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Möchte ich hier noch begraben liegen? - fragte sich der arme Verwandte auf seinem einsamen Verdauungs-Spaziergang durch den Ort.

Auf dem Friedhof von Osterwieck wurden drei Reihen ausgewachsener Lärchen gefällt und etliche alte Gräber abgeräumt. Die Lärchen nadelten zwar manchmal, gaben aber auch so etwas wie - nunja - Trost.

Im Porzellanladen war nicht ein Mal ein Elefant zu Besuch, nun steht er leer.

Der Osteuropäer in der ehemaligen Konditorei Reiche hat auch längst aufgegeben.

In der "Tanne" war früher einmal die Stadtbibliothek, nun steht sie schon seit undenklichen Zeiten leer. Hier wurden einige Straßenszenen für den Goethe-Film gedreht. Die Bücher erbte eine Schulbibliothek.

Drogerie und Radioladen sind längst geschlossen und im ehemaligen Bahnhof haust jetzt ein Online-Versender für teuren Kinderkram.

Jugendliche Architektur-Kritiker griffen zu rosa Farbbeuteln. Vielleicht handelt es sich ja bei dem allem um eine Neuauflage des 30-jährigen Krieges und 20 Jahre sind schon geschafft?
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Mir gefällt die lakonische Trauer Ihres Blogs.
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Danke, die wichtigen Fragen zu blühender Armut in Wort und Bild.
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Bitte, gern geschehen.
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Danke. Gerne die Fotos geschaut und gelesen.
Hat schon etwas Melancholisches. Herzliche Grüße por |
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oje. zumindest wäre man dort nicht allein begraben. danke für die bilder. und den trost, dass die schulbibliothek die bücher geerbt hat.
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ich würd gern da hinziehen, leben ohne spiegel und rewe, ein traum.
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hadie,
harz wird in heutigen zeiten mit "t" nach dem "r" geschrieben. . neue deutsche rechtschreibregel. . du brauchst nen anwalt für deine marode gegend? , hier: . www.harzanwalt.de/ . ABER...bedenke: . zitat anfang: . "Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass wir, außer in Fällen der Pflichtverteidigung oder Prozesskosten- bzw. Verfahrenskostenhilfe, ohne Vorschüsse oder Sicherheiten nicht anfangen können, Mandate zu bearbeiten." . zitat ende. |
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Dass diese Anwaltsbrut jetzt so frech werben kann, ist eine der übelsten Folgen der neoliberalen Deregulierung. Osterwieck ist überigens auch Hauptort einer Einheitsgemeinde von 20 Ortschaften, selbstverständlich gibt es dort Edeka, Aldi, Lidl usw. Und in Osterwieck wurde die Kulturland-Initiative gestartet:
www.stadt-osterwieck.de/kulturland/kulturland-was-ist-das |
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@hadie
Wer die Zukunft im Schwarzwald und andernort im deutschen Ländle besichtigen will, fährt, mit Herz, weitsichtig auf die kleinen Städte, Orte im Harz ab. Danke für den beherzt bebilderten Weihe Blick in die Zukunft. |
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Früher, also vor der 1991 beginnenden Deurbanisierung ostdeutscher Kleinstädte, war ich sehr gern in O.. Konnte ich doch davon ausgehen, dass ich ein begehrtes Exemplar einer Zeitschrift in O. kaufen konnte, die an anderen Vertriebsstellen mehr als vergriffen war. Konkret: Radio-Fernsehen-Elektronic.
Und Technik. Begehrte Artikel habe ich in O. gekauft: Stereokompaktanlage in dem RFT-Laden für einiges Ostgeld und einen japanischen Sanyo-Ghettobluster, später, auch für einiges Geld. Schade um die Konditorei ... ich schreibe nur DOBOS-Torte, besser als das Original (wer's nicht kennt, Torte des Prinzregenten). Ja, und "Tanne", da habe ich gute Erinnerungen. Liebe Grüße an "Otto", falls sie dies liest. Mal was anderes. Was ist mit dem Krankenhaus? Was ist mit den Betrieben, die Kinderkleidung für die Versandhäuser im Westen zu spottbilligen Lohnkosten produzierten? Es gab ja nichts von den produzierten Waren im Osten. Hmm. Die komische Vereinigung hat auch O. bürgersteiglos und einige Pflastersteinhändler im Westen nicht ärmer gemacht, glaub ich mal. |
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Das Krankenhaus ist zu, das Kleiderwerk auch und die Pflastersteine wurden in den letzten Jahren der DDR von Schalck-Golodkowski verkauft. Übrigens hat meine Mutter im Kleiderwerk am Band für Neckermann geschuftet und ihre Kinder trugen dafür Neckermann-Kinderklamotten - allerdings nur die Sachen, die bei der Qualitätskontrolle aussortiert wurden.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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