h.yuren

die seen gehn unter

03.12.2011 | 21:26

Die Theologie ist eine Wissenschaft

das versteht sich in teutonien, wo mehr als ein drittel der wahlberechtigten dem heiligen römischen reich deutscher nation nachtrauert.  das sind leutchen, die eine der beiden c-parteien wählen oder ihnen nahestehen. leutchen, die konkordatslehrstühle ganz in ordnung finden.

das versteht sich in einem staat, der den slogan der studenten (tausend Unter den Talaren der Muff von Jahren) mit polizeiknüppeln und wasserwerfern bekämpfte. in einem staat, dessen rechtstradition durch rechte richter hochgehalten wurde und wird.

im miefigen münster führte die theologische fakultät selbstverständlich die reihe der an der wilhelms-universität vertretenen disziplinen im vorlesungsverzeichnis an (in den jahren, als ich dort zu tun hatte). das war kein zufall, das war tradition.

das versteht sich alles in einem land, in dem biedermänner und brandstifter noch immer bestens zusammenwirken - nach allem, was in diesem land geschehen ist.

 
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Kommentare
luggi schrieb am 03.12.2011 um 22:22
Ja ja, das Thema ist mehr als besonders wichtig. Das wäre doch einmal ein Thema über mehrere Wochen und nicht nur am Freitag wert. Glaub ich mal.
h.yuren schrieb am 04.12.2011 um 09:40
dein glaub-ich-mal in gottes ohr, lieber luggi.
miauxx schrieb am 03.12.2011 um 22:35
Mit dem rechten Mief usw. ist ja alles ein ganz gutes Ansinnen für einen Blog ..., nur mit der Überschrift - dem Thema? - hat der Inhalt des Textes nicht viel zu tun.
Und, übrigens könnte man für "Theologie" alles mögliche andere einsetzen und es würde genauso gut funktionieren.
luggi schrieb am 03.12.2011 um 23:06
da hast du Recht,
Wirtschaftswissenschaft. Gelobt sei im Namen des heiligen Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaft derjenige, der ein Patentrezept zur Linderung der Krise vorweisen kann. Alle anderen sollten das Geld, nicht die Preise zurück geben, um eine Wahlkampagne zur Abwahl der Unexperten zu finanzieren.
chrislow schrieb am 03.12.2011 um 23:17
Hat es vielleicht doch ...

In dem schwammigen gerede der Religionen hat sich schon vieles verpackt ... und verbreitet. Allein die Dummheit der Zuhörer erkennt es nicht und geben damit sozusagen den blind Gläubigen...
h.yuren schrieb am 04.12.2011 um 09:45
dass die leutchen daran gewöhnt werden, die birne auszuschalten, wenn einer anfängt, von gespenstern zu erzählen, lieber chrislow, genau das hast du als kontext richtig erkannt. so ist das blog als ganzes zu verstehen.
tlacuache schrieb am 04.12.2011 um 09:57
"dass die leutchen daran gewöhnt werden, die birne auszuschalten, wenn einer anfängt, von gespenstern zu erzählen"...
Darf ich mir das ausdrucken oder jib's da irgendwo Copyright?
So viele Taschentücher hab' ich gar nicht im Haus, um die Tränen wegzuwischen...
h.yuren schrieb am 04.12.2011 um 10:51
hoffe, es handelt sich um freudentränen, lieber chrislow. wenn die taschentücher nicht reichen, schneidest du den tränendrüsen einfach den nachschub ab, indem du dich weigerst, weiter flüssiges zu dir zu nehmen. aus der hausapotheke.
h.yuren schrieb am 04.12.2011 um 10:54
das geht zu weit, luggi. du verlangst ja, dass alle wirtschaftsweisen und nobeller die millionen zurücküberweisen. denn keiner von denen hat etwas gewusst.
tlacuache schrieb am 04.12.2011 um 11:01
Ja es handelt sich um Freudentränen, lieber
h.yuren,
das kam naemlich von Tlacuache...
Brille aufsetzen !
;-))))))))))))
:-)
chrislow schrieb am 05.12.2011 um 23:36
Eben ... ich wars nicht und trinke deswegen weiter.
h.yuren schrieb am 06.12.2011 um 08:03
schon gut, ihr lieben, ich hab die sonnenbrille zurechtgerückt und erkenne den fehler meinerseits.
nix für ungut, heißt das dann hier in der gegend.
h.yuren schrieb am 04.12.2011 um 09:38
@miaux
nun, ich bin in diesem unseren lande in einem tiefschwarzen winkel aufgewachsen. ich weiß, wovon ich rede und schreibe.
wer es sich gefallen lässt - aus alter gewohnheit, mit sprüchen zugedeckt zu werden wie ewiges leben, auferstehung, himmelfahrt, unbefleckte empfängnis und ähnlichem, der oder die ist bestens vorbereitet für die scharlatanerie aller art, z.b. eines sarrazin oder schlichtenberg oder ...
und wer auf solch pampigem boden glaubt, wissenschaftlich arbeiten zu können, gleicht einem architekten, der sümpfe als beste fundamente preist und bebaut.
Nietzsche 2011 schrieb am 04.12.2011 um 12:26
„wo mehr als ein drittel der wahlberechtigten dem heiligen römischen reich deutscher nation nachtrauert. das sind leutchen, die eine der beiden c-parteien wählen oder ihnen nahe stehen“
Es handelt sich wohl eher um ein Drittel der Wähler (?). Bei 60% Wahlbeteiligung hätten die C-Parteien sonst die absolute Mehrheit.

„das versteht sich alles in einem land, in dem biedermänner und brandstifter noch immer bestens zusammenwirken –„
Ich kann der Linie, ALLES was nach Religion „riecht“ als Teufelszeug zu verdammen, so nicht folgen. Nicht nur, dass ich hochintelligente Pfarrer kennen gelernt habe – nein, ohne Kirche und deren Angestellte wäre mancher Widerstand früher wie heute anders verlaufen.
h.yuren schrieb am 04.12.2011 um 21:18
richtig, nietzsche 2011. nicht ein drittel der wahlleute, sondern der wähler. danke für die richtigstellung.
wo es um biedermänner und brandstifter geht, habe ich nicht die pfarrer gemeint, sondern die staatsschützer und vaterländischen brandstifter, die traditionell gut miteinander können, so gut, dass weit über 150 morde nicht bemerkt wurden, obschon die beschäftigung von v-leuten beachtlich sein muss, von lauschangriff und vorratsdatenspeicherung gar nicht zu reden.
was den kirchengeruch betrifft, wird ja auch glaubhaft gesagt, der papst sei ein hochintellektueller typ. auch ich hab aus nächster nähe gescheite pfarrer kennen und schätzen gelernt. auf einem anderen blatt stehen die konkordatslehrstühle und die machtpolitik der kirchen und die mittelalterliche kooperation, um nicht zu sagen: komplizenschaft von staat und kirche hierzulande. was die beiden organisationen u.a. zum missbrauch von heimkindern getan haben, ist nicht so ohne.
ich habe den terror der kirchen als schüler erlebt. das war machtmissbrauch nach alter manier.
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