5
]
Ein Blick hinter... unter die Tasten, die die Welt bedeuten, zeigt, dass unser System gesichert ist. Unter Windows tut die Systemwiederherstellung alles, um das Computerleben leicht zu machen. Man kann sich trotzdem anders entscheiden und diese Option deaktivieren.
"Und wieder geht es bergab."
Der DAX geht baden, das Wetter spielt mit und schreibt seine eigenen Sätze in die
Onlinewelt. Billionen wurden in den letzten Tagen vernichtet, Obama hatte Bergfest, ist sich aber nicht sicher, ob er den Zenit schon überschritten hat.
Was interessieren Hungersnöte und Flüchtlingsdurst, wenn die Börsensessel im Schweiße des Spekulationsgesichtes durchdrehen.
Ist eigentlich die Systemwiederherstellung unserer Gesellschaft aktiviert? Wenn das System mal nicht mehr so will, welchen Wiederherstellungspunkt wählen wir dann?
Ich habe diese Option deaktiviert und entscheide mich für eine Neuinstallation. Sektorweise hat sich diese Erkenntnis festgesetzt.
|
|
Warum sollte ein System "wiederhergestellt" werden, von dem man weiß, dass es systematisch instabile Zustände einnimmt, darin übrigens Windows sehr ähnlich, wenn auch nicht ganz aus denselben Gründen.
Ein System, wie der Kapitalismus, kennt keine "Wiederherstellungspunkte", allenfalls Wartung der "Systemregistrierung" und dann trotzdem immer wieder regelmäßig das "Neuaufsetzen des System", was vorher immer die Zerstörung des alten Sytems zu Gänze voraussetzt. In der Realität geschieht dies durch Krieg. Wir brauchen den Systemwechsel. - Wie wär`s mit Linux (Open Source und Beteiligung aller an der Programmierung)? |
|
|
Dieses (System)Gleichnis geht mir so ähnlich auch immer wieder durch den Kopf - der sich daraus ergebende Verweis auf GNU-Linux ebenfalls.
... das immanent Doofe bei der Windows-Systemwiederherstellung ist ja unter anderem, dass alle Fehler und Schädlinge wieder mit hergestellt werden, wenn man sich auf Treu und Glauben auf sie verlässt... |
|
|
@ mcmac am 05.08.2011 um 19:43
... das immanent Doofe bei der Windows-Systemwiederherstellung ist ja unter anderem, dass alle Fehler und Schädlinge wieder mit hergestellt werden, wenn man sich auf Treu und Glauben auf sie verlässt... Da verhält sich der Kapitalismus ganz ähnlich wie Windows, oder ist es umgedreht? Bei Windows zudem erzwingt das Löschen eines Systemwidersherstellungspunktes auch das Löschen aller Punkte zwischen heute und dem gewählten Punkt in der Vergangenheit. Ein schönes Gleichnis auf die Geschichtsvergesslichkeit der bürgerlichen Gesellschaft. |
|
|
Das Gleichnis von Uwe ist deutlich besser als ich zuerst dachte. Windows kostet Geld, Linux nicht. Vielleicht ist das das Geheimnis.
Das Problem unseres Gesellschaftssystems ist, dass das damit einhergehende Finanzsystems der Wirtschaft auf einem völlig irrationalen Schneeballsystem namens Zinseszins fußt. Jeweils 25 - 30 Jahre bis zum instabilen Zustand, weil es sich dabei um eine Exponentialfunktion handelt, aber alle so tun, als würde sie linear verlaufen. Von Windows 7 weiß ich es noch nicht, aber bei XP war alle zwei Jahre ein radikaler Schnitt notwendig, weil sich so viel Müll angesammelt hat, dass das "booten" zur Schlammschlacht geriet und ein neu Aufsetzen unumgänglich wurde. |
|
|
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen