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geht vielleicht doch eher gegen den Iran statt der Vorstufe Syrien. Darauf deutet zumindest Berichte des Guardian hin, der zufolge die Angriffspläne der USA schon weit gediehen sind und die Briten nur noch überlegen, wie sie mitbomben können.
Dazu passt die Meldung, dass Israel eine atomwaffenfähige Rakete gestestet hat, die den Iran erreichen kann. Der Unterschied ist ja bekanntermaßen, dass Israel die Atombombe hat ... Aber wer Schuld an diesem drohenden Kriegsszenario hat, ist ja klar. Darüber klärt uns ein weiteres Mal Spiegel online zum Glück auf: "Offensichtlich verwirrt die jüngste Aggressivität Teherans westliche Regierungen - nicht zuletzt die mutmaßlichen iranischen Anschlagspläne auf den saudischen Botschafter in den USA."
Der WDR hat schon vor ein paar Jahren einen Film über den vorbereiteten Krieg gegen den Iran gezeigt, "Planspiel Iran". Er ist bei Google Video nachguckbar. Ist es so, dass Obama die US-Truppen aus dem Irak holt, um sie gegen den Iran einzusetzen, oder sie zumindest braucht für den Fall, dass der Iran zurückschlägt gegen die US-Truppen am Persischen Golf?
Widerspruch aus der Bundesrepublik muss die US-Regierung nicht befürchten, was sich unter anderem daran zeigt, daß die Bundesregierung ja schon ganz mutig gegen den Mainstream der meisten Staaten die tapfere US-Haltung gegen die Aufnahme der gefährlichen Palästinenser in die Weltkulturorganisation UNESCO unterstützt.
Nachtrag von 12. 56 Uhr: Ich fand eben den Bericht des Schweizer Tagesanzeigers, dass der israelische Ministerpräsident für einen Militärschlag gegen den Iran wirbt ...
Ich finde erschreckend, dass niemand diese Kriegstreiber stoppt bzw. stoppen kann.
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Btw. UNESCO
Nun ist es jedem souveränen Staat unbenommen, seine Mitgliedschaft via finanziellem Drohpotential zu gestalten, auch wenn die infrage stehenden Größenordnungen aus globaler Sicht eher peanuts sind, darüber hinaus kein wirkliches Sanktionsinstrumentarium gegenüber Zahlungsverweigerern gegeben ist. Die möglicherweise zukünftig mehr in den Fokus rückende Frage scheint mir die nach dem Sinn derartiger Institutionen unter dem erkennbaren Rollback in eine Ära der gewaltsam umgesetzten Macht- und Herrschaftsverhältnisse, wo transnationale Institutionen bestenfalls als Alibi, gar instrumentalisiert in Gestalt einer „Koalition der Willigen“ fungieren. Konsequenterweise sollte und müsste es irgendwann in den nächsten Dekaden Eintwicklungen hin zu einer „anderen“ UN geben – gern auch mit einem neuen Hauptsitz jenseits des East River – und dahingehend sollten Staaten wie die USA keinerlei privilegierte Rolle mehr spielen dürfen; nicht zuletzt, weil die Geschäftsgrundlage eines gewissen „Gleichgewichts“ (des Schreckens) seit 1989/90 entfallen ist, die USA vollkommen freidrehend agieren können. Ergo: Für die UN verbleibt im neuen Weltsystem - welches bereits Immanuel Wallerstein vor einigen Dekaden am Horizont erkannte - lediglich die Funktion eines pseudodemokratischen Mäntelchen, ein Rückzugsrefugium für naive Herzen und sog. Gutmenschen. |
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Hallo ebertus,
ich kann Ihnen nur zustimmen. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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