendenz, und diese Tendenz nimmt mit der Größe zu, die Welt außerhalb der Institution verzerrt oder überhaupt nicht mehr wahrzunehmen und das eigene Tun und Lassen nur nach eigenen Normen zu bewerten. Gerade in Wort und Schrift erweckt die GEZ nach wie vor das Bild von Obrigkeit und Untertan: ich GEZ, du nix. Gebührenbescheide sind „ex cathedra“-Verlautbarungen aus dem Heiligen Köln, die selbständigen „Beauftragten“ sind die Vertreter der Gebühreneinzugszentrale auf Erden. Zudem entzündet sich der Zorn an einer verstaubten und kaum rational, d. h. vernunftbestimmten („Service-orientierten“) Auslegung der ohnehin textlich spröden und verquasten Bestimmungen: Die Praxis meiner Eltern in den 1970er und 1980er Jahren, die Flimmerkiste (s/w, „Nordmende“) nur dann aus dem Keller heraufzukarren, anzumelden und einzuschalten, wenn ihr Sprößling so krank war, daß er nicht einmal lesen mochte – und nach Genesung sofort wieder hinunter zu verbannen und von der GEZ abzumelden, ist wohl regelwidrig gewesen. Schließlich wurde das Gerät – irgendwie ja schon - im finsteren Kellerverschlag „zum Empfang bereitgehalten“. Es galt (oder gilt, ich weiß es nicht), daß jeder internetfähiger Computer als „Neues Rundfunkemfangsgerät“, unabhängig von einem tatsächlich existierenden Internet-Anschluß. Gerade die Bestimmungen zu „Neuen Rundfunkempfangsgeräten“, die die GEZ zwar nicht gemacht hat, jedoch in eigener – engster – Weise interpretiert exekutiert, hat gerade bei denen, die „guten Willens“ sind („homines bonae voluntatis“), nicht nur Befremden, sondern auch Empörung hervorgerufen. Das die GEZ und nicht der Gesetzgeber an vielen Querelen die Schuld trägt, zeigen einschlägige Gerichtsurteile. Wer gegen die GEZ „kämpft“, der schlüpft für viele in die Rolle des alttestamentarischen Jünglings David, der gegen den übergroßen und tumben Philister Goliath antritt. Mitbeteiligt an diesem Eindruck sind auch die Medien, die gerne („XYZ kämpft für Sie!“) hie und da das Ferkelchen GEZ durchs Dorf treiben, zum schaudernden Gaudium der Passanten. „Von nix kommt nix“ heißt es aber, eine gewisse und gesunde Empfindlichkeit oder Empfindsamkeit (Wachsamkeit) der freien Bürger gegen Institutionen und Behörden, die nicht den freien Bürgern zu dienen, sondern das Verhältnis gelegentlich oder dauerhaft umzukehren scheinen, halte ich für keineswegs unangemessen. |
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Wenn ich Steuern zahle, dann kann ich immerhin über die Zusammensetzung des Gremiums mitentscheiden das meine Steuergelder ausgibt. Die Zusammensetzung der Rundfunkräte der ÖR Sender dagegen wird durch Gesetz und Staatsvertrag bestimmt. Lt. ZDF Staatsvertrag sitzt da beispielsweise ein Verbandsfunktionär des "Europaunion Deutschland e.V." (WTF ist das?) und ein Vertreter der "Vereinigung der Opfer des Stalinismus", dann einer(!) von verdi und die ganze Palette Arbeitgeberverbände. Das sind die Leute die über den Sender entscheiden: ein Ständeparlament wie aus dem 19. Jahrhundert.
Während mich also Zwangsmitgliedschaft (zum höheren Zweck einer unabhängigen Berichterstattung) weniger betrübt, so finde ich es empörend, daß den Zwangsmitgliedern keinerlei Gestaltungs und Mitwirkungsrechte zugesprochen werden. Warum können die Zuschauer ihre Vertreter nicht selbst wählen? Wo sind die Vertreter der Immigranten, Bürgerrechtler, Erwerbslosen, Studenten, Leiharbeiter? Warum kann man Johannes B. Kerner nicht abwählen? |
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@odradek: Immerhin ist es so, dass ein großer Teil der Fernsehrats-Mitglieder von der Bundes- und den Landesregierungen sowie von den Parteien entsandt wird – insofern findet eine indirekte Vertretung durchaus statt. Dass darüber hinaus auch zivilgesellschaftliche Gruppen vertreten sind, finde ich zunächst einmal sinnvoll. Aber ich stimme zu, dass die Zusammensetzung nicht ausgewogen ist. Fraglich ist allerdings, ob Wahlen diese Situation verbessern würden. Gruppen mit geringerer Organisations- und Konfliktfähigkeit könnten ja auch daran scheitern, dass sie sich im Wahlkampf mit anderen, stärkeren Gruppen messen müssen.
Johannes B. Kerner kann man übrigens sehr wohl abwählen. Wenn den weniger Leute einschalten, ist er bald weg vom Fenster – respektive von der Mattscheibe. |
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Regierungs und Parlamentsvertreter zu entsenden ist eher Teil des Problems. Ein Vertreter vertritt die Interessen desjenigen den er vertritt. Wenn ein Vertreter nicht gewählt, sondern von einer Regierung oder Partei geschickt wird, dann vertritt er die Interessen von Regierung oder Partei. Indirekte Repräsentation ist eine Fiktion die immer schwächer wird, je geringer Sanktionsmöglichkeiten des ursprünglich Berechtigten werden. Die Problematik der sich durch indirekte Repräsentation verschiebenden Interessenlagen ist im übrigen auch eines der Argumente für die Gewaltenteilung.
Ich habe daher im Grunde auch nichts dagegen, daß Vertreter der Zivilgesellschaften (meinetwegen auch die Landeskrichen und ominöse Europavereine, aber keine Parteien) im Fernsehrat sitzen. Probleme habe ich nur damit, daß die Vertreter ihre Entscheidungen sich nur vor den Interesseninhabern rechtfertigen müssen und daß die Auswahl der Verbände in voraus festgelegt wurde. Der Einwand bzgl. der Gruppen mit zu geringerer Organisationsfähigkeit kann auch auf das parlamentarische System angewandt werden und was Kerner angeht, wenn jemand die Möglichkeit hat gegen die Scheusslichkeiten des acquired taste anzugehen, dann ja wohl ein unabhängiges Fernsehprogramm :-) |
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Ein feuriges Plädoyer pro Rundfunk- und Fernsehgebühren. Darauf einen Tusch.
zu 4.: Die GEZ zieht alle Gebühren ein. Wenn alle zahlen würden, so zahlten sie an die GEZ. Es braucht sie also auf jeden Fall. Was aber bei 100%iger Zahlungsmoral überflüssig wäre, sind die Gebühreneintreibertruppen... zu 5. Unterschied Gebühren-Steuern. Für Gebühren erhält man eine konkrete Gegenleistung (wie man die Leistung auch immer bewerten mag), hier also: öffentlich-rechtl. Rundfunk und Fernsehen. Für Steuern erhält man keine konkrete Gegenleistung. Vergleich hinkt meines Erachtens. zu 6. Verstehe den Zusammenhang nicht. Das Nicht-Zahlen hat was anarchisches, bisschen Widerstand leisten, das ist cool. Wo machen das Studenten sonst noch? Studiengebühren? Was wäre da vor 40/30/20 Jahren losgewesen. Demos gegen die große Koaltion (APO?). Nichts. Wo also revoltiert der Student von heute noch? GEZ. Ja. Was noch? Am Supermarktparkplatz keine Parkscheibe anbringen. Ja. Auch. Was noch? Rauchen im Restaurant? Nein. Schwarzfahren in der U-Bahn? Nein. Axel Springer Verlag? Nein. Fällt Euch noch was ein? |
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Diejenigen, die vor 30/40 Jahren protestiert haben, sorgen doch heute dafür, die Zukunftsangst der Studenten (u.a.) so groß ist, dass sie lieber noch was für den Bachelor machen (müssen) als auf eine Demo zu gehen.
