Der 3. Oktober 1990 besiegelte, was sich bereits im Vorjahr im Wechsel der Parolen angekündigt hatte, die auf den Straßen Ostdeutschlands gegen die unerträgliche Bevormundung der „Sozialistischen Einheitspartei“ laut geworden waren....>> mehr
"Wir Westler" schrieb h.yuren in seinem Freigagsblog (www.freitag.de/community/blogs/h-yuren/vegan--human), "sehen die Ernährung gewöhnlich im Kontext der Gesundheit oder des Genießens, neuerdings auch schon mal der Ökologie, wenn etwa daf...>> mehr
In einem Freitagskommentar der "kritischen Masse" zur Erörterung, der Frage, warum wir die Form unseres gesellschaftlichen Miteinenders "Kapitalismus" statt "soziale Marktwirtschaft" nennen und "Wirtschaftsdemokratie" anstreben sollten, hie&sz...>> mehr
In einem Freitags Kommentar hieß es über den Kapitalismus:
"Er produziert nur nach Quantitäten."
Der realsozialistische Konsument hatte solchen Antikapitalismus einst mit Humor genommen:
"Lieber ausgebeutet und Golf fahren als he...>> mehr
@Christoph Leusch Was ist, wenn die Vertreibung aus dem Paradies von Adam und Eva durch Gott nie stattfgefunden hat, Adam und Eva mit ihren Nachgeborenen weiter im Paradies leben, wir alle in den abr...
Was das Ausmaß der indigenen Kulturlandschaft Amazoniens betrifft, kann ich aktuell keine Quellen nennen. Clarita Müller Plantenberg berichtete davon in einem Vortrag, den sie Anfang der 1990er Jahre in der Urania hielt. Es gibt allerdings eine aktuelle Ausstellung zu dem Thema. www.vfsoe.de/amazonien/Flyer4Sberlin.pdf und ein von ihr mit herausgegebenes Buch über "Gesellschaftliche Bündnisse zur Rückgewinnung des Naturbezugs" aus Anlass von 20 Jahren Klimabündnis. www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-89958-788-3.volltext.frei.pdf Dort findet sich u.a. dieses schöne Zitat "Die vergesellschaftete Menschheit im Bund mit einer ihr vermittelten Natur ist der Umbau der Welt zur Heimat" Ernst Bloch Ich würde aber eher von einer "ökohumanistisch vergemeinschafteten menschheit" sprechen, denn (weltweit) vergesellschaftet sind wir ja bereits - nur auf kapitalistische Art als vereinzelte Einzelne. Vorstellungen einer Umwandlung der Natur in eine reine "Humanosphäre" sind natürlich der ebenso reine Blösinn. Materialistisch gedacht sollte es uns um die Möglichkeit (!) eines ökologisch bewussten Miteinanders auf Basis eines - am Ende weltgemeinschaftlichen - Welt-Ressourcenmanagement gehen. Das wäre nicht "das Paradies" sondern im Gegenteil das Ende der regressiven Sehnsucht nach einem Leben in Unschuld.
"Gemeinsame Aneignung und Kontrolle der Produktionsmittel in der Form des freien Austauschs von Individuen? Das klingt ja, als könne er den Tausch und sogar das Geld unter Umständen billigen. Es gibt bei Marx m.E. keinen Hinweis darauf dass er mit dem "freien Austausch von Individuen" außerhalb einer Zeit des Übergangs irgend ein "freies" Kaufen und Verkaufen von Waren gemeint haben könnte. Gemeint ist der Austausch von Informationen, Prognosen, Meinungen, Überlegungen usw. und zwar um miteinander als Mitmenschen klären zu können, welche und wessen Bedürfnisse die Nutzung welcher (Mengen an) Produktionsmittel und Ressourcen (Arbeitszeit, Naturressourcen usw.), das Eingehen von welchen (und ggfs. wessen) Risiken oder gar das Inkaufnehmen von welchen (wessen) Nachteilen rechtfertigen könnten. Also ein - am Ende weltgemeinschaftliches - Nachhaltigkeitsmanagement in dem Zeitersparnis ein zur Diskussion bzw. Entscheidung stehender Parameter unter vielen wäre - und sich gewiss nicht mehr in Geld bzw. Preise "vergegenständlichen" würde. Preise würden durch so etwas wie nicht monetäre Öko- und Sozialblanzen ersetzt.
