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Ein stationärer Satellit sollte es sein, eine stehende Lochkamera im All, die jeder über das Internet fernsteuern kann. Könnte doch sein!?
So müssen wir uns mit liegenden Bildern begnügen. (fotografiaotworkowa.pl)
"Gehen Sie ruhig durch...", möchte man zurufen. Die offene Linse gibt es her. Es können Minuten, Stunden sein, da fällt der Augenblick nicht auf.
Gegen Ende der 9ziger Jahre bekam ich meine erste Digitalkamera. Damals war man noch der Digitale unter den Analogen. Mit einer Auflösung von 640x480 Pixel würde es heute nicht mal für den Wühltisch im Restpostenmarkt reichen. Die Ds7 von Fujifilm durfte das digitale Zeitalter bei mir eröffnen. Jedes Handy kann heute mehr, fast. Der Flatrate folgen Unmengen von Flatbildern, ungesichtet.
Nurblauer Himmel taugt nicht für eine Landschaft. Nehmen wir uns etwas Zeit... für eine richtige Lochkamera, mit wenig Technik, doch digital, bei der die Linse von Minuten in Stunden ablichten kann. Da würden auch 640x480 Pixel reichen, um vorbeiziehende Wolken im Rauschen untergehen zu lassen, dahinter das erdachte Blau.
Der Markt will das nicht. Eine Lochkamera passt nicht in die Zeit.
Wer will schon Trödeln, Warten, Auswerten, Staunen, Fiebern, Hoffen... auf ein Bild in Stunden?
Ich würde gern sichten und den Brennpunkt fragen. Licht gibt es ja genug.
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Das Licht ist da, die Linse auch - und muss noch der Blick auf das Objekt kommen, kein Objekt ohne Subjekt - und umgekehrt, und eins muss dazukommen - die Idee. Sie habens gekonnt - vielen Dank!
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Bis heute habe ich eine Chinon CE-4, nix Dolles, aber die erste Kamera, die mir Doppelbelichtungen ermöglichte.
Ich nostalgiere mit ihr, wenn ich sie mitnehme, sie ist keine Konkurrenz zu der heutigen Kamera, muss sie nicht sein, sie hat ihren eigenen Wert. Und sie macht schönere Schwarz-Weiß-Bilder als die neue, die ist nahezu perfekt, aber perfekt wollte ich noch nie. Ich mag den Bruch im Licht, im Bild, die Begrenztheit. Sie hat nicht ganz so viele Grautöne im Angebot, aber sie liegt echt gut in der Hand. Vielen Dank für Deinen Beitrag, war mir ein Vergnügen. SuzieQ |
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Achja, Fotos entwickeln, den richtigen Zeitpunkt finden, experimentieren, ist mit den Digis und den Programmen ein anderes Vergnügen als in einer Dunkelkammer zu stehen und es wirklich selbst in der Hand zu haben.
Ich mag die Dunkelkammer. Dort ist es eine ganze Spur kreativer. ; ) |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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