Hans Springstein

Hans Springsteins Blog

14.12.2011 | 22:54

Nichts Neues von der UNO

Wie einst gegen Libyen ist längst auch gegen Syrien die UNO in Stellung gebracht worden. Sie wird wie gegen Gaddafi als willfährige Dienerin missbraucht bei dem  nächsten neokolonialen Umsturzversuch der führenden westlichen Staaten.

Wie sich die Meldungen doch gleichen: Im Mai 2011 hieß es, Gaddafi begehe Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der Fall wurde gewissermaßen gründlich erledigt. Ende November wurde gemeldet: "UNO: Verbrechen gegen Menschlichkeit in Syrien". Ich gestehe, dass es mich sehr erstaunt hätte, würden sich die Meldungen, Ereignisse und Abläufe nicht so deutlich wiederholen. Ich gestehe auch, dass ich die Meldungen nach dem Muster "Böser brutaler Herrscher gegen grausam unterdrücktes Volk" und "Regierung = Verbrecher, Aufständische = Freiheits- und Menschenrechtskämpfer" auch diesmal nicht glauben kann und will, schon allein weil Glauben für mich kein brauchbarer Ersatz für Wissen ist ... Ich weiß aber um die gezielte Manipulation mit Hilfe der Medien in solchen Situationen wie dieser, weil vielfach belegt, analysiert und bestätigt.

Natürlich sind alle arabischen Herrscher blutrünstige Diktatoren, die weggebombt werden müssen, außer Mubarak, der durfte abtreten, wie sein jemenitischer Bruder, dank ihrer treuen Dienste im westlichen Interesse, und den arabischen Ölscheichs nicht nur in Bahrain und Saudi-Arabien sowie Jordaniens König, treu auf westlicher Seite ... Gibt es da noch jemand, hab ich jemand übersehen? Ach ja, da ist ja noch der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Aber das ist ja kein Araber und der muss ja auch noch weggebombt werden, wenn er nicht freiwillig einknickt und wegkriecht ...

Für mich ist und bleibt das, was uns gegen Syrien vorgeführt wird, der westliche Versuch, die Situation in den arabischen Ländern ein weiteres Mal auszunutzen, verbunden mit der Hoffnung, dass das wie gegen Libyen auch diesmal gelingt. Inzwischen gibt es interessante Analysen, was in Libyen geschah, die auch die Parallelen in den Ereignissen zeigen. In der neuesten Ausgabe der hervorragenden Zeitschrift Lettre International fragt der britische Nahost-Experte Hugh Roberts: "Was geschah in Libyen?" Ein Blick in den Beitrag kann hier geworfen werden, leider nicht vollständig. Ich zitiere mal aus der Ankündigung der Zeitschrift, weil ich es nicht besser formulieren könnte: "Er entwirft eine andere Lesart der libyschen Rebellion als die von der NATO präsentierte. Es handelte sich um einen Bürgerkrieg, nicht um den Kampf einer einzigen Familie gegen das gesamte Volk. Seiner Überzeugung nach war der Regimewechsel von Beginn an Ziel der Interventionsmächte, die frühzeitig auf eine Destabilisierung des Regimes hingearbeitet haben. Legenden, erfundene Geschichten und Dämonisierungen wurden in die Weltöffentlichkeit eingespeist. Gaddafi, gestern noch wohlgelittener Freund und Partner von Staatslenkern wie Berlusconi oder Sarkozy, mutierte über Nacht zum geisteskranken Tyrannen, aus dem Szenario eines innerlibyschen Bürgerkriegs unterschiedlicher Interessengruppen wurde das Zerr- und Gruselbild eines Monsters, das gegen sein "ganzes Volk" kämpft. Eine erhellende Analyse über politische Manipulation und die Regie der Weltpolitik."

