h.yuren

die seen gehn unter

05.11.2011 | 22:18

Danksagung

nach diesen fast sommerlichen novembertagen muss ich den vielfliegern und panzerfahrern hierzulande und in der übrigen welt ganz einfach mal von herzen danke sagen. mein gartenthermometer funktioniert und zeigte vorgestern 20,2 grad celsius an. im november.

auch heute sah ich leute draußen vor den cafés sitzen - offensichtlich ohne zu bibbern.

nun ist es so, dass ich zwar keinen zugriff auf amtliche wetterdaten habe, aber ein waches interesse am wettergeschehen von kindesbeinen an. kann mich erinnern, dass mein guter grundschullehrer erklärte, dass es in unserer region 2 hauptwetter gebe: komme der wind von osten, bringe er im sommer sonnenschein und hohe temperaturen, im winter trockenen frost; wehe der wind aber von westen, was viel öfter der fall sei, dann bringe er wolken und regen, aber auch milderung im winter und das nötige nass im sommer.

habe jahrzehntelang wetterdaten aufgezeichnet. daher weiß ich, dass sich der november in dem temperaturfeld zwischen 0 und 10 grad bewegt, nebel und raureif seine spezialitäten sind.

es ist kein zufall, dass just in diesen tagen die meldung durch die medien geht, noch nie sei so viel kohlendioxid in die atmosphäre geblasen worden wie im vergangenen jahr. der zusammenhang ist den klimaforschern klar.

darum nochmals mein aufrichtiger dank an die braunkohlenkraftwerksbetreiber in nrw, an die verkehrs- und wirtschaftspolitiker im land, die für volle straßen und leere bahnen sorgen, an die wachstumsbeschwörer aller couleur auf diesem planeten. so schöne novembertage habe ich noch nie erlebt.

dass jetzt anderswo wie z.b. in nord-italien der regen die flüsse überfüllt und auch die straßen in flussbetten verwandelt, dass thailand der fluten nicht herr wird, ist zumindest nicht von den adressaten meines danks bewusst herbeigeführt.

 
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Kommentare
Jacob Jung schrieb am 05.11.2011 um 23:30
Gerne gelesen. Vielen Dank. Jacob
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.11.2011 um 11:22
>>habe jahrzehntelang wetterdaten aufgezeichnet. daher weiß ich, dass sich der november in dem temperaturfeld zwischen 0 und 10 grad bewegt, nebel und raureif seine spezialitäten sind.<<

Ja und?
Das sagt nur wenig über Klimaschwanungen aus.
Ich glaube, dass schlechtes Wetter linksgrüner Natur ist! ;-)
Die anderen sind für gutes Wetter verantwortlich!

>>es ist kein zufall, dass just in diesen tagen die meldung durch die medien geht, noch nie sei so viel kohlendioxid in die atmosphäre geblasen worden wie im vergangenen jahr. der zusammenhang ist den klimaforschern klar.<<

Glaube ich auch nicht.
Klimahysteriker fördern und brauchen solche Nachrichten.
Bei - 15 °C draußen kommen solche Nachrichten nicht.
Paßt dann gerade nicht.
Also, dann bis zum nächsten November mit 20 °C.
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 14:39
lieber kritiker01, du sortierst die tatsachen also ganz anders. in der arktis schmilzt das eis nicht den eisbären unter den tatzen weg, in den alpen schrumpfen die gletscher nicht seit dezennien, 20° C im november ist keine nachricht wert. kurz, nichts neues unter der sonne.
du musst ein gemütsmensch sein.
goch schrieb am 06.11.2011 um 11:55
@h-yuren:
so schöne novembertage habe ich noch nie erlebt.

dass jetzt anderswo wie z.b. in nord-italien der regen die flüsse überfüllt und auch die straßen in flussbetten verwandelt, dass thailand der fluten nicht herr wird, ist zumindest nicht von den adressaten meines danks bewusst herbeigeführt.
Nun ja , wo Licht ist ist auch Schatten. Das ist nun mal so. Das ist doch so menschlich.
Und überhaupt, man muss auch mal dankbar sein .
Kurz vor dem Untergang der Titanic glaube ich, war auch schönes Wetter . Alle standen auf Deck und bewunderten den schönen Sternenhimmel.

