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In der ostdeutschen Provinz schätzt die nachwachsende Generation "Frieden" den Arbeitgeber mit Perspektive. Zwar schließt die Bundeswehr ihren Karrieretruck über Nacht immer bei zivilen Fremdfirmen ein, aber am Tage trifft sie dann auf erwartungsvolle Bewerber. Dass nun gerade Ostdeutsche den Rettungshelm aufsetzen wollen, stört etwas das Gleichgewicht des Schreckens. Morgen laden die Agenten für Arbeit wieder in Sondershausen ein, um mit Betroffenen über Karrieren zu sprechen. Viel hat die Agentur nicht in der Jobtüte! Was will man auch mit jungen Leuten!? Ab in den Westen oder zur Bundeswehr ! Auch eine Art von Söldnerei.
Die wahren Werte werden trotzdem gepflegt. Treue und Vaterland treffen sich uniformiert im Schützenverein. Man redet über Kameraden des 1. Weltkrieges, des 2. Weltkrieges und des Heutekrieges. Kriegerdenkmale haben die Mauer überlebt, um zu den Hochzeiten der Gedenktage wieder über DEUTSCHE TUGENDEN zu berichten. Dass man alle Toten meint, klingt eher nach einer Konformitätserklärung, zu oft.
"Manch OSTLINKER kann Spuren von Pulverdampf enthalten."
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ja, und wie dieses Bewusstsein hoch gehalten wird, zeigt sich in meiner Gegend in den Traueranzeigen. Da steht dann unter dem Namen, Kriegsteilnehmer von 1939 - 1945. Der tägliche, subtile Militarismus.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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