die polizei in nrw sieht sich angesichts der verkehrsopferstatistik zum handeln gezwungen. war es in den vergangenen jahren schon zur gewohnheit geworden, im herbst einen rückgang der toten im straßenverkehr zu melden, zeigt sich in diesem jahr schon wochen vor seinem ende eine deutliche umkehr der entwicklung. die anzahl der tödlichen verkehrsopfer ist allein in nrw um mehr als 500 gestiegen.
auffallend hoch ist der anteil der fußgänger unter den verkehrsopfern. die polizei in nrw will in zukunft verstärkt die geschwindigkeit der autos in den innenstädten kontrollieren. das heißt blitzen, was das zeug hält.
offensichtlich ist der sicherheit auf der straße nicht allein damit gedient, technische assistenten in die neuen wagen einzubauen und stichprobenweise die einhaltung der verkehrsregeln zu kontrollieren.
nach der massenkarambolage auf der autobahn bei gronau vor einigen tagen forderte die gewerkschaft der polizei ein tempolimit. im fernsehen (wdr) wurde die berechtigung dieser forderung unterstrichen anhand einer einer statistik. bei erhöhter geschwindigkeit steigt die kurve der tödlichen verkehrsunfälle sprungartig (signifikant) an.
untätigkeit des gesetzgebers ist unter diesen umständen tödlich und unentschuldbar. die minister haben bei amtsantritt geschworen, schaden vom land abzuwenden. (kann ja sein, dass das schon eine weile zurückliegt, und man hat's im eifer des politischen alltagsgeschäfts vergessen oder verdrängt)