Danke für die erbaulichen Zeilen.
Gruß Goch
goch schrieb am 06.11.2011 um 11:56
Apropo: gute Musik wurde , glaube ich auch noch gespielt. War ein wunderbarer Abend.
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 14:43
ich fürchte, lieber goch, du stellst die wetterkapriolen in den passenden kontext. es ist etwas mehr als: wat den eenen sin uhl, is den annern sin nachtegall.
goch schrieb am 06.11.2011 um 15:02
Aus konservativer Sicht finde ich es natürlich tendenziös, wenn das Wetter politisiert wird. Worüber soll man sich denn noch unverfänglich unterhalten?
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 16:43
und ich bekenne mich offen zur tendenz, lieber goch, aber alles, selbst das wetter politisch zu sehen. mensch hat nun mal die mittel, seinen einfluss überall geltend zu machen. und dann tut er das auch - mit zunehmender wucht und wirkung.
wir werden noch öfter unseren spaß daran haben müssen.
I.D.A. Liszt schrieb am 06.11.2011 um 16:52
auch heute sah ich leute draußen vor den cafés sitzen - offensichtlich ohne zu bibbern. --- Eben! Der Klimawandel ist ein Komplott der Raucherlobby. Die haben mit ihrem Gepaffe soviel CO2 in die Luft gepustet, daß das Wetter jetzt so ist, daß sie jetzt auch im Herbst und Winter vor den Gaststätten sitzen können, um zu schmauchen, statt in den rauchfreien Innenräumen!!! ;-)

Danke für den super Blogbeitrag!
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 17:26
ja, lieber ida, du hast den kern des pudels beim schopf gefasst. aber es wird nicht lange dauern, dann verderben die wasserpfeifen uns den spaß an der freude wieder mit regentropfen.
heute ist hier im südlichen emsland wieder ein ganz gewöhnlicher novembertag. maximum 10°, bei nordwind. und die gänse flüchten nach weiter südlich.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.11.2011 um 18:11
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 14:39
>>... du sortierst die tatsachen also ganz anders. in der arktis schmilzt das eis nicht den eisbären unter den tatzen weg, in den alpen schrumpfen die gletscher nicht seit dezennien, 20° C im november ist keine nachricht wert. kurz, nichts neues unter der sonne. du musst ein gemütsmensch sein.<<

...hat mit Gemütsmenschentum glaube ich weniger zu tun.
Es ist einfach so, dass es schon öfter im November bei uns über 20 °C warm war.

Das den Eisbären das Eis unter den Tatzen wegschmilzt, halte ich auch für normal.
Nämlich weil wir uns z. Zt. noch in einem Eiszeitalter befinden und vorraussichtlich wie in der Vergangenheit schon häufiger passiert, es wieder zu einer Warmzeit kommt. Muß aber nicht, die Temperaturkurve könnte auch wieder zurückgehen.
Trotz allem ist es in den letzten Jahren auf der Antartis wieder kälter geworden.

de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erw%C3%A4rmung_in_der_Antarktis

Naja, man wiederholt sich hier zu den Blogthemen immer wieder.
Aber, dass der Abbrand fossiler Energieträger (Kohle, Öl usw.) durch Menschen und der dadurch ansteigende CO2-Gehalt (z. Zt. ca. 380 ppm) in der Atmosphäre die zu erwartende Klimaerwärmung deutlich beschleunigt, glaube ich nicht.
Da spielen offensichtlich stärkere Faktoren (wie auch schon in der Vergangenheit) eine größere Rolle.
Z. B. Wasserdampf, die Furze (Methan) von Lebewesen, Soneneruptionen und Meeresströmungen.

Anbei die Temperaturkurve der letzten 3,8 Milliarden Jahre:

de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Erdgeschichte.svg&filetimestamp=20100504212019

Deshalb nehme ich auch eher an, dass der ganze normale Wechsel von einer Eiszeit zur Warmzeit, wie er sich offensichtlich z. Zt. wieder entwickelt, von Klimahysterikern gerne politisch/religiös verkannt wird.

Noch etwas zu den Eisbären. Das waren früher mal Braunbären und die sind erst durch den Klimawandel während der Eiszeit weiß geworden.
Vielleicht werden die wieder jetzt braun und später mal wieder weiß. Oder sie sterben aus.
Die Evolution paßt sich an das Klima an, nicht umgekehrt! ;-)
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 20:18
schön, lieber kritiker01, dass du in einer region zuhause bist, wo die november so milde sein möchten. wüsste gern, wo das der fall ist, denn als amateurmeteorologe ist mir die gegend unbekannt - hier im nordwesten der republik, im südwesten mag es sowas schon mal öfters geben.

du hast, um deine position ordentlich zu verteidigen, eine menge fakten aus der erdgeschichte angeschleppt. die frage ist nur, wie vollständig die entwicklung dargestellt ist.
ich bin kein klimaforscher, kann mich aber gut daran erinnern, dass die erdkundelehrerin in den 50er jahren schon wusste, dass die alpengletscher schwinden. heute hat das dramatische formen angenommen.
aber gut, du sagst wie viele klimaskeptiker, das habe nichts mit dem bisschen dampf der industrien zu tun, sondern sei eben zu verstehen als interglazial, als nahende warmzeit innerhalb der gegenwärtigen eiszeit.
die ganz eindeutig große mehrheit der klimaforscher aber ist sich darin einig, dass die zu beobachtende erderwärmung singuläre züge hat, die nicht vergleichbar sind mit den schwankungen der temperatur in den vergangenheit.
besonders das rasante tempo der erwärmung ist ein novum. die natur hats nicht so eilig wie der jagende und gejagte mensch.
andrerseits gebe ich zu, dass es noch unmöglich ist, alle faktoren zu erfassen, die beim wettergeschehen und im klimawandel eine rolle spielen. wäre es anders, hätten wir eine höhere trefferquote in der wettervorhersage.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.11.2011 um 22:22
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 20:18
>>besonders das rasante tempo der erwärmung ist ein novum. die natur hats nicht so eilig wie der jagende und gejagte mensch.<<

Wieso Novum?
Wenn Sie die Temperaturkurve der letzeten 3,8 Milliarden Jahre betrachten können Sie erkennen, dass die Temperaturabweichungen über die Zeit in der Vergangenheit manchmal ähnlich groß waren.
Bedenkche Sie bitte auch, dass es auch wieder kälter werden kann, und Zwar in relativ kurzen Zeiträumen.

>>andrerseits gebe ich zu, dass es noch unmöglich ist, alle faktoren zu erfassen, die beim wettergeschehen und im klimawandel eine rolle spielen. wäre es anders, hätten wir eine höhere trefferquote in der wettervorhersage.<<

Ja, alle klimabeeinflussende Faktoren sind offensichtlich noch nicht ausreichend erforscht.
Deshalb verstehe ich die angeblichen Koryphäen
vom CoR und vom IPPC auch nicht, weshalb sie sich so sicher sind, dass der CO2-Gehalt (von nur 380ppm) so maßgeblich zur Erwärmung der Durchschnittsteperatur auf der EWrde beitragen soll.
Außerdem hat der IPPC nachweislich Daten gefälscht!
Der IPPC erinnert mich an Naturschützer, die Juchtenkäfer, Feldhamster oder etwas anderes einfangen und dort aussetzen, wo Großbauten errichtet werden sollen.