Noch deutlicher wird Claus Schreer vom Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung e.V. (isw) in München. In einem aktuellen Text schreibt er über den "Kolonialkrieg der NATO" in Libyen. Auch hier zitiere ich, weil ich es nicht besser ausdrücken kann und Schreers Einschätzung zustimme: "Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen, die von den NATO-Staaten geführten Aggressionskriege haben nichts zu tun mit Demokratie und Menschenrechten. Den imperialistischen Staaten geht es dabei um nicht weniger, als um die Vorherrschaft auf dem Globus. Zehntausende sterben für Macht- und Profitinteressen, für den Zugriff auf die Öl- und Gasressourcen und die Privilegien einer reichen Oberschicht in den westlichen Ländern." Wer gern mehr dazu erfahren möchte, dem empfehle ich ein schon vor Jahren erschienenes Buch: "Verdeckte Ziele. Über den modernen Imperialismus" von John Pilger. Am Ende bleibt nicht nur nichts Neues von der UNO, sondern auch einfach nichts Neues auf diesem Planeten ...

Wichtiger Zusatz vom 15. Dezember um 17.15 Uhr, weil eben erst gefunden: Die junge Welt berichtete am Montag Folgendes: "Die libanesische Zeitung Al-Binaa berichtete am Wochenende, französische und britische Militärexperten würden im Libanon Kämpfer auf den Einsatz in Syrien vorbereiten. Ein Filmteam der britischen BBC hatte kürzlich eine solche Gruppe vom Libanon bis nach Homs begleitet. In der Freitagausgabe der türkischen Zeitung Milliyet hieß es, US- und NATO-Militärexperten würden syrische Deserteure in der Türkei ausbilden. Die Zeitung zitierte eine frühere FBI-Mitarbeiterin mit der Aussage, daß die Ausbildung bereits im Mai angefangen habe. Waffen für die Aufständischen würden über den NATO-Stützpunkt Incirlik geschmuggelt." Das ist auch nicht wirklich neu ...
Eine Bestätigung ist auf der Homepage von Sibel Edmonds, der frühren FBI-Mitarbeiterin, zu finden: "The joint US-NATO secret training camp in the US air force base in Incirlik, Turkey, began operations in April- May 2011 to organize and expand the dissident base in Syria. Since then, in addition to Col. Riad al-Assad, several other high-ranking Syrian military and intelligence officials have been added to operations’ headquarters in the US base. Weekly weapons smuggling operations have been carried out with full NATO-US participation since last May."

 
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Kommentare
Rosa Sconto schrieb am 15.12.2011 um 10:59
Wenn H.Roberts Behauptung stimmt ... war der "Crewwechsel" von Beginn an Ziel der Interventionsmächte, die frühzeitig auf eine Destabilisierung des Regimes hingearbeitet haben. wäre es doch wohl logisch sich auf das Wesentliche, nämlich den Iran zu konzentrieren, und nicht auf Syrien. Es geht um den Iran. Das ist und war immer das Ziel. Von Anfang an, schon vor dem Irak-Krieg.
thinktankgirl schrieb am 15.12.2011 um 11:05
Ich glaube nicht, daß es vor allem um den Iran geht.
Natürlich ist der Iran ein eiternder Stachel im Fleisch der USA, aber im Moment geht es darum, den Mittelmeerraum geopolitisch unter Kontrolle zu bekommen.
tlacuache schrieb am 15.12.2011 um 13:04
thinktankgirl schrieb am 15.12.2011 um 11:05
...Iran ist der zweitgrößte Ölproduzent innerhalb der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec)...

"Geopolitisch den Mittelmeerraum unter Kontrolle zu bekommen" interessiert keine Sau in den USA,
wenn die US - Gallone = 3,78 Liter Sprit bei ueber 3.35 Dollar liegt ...
thinktankgirl schrieb am 15.12.2011 um 15:48
@tlacuache

Dat mit dem Öl hab ich nicht geschrieben.

Und die geopolitsche Kontrolle bezog ich nicht auf Erdöl.
Bei Nordafrika denke ich z.B. an Wasser, Desertec und Chinesen. Schutzwall gegen jetzige und zukünftige Flüchtlinge (Hunger, Krieg, Klima).

