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Natürlich war da ein wenig Nostalgie, ein Blick in eine Zeit, in der sich auch für Jean Michel Jarre der Eiserne Vorhang auf der Bühne am Ostufer nicht öffnen wollte. Das Zeitalter der Schallplatte und des Kassettenrekorders war analog, so auch die elektronische Musik jener Jahre. Wir gaben uns alle Mühe, um am richtigen Ort und zur richtigen Zeit die Aufnahmetaste zu drücken.
Erfurt. Analoges ist geblieben. Schaut man sich die Aufbauten der Synthesizer genauer an, spürt man einen Hauch von VEB Spanplatte Klosterfelde. Wenn jedoch das Licht ausgeht, Jarre aus dem Publikumshintergrund im Scheinwerferlicht zur europäischen Bühne hüpft, ändert sich die Zeitrechnung ganz schnell. Licht in allen Mischungen aus LED, Laser, Scheinwerfer, Projektionen. Das lässt sich nur noch digital bewältigen.
Jarre ist älter geworden. Er gibt sich alle Mühe, auch mit 63 analogen Jahren, immer wieder durch Gesten und Hüpfen den Zuschauer und Zuhörer zu animieren. Das braucht nicht jeder, bei vielen Melodien läuft auch so ein Schauer über den Rücken, man kennt sich aus vergangenen Traumzeiten.
Jarre kam nicht allein, er hatte 3 Klanghelfer dabei, alles hatte mehr Volumen, war mehr im Schlagzeug eingebettet. Ein Tribut an die Zeit, die auch immer öfter zum Friseur läuft, um Volumen zu tragen.
Immer wieder schön, wenn Jarre Handschuhe und Brille greift, um an der Laser-Harfe zu spielen. An den Drehreglern des Synthesizers ist er dann ganz der Alte, treibt die Klänge durch die Halle bis Haar und Körper im Publikum vibrieren. Immer wieder sind seine Hände und sein Gesicht ein Teil der Projektion, die sich in voller Breite über den Bühnenhintergrund zieht.
Was Seltenes?
Wer hat schon ein Theremin live gehört und das von unterschiedlichen Solisten? Auch hier glänzt Jarre. Ich weiß nicht, ob er sich schon mal mit Carolina Eyck getroffen hat.
Bleibt ein Cent übrig, den Jarre von alle Konzertkarten für Bildung spenden will und auch seine Musikerkollegen dazu aufruft. Das wären dann von meiner Eintrittskarte gerade mal 0,01 Prozent. Am Ostufer gab es früher den Kultur-Fünfer (5 Pfennig). Ein Bildungs-Euro wär die richtige digitale Alternative in dieser volumenbestimmten Zeit.
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Ich hätte so gerne ein Theremin! Aber da es gewiss sehr schwierig ist, das Spielen darauf zu lernen und das Gerät dann mangels Zeit und aufrund zu großer Frustration nur in der Ecke stünde, verzichte ich auf den Kauf.
In Berlin konnte man im vergangenen Sommer in einem Workshop eins selber bauen. Leider habe ich erst eine Woche danach davon erfahren. Das hätte zum Ausprobieren auf jeden Fall gereicht. Und ich habe ein Lieblingsvideo: |
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ich bin kein großer Fan von Jean Michelle Jarre, aber Theremins finde ich auch großartig! Auch schon öfter live gehört, u.a. bei Pere Ubu (Foto leider nicht einzeln verlinkbar, Nr. 11 z.B.)
www.popkontext.de/index.php/2011/05/28/pere-ubu-am-26-5-2011-im-quasimodo-berlin/ Hier die klassische frühe Großmeisterin: |
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@ Gustlik, this made my day, und neugierig nach mehr. Dank für den Tip! hier noch mehr Nostalgie:
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Und hier jetzt auch mein Video:
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Der Chefablichter der Thüringer Allgemeinen war natürlich auch unter den Anwesenden. Sascha Fromm war nicht zu übersehen mit seinem Basecap und der Digitalkamera in Langrohrfassung. Sein Bild...
"> Caroline Eyck habe ich im Rahmen von Servi in Potsdam und in Lübbenau gesehen. Jarre in Berlin und jetzt in Erfurt. |
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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