h.yuren

die seen gehn unter

02.12.2011 | 20:46

In der Verschwende sieht man das Ende

das wort lebensstil ist keine übersetzung des engl. ausdrucks lifestyle. es bedeutet vielmehr ganz allgemein die art und weise, wie wir leben. wenn niko paech das wort gebraucht, und das tut er oft, meint er z.b. die ressourcenverschwendung, die kennzeichnend ist für den lebensstil der meisten menschen in den reichen industrieländern.

der wirtschaftstheoretiker an der uni oldenburg sagt voraus, dass unsere luxurieuse art zu leben keine zukunft hat. uns würden schon bald - auf ein datum mag er sich nicht festlegen - die mittel ausgehen, die wir täglich vergeuden, etwa in der mobilität oder beim flächenverbrauch.

weltreisen in millionenauflage sind nach niko paechs einschätzung der gipfel an umwelt- und chancenzerstörung für künftige generationen. ich behaupte mal ergänzend, dass kriege heute noch verschwenderischer mit umwelt- und anderen ressourcen umspringen als vielfliegende touristen.

paech betont, er sei kein moralist, sondern wissenschaftler. wenn er aber einen neuen lebensstil fordert, ist die trennlinie zwischen wissenschaftlicher erkenntnis und daraus abgeleiteter kritik an unserer gegenwärtigen lebensweise hauchdünn. mit der ökologie schlägt (natur)wissenschaft um ins normative. 

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
luggi schrieb am 03.12.2011 um 11:11
Mensch, mir fallen auch immer wieder seltsame Fragen ein. Gibt es eigentlich in den Bundeswehrstandorten einen Beauftragten für Ökologie?
chrislow schrieb am 03.12.2011 um 14:21
... im Zweifel gibt es den aber im entsprechendem Amt der zivilen Verwaltungsbehörde (Umweltamt etwa), wo der jeweilige Bundeswehrstandort ansässig und in solchen Fragen unterstellt ist.
h.yuren schrieb am 03.12.2011 um 19:08
luggi, wenn es den typ gäbe, wäre er die propagandalüge in person.
luggi schrieb am 03.12.2011 um 20:59
Propagandalüge ist besser als Oxymoron, begrifflich.
h.yuren schrieb am 03.12.2011 um 21:12
manchmal muss doppelt gemoppelt werden, luggi.
h.yuren
Netzstützpunkt FC
Ort:
haddorf
Mitglied seit:
3 Jahre 0 Wochen
Zuletzt aktiv:
27.05.2012
Status:
Publizist
Aktivität:
Beiträge: 299
Kommentare: 4084
Logbuch
09:28
Meyko hat gerade einen Kommentar geschrieben.
09:23
Drulli hat gerade einen Kommentar geschrieben.
09:20
Michael Angele hat gerade einen Kommentar geschrieben.
09:18
Drulli hat gerade einen Kommentar geschrieben.
08:55
heyeohka hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG