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Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

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Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

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"Gut" ( plural "Güter") bezeichnet eigentlich etwas handfestes, ein "Landgut" z.b. oder "Fracht-, Stückgut" für den transport, auch allerlei "Backgut", "Erntegut" oder "Rüstungsgut". ein bunter plunder kommt in den zusammensetzungen zusammen.

dudens, die das grundwort "-gut" als eigenes lemma entdeckt haben, vermelden daselbst nicht bloß verschiedene dinge, sondern auch "(bes. unter statistischen Gesichtspunkten): Menschen-, Patientengut."
das anhängsel "-gut" verwandelt alles und jedes in verfügbares material. dass es vor gar nichts haltmacht, ist wohl durch und durch praktischen leutchen zu danken. wer personengruppen, menschen materialisiert, aus rein praktischen erwägungen, versteht sich, den hindert kein gedanke, auch gedanken zu verdinglichen und verfügbar zu halten.
zusätzlich zu diesem gedankensprung hat es mit dem "Gedankengut" die besondere bewandtnis, dass dieses lemma bevorzugt in bestimmten kontexten gebraucht wird:
in der verbindung "das Gedankengut der Aufklärung" ist das wort eher unauffällig. wenn man es aber mit attributen wie 'rechtsextrem' oder 'nationalsozialistisch' verbindet, und das geschieht jeden tag, wird dann nicht das adjektiv aufgewertet, weil man den neubraunen parteigängern die fähigkeit zu denken unterstellt?
neududens haben das als zitat untergebracht, ohne mit der wimper zu zucken:
"jeder Erscheinung von nazistischem G. ... begegnen wir konsequent (Freie Presse 30.12.89, 3)."
ich wage zu behaupten, dass "Gedankengut" mit vorliebe adjektive anzieht, die wie ein negatives vorzeichen dem wort vorauseilen und seinen inhalt bestimmen als 'gedankenplunder'.

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