Günter Bartsch

güb

25.03.2009 | 17:50

Shopping-Mallaise

Mir hat mal jemand eine Geschichte erzählt, die bestimmt erfunden ist – aber sehr hübsch:

Ein Freund des Geschichtenerzählers hatte es sich erlaubt, in den „Schönhauser Allee Arkaden“, einer Shopping-Mall im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg, zu rauchen. Das ist freilich verboten. Beim dritten Mal bekam der Freund deshalb Hausverbot. Eine schriftliche Bestätigung dieses Hausverbots sollte ihm dann per Einschreiben zugestellt werden. Der Freund war aber nicht zuhause, sodass das Schreiben zurück zur nächstgelegenen Postfiliale ging. Dort, so hieß es auf einem in Freunds Briefkasten geworfenen Abholzettel, sollte der Freund das Einschreiben abholen.

Ich muss nicht sagen, wo die Postfiliale liegt, oder?

Solche Einkaufszentren zerstören den öffentlichen Raum, in dem sie ihn privatisieren. Denn es geht um weit mehr als ums Rauchen. Fotografieren, demonstrieren – alles verboten. Kaufen sollen die Leute.

Ich schreibe das, weil Kollege Sebastian vom Hauptstadtblog sich in besagten Arkaden umgehört hat, weil dort derzeit so viele Läden schließen – und jetzt noch mehr Ketten kommen, als es ohnehin schon gibt. Schuld am Ladensterben sind die massiv gestiegenen Mieten und die Verpflichtung, die Räume zu renovieren.
 
Senden Bookmarken Drucken
Günter Bartsch
Günter Bartsch, Jahrgang 1979, hat bei Allgäuer Zeitung/Augsburger Allgemeine volontiert. Er hat am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin Politikwissenschaft studiert und arbeitet jetzt als Freier Journalist.
Ort:
Berlin
Mitglied seit:
3 Jahre 14 Wochen
Zuletzt aktiv:
09.09.2010
Status:
Publizist
Aktivität:
Beiträge: 11
Kommentare: 11
Mein Web:
Logbuch
13:02
anna T. hat gerade einen Kommentar geschrieben.
12:59
Stefan (Me-Ti) Ebermann hat gerade einen Kommentar geschrieben.
12:54
kenua hat gerade einen Kommentar geschrieben.
12:47
DandelionWine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
12:44
EnidanH hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG