h.yuren

die seen gehn unter

25.02.2011 | 23:03

eine kleine nebensache

die nachrichten und kommentare erholen sich langsam von gutzenberg und sammeln sich in und um und über libyen.

hast du mal darauf geachtet, wie der name des landes mit der hauptstadt tripolis ausgesprochen wird, jedenfalls von etzlichen sprechern?

meine frage an die community: hört ihr auch [lübien]?

im duden steht keine erläuterung zur aussprache. im wikipedia-artikel heißt es [libien]. ich aber meine [lübien] zu hören.

es interessiert mich wirklich, wie du es hörst und sprichst.

es kommt im namen ein y vor, aber nicht an der stelle, nicht in der ersten silbe.

manche deutschsprechende machen aus dem wort first einen fürst und aus einer kirsche eine kürsche. aber das ist, glaube ich, noch ein anderer fall.

mir geht es um die korrekte aussprache der landesbezeichnung, die zur zeit so oft in den mund genommen wird wie kaum jemals zuvor. doch hoffentlich nicht mit falschem zungenschlag.

sag mir bitte, wie du das wort hörst und sprichst.

 
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Kommentare
abghoul schrieb am 25.02.2011 um 23:09
Lübien->bestimmt falsch so, aber wohl angeboren->westfale
Streifzug schrieb am 25.02.2011 um 23:12
Ein typisches Beispiel dafür, dass Verdrängtes an anderer Stelle hoch kommt. Die Kommentatoren haben in den letzten Tagen laufend über Guttenberg berichten müssen, das gedachte "Lügner" nicht aussprechen dürfen, welches nun, bei einem anderen Machthaber an die Oberfläche kommt, wenn auch verschlüsselt. :)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 26.02.2011 um 01:46
Liebien in Drei-Stadt, - obwohl die haben es dort nicht gerade mit lieben sondern eine ganz schön heftigen Ehestreit.
Alien59 schrieb am 26.02.2011 um 06:43
Bei all diesen Ausspracheproblemen muss man m.E. sehen, dass sie auf der Transliteration vom Arabischen ins Deutsche beruhen.

Libyen ist die korrektere Transliteration, weil im Arabischen zwischen dem l und dem b ein kurzes i zu hören ist, während zwischen dem b und dem a (richtig ist ja: libya) ein y steht - bzw. der entsprechende Buchstabe des arabischen Alphabets, der hier als j zu lesen ist.
Da aber die Rechtschreibregel im Deutschen eigentlich lautet, dass eigentlich zuerst das y, dann das i steht (Bspl.: Sylvia), das y noch dazu als ü gesprochen, schreiben viele fälschlich "Lybien" und sprechen "Lübien".
born2bmild schrieb am 26.02.2011 um 08:42
Libyen: Die korrekte Aussprache in der Standardlautung ist ['li:byn].

DUDEN Richtiges und gutes Deutsch
(c) Dudenverlag 1998
born2bmild schrieb am 26.02.2011 um 08:52
Neuer Versuch die Lautschrift korrekt wiederzugeben:
'li:byən.
h.yuren schrieb am 26.02.2011 um 11:23
liebe ff-beteiligte, dank für die teils doch hochinteressanten bis amüsanten theorien zum aufgeworfenen problemfall.
alien59, du hast etwas angeführt, das wie eine gute spur aussieht. das beispiel "Sylvia". es erinnert mich daran, dass oft ein i durch ein y ersetzt wurde, zum teil waren die lautwerte mal irgendwo gleich. man sprach und spricht z.t. vom griechischen i.
nun sprichst du zudem von der neigung, das y in die erste silbe zu ziehen, das i später folgen zu lassen. ich suche weitere beispiele für dieses muster. und finde "Sibylle"...

ist es denn überhaupt konsens, dass viele leute ein ü hören lassen, wo im namen des jetzt vielgenannten landes ein i steht?
jayne schrieb am 27.02.2011 um 09:35
selbst die schreibweise wechselt hin und wann, man ist sich wohl nicht sicher, was man da vor sich hat, aber nun zur frage: ausgesprochen höre ich es so: libien - sehr schön (bien) ist das sicher nicht ...
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