Die Trefferquote für Wettervorhersagen hat meine ich für Zeiträume bis zu 14 Tagen deutlich in den letzten Jahren zugenommen.
Sie ist auch abhängig von der Dichte der Meßstationen weltweit, die ja ständig konzentrierter wird.
Davon haben Sie als Amateurmeteorologe nsicher viel mehr Ahnung als ich.
Das hat aber meine ich mit den Parametern für die Vorhersagen der Klimawechsel zwischen Eis- und Warmzeiten nur bedingt etwas zu tun.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.11.2011 um 22:23
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 20:18
>>besonders das rasante tempo der erwärmung ist ein novum. die natur hats nicht so eilig wie der jagende und gejagte mensch.<<

Wieso Novum?
Wenn Sie die Temperaturkurve der letzten 3,8 Milliarden Jahre betrachten, können Sie erkennen, dass die Temperaturabweichungen über die Zeit in der Vergangenheit manchmal ähnlich groß waren.
Bedenkche Sie bitte auch, dass es auch wieder kälter werden kann, und Zwar in relativ kurzen Zeiträumen.

>>andrerseits gebe ich zu, dass es noch unmöglich ist, alle faktoren zu erfassen, die beim wettergeschehen und im klimawandel eine rolle spielen. wäre es anders, hätten wir eine höhere trefferquote in der wettervorhersage.<<

Ja, alle klimabeeinflussende Faktoren sind offensichtlich noch nicht ausreichend erforscht.
Deshalb verstehe ich die angeblichen Koryphäen
vom CoR und vom IPPC auch nicht, weshalb sie sich so sicher sind, dass der CO2-Gehalt (von nur 380ppm) so maßgeblich zur Erwärmung der Durchschnittsteperatur auf der EWrde beitragen soll.
Außerdem hat der IPPC nachweislich Daten gefälscht!
Der IPPC erinnert mich an Naturschützer, die Juchtenkäfer, Feldhamster oder etwas anderes einfangen und dort aussetzen, wo Großbauten errichtet werden sollen.

Die Trefferquote für Wettervorhersagen hat meine ich für Zeiträume bis zu 14 Tagen deutlich in den letzten Jahren zugenommen.
Sie ist auch abhängig von der Dichte der Meßstationen weltweit, die ja ständig konzentrierter wird.
Davon haben Sie als Amateurmeteorologe nsicher viel mehr Ahnung als ich.
Das hat aber meine ich mit den Parametern für die Vorhersagen der Klimawechsel zwischen Eis- und Warmzeiten nur bedingt etwas zu tun.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.11.2011 um 22:26
Nachtrag

Ach ja, ich wohne in Ostfalien, also zwischen Weser und Elbe.
Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir bei uns mal Heiligabend 1977 + 19 °C.
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 22:51
nein, ich habe nicht beim wetterdienst nachgefragt, wie warm oder kalt es genau in der region zwischen weser und elbe am 24.12.77 war, aber lieber kritiker01, trotzdem bin ich ziemlich sicher, dass es nicht so warm war. das wär mir in erinnerung, denn im münsterland hätte es an dem tag eher noch wärmer sein müssen.
der lauf der elbe markiert eine wichtige trennlinie, nämlich die zwischen frostigem osten und schmuddelmatschigem westen. die null-linie im langjährigen mittelwert.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.11.2011 um 22:59
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 22:51
>>nein, ich habe nicht beim wetterdienst nachgefragt, wie warm oder kalt es genau in der region zwischen weser und elbe am 24.12.77 war, aber lieber kritiker01, trotzdem bin ich ziemlich sicher, dass es nicht so warm war.<<

