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Fährt er oder sie in die Provinz, interessiert das Problem am Wiesenhügel 12 nur wenig.
Kommt ein Elternteil von der Arbeit nach Hause, interessieren die Kinderprobleme um den Roller von Felix oder die Puppe von Jana nur wenig.
Nur wenig Zeit gibt man der Provinzialität, dem Detail, wenn doch gerade ein ganzer Schotterberg an Veranwortung umgesetzt wurde. Da tropfen noch die letzten globalen Schweißperlen von der Stirn direkt ins Auge, um den Blick vor den kleinen Dingen zu verschließen.
Die kleinen Dinge findet man dann ganz schnell, wieder. Monate auf ALG-Bezug oder Rente ab sofort, da wird der Maulwurfshügel im eigenen Gartenparadies zur Katastrophe. Er oder sie kümmert sich um das Fernsehprogramm, was gestern nur ein kleiner Nachtisch beim Problemgespräch war.
Er oder sie "fällt in ein Loch", so schreibt man, wenn man raus ist aus dem Zentrum der Entscheidung, der Macht, der Wichtigkeit, ein Nichts an Bedeutung mehr auf die Schulter klopft.
Immer soll er oder sie sich entscheiden, schon früh im Leben. Will man nur ein kleiner Bäcker sein, nur Brötchen für den Wiesenhügel 12 backen, oder soll es dann doch die Wellnessgrundversorgung für das halbe Bundesland sein.
Karriere bedeutet ganz oben zu stehen, ganz im Oben zu entscheiden, die Statuten zu leben.
Karriere bedeutet ganz oben zu schreiben, ganz im Oben bei SPIEGEL oder BILD die Artikel über Wahlen, Kriege, Machtkämpfe zu schreiben.
Dass die eigene Karriere ein ewiger Machtkampf ist, will er oder sie nicht hören. Zu wichtig ist das Streben, nicht über den Wiesenhügel 12 schreiben zu müssen, nicht über den Maulwurfshügel, nicht über die Puppe von Jana und den Roller von Felix.
Ein Zwischenhoch zu Pfingsten. Das Spüren noch die, die auf ALG-Bezug und auf Rente sind. Der Rest will doch höher hinaus. Immer nur. Und sagt das täglich seinen Kindern Jana und Felix.

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aber das macht nichts,
felix kenn ich nicht, aber mich - n bisgen ;-) dies "höher hinaus" muß unheimlich stressen, herzinfarkte, blutdurchnanderdruck, irre augen und vor allem der verlust an "filtern". der wiesenhügel wird wohl auch wahrgenommen werden (müssen) unds wird energie kosten, ihn auszusparen, ebenso energiefressend all diese entscheidungen, wieviel mensch sein will und diese fragen, wieviel drunter es sein darf oder wieviel höher es gehn sollt... usw... mußn immenser streß sein ! ;-) also: macht nix, sagt jana und schleppt die gelenkpuppe in ihre neue wohnung... ein fuß fehlt und die hand ist irgendwie angeknabbert, aber zum zeichnen unnatürlicher verrenkungen reicht sie allemal, muß mit, spart platz im 5-euro zusatzmüllsack... lg |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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