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Vor gerade einmal zwei Wochen hat die New Yorker Polizei mit einem massiven Einsatz das Protestcamp am Zucotti Park in der Nähe der Wall Street geräumt. Jetzt ist auch das Occupy-Camp in Los Angeles Geschichte: Wie unter anderen der Standard und die Los Angeles Times berichten, haben schwer gepanzerte Beamte am frühen Mittwochmorgen die Camper aus ihren Zelten gezogen, viele mit Kabelbindern gefesselt und abgeführt. Rund 200 Protestler wurden offenbar verhaftet, mehrere hundert Weitere verließen das Camp freiwillig.
Vorher hatte es auch in Los Angeles mehrere Aufforderungen von der Stadt gegeben, das Camp zu räumen – die Occupy-Anhänger hatten sich stets geweigert, freiwillig zu gehen. Wie die Los Angeles Times berichtet, war der Zeltplatz nach der Räumung völlig verwüstet. Auf der Homepage von Occupy Los Angeles gibt es Fotos von der Polizeiaktion zu sehen.
Nachdem nun weltweit immer weitere Camps geräumt werden, stellt sich für die internationale Occupy-Bewegung die Frage, wie sie ohne ihre Zeltstädte weitermachen kann. Immerhin bieten die besetzten Plätze einen Ort für Treffen, sind ein sichtbares Zeichen des Protests und sorgen für eine gewisse lokale Kontinuität. In Deutschland stehen die Zelte in Berlin und Frankfurt noch – ob sie ebenfalls von der Polizei geräumt werden oder irgendwann wegen zu kalter Temperaturen aufgeben müssen, bleibt abzuwarten.
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Danke! Habe gestern Nacht noch mit einer Freundin aus Neuseeland via FB diskutiert, was denn von der berichterstattung von Reuters zu halten sei, die offenbar auch im deutschsprachigen Raum Vorlage für die entsprechenden Berichte war:
www.reuters.com/article/2011/11/30/us-usa-protests-idUSTRE7AT0FO20111130 Wir kamen zu dem Schluss, dass es wohl nicht zugegangen ist wie in Oakland, die Infos aber deutlich davon gefärbt sind, dass es sich um eine kommerzielle Nachtichtenagentur handelt, die ihr Geld vorrangig mit Berichten aus Börse und Finanzwelt verdient. Gute Berichte bei Democracy Now: www.democracynow.org/2011/11/30/occupy_wall_street_camps_in_los |
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Ja, lokale Kontinuität ist wichtig. Aber vielleicht findet sich eine Alternative zu den Zeltstädten. Man könnte versuchen, bestehende (öffentliche) Gebäude zu nutzen oder öffentliche Plätze nur ohne permanente Strukturen nutzen, dafür Unterkunft, Logistik, etc. in dezentralen Strukturen realisieren.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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