Das geopolitische Eingreifen wird auch von Europa mitgetragen, da habe ich mich nicht genau ausgedrückt.
Rosa Sconto schrieb am 15.12.2011 um 17:03
@ thinktankgirl
Europa wird ja gerade arg wieder auf Kurs gebracht. Es geht auch nicht nur um Öl, oder Atommeiler, es ist einfach logisch. Die USA MÜSSEN den Iran in den Schlamassel zerren, - darum ziehen sie doch gerade ihre Krieger aus dem Irak ab.
tlacuache schrieb am 15.12.2011 um 22:36
thinktankgirl schrieb am 15.12.2011 um 15:48
Rosa Sconto schrieb am 15.12.2011 um 17:03

"Dat mit dem Öl hab ich nicht geschrieben."

Richtig, das habe ich geschrieben,
Wasser steht dann 2020 an, die Atommeiler interessieren eh keinen, wenn's ernst wird, macht das Israel.

Es geht 2012 - 2020 PEAK - Oil- mässig NUR um Oel, ob dass dann bis 2030 noch weitergeht, steht auf den Tieseebohrungssternen, aber das interessiert keinen Flummi in den USA, alle 4 Jahre werden US - Präsidenten gewählt, aber "Oel"- Berater in Texas können auf eine angenehme Rente hoffen... auch noch 2029 und danach...

"zukünftige Flüchtlinge" kannst du mit einer billigen MG bearbeiten, dass ist kein Problem, solange Mainstream-medien ausgeschlossen werden (können)...