Mal abgesehen davon sind 68er in Verantwortungspositionen so Beratungsresistent, das einem ganz schwindelig wird... |
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@ merdeister:
Das sind doch prima Voraussetzungen dagegen zu protestieren. Beratungsresistent kamen doch den alten 68/78/88 die 48/58/68 immer schon vor. Der ganz normale Generationenwahnsinn. Eine wunderbare Reibungsfläche. Aber durchaus möglich, daß heute mehr auf Reputation und berufliche Chancen und nicht zu viele Semester und derlei geachtet wird. Da lernt mal lieber für den Bachelor als seine Zeit in Diskussionszirkeln und auf Demos zu verbringen. Die jetzigen Studis wurden von denen erzogen, die damals auf der Strassen waren, egal ob gegen Axel Springer oder Wackersdorf. Wie kommt das? |
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Na ist doch klar: Wenn Mama und Papa gegen die Startbahn protestieren, fange ich bei Fraport an. Anpassung als Widerstand ;-)
Da bleibt die Hoffnung, das "unsere" Kinder wieder einiges auseinander nehmen... |
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7. „Ich habe gar keinen Fernseher.“ Dann zahl den Radiobeitrag, ist eh läppisch: 5,76 Euro im Monat. Gleich zwei Bier.
Auch schön: Wie kommt es eigentlich, daß die Fernsehgebühren in GB 30% niedriger sind und trotzdem die BBC das definitiv bessere Programm macht? Die Jahresgebühren für einen SW Fernseher sind 47 Pfund, das ist weniger als was ich hier für ein Radio bezahle und wenn ich in GB nur ein Radio habe, dann muß ich gar nichts bezahlen. Warum senden die privaten Sender in Deutschland BBC Dokus, während Johannes B. Kerner in Grossbritannien grösstenteils unbekannt sein dürfte? In der Amazon-UK TV Top 25 befinden sich 9(!) BBC Produktionen, bei Amazon-D eine einzige ZDF-Produktion und die liegt auch noch hinter "Kottan ermittelt". Halten wir mal fest, wir bezahlen für ein Fernsehprogramm, daß die Interessen irgendwelcher Verbände und Parteien repräsentiert und dafür unterirdische Qualität zu überhöhten Preisen liefert. Wer die Qualitätslatte so tief hängt, der muß sich auch nicht wundern, wenn die Privatsender dem nichts Gescheites entgegensetzen und mit Chart Shows ihre Zielquote vollmachen. |
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Hallo odradek,
Kommt dein Resümee mit den Interessen der Verbände und Parteien (halten wir mal fest...) aus dem BBC-ZDF-Vergleich und den Amazon-Verkaufslisten zustande? Wieviele Radio- und TV-Sender müssen in GB von den Gebühren finanziert werden? Zwei oder 8 oder 12 oder gar 16 oder noch mehr? Und wie viele Sender hängen bei uns an den Gebühren? Weiß ich jetzt gar nicht. Weiß das hier jemand? Ich habe ein wenig das Gefühl, der Vergleich hinkt etwas. Möglicherweise könnte man GB mit seiner BBC und Österreich mit dem ORF besser vergleichen? |
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Hallo satyaingh,
Der Vergleich passt eigentlich ganz gut, es gibt Regionalprogramme, Spartenkanäle (Kinder,Parlament,Nachrichten etc.) und eine ähnliche Finanzierungsgrundlage. BBC produziert ungefähr 10+ Fernsehkanäle (davon eins in Gälisch), 5 überegionale Radioprogramme und eine ganze Reihe lokaler Radioprogramme, bei einem Etat von 4 Mrd Pfund. BBC World Service und andere Auslandsdienste sind da nicht mit drin, weil das wird m.W. von der Regierung bezahlt. Mein Einwand mit den Verkaufslisten bezog sich auf das "die Leute gucken's doch" Argument. Ich sage: aber kaufen würden sie's nicht. Daraus ziehe ich den Schluss, daß die Programme zwar konsumiert aber nicht übermäßig geschätzt werden und aus der Einschaltquote in einem Gratismedium eben kein Kriterium für die Attraktivität einer Sendung gewonnen werden kann. Ob die Verkaufszahlen einen brauchbaren Qualitätsmaßstab darstellen, kann natürlich bezweifelt werden und auch die BBC ist nicht frei von Kontroversen. Allerdings fällt auf, daß die Britische Top-25 deutlich geschmackvollere Titel aufweist, als die Deutsche :-). Siehe meine Anmerkung zum acquired taste. Mit den Verbänden hat das nur insofern zu tun, als das sie nicht einmal ein gutes Programm hinbekommen, von einem das die Zuschauer vertritt ganz zu schweigen. |
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Als nahezu angesprochener Student (nahezu, weil meine Farbeitende Freundin ohnehin Gbeühren zahlt...), möchte ich mal antworten:
Zu Punkt 1 & 2 kann ich zustimmen. Die ARD macht hervorragende Nachrichten, bringt öfters gute Fernsehfilme und versorgt diverse Kanäle mit guten Dokus. 3. 'Nur Müll' stimm sicherlich nicht. Aber viel Müll und viel redundantes. Fangen wir im Radiopogramm an: Wofür müssen die einzelnen Anstalten Radiosender unterhalten, die genau das Gleiche machen, wie ein Radiosender aus der benachbarten Anstalt? Zum Beispiel Jugendwellen: Die Unterschiede sind nicht gewaltig. Zum Beispiel Dudelfunk: Keine Unterschiede, auch nicht zu den privaten. Das alles nur, damit jeder den Verkehrsfunk bekommt, den er braucht? Im Fernsehen ist das nicht viel anders: Es gibt nur wenige Spartenkanäle, dafür eine Menge Möchtegern-Vollprogramme, die dann letztlich auch noch meinen, den Privaten Konkurrenz machen zu müssen. it einer kleinen Schrumpfkur würde der notwendige Betrag auch sinken, die Qualität zunehmen und somit der Ruf des ÖRR sich verbessern. 4. Die GEZ steht vor Haustüren und belästigt Menschen einmal im Jahr per Post, nur, weil diese keine Geräte angemeldet haben. Für mich ist es diese Art von Misstrauen, die dafür sorgt, dass die GEZ in der TopTen der unbeliebtesten behörden auf Platz 2 nach der Arbeitsagentur folgt. (Und dann zu glauben, man könnte das Image korrigieren, indem man überflüssige Werbung vom Geld der Gebührenzahler schaltet, macht es nicht besser, im Gegenteil.) 5. Ich zahle keine Steuern, ich bin Student. Aber trotzdem würde ich einen fairen Beitrag bezahlen, wenn die Leistung auch stimmen würde... Aber gerade bei StudentInnen hat man ja ordentlich an der Schraube gedreht: Befreit sind nur noch BaföG-Empfänger und in der WG muss jeder einzeln zahlen, in der Partnerschaft aber nicht (dafür muss man bei letzterer Form des Zusammenlebens aufpassen, dass die GEZ nicht doch mal einen Datenabgleich mit der Arbeitsargentur macht und darauf einem Beteiligten das ALG2 streicht.... Datenschutz, was ist das?). |
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Ich gehöre zu der angesprochenen Gruppe von Studenten. Natürlich ist es nicht praktisch überprüfen zu wollen, ob jemand seine Rundfunkempfangsgeräte nur zum Empfang bereit hält oder tatsächlich auch ÖR-Sender nutzt.
