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Lokale Nachrichtenportale melden, dass die Ammendorfer Tapetenfabrik in Halle/S. zum 31. August ihre Geschäftstätigkeit beenden wird. Die Produktion soll bereits eingestellt worden sein. 30 Mitarbeiter stehen auf der Straße. Die Ammendorfer Tapetenfabrik wurde 1895 als Fa. Buckau gegründet und stellte zu DDR-Zeiten Fußböden und Strukturtapeten her, auch den berüchtigten "Bärenkleber". Die Tapeten aus dem Werksverkauf waren seinerzeit billig, aber wegen der speckig glänzenden Folienbeschichtungen wenig beliebt. Nach 1993 gab es einen Neubeginn mit attraktiven Vließtapeten und -Bordüren. Nach 116 Jahren nun das Ende - in aller Stille.
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30 Mitarbeiter, Hadie? Für eine Firma, die einen massenmarkt bedienen will, ist das etwas klein und die Chinesen stellen das alles billiger her und wohl auch nicht so umweltfreundliche. Gleichwohl: bedauerlich.
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schrieb am
14.07.2011 um 14:35
>>30 Mitarbeiter, Hadie? Für eine Firma, die einen massenmarkt bedienen will, ist das etwas klein...<<
Warum sollten die nicht verkaufen, was sie herstellen? >>...die Chinesen stellen das alles billiger her und wohl auch nicht so umweltfreundlich...<< Das dürfte wohl das Problem sein. Also begeben wir uns in den Wettbewerb: "Wer ist das umweltverschmutzendste Schwellenland mit der ärmsten Bevölkerung?" Der leuchtende Pfad der Agenda 2010 weist uns die Richtung. |
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claudia schrieb am 14.07.2011 um 14:35
natürlich haben Sie Recht. Aber man sollte schon sehen, dass von 30 Mitarbeitern ca. 10 mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt sind. Ich schätze mal 2-3 mit dem Verkauf, bleibe ~17 für die Produktion. Und die müsste, um Masse zu erzeugen, hochgradig automatisiert sein. Hat(te) die Firma Märkte wie OBI, Praktiker, Hornberger oder ähnlich zu Kunden, herrschte wohl ein enormer Preisdruck. Ob nun ausgerechnet Tapeten von China nach Deutschland verschifft werden ??? Ich weiß es wirklich nicht, viel Volumen bei geringem Gewicht ... und der Rest: Ja, maximale Ausbeutung bei minimalen Anstrengungen und der Pfad ist mit leuchtstarken LEDs aus dem umweltverschmutzendsten Schwellenland mit der ärmsten Bevölkerung hell erleuchtet. Gruß |
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Die Tapetenfabrik hatte zu Ostzeiten 1200 Mitarbeiter. Nach der Wende wurde sie mit Treuhandgeldern "fein gemacht" und verkauft. Jetzt sind die letzten Anlagen verschlissen und müssten ersetzt werden usw.
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hadie schrieb am 15.07.2011 um 20:04
Es braucht etwas Zeit, bis man versteht, wie WENDE auch verstanden werden kann. Es gab da noch ganz andere Schweinereien, Seilschaften aus der CDU, die sich mit der erklärten Absicht des Plattmachens vor allen Dingen große Landflächen der LPGs unter den Nagel gerissen haben (gerade hier aus Köln) und für ihre Geschicklichkeit gefeiert wurden. Wie sagte André Heller ... Zum Kotzen ist doch eigentlich nur die viele, viele falsche Sympathie Gruß |
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Also, zu Ostzeiten hatte die Fabrik 1200 Mitarbeiter und stellte wenig beliebte Tapeten her die wahrscheinlich nur verkauft wurden, weil sie billig waren und weil es auch sonst keine Konkorrenz gab.
"Die Tapeten aus dem Werksverkauf waren seinerzeit billig, aber wegen der speckig glänzenden Folienbeschichtungen wenig beliebt." (Zitat Hadie siehe oben) Hadie's Verweis darauf, das die Tapetenfabrik zu Ostzeiten noch 1200 Mitarbeiter hatte ist ein indirekter Vorwurf á la "...durch die Wende und die Treuhand wurde das alles kaputt gemacht." Doch wie soll das gehen, bei einer Fabrik die ein wenig attraktives Produkt herstellt? Warum kann man erwarten das sich diese Fabrik in einer freien Marktwirtschaft hält? Das ist die übliche Ossi-Jammerei ohne Sinn und Verstand. |
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Hast Du meinen Beitrag überhaupt gelesen?
"Nach 1993 gab es einen Neubeginn mit attraktiven Vließtapeten und -Bordüren." Und kaputt gemacht hat den Betrieb der jetzige Eigentümer, der ihn voll auf Verschleiß gefahren hat, darin liegt die Parallele zur DDR. Dieser Beitrag wurde von der 'Schere im Kopf' des Schreibers editiert. |
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schrieb am
16.07.2011 um 20:17
Ja Hadie was sollte denn dann der Verweis auf die 1200 Mitarbeiter vor der Wende? Das war doch so oder so ein indirekter Vorwurf.
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Das kann man so oder so sehen. Von den 1200 Mitarbeitern wurden unter DDR-Bedingungen etwa 900 gebraucht. Heute würde man vielleicht 90 brauchen für ein vergleichbares Produktionsvolumen incl. Vertrieb. Und schön wäre es schon ...
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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