Gustlik

Blog von Gustlik

18.10.2011 | 08:06

Stille


Gestern wurde die Dokfilm-Woche in Leipzig eröffnet. Das "Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm" ist bunter geworden, zeitgemäßer, - capitol leipzig -schon lange ausgezogen aus dem Kino Capitol. Dort befindet sich seit Jahren ein Modehaus, auch ganz zeitgemäß. Die Buchstaben "CAPITOL" konnte man lange noch an der Fassade erahnen. Der DDR-Mief ließ sich einfach nicht abschütteln...

Die 54. Auflage des Festivals ist wieder eine Insel der Stille. Ein Punkt der Ruhe zwischen den Stimmungsaufhellern, die uns tagtäglich begegnen und angeboten werden.

Der Dokfilm hat es schwer. Noch vor dem Klimawandel kam der Fernsehwandel, der dokumentarische Kurzfilm wurde ins Nachtprogramm verschoben, wenn überhaupt. Warum nicht mal ein guter Dokfilm, so ein 5minutenmahner vor der Tagesschau? Sparen wir uns Werbung und DAX, wenigstens mal für eine Experimentierwoche.

Wer glaubt, ein Dokfilm wäre immer "schwer vermittelbar", der irrt.

Es finden sich echte Stücke der Kunst, auch wenn man keine Möglichkeiten hat, nach Leipzig zu kommen. Mit dem Internet hat auch der Dokfilm eine Plattform, auf der Mann und Frau stöbern kann.

Mich reizt das Kurze, was in wenigen Minuten als Nachricht, als "Message", als Nachdenken vermittelt wird, das Kurze, was noch lange im Gedächtnis bleibt, zum Erzählen anregt, wenn Besucher auf dem Heimweg im Auto, der Bahn oder dem Bus das Wort, das Bild, das Geräusch sacken lassen.

Ein Ausschnitt aus "Cisza 1":

First task of the documentary students, taking part in the first Documentary Course was to make the three-minute short films entitled “Silence”. Each of them interpreted this term differently. Six of the shorts were chosen and put together in a set, touching much profound matter than the original aim of a student’s task.



Komplett auf dafilms.com.

 
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