Nur für meinen Teil: Ich müsste eigentlich zum einen für meinen Server im Internet zahlen und für meine neuartigen Geräte, aka Computer und mein Radio wohl auch. Nur nutze ich das gebotene Programm wirklich _nie_. Ich gehe nicht auf Seiten von ZDF und ARD, ich höre ganz sicher kein Radio (wenn ich mir dummes Gelaber anhören wollte...). Warum also zahlen? Höchstens, damit die Verschwendung der 3-6 GEZ-Briefe pro Jahr aufhört. Ich habe aber ganz allgemeine Probleme mit den ÖR: Wieso werden Inhalte nicht veröffentlicht, unter einer CC-Lizenz oder sonstigem? Schließlich haben die Gebührenzahlen ja dafür gezahlt. Bis auf wenige Ausnahmen geschieht hier nichts. Auch hier ist meine totale Nichtnutzung begründet. Als teil der jüngeren Generation kann ich nicht erkennen, warum ich mich in einer Fernsehzeitschrift erkundigen sollte, wann etwas interessantes läuft, und dass dann in meinen Tagesablauf einbauen sollte, statt lieber dann, wenn ich darauf aufmerksam werde flexibel darauf reagieren zu können. Zu guter letzt sehe ich so viele Stellen, an denen man massiv Geld einsparen kann. Praktisch alle Dinge, die für teuer Geld eingekauft werden: Harald Schmidt (den ich ganz gut finde), Fußball (den können auch private senden) oder den neuesten Harry Potter in der Deutschlandpremiere. |
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Aus meiner Sicht - aber ich kann mich natürlich irren - liegt eine grundsätzliche Verwchslung vor: man zahlt seinen Obulus nicht für das Programm bzw. die Inhalte (wie bei Premiere oder maxdome usw.), sondern dafür, daß es den öffentlichen Rundfunk mit seinem Angebot und seiner dahinterstehenden Struktur an sich gibt und im Sinne des demokratischen Auftrags auch erhalten wird.
(Kaum jemand wird die Sendungen hören, die für Deutsche oder Interessierte mit deutschen Sprachkenntnissen im Ausland konzipiert und gesendet werden - und die Menschen, die diese Sendungen per Weltempfänger usw. hören, zahlen auch keine Gebühren für diese Sendungen.) |
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schrieb am
23.02.2009 um 17:28
Das schon, bloß für etwas zahlen, was überhaupt nicht genutzt wird, widerspricht dann doch meinen Vorstellungen und dafür spende ich etwas mehr als die Radiogebühr an Greenpeace und bin damit für mich reinen Gewissens.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich gerade bei meiner Freundin mitkriege, wie umständlich eine Befreiung ist. |
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@data:
Wie dem auch sei. Die gesetzliche Lage ist da sehr eindeutig. Zahlen für ein empfangsbereites Gerät. Im Übrigen nicht 5x Gebühren für 5 Geräte sondern nur für 1 Gerät. Wer das nicht einsieht, muß wohl in die Politik gehen und sich für Änderugnen einsetzen. Es gibt viele Gesetze und Verorordnungen, die von wiederum vielen Menschen angezweifelt werden. Sich nicht daran halten trägt bis zu einem bestimmten Grad die Gesellschaft als Ganzes noch mit. Wo könnte man da noch ansetzen? Keine (Weniger) Steuern zahlen, weil der Staat das Geld für Dinge ausgibt, die ich nicht für gut halte? Bei roter Ampel über die Kreuzung fahren, weil grad keiner kommt? Im Supermarkt des Milliardärs Albrecht stehlen, weil der eh schon so viel Geld hat? Wem die Gesetzeslage nicht passt, setze sich bitte für Veränderungen ein, aber handle nicht dagegen und auf Kosten der Gesellschaft! |
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@ data: Sehr viele Informationssendungen und auch manches Fiktionale kann man sich rund um die Uhr im Netz ansehen. Auch mit Creative-Commons-Lizenz gibt es schon manches: http://www3.ndr.de/zuschauerservice/creative_commons/index.html - also: Ganz so unflexibel, wie Du es beschreibst, sind die öffentlich-rechtlichen Inhalte nicht. Und ganz so schlecht auch nicht. Neben "dummen Gelaber", das es zweifelsfrei gibt, bieten die Sender auch viel Hochwertiges, gerade im Radio.
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schrieb am
23.02.2009 um 18:32
Der NDR ist hier aber eher die lobenswerte Ausnahme.
Außerdem muss ich sehr wohl mehrmals zahlen: pro Standort. D.h. einmal für den Server im Rechenzentrum und für den Rechner zuhaus. |
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schrieb am
23.02.2009 um 18:33
Hach wünsche ich mir eine EDIT-Funktion. Auf ein baldiges Erscheinen.
Ich finde das grundsätzliche Prinzip auch durchaus richtig. Sobald ich tatsächlich ein eigenes (nennenswertes) Einkommen habe, werde ich auch sicher zu einem Zahler werden. |
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Günther Bartschs Beitrag auf der Startseite zusammengefaßt wie folgt zusammengefaßt bzw. eingeleitet:
"In seinem Blog plädiert Freitag-Blogger Günter Bartsch für einen ehrlichen Umgang mit den Menschen von der Einzugszentrale - und einfachere Regeln für die Gebührenbefreiung". Der letzte Absatz "Das Einzige, was sich ändern sollte ..." spricht nicht davon: "Das jetzige System enthält zwar die Möglichkeit einer Gebührenbefreiung – ist aber nicht gerecht: Wer geringere Einkünfte hat, sollte auch weniger zahlen müssen. Insofern sollte man über ein steuerfinanziertes System nachdenken". Wer hat da nicht richtig gelesen? |
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Macht doch nichts, wenn über Rundfunkgebühren kommentiert wird, oder?
Ein Stein, der ins Rollen kommt, darf auch mal eine Kurve nehmen, muß nicht nur gerade aus rollern... |
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Ich bin auch Student und halte den öffentlich rechtlichen Rundfunk ebenfalls für sehr wichtig.
und dieser muss natürlich bezahlt werden, ich finde ein über Gebühren finanziertes System noch am besten, da weniger Staatseinfluß. Allerdings versteh ich Menschen die sagen, das sie mit dem Programm nix anfangen können, obwohl es zu den privaten noch relativ Niveau hat. Aber der ÖRR macht auch Programm eher in die Richtung der älteren Mitbürger, die auch bedingungslos jeden Fernseher anmelden ;-). Meiner Meinung nach fehlt dem ÖRR eine Art Fernsehsender für die Altersgruppe, zwischen KiKA und ARD/ZDF, so eine Art alternatives MTV, dann würde das Gebühren zahlen auch wieder mehr Spaß machen. |
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Ja, die Gebühren sind wichtig!