Ich bin mir auch nur sicher, dass es ein Heiligabend war.
Im welchen Jahr genau, muß ich noch herausfinden.
Es war sehr stürmisch (11 Beaufort) dem Tag und ich hatte tolle Bilder mit Schaumkronen auf den Wellen eines Sees hier gemacht.
Ich schaue gelegentlich mal nach, ob auf den Bildern ein Datum ist.
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 23:29
ein sturmtief kann im winter den möglicherweise vorhandenen schnee rasch wegschmelzen. aber 19° ende dezember im raum östlich der weser halte ich für unwahrscheinlich.
14° sind hier im matschigeren münsterland keine seltenheit. werte wie an kühlen mai- oder sommertagen.
asapreta schrieb am 07.11.2011 um 03:23
Lieber h.yuren,
es ist sicher ein lobenswertes, aber vermutlich unergiebiges Unterfangen sich mit einem Klimawandel-Skeptiker auseinanderzusetzen. Vielleicht sollte man zunächst seine Zeit besser darin investieren, dieses besondere Phänomen der Degradierung der "Wissenschaft" zum Unwort zu analysieren, das in zahllosen diesbezüglichen Forenbeiträgen der Klimawandel-Skeptiker massiv zum Ausdruck kommt. Sieht man einmal von der immer vorzufindenden Fraktion ab, deren Beiträge einem zwanghaften Äußerungsbedürfnis zu allem und jedem zugrunde liegen, so erstaunt mich immer wieder die Flut von Kommentaren, die mit einem fragmentarischem "jetzt-mach-ich-mich-schnell-mal-im-Internet-schlau"-Halbwissen die Aussagen von Klimatologen zu widerlegen beabsichtigen. Natürlich ist wissenschaftliche Materie äußerst anspruchsvoll - und daher dem nicht wissenschaftlich ausgebildeten Bürger, allein schon auf Grund der fachsprachlichen Verklausulierung, auch in bester Absicht kaum vermittelbar. Dieses Manko wurde jedoch bisher aufgehoben durch wissenschaftliche Autorität - eine personelle Qualität, die mühsam durch Studium und jahrelanger Forschungspraxis erworben wurde. Wenn man heute am Beispiel der Klima-Skeptiker den gesellschaftlichen Trend erkennt, diese Autorität zu leugnen, so sehe ich als Ursache hierfür einerseits - und dies paradoxerweise - die starke Fokusierung der öffentlichen Kommunikationsmedien auf populärwissenschaftliche Thematik, die manchem interessierten Bürger glauben lässt, nun auch als "Fachmann" sich auf gleicher Augenhöhe mit dieser Autorität auseinandersetzen zu können und sie somit anzweifeln zu können. Zum anderen pflegen viele Wissenschafts-Skeptiker einen, wohl auch unbewußten, Groll gegenüber der Tatsache, dass Expertenwissen zwangsläufig von einem Hermetismus begleitet wird. Da sich Expertenwissen nicht demokratisch an jedermann verteilen lässt, wird der Wissenschaftler zur Unperson degradiert. Er ist natürlich nur bedacht Forschungsgelder für sich zu mobilisieren, er neigt zur Geheimbündelei und Verschwörung, oder ist wenigstens ein Betrüger - wie dies als typische Qualifizierung in zahlreichen Beiträgen zum Ausdruck kommt. Presseberichte von Forschungsbetrug (tatsächlich ein lächerlich geringer Anteil an "schwarzen Schafen", gemessen an der Zahl der in der Wissenschaft tätigen Personen, auch im Vergleich mit anderen Berufssparten, die sich nicht in dem Maße der Wahrhaftigkeit verschrieben haben, wie dies nun einmal bei der Wissenschaft Grundsatz ist) werden begierig aufgenommen und als Beweis der bösen Absicht herausgestellt.
Das massive Infragestellen wissenschaftlicher Autorität kann nicht einfach mit dem Hinweis auf mehr oder weniger ausgeprägte Primitivität abgetan werden. Hier sind einschlägige Studien von soziologischer und psychologischer Seite gefordert, damit Strategien entwickelt werden können, Misstrauen eines großen Anteils der Gesellschaft gegenüber der Wissenschaft abzubauen. In einer Situation existentieller Bedrohung durch Klimawandel ist Konsens Voraussetzung, damit die weltweit zunehmende politische Angststarre in eine von der Gesellschaft mitgetragene Handlung verwandelt wird. Die massive Leugnung wissenschaftlicher Autorität ist hierbei eine fatale Entwicklung.