Die Satelliten, um deine WEB-Cam vom All aus blindzumachen, werden jetzt schon entwickelt, WETTEN?
(investigativer Journalismus!)...
Alien59 schrieb am 15.12.2011 um 11:18
Das hört sich ja alles ganz plausibel an - nur: was ist mit den Menschen, die um Hilfe rufen, weil Assads Panzer auf sie schießen?
Nietzsche 2011 schrieb am 15.12.2011 um 12:44
@ Alien59
Den Menschen muss geholfen werden. Nur - das ist nicht Ziel der UNO. Für die UNO sind Menschen - wie ja im Artikel ausgeführt - Mittel zum Zweck; "Propagandamaterial" zur Kriegsvorbereitung.
Nietzsche 2011 schrieb am 15.12.2011 um 12:44
Den Menschen muss geholfen werden. Nur - das ist nicht Ziel der UNO. Für die UNO sind Menschen - wie ja im Artikel ausgeführt - Mittel zum Zweck; "Propagandamaterial" zur Kriegsvorbereitung.
Hans Springstein schrieb am 15.12.2011 um 15:14
Das ist genau das Argument, mit dem, was ich kritisiere gerechtfertigt wird. Und es ist ein altes Argument ...
Die Frage ist, die auch benannt wird in den Analysen zu Libyen, ob Panzer der syrischen Armee (Präsident Assad hat keine eigenen) auf Demonstranten schießen. Ähnliches wurde ja auch bei Libyen behauptet, wo angeblich Kampfflugzeuge der libyschen Armee Demonstranten in Bengasi angegriffen haben sollten, was nicht mal die NATO bestätigte ... Da werden in den Berichten über den syrischen Bürgerkrieg auch gezielt Begriffe vermischt, da werden Demonstranten zu Aufständischen und umgekehrt gemacht, wie heute bei Spiegel online (www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,803838,00.html) Was glaubt Ihr denn, welche Regierung auf dieser Welt still hält, wenn ihre Macht von bewaffneten Aufständischen angegriffen wird? Aber das ist ja die Zuspitzung des eigentlichen Problems, die aber genau angestachelt wird, weil klar ist, wie die syrische Regierung darauf reagiert, um sie dann eben als brutal und menschenverachtend vorzuführen. Dazu werden Waffen nach Libyen geschmuggelt, werden bezahlte Söldner eingeschleust, die dann morden ohne Auftrag der syrischen Opposition (siehe Todenhöfer-Beitrag), als vermeintlich syrische Aufständische und Deserteure dafür sorgen, dass die syrische Armee auch ihre Panzer einsetzt ... Wie schon gesagt: Alles schon vorgeführt in Libyen, von den gleichen Menschenrechtswächtern und -verteidigern, die jetzt Präsident Assad uns als Monster verkaufen wollen, damit wir ihren Machenschaften heftig zustimmen angesichts des schlimmen Schicksals der Opfer .... Und die einfachen Syrer sind nur Spielball im Spiel der Interessen. Die Opfer dieses angezettelten Bürgerkriegs können für den neokolonialen Umsturzversuch gar nicht groß genug sein. Das ist zynisch, aber definitv nicht im Sinne Syriens.
Und natürlich ist es eigentlich unmöglich, aus der Entfernung die wirklichen Vorgänge in Syrien abschließend beurteilen zu können. Aber eines lässt sich definitv beurteilen: Die westliche Heuchelei und die westlichen Interessen sowie die anderer Staaten in diesem Konflikt. Weil die Geschichte voll ist von Belegen dafür ...
Alien59 schrieb am 15.12.2011 um 15:31
Vielleicht liegt es daran, dass ich dichter dran bin, dass ich die Hilfeschreie besser vernehme?
Ich habe mich, auch hier beim Freitag, wegen Libyen mit einigen ziemlich verdiskutiert. Aber ich bin immer noch der festen Meinung, dass das Eingreifen der NATO Massaker verhindert hat. Aus Libyen habe ich wenig Kritik, aber viel Dankbarkeit gehört.
Aus Syrien hieß es lange, nein, bitte nicht - aber zunehmend ändert sich das und ich lese bittere Zeilen, dass anscheinend syrisches Blut billiger sei....
Hans Springstein schrieb am 15.12.2011 um 16:17
@ Alien59
Ich will niemals das Leid der der Opfer von Bürgerkriegen in Zweifel ziehen. Ich will aber auch keinen Gesslerhut grüßen müssen ... Aber erlaubt ist und bleibt die Frage, wem nutzt ihr Leid? Die Frage ist ja auch, wer sich äußert undsoweiter ... Ich habe schon mehrmals, bzw. zweimal auf Beiträge von vor Ort hingewiesen, die ein differenziertes Bild der Meinungen der Syrer zeigen.
Wenn Du der Meinung bist, dass NATO-Bomben Massaker verhindert haben oder könnten, dann wirst Du Deine Gründe dafür haben. Ich weiß auch nicht, woher Du weißt, dass die frühere libysche Regierung solche plante. Ich verweise nur auf Misrata und Sirte, wer da was ganz real getan und angerichtet hat. Ich weiß auch nicht, wann ein Ereignis ein "Massaker" ist. Am Ende kann ich fast alles mit mehr als fünf Toten zum Massaker erklären. Ich weiß nur, dass die geschätzten 50.000 Toten des libyschen Bürgerkrieges nicht auf das Konto von Gaddafi gehen und auch nicht von den NATO-Bomben verhindert wurden ...