Ich muss jetzt aber mal was los lassen, denn mich regt es schon auf Geld zu Zahlen für die ARD und ZDF die inzwischen nur noch das Sprachrohr der Regierung sind. KRITIK = 0 Bei den Radio Sendern sieht es gut aus, also ich find allgemein WDR 5 sehr schön, da wird auch recht oft hinterfragt was man bei der ARD und ZDF vermisst. Ich schaue kaum mehr die ARD oder ZDF (für Neues aus der Anstalt schon) aber es ist einfach zum Haare raufen, wenn ich sehe, dass JBK und Broder hetze machen oder Plasberg als einer der Besten Moderatoren Deutschlands gehypt wird da bleibt einem nur noch das Kopfschütteln...... Arte ist langweilig geworden....erinnert mich schon fast an die 90er Jahre wo es unerträglich war, die letzten Jahre war arte wirklich gut gewesen aber seit 2008 gehts bergab. Phoenix kann ich nicht mehr sehen, aber war auch recht Informativ auch wenn History Inspector Guido Knopp ein wenig zu Oft vor der Kiste war. Um über Nachrichten informiert zu werden bin ich fast nur noch im Internet, die Tagesschau oder heute spricht mich gar nicht mehr an. Da ist es beim Privatsender RTL durchaus besser, im Nachtjournal um 0.00 (okay da gibts auch schwachsinns Meldungen) sind sie recht oft Kritisch was das Weltgeschehen angeht und 10 vor 11 ist einfach Kult muss man einfach gucken. Tja mein Standpunkt ! |
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Manueller Trackback: http://www.onli-blogging.de/index.php?/archives/610-Ist-GEZ-Ablehnung-Gebuehrenparanoia.html
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zu 1. kann ich nicht zustimmen
zu 3. hochwertige Inhalte im ör? ist arte auch ör? dann ja. zu 4. denke eher das sind arme schweine, ähnlich wie drückerkolonnen. Habe 'ne reportage im ör!!! gesehen, die Arbeitslose auf die Pirsch schickten, mit Methoden, die eher kriminell waren (Drohungen; ich meine, dass auch von Lohnabzug die Rede war, wenn keine Verträge gemacht würden) zu 6. unverhältnismässig. noch zu 3. GEZ = solidarisches System? Finde ich gut. Aber warum dann Leute wie Beckmann oder Kerner oder was weiss ich für Millionen von privaten Sendern abkaufen, damit diese dann ihre langweiligen unsinnigen shows im ör moderieren können? halte ich für eine missbrauchte Solidarität und deshalb habe ich meinen fernseher abgeschafft. |
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nein, was sich darüber hinaus noch dringend ändern sollte, ist definitiv die geldeintreibepolitik der gez. da hört und liest man ja gruseligs. absolute nichtkommunikation bei nachfragen, gebührenbefreite angehörige oder sogar tote, die weiterzahlen sollen. mal abgesehen von der unmöglichkeit, sich abzumelden. könnte ja auch mal nötig sein.
aber sonst: einverstanden. ;-) |
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Also ich finde das Gebührensystem blöd.
Von wegen unabhängiger Qualitätsjournalismus. Die wenigen politischen Reportage-Magazine, die es noch gibt, die wenigen Dokumentarfilme, die gezeigt werden, können unmöglich all die Milliarden veschlingen, die wir zahlen. Das deutsche Fernsehsystem ist zwangsweise verordnetes Mittelmaß, schlechter Geschmack per Dekret. Winterabend der Volksmusik oder Volksabend der Wintermusik auf allen Kanälen, Schmidt und Pocher und Anne Will und Maybritt Illner ... Fernsehen ist an sich fast unerträglich. Deutsches Fernsehen eine einzige Zumutung. Die einzig guten Sachen kommen aus dem Ausland und die muss man sich dann synchronisiert ansehen. Grässlich. Ich guck fast kein TV mehr. Und wenn mal durch Zufall bin ich echt entsetzt. Der einzige Sender, der halbwegs geht, ist RTL - die haben wenigstens lustige undgewöhnliche, manchmal riskante Sendungen. Falls im öffentlich rechtlichen ein Risiko eingegangen wird, ist es nach 0.00 Uhr - und da schlafe ich schon. Meine Meinung: Abschaffen. |
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schrieb am
23.02.2009 um 22:42
Abschaffen ist eine berechtigte Forderung, aber eigentlich nicht die richtige Lösung. Immerhin besteht dann die Gefahr, dass die private Medienlandschaft vollständig die Kommunikation über politische Themen beherrscht. Es ist sicher nicht verboten, ausgerechnet hier sowas zu sagen: weite Teile der Bevölkerung beschaffen sich ihr Weltbild aus dem Fernsehen. Und auch wenn ARD und ZDF nicht von allen geguckt werden, dürften sie doch eine gewisse Reichweite auch bei solchen haben, die sich ansonsten nicht aus unabhängigen Quellen informieren.
Also, nicht abschaffen, sondern zurechtstutzen. Der ganze Müll, wie Volksmusik, Kitsch-Serien und Quiz-Sendungen, kann raus, die Senderanzahl auf maximal drei reduziert werden (Landesrundfunkanstalten abschaffen), maximal ein Radiosender (meines Wissens wird Radio kaum noch konsumiert, und wenn doch, dann passiv im Auto oder mit abgeschalteten Kopf in der Küche) zur Not bestehen bleiben. Dann sinken auch die Gebühren. |
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Hallo!
Meiner Meinung nach brauchen wir keinen gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Einschaltquoten der Sender sind doch der Beweis dafür, dass gerade die jungen Leute überhaupt kein Interesse am öffentlich-rechtlichen Programm haben und es kaum nutzen bzw einschalten. Ich bin dafür, dass sehr bald darüber nachgedacht werden sollte, welche technischen Möglichkeiten es gibt, konkret festzustellen, wer das Programm nutzt. Und nur die Leute, die das Programm auch tatsächlich nutzen, sollten dafür auch zahlen. Außerdem drängt sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk zunehmend in Gebiete vor, die überhaupt nicht in seinen Bereich gehören sollten. Viel zu viele Sender, viel zu viele Kosten! Das ZDF hat einmal die Quoten für seine Digitalen Sender ermitteln lassen... Der Marktanteil betrug 0,2 %. Die Kosten stehen in einem enormen Missverhältnis zum Nutzen. |
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Ja, also Herr Augstein trifft den Punkt.
Es ist unerträglich geworden, eine Zumutung! Sendungen wie Hart aber Fair, Anne Will oder auch Schmidt und Pocher einfach schrecklich. Dann der Berlin Direkt Heini der was von Erzählt wir haben eine Finanzkrise, weil wir nicht mehr an Gott glauben, Silbereisens Akustikterror Kabinett und Bild TV auch bekannt als Brisant...... Ich kann nicht mehr also das Bildungsniveau ist bei RTL nach 0:00 höher..... I break together .....Viel Spaß noch Ich schlürfe meine Cupnudeln weiter =) |
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@ Jakob Augstein: Genau so sehe ich es auch! Die ganze Programmgestaltung ist teilweise eine Zumutung für den Zuschauer. Wenn die ARD für Millionen und Abermillionen von Euros die Rechte an teuren Hollywood-Produktionen erwirbt, so sollten diese auch gezeigt werden, wenn das Publikum diese auch sehen will. Zumeist kommt das durchaus gute Programm zu unmöglichen Uhrzeiten. Gerade bei amerikanischen Spielfilmen ist diese Praxis bei der ARD zu beobachten.