Dr. rer. nat. R. H. Z.
(Hinweis für Klimawandel-Skeptiker: als Wissenschaftler, und somit finsterer Verschwörer steht mir Anonymität zu. Mein äußeres seriöses Erscheinungsbild als Normalbürger und steuerzahlender Familienvater ist natürlich nur Tarnung).
h.yuren schrieb am 07.11.2011 um 08:02
lieber asapreta, weiß nicht, ob es so lobenswert ist, sich mit den sogenannten klimaskeptikerm einzulassen.
hier im forum bin ich ein buntes durcheinander gewöhnt.

auch ich halte es für eines der größten probleme und gefahrenmomente unserer gesellschaft, dass die alles-könner in politik und journalistik schwerelos ihre arbeit tun, von lobbyisten hilfsbereit angefeuert.
mir ist die schieflage vom philosophenverein in nürnberg bestens bekannt.
danke für deinen beitrag.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 07.11.2011 um 08:13
h.yuren schrieb am 07.11.2011 um 08:02
>>lieber asapreta, weiß nicht, ob es so lobenswert ist, sich mit den sogenannten klimaskeptikerm einzulassen. hier im forum bin ich ein buntes durcheinander gewöhnt.<<

Die meisten Klimaskeptiker wollen bestimmt gar nicht gelobt werden.

>>auch ich halte es für eines der größten probleme und gefahrenmomente unserer gesellschaft, dass die alles-könner in politik und journalistik schwerelos ihre arbeit tun, von lobbyisten hilfsbereit angefeuert<<

Som ist es! Nämlich z. B. von den angeblichen Alleskönnern des CoR und des IPPC's.
Letzterer hat Daten zur aufrechterhaltung der Klimalüge gefälscht.
Auch der CoR hat viel Schei*e verbreitet, vor allem wenn man die Prognosen aus der Vergangenheit mit dem heutigen Stand vergleicht.
Hervorragende Alleskönner!
h.yuren schrieb am 07.11.2011 um 09:39
lieber kritiker01, ich kenne seriöse journalisten und auch politiker, auch kenne ich unseriöse wissenschaftler und moralprediger. aber das ist hier nicht das thema.
es ist das prinzip der naturwissenschaft, dass sie selbst sich immer in frage stellt. dies prinzip ist im übrigen eher unbekannt.
der club of rome hat mit seiner arbeit beste aufklärung geleistet. besonders bekannt und wichtig war und ist noch stets die warnung, dass wachstum seine grenzen hat. aber seit 40 jahren schert sich weder politik noch wirtschaft darum. das ist ein skandal, ja, ein verbrechen.
zu unserem streitpunkt: ich weiß nicht, ob dir bekannt ist, dass energiekonzerne aus durchsichtigen gründen wissenschaftler gekauft haben, gegen die klimaexperten vorzugehen - mit allen mitteln. das ist die realität. wissenschaft ist käuflich, weil sie abhängig ist von finanzspritzen von außen, nachdem die kassen der regierenden leerer sind als leer.
die einmischung von wirtschaft und politik in die forschung ist ein übel, weil deren interessen alles andere als human sind.
ich habe das meine dazu gesagt. wer die zeichen an der wand nicht sehen will, muss die augen schließen oder wegsehen.
claudia schrieb am 07.11.2011 um 09:44
>>Die massive Leugnung wissenschaftlicher Autorität ist hierbei eine fatale Entwicklung.<<
Nun liegt in der Forderung nach "Anerkennung der Autorität" eben auch ein Problem:
Der naturwissenschaftliche Laie, der schon in der Schule lernte, dass Naturwissenschaften eher unbedeutende Nebenfächer sind, sucht sich eine Autorität, die seine Bewusstseinslage am ehesten bedient.
Die Plausibilität der Darstellung kann er in keinem Falle überprüfen: Weder bei Erklärungen der Naturwissenschaft, noch bei pseudowissenschaftlichen Erklärungen, noch bei esoterischen oder partialinteressengenerierten Erklärungsmustern. Noch nicht mal bei als Produktwerbung klar erkennbaren Darstellungen schafft es eine Mehrheit, den Schein und Suggestion von Fakten zu unterscheiden.