Und wenn solch ein Bürgerkrieg vorbei ist, werden diejenigen, die versuchten ihn zu verhindern, auf welche Weise auch immer, und ihn aber verloren, sich gewiss nicht öffentlich und in Massen gegen die Sieger zu Wort melden ...
Und was die Interessen der einfachen Menschen angeht, ist und bleibt die Frage, was sie von diesem angezettelten Bürgerkrieg und den Folgen haben, ob sich ihr konkretes Leben verbessert, wenn die "Opposition" auch mit Hilfe der NATO-Bomben gesiegt hat. und ich meine nicht nur Meinungsfreiheit und Wahlrecht, sondern auch die Lösung wichtiger sozialer Probleme. Du willst mir doch nicht wirklich erzählen, dass das die NATO und ihre führenden Mitgliedstaaten auch nur ein Stück interessiert und zu ihren Motiven gehört, ob in Libyen, Syrien und anderswo ... Und wo bleibt den die Unterstützung des Westens für die Hilfeschreienden in Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und wo sonst noch Herrscher mit offener westlicher Unterstützung jeglichen Widerspruch unterdrücken? Ich bleibe dabei: Die Hilfeschreie dürfen kein Grund für direkte und indirekte Kriege, die für ganz andere Interessen geführt werden sein. Die Aufgabe, solch eine Situation, wie die derzeit von außen angeheizte in Syrien, von vornherein zu verhindern, wäre eine viel ehrenvollere, aber auch mühsamere ...
Und schon wieder habe ich mich sinnloserweise aufgeregt, obwohl ich doch weiß, dass ich Gläubigen nicht mit Argumenten kommen kann ... Sorry.
Hans Springstein schrieb am 15.12.2011 um 16:22
Ein Zusatz noch: Neues Deutschland veröffentlichte am Wochenende ein lesenswertes Interview mit Wolf-Dieter Narr vom Grundrechtekomitee aus Anlass des Internationalen Tages der Menschenrechte (www.grundrechtekomitee.de/node/466). Auch Narr wendet sich gegen Kriege im Namen der Menschenrechte und er ist gewiss keiner, dem in Not geratene Menschen, auch durch Kriege, egal sind. Ich verweise auf das Interview, weil ich mich jedes Mal freue, wenn ich merke, dass ich nicht allein mit meinen Einschätzungen bin. Das musste ich mal los werden ...
Hans Springstein schrieb am 15.12.2011 um 16:36
Und noch ein Zusatz: In meinem Text vom 28.10.2011 habe ich daran erinnert, wer schon alles in der Vergangenheit Bomben und Kriege mit Menschenrechten begründete und dabei ganz anderes im Sinn hatte: "Und es hat unheilvolle Tradition: Das Prinzip "Menschenrecht bricht Staatsrecht" hat schon Adolf Hitler in "Mein Kampf" beschrieben( www.streifzuege.org/2000/menschenrecht-bricht-staatsrecht). Und vor ihm hat 1918 der deutsche Prinz Max von Baden in seiner "Denkschrift über den ethischen Imperalismus" gefordert: "Eine so ungeheure Kraft, wie wir sie in diesem Kriege entfaltet haben, muss sich vor der Welt ethisch begründen, will sie ertragen werden. Darum müssen wir allgemeine Menschheitsziele in unseren nationalen Willen aufnehmen." (zitiert nach "Europastrategien des deutschen Kapitals 1900-1945", herausgegeben von Reinhard Opitz, S. 433)." Das Ergebnis dieser Menschenrechtskrieger waren Millionen Tote ... Bomben helfen nicht Hilfeschreienden, sondern sorgen für noch mehr Hilfeschreie.
Hans Springstein schrieb am 15.12.2011 um 17:05
Ich wähle mal die Form des Kommentars, um etwas hinzuzufügen, was ich eben erst fand: Jürgen Todenhöfer hat am Montag in der FAZ einen Beitrag zu Syrien veröffentlicht, nachdem er dort war. Ich stimme dem gestandenen Antikommunisten und Ehren-Mudschahedin Todenhöfer nicht in allen seinen Urteilen zu. Aber was er mitteilt ist schon allein deshalb lesenswert, weil er zeigt, dass das einfache Schwarz-Weiß-Bild auch für Syrien nicht zutrifft. Dazu gehört auch das: "Alles wird noch komplizierter dadurch, dass die innersyrische Opposition und die Exil-Opposition in zentralen Fragen unterschiedliche Standpunkte vertreten. Die innersyrische Opposition - die seit Beginn der Revolution relativ offen auftreten kann - setzt auf einen friedlichen demokratischen Wandel, während Teile der vom Westen subventionierten Exil-Opposition auf eine militärische Intervention der Nato – ähnlich der in Libyen - hinarbeiten."
Der Text ist leider bei der FAZ nicht online, aber auf Todenhöfers Facebook-Seite zu lesen, ohne sich bei der Datenkrake anmelden zu müssen: de-de.facebook.com/notes/j%C3%BCrgen-todenh%C3%B6fer/faz-artikel-von-j%C3%BCrgen-todenh%C3%B6fer-vom-12122011-der-syrische-knoten/10150422281595838
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