Aber auch bei Eigenproduktionen sollte man sich mehr Gedanken um die Programmierung machen. Wieso lässt man für 5 Millionen Euro einen Film über das Leben von Marcel Reich-Ranicki produzieren, und zeigt ihn dann, wenn im Gegenprogramm das Champions-League Viertelfinale gezeigt wird `? |
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Ungewöhnliches Thema, und sehr interessant! Löblich auch als Versuch zur Verbesserung des üblichen Studentengeschwätzes. Dass GEZ aber gerade in diesem Milieu ein Dauerthema ist, wundert ja nicht. Zumindest habe ich noch nie Leute, die im "richtigen" Arbeitsleben stehen, über die GEZ klagen hören. Bei einem ordentlichen Einkommen wirken die paar Euro eben läppisch, für den durchschnittlichen Studenten kann der zwangsweise Verzicht auf die "2 Bier" aber schon schmerzlich sein. Das liegt dann aber m. E. ursächlich nicht an ARD oder GEZ, sondern an der bildungssozialpolitischen Schieflage.
Was die Medien angeht: ich stimme zu großen Teilen denen zu, die mehr Qualität/Innovation/Vielseitigkeit/... im öffentlich-rechtlichen Fernsehen einfordern. Wer dieser Tage mal bei den ARD-Sendern vorbeigeschaut hat, hat sie vielleicht ganz schnell wieder weggezappt. Man hatte oft nur die Wahl zwischen Wintersport und Karneval. Beiden zöge ich persönlich das Anstarren der Wand vor. War letztes Jahr länger in Großbritannien. Mein fernsehtechnisches Fazit: BBC und ARD-ZDF trennt mehr als nur die Nordsee. Soviel zum Fernsehen, über das hier alle sprechen. Einen Satz noch zum Radio, wo die Situation, finde ich, ganz anders ist. Gelobt sei der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur usw. haben viele extrem gute Sendungskonzepte und charismatisch-sympathische Moderatoren. Und insbesondere der Deutschlandfunk ist so ein gut geführter Gemischtwarenladen, da ist garantiert für jeden Geschmack regelmäßig was dabei. Wenn es im Medium Radio nicht auch öffentlich-rechtliche Sende gäbe, wäre das Radio für mich ein völlig nutzloses Gerät, verwendbar höchstens als Buchstütze. Was einem da an Privatem geboten wird, ist einfach nur indiskutabel, geradezu menschenverachtend! |
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Das Problem unmöglicher oder sich überschneidender Sendezeiten löst zuverlässig ein digitaler Festplattenrekorder. Kostet 100 Euro und kann zwei Sendungen gleichzeitig aufnehmen. Man setzt sich Sonntag nachmittag hin, tickt im EPG die Sendungen an die man im Verlauf der Woche interessien und guckt die dann wann man Lust hat. Die Programmplanung der Sender kann einem also den Buckel runterrutschen.
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Zugegeben: Manchmal bekomme ich auch Zweifel, zum Beispiel, wenn ich so was hier lese: http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2009/02/23/mit-misteln-gegen-krebs-die-ard-wirbt-wieder-f-252-r-pharma-unternehmen.aspx (wieso hat das eigentlich noch kaum jemand aufgegriffen? Ist das nicht ziemlich brisant?).
Und trotzdem: Es gibt genug Beispiele für gute Sachen. Spontan fallen mir ein: "Türkisch für Anfänger", arte-Reportagen wie "Monsanto, mit Gift und Genen", die Serie "Kriminaldauerdienst", der eine oder andere Tatort, "Das Schweigen der Quandts", "Contergan"... Natürlich müssten sich die Öffentlich-Rechtlichen viel mehr trauen, die Polit-Magazine wieder verlängern, Kultursendungen auf gute Sendeplätze heben, dem Auslandsjournalismus mehr Aufmerksamkeit schenken... Aber die Gebühren abzuschaffen, wird das alles nicht bringen, sondern noch weiter verringern. |
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Über Geschmack läßt sich bekanntlich trefflich streiten...
Unerträglich finde ich jedoch dass ich bezüglich Informationen zum Geschehen in Deutschland und der Welt durch ARD/ZDF größtenteils im Stich gelassen werde. Leider sehe ich nicht, wie sich dies kurzfristig ändern ließe (folglich weiche ich auf z.B. BBC im Internet aus...) Ganz unabhängig von den Inhalten des Programms (als Mathematikerin würde ich das präziser ausdrücken als "orthogonal" hierzu) ist aber meiner Meinung nach das Gebaren der GEZ zu sehen. Man könnte durchaus gebührenfinanziertes Fernsehen machen, ohne die Nutzer so vor den Kopf zu stoßen. Und das ließe sich durchaus mit wenig Aufwand und sehr schnell ändern. |
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Um mal einen anderen, sozialen Aspekt hier reinzubringen: all die Milliarden, die wir da so zahlen, gehen mitunter auch an die Mitarbeiter, u.a. die freien Mitarbeiter, die dort nicht ganz so ausgebeutet werden, wie anderswo. Und bei aller Kritik, ich bin ehrlich gesagt ganz froh, dass es eine nachrichtliche Alternative gibt zu den N24 Schienen, die mir zwischendurch quasi per Anleitung zeigen, wie ein Bomber funktioniert.
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Das mit der Ausbeutung sehen die freien Mitarbeiter aber anders:
http://www.freienseiten.de/wdr/schlussmitdemgejammer.pdf "Selbst freie WDR-Journalisten mit abgeschlossenem Studium und langjähriger Berufserfahrung kommen in der Regel nur auf einen durchschnittlichen Umsatz von 2.000 bis 4.000 Euro im Monat. Davon sind abzuziehen: 7 % Umsatz-Steuer, Kosten für Büro-Raum, Schreibtisch, Fax-Gerät, Computer, Internet, Telefon, Papier, Porto, Fachliteratur, Fahrtkosten... Viele WDR-Freie erwirtschaften somit nicht mehr als ein Facharbeiter (ein Arbeitnehmer in der NRW-Metallindustrie, mittlere bis oberste Tarifgruppe, verdient zwischen 1.600 und 2.300 Euro brutto im Monat). Vom Brutto- Einkommen eines Freien sind abzuziehen: Sozialversicherung, private Altersvorsorge, private Berufsunfähigkeits-Versicherung, Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag." |
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Viele freie Journalisten, die ich kenne, könnten ohne ein öffentlich-rechtliches Standbein gar nicht von Ihrem Beruf leben - zumindest außerhalb Berlins nicht.
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Das bedeutet, daß wir mit den Fernsehgebühren die privaten Anbieter subventionieren, weil das ÖR Standbein es den Privaten erlaubt ihre Honorare niedrig zu halten.
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Mit sehr viel Fantasie kann man das dann auch so sehen, ja :)
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Vielleicht aber auch das Gegenteil: die Freiheit des Journalisten, zu schlecht bezahlte Aufträge abzulehnen.