Wahrscheinlich wären sehr grundlegende Veränderungen im Bildungswesen erforderlich um mehr Sicherheit zu schaffen.
h.yuren schrieb am 07.11.2011 um 10:20
nicht nur im bildungswesen, liebe claudia. die verschlafene aufklärung hierzulande übt täglich fürchterliche rache.
schlesinger schrieb am 06.11.2011 um 19:57
Sehr schönes und subtiles Stimmungsbild mit einem (Nebel-) Hauch von Sarkasmus. Gerne gelesen!
luggi schrieb am 06.11.2011 um 21:04
Aber komisch ist das schon. Wir könnten mit erhöhtem Kohlendioxidausstoß Heizkosten einsparen ... und damit den Ausstoß von Kohlendioxid reduzieren.
Die "Welt" ist komplex, dialektisch und materialistisch. Weißt schon, wie ich das meine. Damit habe ich das Meine beigetragen.
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 22:36
lieber luggi, du machst die richtige figur zu deinem beitrag. alles ist zum verzweifeln komplex und eine elektrische materie wie wetter und klima. man weiß nicht, wo anfangen mit der berechnung. selbst die gewaltigsten computer kriegen das paket nicht mal eben geschluckt.

auf dem mond ist alles einfacher. da gibt es gar kein wetter. darum wollen manche simpel da am liebsten hin. mondsüchtige.
du aber bleibst dir treu in erdverbuddeltheit. gut so.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.11.2011 um 23:09
>> ...den vielfliegern und panzerfahrern...<<

Was ich noch sagen wollte; ich war sowohl Vielflieger (Lufthansa) als auch mal Panzerfahrer (F3, bis 55 t)! ;-)
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 23:40
mit den panzerfahrern sind keine lenker von tanks gemeint, sondern die führerscheinbesitzer von geländewagen, die sich nicht im gelände bewegen, sondern auf asphaltierten straßen. verirrte also.

www.wortplus.com/details.php?myID=164
Ehemaliger Nutzer schrieb am 07.11.2011 um 07:56
h.yuren schrieb am 06.11.2011 um 23:40
>>mit den panzerfahrern sind keine lenker von tanks gemeint, sondern die führerscheinbesitzer von geländewagen, die sich nicht im gelände bewegen, sondern auf asphaltierten straßen. verirrte also.<<

Das habe ich auch nie begriffen, weshalb man mit 2,5 t schweren Geländefahrzeugen oder neudeutsch SUV's zur Arbeit oder zum Brötchen holen fahren muß.
1t tut's auch, oft mit mehr Fahrkomfort und sicher mit weniger Spritverbrauch.
h.yuren schrieb am 07.11.2011 um 08:10
ich freue mich, dass wir uns in dieser frage vollkommen einig sind.
tlacuache schrieb am 07.11.2011 um 08:24
Kritiker01 schrieb am 07.11.2011 um 07:56

***** +++++

man muss ja auch mal loben...
Ehemaliger Nutzer schrieb am 07.11.2011 um 08:28
tlacuache schrieb am 07.11.2011 um 08:24
>>man muss ja auch mal loben...<<

Ist Ihnen hoffentlich nicht allzu schwer gefallen! Aber auch Tadel kann ein Erfolgserlebnis sein. ;-)
claudia schrieb am 07.11.2011 um 10:17
>>...oder zum Brötchen holen fahren muß.
1t tut's auch,...<<
Sicher, sicher. 1000 kg Transportmittel für 0,5 kg Brötchen: Das System hat schon enormen Wirkungsgrad.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 09.11.2011 um 19:05
claudia schrieb am 07.11.2011 um 10:17
>>Sicher, sicher. 1000 kg Transportmittel für 0,5 kg Brötchen: Das System hat schon enormen Wirkungsgrad.<<

