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komme eben vom abendspaziergang. die straßenbeleuchtung war schon eingeschaltet, als ich auf dem rückweg ein stück voraus ein junges paar sah, das im schein einer straßenlampe plötzlich stehen bleibt und gebeugt auf den boden blickt. die beiden hatten nichts verloren, wonach sie nun angestrengt suchten; sie waren bloß überrascht von der großen anzahl frösche, die es nicht alle sehr eilig hatten und im halbdunkel zwischen straßenlaternen nicht gut zu erkennen waren.
der zug der tiere kommt auf breiter front vom wald her. dort müssen sie überwintert haben. die ersten milden tage des frühlings ließen sie sozusagen auftauen, aus der erstarrung plötzlich wieder lebendig werden. so richtig wach sind sie noch nicht. oft verharren sie lange, ehe sie den nächsten sprung tun. manchmal hüpfen sie ein stück zurück oder quer. der instinkt ist kein zeitsparendes navi. aber die bewegung geht insgesamt vom wald weg auf die andere straßenseite, in richtung feriendorf.
wir gingen vorsichtig weiter, um nicht im halbschatten zwischen zwei straßenleuchten auf einen frosch zu treten.
auf der zufahrt zum feriendorf erscheinen gelegentlich die grellen lichter eines pkw. die am lenkrad sitzenden wissen nichts von den wandernden fröschen. und die tiere haben keine ahnung von der gefahr durch die autos.
das ergebnis der doppelten ahnungslosigkeit wird morgen bei tageslicht zu besichtigen sein. der tierschutz ist im grundgesetz angekommen. in der realität noch nicht überall.
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"der instinkt ist kein zeitsparendes navi. aber die bewegung geht insgesamt vom wald weg" in die realität...
thanx für den Augenscheinbericht! |
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deinen verlängerten satz verlängernd denke ich an unseren ursprung aus dem wald, wo wir das begreifen so gründlich gelernt haben, sachichma.
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so so, dein wappentier ist der molch, rainer. das ist mir neu.
hier in meiner umgebung sind etzliche teiche, tümpel und baggerseen. ein für amphibien gutes revier. mein wappentier ist der rabe, ersatzweise tuns aber auch alle anderen rabenvögel. den raben mochten die teutonen so sehr, dass sie die alle aus der luft oder dem nest geholt haben. tabula rasa. |
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schrieb am
20.03.2010 um 12:46
Ja; aber bei den Vögeln ist mein Favorit die Dohle. Ein solidarisches Tier, und dem Partner lebenslang treu. Supporter bzw. Ausführer unmoderner Verhaltensweisen. Schön schwarz, bisserl grau. Und hüpft so durch die Welt.
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du hast also favoriten in verschiedenen klassen, rainer. die dohle heißt bei mir kjak. vor zwölf jahren hab ich die letzte bis zur vogelfreiheit hochgepäppelt. hatte sie, noch flugunfähig, mitten in gronau an der kirchenmauer gefunden, weil kinder da herumsprangen.
ich weiß nicht, mit welchem unterton du das "schön schwarz" ausgesprochen hättest. die schwarzen federn der kjaks sind stumpfschwarz. hast du mal einen raben oder eine krähe im sonnenlicht gesehen? das schwarz schillert und glänzt wie kein schwarz sonst. |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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