@Christoph Leusch Was ist, wenn die Vertreibung aus dem Paradies von Adam und Eva durch Gott nie stattfgefunden hat, Adam und Eva mit ihren Nachgeborenen weiter im Paradies leben, wir alle in den abr...
Bin anscheinend missverstanden worden. Der Gedanke war, dass die Sehnsucht nach paradiesischer Unschuld eine regressive Flucht vor der Aufgabe sein könnte, angesichts einiger akuter Herausforderungen (Klimawandel z.B.) entschieden mehr Möglichkeiten zu erarbeiten, zwischen guten und schlechten Früchten der menschlichen Arbeit unterscheiden zu können. "Die Prognose und Projektionsfähigkeit der Gattung halte ich für überschätzt." Das verstehe ich allein deshalb nicht, weil Gattungen in meinen Augen weder etwas prognostizieren noch projizieren können. Kern des Problems ist m.E. gerade, dass eine als solche handlungsfähige Menschheit, erst geschaffen werden müsste. Im Pukt "Klimawandel" sind die Prognosefähigkeiten immerhin schon recht ausgereift finde ich. "Daher mein Wunsch, mein Hoffen, es bliebe noch genügend nicht gärtnerisch überformte, unbehauene Natur über. Zumindest müsste die Einsicht so weit kommen, dies als nötig zu erachten." Überformung ist nicht gleich Überformung. Wie du weißt, ist der Amazonasregenwald in weiten Teilen eine - in Jahrtausenden gewachsene - Kulturlandschaft aus Waldgärten und entlang von Waldpfaden angelegte Proviantkultureninseln - soweit nicht alles bereits vermöbelt und zu Hackfleisch gemacht wurde oder Soyaplantagen weichen musste. Aber auch zum Schutz von ganz separaten Selbstorganisationsräumen der Natur wäre die Möglichkeit eines zielstrebig auf diesen Schutz hin ausgerichteten Weltwirtschaftens notwendig. Was im Übrigen den selbstbewussten Auszug aus der einkaufsparadiesichen Unschuld einschließt. "Bisher ist Forschung, Wissen und humane Kreation, bei aller bewundernswerten Fantasie, in erschreckender Weise auf Reduktion von Möglichkeiten aus...." Und genau deshalb brauchen wir ein globales Miteinander das auf Basis eines - am Ende weltgemeinschaftlichen - Nachhaltigkeitsmanagements funktioniert. Gruß hh
@Christoph Leusch Was ist, wenn die Vertreibung aus dem Paradies von Adam und Eva durch Gott nie stattfgefunden hat, Adam und Eva mit ihren Nachgeborenen weiter im Paradies leben, wir alle in den abr...