Ja, der Wirkungsgrad ist nicht so toll.
Aber, immerhin hole ich meine Brötchen oft auf dem Weg zur Arbeit.
Manchmal nehme ich auch Nachbars Tochter mit zur Schule.
Außerdem müssen Sie zu den 0,5 kg Brötchen auch noch 85 kg dazu rechnen. Für mich, nicht für Nachbars Tochter.
Egal, mit einem 1000 kg Auto immer noch besser im Wirkungsgrad als mit einem 2500 kg SUV.
tlacuache schrieb am 07.11.2011 um 03:49
Fukushima ist auch nur in die Luft gejagt worden, um neue Handelswege am Nord- und Südpol zu erschliessen, das Kap Horn ging schon den Portugiesen auf den Senkel.
;-)
h.yuren schrieb am 07.11.2011 um 08:07
so ist es, tlacuache. und die teutonen möchten lieber weiterhin mannhaft in die stürme um kap horn segeln. darum schalten sie bald ab. siehe gorch fock.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 07.11.2011 um 08:15
h.yuren schrieb am 07.11.2011 um 08:07
>>darum schalten sie bald ab. siehe gorch fock.<<

Frauen an Bord bringen Unglück! ;-)
tlacuache schrieb am 07.11.2011 um 08:28
Kritiker01 schrieb am 07.11.2011 um 08:15

"Frauen an Bord bringen Unglück! ;-)"

DAS ueberlebst du hier keine 12 Stunden...
Ehemaliger Nutzer schrieb am 07.11.2011 um 08:31
tlacuache schrieb am 07.11.2011 um 08:28
>>DAS ueberlebst du hier keine 12 Stunden...<<

Bin auch schon ganz gespannt auf die Reaktionen der Emanzenliga. :-)
h.yuren schrieb am 07.11.2011 um 09:45
lasst doch die albernheiten (in grenzen) bleiben!

dass die gorch fock noch immer zur ausbildung der marine dient - trotz aller vorkommnisse, ist bezeichnend für die rückwärtsrepublik. und natürlich besonders für den club der uniformierten.
tlacuache schrieb am 07.11.2011 um 09:57
Albernheit vs. Ernsthaftigkeit:
Also ernsthaft h.yuren:
"dass die gorch fock noch immer zur ausbildung der marine dient"

Wenn die Amis jetzt unbemannte Aufklaerer gegen den Drogenkrieg einsetzt, aber gleiche diesen Krieg brauchen um
US - amerikanische Arbeitsplaetze zu sichern, also den Drogenkrieg...

Wenn man jetzt in Details geht wird es gefaehrlich...
;-)
h.yuren schrieb am 07.11.2011 um 10:23
ernsthaft sind nur die aufklärung und die aufklärer, die im zeichen von sachverstand und mitgefühl agieren.
tlacuache schrieb am 07.11.2011 um 10:43
Und was willst du mir damit sagen?
Das ich ein Schisser bin?

www.stratfor.com/weekly/20110817-buffer-between-mexican-cartels-and-us-government?utm_source=freelist-f&utm_medium=email&utm_campaign=20110818&utm_term=sweekly&utm_content=SECtitle&elq=9b743b037f9643578796a0bd4dfb9e96

Wir koennen da mal drueber reden, wenn du
10 000 Km weit weg bist.

www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,795642,00.html

"...im zeichen von sachverstand und mitgefühl agieren..."

So funktioniert leider die Welt ausserhalb von "Wohlfuehl G 7" nicht...
Da gibt es noch andere ca. 190 Staaten auf der Welt...
Gruss
tlacuache schrieb am 07.11.2011 um 10:54
"G 7", oder G8, man kommt ja jetzt ganz durcheinander, Italien und Spanien faellt bald auch raus ;-), Haiti und Jamaika kommt bald rein...
Ist schon schwer...
claudia schrieb am 08.11.2011 um 15:46
Sehr kreditwürzige Kandidaten wären das Fürstentum Liechtenstein, Andorra und Cayman Island...
Streifzug schrieb am 07.11.2011 um 21:18
Lieber h.yuren,

nicht nur ein Sonnenuntergang kann "schön" sein...
h.yuren schrieb am 08.11.2011 um 15:19
lieber streifzug,
mit den untergängen der sonne hatte ich es noch nie, nicht erst nach der bekanntschaft mit heines vers.
sonnenaufgänge sind für mich schön, besonders das licht vor dem aufflammen des "burning head" hat es mir angetan.
h.yuren
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Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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Der gefährlichste Mann Europas?

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24.05.2012

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