Gustlik

Blog von Gustlik

07.06.2010 | 10:23

Public Wuting

Die nächsten Wochen gibt es "Deutsche Tugenden in Elfenbeinkruste", da wird der Euro im "Public Falling" fröhlich beflaggt. Früher wurde die "Ostzone" belächelt, heute die "Eurozone", die sogenannte.

Westerwelle will das "Freibier für alle" streichen, damit der Karren nicht gegen die Wand fährt. Ich habe mich die letzten Jahre und Monate schon gewundert, wer mein Freibier immer mittrinkt.
Den Biertrinkern geht es zu gut. Überall liegt Leergut an den Wegen und in den Büschen. Doch selbst Kinder wollen sich heute nicht mehr für Leergut bücken. Dabei würde bei einigen Flaschen ein gut belegtes Brötchen rausspringen.

So wird justiert und gestellschraubt,wieder mal, was Ministersessel und Ministerrunden hergeben. Wir könnten doch nicht über unsere Verhältnisse leben, wieder mal.

Wenn der Karren gegen die Wand fährt, dann liegt es wohl eher an den Gäulen oder dem Kutscher. Auch heute noch wird ein LKW-Kutscher verantwortlich gemacht, wenn seine Ladung verrutscht. Die Schieflage der Nation lässt die Halteriemen und Spannseile reißen, wenn einige mehr ihren Ernst der Lage mit Leergut von Wegen und aus Büschen mindern wollen.

Die ILA in Berlin wird zu großen Teilen erfolgreiche Abschlüße mit flugfähigem Militärgerät liefern. Irgendwie müssen dem auch Abschüsse folgen, damit Stellplätze in den Tiefgaragen der Rüstungskonzerne frei werden.
EADS freut sich über gute Zahlen.

Radikale Kürzung der Rüstungsausgaben, weltweit. Das bringt Arbeitsplätze.

Der Schützenverein "Ost-West" hat schon vor 20 Jahren seine Vereinstätigkeit eingestellt. Ein Teil der Schießwütigen organisierte sich unter dem Dach von "Nord-Süd" aber neu, übermalte den russischen Bären mit dem Bart des Islams und stellte Lobbyautomaten in die Flure und Vorzimmer der Entscheidungsfinder und Leistungsträger.

Die Nullserien der Gesellschaft, wir, können nur zuschauen, stehen aber nicht am Rand der Gesellschaft, sondern bei der ILA beim "Public Verarsching".

Brandenburg und Berlin sind stolz! Wer will da noch sparen an den richtigen Stellen?

 
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Kommentare
KalleWirsch schrieb am 07.06.2010 um 11:10
Mich wundert nur, dass Herr Westerwelle sich nicht über die kriminellen Subjekte mokiert hat, die morgens die Mülleimer und Papierkörbe nach Leergut durchstöbern, um sich in diebischer Absicht an ihnen zu bereichern.
Ich hätte wirklich mal gerne ein psychologisches Gutachten für diesen Kerl.
Gustlik schrieb am 07.06.2010 um 11:21
In den Reihen der Leistungshosenträger ist man davon überzeugt, dass jeder, der will, auch kann.
Alien59 schrieb am 07.06.2010 um 11:28
Kalle Wirsch: von wegen in diebischer Absicht - vor ein paar Jahren gab es in Köln tatsächlich eine Verordnung der Stadt, dass das Herausnehmen von Leergut aus öffentlichen Papierkörben Diebstahl an städtischem Eigentum sei ....
KalleWirsch schrieb am 07.06.2010 um 12:01
@Alien59

Ja und da wird es doch absolut pervers. Ich bin dafür, dass auf den Papierkörben Gitterkörbe angebracht werden, dann müssen die Leute nicht im Müll wühlen.

Streng genommen ist jeder der Hartz IV bezieht und Flaschen sammelt, diese nicht beim Arge angibt, ein Sozialbetrüger. Auf jeden Fall in Westerwelles Denke.

Was hinter so einer Verordnung steckt ist doch Folgendes: Die Stadt kriminalisiert das Flaschensammeln, weil ihnen die offensichtliche Armut in der Öffentlichkeit gegen den Strich geht. Genauer gesagt deren Sichtbarkeit. Das ist auch der Grund, wieso in Hamburg am Hauptbahnhof laute klassische Musik läuft. Das vertreibt sowohl Junkies als auch Stricher.

Ich würde mir eine Obdachlosendemo vor dem Reichstag wünschen. Eine Demo gegen die menschenunwürdige Behandlung von Obdachlosen und Suchtkranken. Nur wie organisiert man Menschen, sich zu zeigen, die gewohnt sind an die Seite gedrängt zu werden. Ich wohne grade in St. Pauli und habe morgens beim Hundespaziergang viel Kontakt zu Obdachlosen. Ich empfinde das als absolute Bereicherung, denn ich treffe auf sehr höfliche, zuvorkommene Menschen. Nur die Lebensgeschichten sind manchmal schwer zu ertragen.
Erdlingsdings schrieb am 07.06.2010 um 16:14
@ KalleWiesch
"Ich wohne grade in St. Pauli und habe morgens beim Hundespaziergang viel Kontakt zu Obdachlosen. Ich empfinde das als absolute Bereicherung, denn ich treffe auf sehr höfliche, zuvorkommene Menschen. Nur die Lebensgeschichten sind manchmal schwer zu ertragen."

Ich war selber Obdachlos und hab mich in "der Szene" bewegt. Höflich und zuvorkommend war ich nur weil ich dein Geld wollte, ansonsten hab ich dich für dein Mitleid verachtet, das kannste mir glauben.
KalleWirsch schrieb am 07.06.2010 um 17:14
Ich habe niemanden der Leute mit denen ich mich morgens unterhalte Geld gegeben und sie sind trotzdem freundlich zu mir. Und ich habe auch kein Mitleid. Höchstens Mitgefühl und Respekt, das ist etwas anderes.
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