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Politik : Ludger zwischen den Polen

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Der Ludger ist kein Pole, musste polnisch auch erst lernen, trotz seines Nachnamens. Eine Überraschung!

Als Radio-Korrespondent der ARD in Polen ist Ludger Kazmierczak öfter mal zu hören, auch heute. Seine Nacht war sicherlich kurz, um den Sieg von Tusk und die Niederlage von Kaczyński dreiminütig zu analysieren.

Passend zum Wahlsonntag habe ich das kleine Büchlein "Zwischen den Polen" gelesen. In loser Folge stehen da Geschichten, Beschreibungen und Erlebnisse von Ludger Kazmierczak, die er während seiner Korrespondentenzeit in Polen bisher erlebt hat, als Deutscher zwischen den Polen.

Er beschreibt Polizei, Handwerker, die Post, Straßen, Trinkwasserversorgung, Weihnachten, die reichen Polen und die armen...

Es soll noch kein Abschiedsbuch sein. Bis zur Fussball-EM 2012 wird er wohl noch zu hören sein.

Schmunzeln muss man schon beim Lesen. Vieles kann man bestätigen und nachfühlen, einiges ist neu. Es gibt zum Beispiel in Polen keine klassischen Berufspolitiker, wie wir sie in Deutschland kennen, hier, wo Mann und Frau die Karriere in der Jungen Union oder den Jungsozialisten beginnen.

So kommt es vor, dass Pan oder Pani, die heute in Amt und Verantwortung stehen, gestern noch sprichwörtlich das Feld gepflügt haben und etwas ungelernt und eckig das Polnische Wesen in die Öffentlichkeit transportieren. Komorowski, der polnische Präsident musste auch so einiges erst lernen.

Worte zum Schluss, als Nachwort:
"Sollte der Eindruck entstanden sein, dass es keinen Spaß macht, in diesem Land zu leben, ist das ein Irrtum. Ich genieße jeden Tag dieses Lebens zwischen den Polen."

Irgendwie bin ich neidisch auf dieses Korrespondentenleben mit Familie in Polen, auf die hörbaren Geschichten und Erlebnisse zwischen Warschau und Krakau.

Ich höre gern zu und bin gespannt.

http://bi.gazeta.pl/im/0/10441/z10441050X.jpg

http://kyf.net/freitag/utb.php?d=10.10.2011

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