Vielleicht ist die Sehnsucht nach dem verlorenem Paradies ja nur eine Regression. Nur eine sture Emanzipationsverweigerung aus dem Gefühl der Überforderung heraus - angesichts der unheimlichen Herausforderung, die die weitere Menschwerdung bedeutet. Und Flucht vor der Erkenntnis, dass dies nicht ohne entschiedene Fortschritte in der weiteren Menschheitswerdung zu haben sein wird - an die natürlich beherzt gearbeitet werden muss. Ich sehe das so: Nach diesen beiden Männern mit Bart aus dem 19. Jahrhundert (Marx & Co) schaffte bekanntlich Arbeit den Menschen und damit die Fähigkeit, das Erkennen guter und schlechter Früchte des Bemühens, einen gesellschaftlichen Nutzen herzustellen (= ein Gut zu erschaffen), schon im Kopfe vorwegzunehmen und entsprechend vorausschauend zu Werke zu gehen - und dabei auch die bisher gewonnenen Erkenntnsse zu berücksichtigen. Und die Schlange? Marx (oder war es Engels?) verglichen die Mensch(heits)werdung an irgend einer Stelle mit der Entwicklung einer Schlange, der es immer wieder aus der eigenen Haut heraus drängt, nachdem sie ein bestimmtes Stückchen Wachstum hinter sich gebracht hat - sozusagen, nachdem ihre Produktivkräfte an einen Punkt geraten sind, wo sie unvereinbar mit der bisherigen Hülle werden, in der sie bisher vorankamen. Und so werde die werdende Menschheit eines Tages auch die religiöse Hülle abstreifen, die ihr Füreinander bisher zusammenzuhalten schien und die guten Geister nicht mehr mit Gottesanbetung (z.B. auch der Anbetung eines mit eigenem Geist beseelt vorgestellten "Fortschritts") sondern z.B. mittels Zukunftsforschung und bewusster Übereinunft (und dieser erwachsenden Fähigkeit zur Rücksichtsnahme) herbeirufen. Gruß hh
Schön und gut, doch was ist an einer Ökologie des explizit "noch genügend unbehauenen, nicht gestalteten" Menschen human(istisch)? Auch die banale Erkenntnis, dass 'no human body perfect' ist und also...
Nicht dass ich Spontanvegetation (pflanzliche wie menschliche!) nicht zu schätzen wüsste. Im Gegenteil! In meiner Umgebung hat gestern der - 4 Millionen Euro teure - Umbau eines lange vernachlässigten kleinen Parkes begonnen, der den täglichen Weg zwischen zwei belebten (mehrspurigen) Durchgangsstraßen zu einem Ur-Vergnügen gemacht hatte. Von Außen wie eine grüne Wand wirkend und innen mit Efeu umrankten Bäumen und Buschwerk an den Wegrändern mit lauter mannshoch gewachsenen Eiben. Der Park kühlte, war ein guter Feinstaubschlucker und hatte an der Stelle etwas Verwunschenes. Er sorgte mit dafür, dass ich mich in Berlins Moabit heimisch fühlte. Jetzt ist er mit Metallgitter umzäunt und die Herrichtung zu einer "urbanen" Grünanlage hat begonnen. 100 Bäume werden zugunsten von mehr Licht gefällt, sprich: zugunsten einer sich ungehindert ausbreitenden Sommerhitze. Eines eingebildeten Sicherheitsgefühls wegen werden krumme Wege begradigt ("Wer nicht bis zu Ende gucken kann, traut sich nicht rein" heißt es. Dabei ist hier noch nie etwas passiert. Es sollten lieber übergriffige Verwandte und Bekannte mit Narrenschellen versehen werden) . Die Ränder werden also entstrolcht, Buschwerk soll es dort fortan nur noch in vereinzelt stehenden betonierten Hochbeeten geben. Licht (Sommerhitze) soll den dann wieder (zulasten der Bezirkskasse!) gepflegten Park durchfluten und sich das Ganze "zum Stadtraum hin öffnen". Wie gesagt: zwei stark befahrene, mehrspurige Durchgangsstraßen! Man wird in Zukunft also endlich wieder von einer zur anderen Straße gucken und vor allem hören können. Wunderbar. Und ob die Jugendlichen, die durch allerlei Spielgeräte für Erwachsene aufs Gelände gelockt werden sollen, den Park wirklich sicherer machen? Nein, das weltkommunistische Miteinander soll die Spontanvegetation nicht töten sondern ermöglichen. Aber dafür brauchen wir einen Wandel vom planlosen Füreinander zum gezielten Miteinander. Wir dürfen uns nicht länger von der unbehauenen Naturgewalt Kaptalismus beherrschen lassen.
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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