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Kann natürlich auch sein. Aber wenn ich so zu dem Thema umsehe, dann kriege ich das Gefühl, daß die wirtschaftlichen Aspekte des Fernsehkournalistendasein ausgesprochen unerfreulich bis bizarr sind:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28962/1.html Wenn die Bezahlung kaum mehr Chance hat sich nach dem Aufwand zu richten, dann müssen wir uns natürlich über Qualitätsverfall nicht wundern. |
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Das denke ich auch: Gut, schnell und billig geht eben nie zusammen, eine der drei gewünschten Eigenschaften wird immer unter den Tisch fallen. Vor allem, wenn dann gut auch noch unabhängig von politischen oder wirtschaftlichen Interessen bedeutet.
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Ich würde mal sagen, daß die Bedingungen unter denen Journalisten arbeiten müssen (und wie diese Bedingung sich verändert haben) ein ausgesprochen interessantes Thema für den Freitag abgeben könnte. Und ein relevantes dazu. Aus den Kommentaren hier konnte man ja ablesen, daß der Substanzverlust deutlich wahrgenommen wird und bei einigen Kommentatoren begint sich ja sogar schon Verachtung für das ganze Genre auszubreiten. Diskussionen über Ursachen und Folgen dieses Verlustes und die Frage wie professioneller Journalismus anders organisiert werden könnte fände ich ausgesprochen wichtig. Es treiben sich doch genug Freiberufler hier herum die was dazu sagen könnten, oder?
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Ich verstehe die Angst vor einen steuerfinanzierten System nicht. Für die Kirchen treibt der Staat doch auch die Steuern ein, und die machen was Sie wollen. Aber das muss gar nicht sein denn mit 3-5EUR/Monat Gebühr wäre der eigentliche Auftrag der ÖR, die Grundversorgung, locker erfüllbar, wenn sie:
- wieder nur 2 TV-Programme (+ 1 Regional) hatten, und dort das senden würden was jetzt auf arte und 3sat läuft - keine Millionen für Moderatoren und Sport-Übertragunsrechte verschwenden würden - unter Aufsicht vom Rechnungshof stehen würden um sonstige Verschwendung zu stoppen Denn leider missbrauchen die ÖR die Gebühren-Milliarden gnadenlos um ein riesiges Medien-Imperium aufzubauen, das keiner braucht. Deshalb wollen viele keine GEZ-Gebüren mehr zahlen. Aleine der Webauftritt der ÖR verschlingt eine halbe Milliarde/Jahr, und deshalb gibt es jetzt in Deutschland (wohl einmalig in der Welt) eine allgemeine Internet-Gebühr - nur weil die ÖR eine Webseite haben! Die habe ich auch, wo sind meine Milionnen? |
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Das mit der "Grundversorgung" ist ein Missverständnis. Das Wort bedeutet nicht "Minimalversorgung" sondern steht für all das, was immer noch gewährleistet sein soll, falls der private Rundfunk von heute auf morgen zu existieren aufhört.
Was die Sportrechte und die Steuerfinanzierung angeht gebe ich Dir aber Recht. |
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schrieb am
24.02.2009 um 15:21
@ lukasheinser: Nach deiner Definition von "Grundversorgung" müssen die ÖR also jeden Scheiss mitmachen, der bei den privaten läuft, um die privaten zu ersetzen falls diese mal plötzlich verschwinden?
Ich verstehe unter "Grundversorgung" etwas andres, als die Leute mit immer mehr Kanälen, noch länger vor der Glotze zu halten. Ich bin nicht für die Abschaffung sonder für den Stopp der Expansion und Rückbau auf vernünftiges Mass. Und bessere unabhängige Finanzkontrolle. |
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Die Rundfunktgebühren sollen das ÖR vor direktem Einfluss des Staates schützen. Am Beispiel Frankreich wird der Sinn derartiger Finanzierung deutlich. Dort will man auf Werbeeinnahmen verzichten und durch die alleinige Finanzierung durch Steuermittel eine Abhängigkeit schaffen, die den kritischen Journalismus auf lange Sicht zur Disposition stellen wird.
Trotz der weitgehenden Unabhängigkeit von Werbeeinnahmen, kann sich die ÖR dem Druck der Quote nicht vollkommen entzeihen - wenn keiner schaut, wird der Sinn des ÖR und seine Gebührenfinanzierung in Frage gestellt werden. Programme wie Arte und Phoenix haben unterirdische Einschaltquoten. Und auch wenn ich persönlich begrüßte, würden deren Inhalte nun auf den beiden großen Sendern laufen - vor dem Hintergrund der Finanzierungsfrage ist diese Forderung nicht durchsetzbar. Zudem sollen gerade die Regionalsender über das (nicht Arte-teaugliche) Geschehen in der Region berichten. Dass guter journalismus teuer ist und sich ab einer bestimmten Qulität nichtmehr über Werbeeinnahmen finanzieren lässt, ist common sense. Die ÖR können sich mit den dichtesten Reporternetzwerk weltweit rühmen. Das merkt man an der Berichterstattung. Leider schlägt sich die Qualität der Berichterstaatung nicht in der mageren Quote der Tagesschau nieder. |
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Die GEZ gehört abgeschafft. Das, was die machen, ist unwürdiges Gespitzele.
Mir ist folgendes passiert: Ich melde mein Radio bei der GEZ ab (ganz legal, weil ich … aber dass muss ich hier nicht auseinandersetzen) und bekomme von der GEZ ein offizielles Schreiben zurück, in der mir mit Bezug auf den Staatsvertrag mitgeteilt wird, dass eine Abmeldung nur im Todesfall (und in wenigen anderen Fällen) möglich wäre. Daraufhin habe ich mir den Staatsvertrag und die hessischen Regelungen besorgt — es steht selbstverständlich nichts dergleichen drin. Seit dem belästigt die GEZ mich regelmäßig mit Drohbriefen, die irgend ein Rentner bei mir einwirft. Die GEZ gehört abgeschafft. Für eine Steuerfinanzierung spricht, dass die Grundversorgung mit Nachrichten und politischen Reportagen eine Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist. Rein kommerziell geht das nicht, das ist in vielen Teilen der Welt zu beobachten. Gegen parteipolitische Übernahme würde ein entsprechendes, vielleicht in der Verfassung garantiertes Statut schützen. Nicht garantiert werden muss allerdings die "Grundversorgung" mit Volksmusiksendungen oder das Abdudeln der Charts oder gehirntote Quizsendungen. Von einen unabhängigen öffentlich-rechtlichen Medium profitieren auch diejenigen, die niemals eine Nachrichtensendung oder ein politisches Magazin "konsumieren". Steuerfinanzierung! |
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Statt über die Abschaffung der Rundfunkgebühren zu streiten, könnten den Öffentlich Rechtlichen auch die Werbeeinnahmen strittig gemacht werden. Diese haben seit ca. Mitte der 80er Jahre zu einem Wettbewerb mit den Privaten und daraus folgend einer "inneren" Privatisierung" geführt. Würde nicht mancher Student und anderer Zeitgenoss/e/in die GEZ einsichtiger beurteilen, wenn die Programme wieder anspruchsvoller würden?
Das Quotendenken und der Qualitätsverlust haben beim ÖR einen engen Zusammenhang. Werbung hat auch private Zeitungsverlage in arge Abhängigkeit gebracht und den Journalismus nicht besser gemacht - jetzt warten wir auf das Freitags-Wunder ! Doch von Nischen-Medien allein können weder Musiker, Schreiber noch Schriftsteller noch Filmemacher leben und "Massenmedien" ohne Kommerzabhängigkeit sind für viele ein wichtiges Sprungbrett. Und für die Rezipienten : ÖR ist nicht nur das, was viele (zu Recht)abschalten sondern auch das, was viele einschalten, weil Privates es sich und uns nicht leisten kann und will. |
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anspruchsvollere Programme locken mehr Zuschauer? Ich bezweifle diese These. Nehmen wir Arte; ich denke die Behauptung, Arte sendet anspruchsvolle Inhalte, lässt sich durchaus halten. Trotzdem: Arte dümpelt bei Quoten um die 1,5-2%. Liegt es tatsächlich am Anspruch? kann es nicht sein, dass es den Studenten an Interesse für eben solchen Anspruch mangelt? Wie lassen sich die unterirdischen Quoten von Phoenix erklären? Auch in diesem Fall nicht durch mangelnden Anspruch? Solange Sendungen wie "Sturm der Liebe" am Nachmittag noch gute 25% Quote abstauben (dicht gefolgt von diversen Richtershows mit 22% +-) und Pro7 bei der Werberelevanten Zielgruppe (zu der altersmäßig eben auch angehende Akademiker gehören) Quoten um die 30% hat, denke ich nicht, dass sich durch anspruchsvolleres Programm Publikum binden lässt. Aber - GEZ sei dank - dreht sich im ÖR noch nicht alles um die Quoten.
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baal hat völlig recht - meine Formulierung birgt ein Mißverständnis. Meine Frage nach
der Akzeptanz anspruchsvollerer Programme war selbstverständlich keine Quotenfrage, sondern eine Qualitätsfrage. D'accord... |
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baal hat völlig recht - meine Formulierung birgt ein Mißverständnis. Meine Frage nach
der Akzeptanz anspruchsvollerer Programme war selbstverständlich keine Quotenfrage, sondern eine Qualitätsfrage. D'accord... |
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An dieser Stelle wie immer der aktuelle Verbrauchertip: Die GEZ mag es gar nicht wenn man GEZ sagt :link.
Und google kann sich schon mal warm anziehen: ![]() @Butjer: Bei der inneren Privatisierung fällt mir ein, weiss jemand wie sich die Produktionsstruktur der ÖR geändert hat? Ich hab jetzt mal den Geschäftsbericht 2007 des BR auf, da steht unter Ausgaben, daß sich der Personalaufwand von 2006 auf 2007 von 305M auf 262M verringert hat, während die Aufwendungen für "Herstellervergütungen" sich von 218M auf 249M erhöht haben. Das sieht für mich so aus, als würde massiv outgesourcet werden und die Produktion an vom Markt abhängige Firmen vergeben werden. |
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schrieb am
24.02.2009 um 15:35
Die GEZ ist natürlich ein Thema für sich. Das Datenschutz-Gesetz wird von Ihr seit Jahrzehnten gebrochen (Vorratsdatenspeicherung). Bei der Bahn schaut man da auch nicht weg, warum bei der GEZ?
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odradek hat mit dem Outsourcing eine der Auswirkungen der "inneren Privatisierung" meines Erachtens völlig richtig beschrieben und belegt. Eine weitere Auswirkung ist aber auch die Programmgestaltung der ÖR: In Einschätzung der privaten Konkurrenzprogramme, ihrer Zielgruppen, Quoten, Werbemärkte und damit "Erfolgsaussichten" änderte sich in den zurückliegenden Jahrzehnten auch stetig das eigene Programmprofil . Häufig ohne Not - quasi vorauseilend - haben ÖR aus bloßer Angst vor Quotenverlust auf Masse statt Klasse gesetzt.
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lieber herr bartsch,
1. bin ich student und bei einem einkommen, welches 2. unter der von der eu festgesetzten armutsgrenze liegt, soll ich also 3. noch allen ernstes im falle eines nicht-bafög-beziehers gebühren an ein system bezahlen, welches 4. hauptsächlich seine funktionäre damit füttert und ein unüberschaubares programmangebot hat, was 5. noch nicht einmal seine gesetzlichen aufgaben erfüllt und wenn dann erst nach 23.30 uhr? ja, eine gebührenbefreiung für studierende gibt es nur für diejenigen, welche bafög beziehen. jede und jeder, dessen/deren eltern soviel verdienen, dass kein bafög gezahlt wird, aber so wenig, dass sie ihre kinder nicht ausreichend finanziell ausstatten können, sind dann einfach mal am A.......! das, was sie hier schreiben, gehört eher in die Zeit, die Berliner Zeitung oder ähnliche tages- und wochenzeitungen, ob springer oder nicht. jedoch erwarte ich soetwas nicht in der community einer linken zeitung. soviel dazu. gebühren gehören abgeschaft. egal ob gez, krankenkasse, sogenannte bearbeitungsgebühren etc. pp. |
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Ich finde es wichtig, dass man solche Diskurse trennscharf führt und nicht die verfehlte BAFÖG-Politik in die Argumentation nimmt, wenn man sich über die Rundfunkgebühren mockiert. Im übrigen hat sich Günter Bartsch deutlich für eine gestaffelte Gebührenerhebung ausgesprochen ("Wer geringere Einkünfte hat, sollte auch weniger zahlen müssen")
Und es stimmt: Viele Studierende haben in der Tat wenig Geld zur Verfügung - andere haben immerhin genug, um sich übers Wochenende nach Österreich abzusetzen und mit ihrem Brett den Kunstschnee zu verdichten; auch die zahlen nicht. Die Zahlungsunwilligkeit also nur auf den klammen Geldbeutel zu schieben ist nicht richtig. Es geht um Prioritäten, die jeder einzelne zu setzen hat. Wer den einzigen Grund der Gebührenerhebung auf die Finanzierung einiger Funktionäre reduziert, dem ist es nicht zu verdenken, die Gebühren zu verdammen. Das selbe gilt für Menschen, die den Auftrag der ÖR erst nach 23.45 erfüllt sehen. Diejenigen vergessen, dass Gebühren für eine Reporternetzwerk aufgewendet werden, welches weltweit (!) seines Gleichen sucht; die vergessen auch, dass das ÖR aus rund 20 TV-Kanälen und 60 Radiowellen besteht, die diesen Auftrag teils rund um die Uhr erfüllen. die Gebührenfinanzierung des ÖR muss aufrechterhalten werden, um im TV eine Qualität zu erhalten, die sich über Werbefinanzierung defititiv nicht halten ließe. Über eine Staffelung der Gebühren kann man streiten.. |
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Einige GEZ-Kritiker, allen voran Jakob Augstein, argumentieren hier nach der Logik: „Als anständiger Mensch brauche ich kein Gefängnis, da gibt’s für mich nur eins: Abschaffen!“
Diesen etwas drastischer Vergleich habe ich mir von Matthias Eckoldt aus „Medien der Macht – Macht der Medien“ geborgt. [Zitat Matthias Eckoldt] Die Mediennutzer müssen nicht mehr wie im Falle des Gefängnisses gezwungen werden, erwünschtes Verhalten zu internalisieren, sondern sie nehmen scheinbar freiwillig am Mediensystem teil.[/Zitatende] Die Kernfunktion der Medien besteht nach Eckoldt darin, die Massen über Leitbilder zu konditionieren und zu disziplinieren, was Matthias unter Rückgriff auf die Systemtheorie und Foucaults Analytik der Macht nachzuweisen versucht. Also erst recht abschaffen? Nicht unbedingt. Den Staatsrundfunk ja, die GEZ Medien keinesfalls. Nach dem Grundsatz „Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing“ (Walther) würde eine ungebremste Macht des Privatfunks amerikanischen oder gar italienischen Verhältnissen den Boden bereiten, wo freie Ressourcen der Interessen-Lobbies Hand in Hand mit profitorientiertem medialen Know-How das öffentliche Bewusstsein bestimmen. Das zu vereiteln, erfordert ein solides Gegengewicht – mit Volksmusik und allem Drum und Dran. Nicht zuletzt arbeitet schließlich auch der Autor von „Medien der Macht – Macht der Medien“ nach wie vor als öffentlich-rechtlicher Rundfunkjournalist. ;-) [Rezension zum Buch: http://www.amazon.de/Medien-Macht-Matthias-Eckoldt/dp/3865990312 ] |
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Tut mir leid, aber ich sehe nicht wo die GEZ unabhängigen Journalismus schaffen. Ich sehe fast genausoviel Halbwahrheiten, Irreführungen und Propaganda in den öffentlich-rechtlichen Medien wie in den privaten. Bestes Beispiel war das Putin-Interview letztes Jahr, dass die ARD völlig sinnentstellend,ja sinnverkehrend gekürzt hat.
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Der Deutschlandfunk z.B. bietet mit verlässlicher Regelmäßigkeit unabhängigen Journalismus im besten Sinne.
Ein positives Gegenbeispiel zum ARD-Fauxpas: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dossier/898526/ Das solide recherchierte Fall-Dossier wurde übrigens zum Auftakt der Münchner SiKo ausgestrahlt. Kein halbswegs informierter Kommentator fiel danach mehr auf Karsais Märchenstunde herein. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Du meinst, dass selbst dieses Dossier nur aus HIP bestehen soll. Immerhin möglich wäre, dass jemand ein noch positiveres Beispiel zu diesem Thema kennt, wo anderweitig als im DLF in DIESER Sache mit derselben Klarheit und Beweiskraftder Schleier des falschen Anscheins nachhaltig zerrissen wurde. Ich kann mir das bei diesem Thema kaum vorstellen, aber es würde mich interessieren. Das schlimmste Beispiel für das nahezu durchgängige journalistische Versagen der ÖR-Medien war aus meiner Sicht der Kossovo-Krieg vor 10 Jahren. Einige Sender haben wenigstens hinterher die Desinformation begriffen und in thematischen Rückblicken einiges richtiggestellt. Auch das gehört aber zu unabhängigem Journalismus: Es gibt keine vorgegebene Wahrheit, und es sind Menschen am Werk. (zur Klarstellung: Bei meinem Kommentar weiter oben ging es nicht um unabhängigen Journalismus, sondern um das kleinere Übel der Massenbeeinflussung - im Vergleich zu einem profitinteressen-gesteuerten Meinungsmonopol, das wir ohne die starke Konkurrenz der GEZ-Sender zu den privaten Medien hätten). |
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Mir kommt ja fast der Gedanke, ob der Artikel sponsored by GEZ ist? ;-)
Wenn alle von sich aus zahlen würden, wie es sich gehört, bräuchte es keine GEZ "wie es sich gehört" ist ja nun wirklich kein Argument, außer für meinen Oppa (Jahrgang 1906 und tot) Und mag ja sein, daß die GEZ keine fiese Inkasso-Bande ist, aber sie beschäftigt eine solche mit ihren "Fahndern" und deren Methoden. Ab da ist die Gebühren-Frage keine des gebotenen Fernsehprogramm, sondern eine Prinzipienfrage: sowas unterstütze ich jedenfalls möglichst nicht. |
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schrieb am
26.02.2009 um 16:59
"Mir kommt ja fast der Gedanke, ob der Artikel sponsored by GEZ ist? ;-) "
Naja, ich sag mal so: Du hast doch in den Kommentaren gelesen, wie wichtig die ÖR für die ganzen freien Journalisten sind, die sie durchfüttern. Welcher freie Journalist will es sich da schon mit den ÖR verscherzen und berichtet kritisch über sie? :-) |
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Herr Bartsch, wenn wir hier schon im Internet sind, dann nenne ich Sie einfach einen Troll. Aber gut getrollt, das zeigt die Menge der Kommentare ;) An dieser Stelle einige Anmerkungen -
"2. Jeder, der ein Radios und/oder einen Fernseher besitzt, nutzt auch das öffentlich-rechtliche Angebot, wenigstens gelegentlich (Studenten sowieso – und wenn sie nur den Tatort gucken)." Wieso müssen seit einiger Zeit auch diejenigen bezahlen, die einen PC mit Internetzugang haben? Gucken sie damit auch gelegentlich den Tatort? Angesichts des lächerlichen Fortschritts beim Ausbau der Internet-Infrastruktur der ÖR ist diese Argumentation absurd. "3. Das Argument „Da läuft fast nur Müll“ zieht nicht. Klar braucht es mehr Raum für Qualität. Aber auch die vorhandenen, hochwertigen Inhalte können nur erhalten werden, wenn ein solidarisches System vorhanden ist. Und so lange es genug Leute gibt, die auch den ganzen Mist anschalten, kann man den Sendern kaum einen Vorwurf machen." Hochwertige Inhalte, wo? Endlose Zoo-Dokumentationen und den Rest bei BBC eingekauft? Der nichtkommerzielle Rundfunk in den USA hat hochwertige Inhalte, doch niemand zahlt irgendwelche Rundfunkgebühren. Würde man die ÖR-Rundfunk in Deutschland in ein ähnliches Finanzierungssystem stecken - Spenden, Zuwendungen von Stiftungen, ständige Gefahr der Kürzung von Staatshilfen - hätten wir eine hübsche Umstrukturierung des ganzen Programms. "Den ganzen Mist" können die Privatsender haben. Der Rest entwickelt neue Ideen oder wird eingestampft. Vom Radio schweigen wir lieber - das deutsche öffentlich-rechtliche Radio sieht entweder auf seine Hörer herab (Deutschlandradio) oder bevormundet sie (regionale Sender). In US z.B. gibt es trotz der fortschreitenden Medienkonsolidierung ungleich bessere nichtkommerzielle Sender, und manche Sendungen des BBC haben einfach keine deutschen Entsprechungen von ähnlich hohem Niveau. "5. Viele Gebührenhasser zahlen ziemlich selbstverständlich ihre Steuern. Dabei wird dieses Geld doch auch verwendet für Dinge, von denen sie nicht direkt profitieren. Warum also nicht auch Gebühren zahlen?" Weil in diesem Fall die Verschwendung 24/7/365 broadcastet wird und somit eher Anstoß erregt ;) |
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Der nichtkommerzielle Rundfunk in der USA fristet allerdings ein ziemliches Nischendasein, dafür gibt es dort kommerzielle Sender die ein besseres Programm (The Wire, Sopranos, 30 Rock, Colbert Report) produzieren als quasi alles was hier so gemacht wird.
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Wie äußert sich denn das "herabsehen" des Deutschlandradios auf seine Hörer?
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Nun ist es heraus. Die bei der GEZ können nicht rechnen. Zumindest sagt ihnen der Name Adam Ries(e) nichts.
http://www.lvz-online.de/aktuell/content/90712.html |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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