32
]
Ich probiere mal etwas: Diesen Text habe ich vor Jahren geschrieben und heute auf meiner eigenen Website geklaut. Geht so etwas?
Sprachbetrachtungen
Ist ein Handy ein handy?
Wer sich über "coole Kids" und "clevere Teens" aufregt, weil hier die deutsche Sprache durch englische oder amerikanische Einflüsse "verschandelt" wird, der sollte sich klar machen, dass es schon immer solche Einflüsse auf die deutsche Sprache gegeben hat. Aber während die "Kids" und die "Teens" auch in ihrer Ursprungssprache etwa die gleiche Bedeutung haben, gibt es sehr viele "falsche Freunde", die so tun als seien sie aus der englischen Sprache korrekt übernommen worden, obwohl das gar nicht stimmt.
Das aktuellste Beispiel ist das "Handy", ein Ausdruck, der vorgibt, dem Englischen zu entstammen, obwohl niemand in der englischsprachigen Welt diesen Ausdruck für ein schnurloses Telefon (mobile phone, cell phone, cordless phone) benutzt. "Handy" ist ein Eigenschaftswort der englischen Sprache und bedeutet "geschickt", "nützlich", "gut zu handhaben". Es gibt schon sehr alte "falsche Freunde" im Deutschen; bei manchen hat man sogar die Rechtschreibung eingedeutscht. Der "Keks" erinnert an das englische "cakes", aber "cakes" sind Kuchen und "Keks" heißt auf Englisch "biscuit" oder auf Amerikanisch "cookie".
Ebenfalls eine eigene deutsche Rechtschreibung ist dem englischen "shawl" als "Schal" zuteil geworden. Für Briten ist ein "shawl" ein großes Umhängetuch, wer einen normalen "Schal" will muss nach einem "scarf" fragen. Zu diesen alten "Anglizismen" gehört auch der "Spleen", dem man in früheren Jahren jemandem mit verrückten Ideen bescheinigte. Im Englischen ist "spleen" nichts anderes als die Milz, sodass fast jeder Engländer und Amerikaner, die Aussage "You've got a spleen." mit "Of course I have." bestätigen wird. Das deutsche "Spleen" müsste man mit "cranky idea" oder "strange habit" wiedergeben.
Die Großmütter der heutigen "Kids" pflegten "Pumps" (Aussprache: Pömps) zu kaufen. In einem Londoner Schuhgeschäft würde man ihnen Turnschuhe oder allenfalls Halbschuhe anbieten. Die Damenschuhe mit den hohen Absätzen heißen im Englischen "high heels" oder ein bisschen altmodisch "court shoes". Und auch ein "slipper" ist im englischen Schuhgeschäft kein Schuh ohne Schnürsenkel, sondern lediglich ein Hausschuh.
Wer im Wäschegeschäft in Birmingham einen "slip" verlangt, bekommt Unterhemdchen und keine Schlüpfer vorgelegt. Einen "pullunder" wird er vergeblich verlangen, dieses Wort ist eine rein deutsche Erfindung für ein "tank top". In der Herrenabteilung kann man keinen "Smoking" kaufen, denn dieses englische Wort heißt nur "Rauchen". Der entsprechende festliche Anzug ist ein "dinner jacket" oder ein "tuxedo".
Wer einen "Pudding" mit Vanille- oder Schokoladengeschmack in Bristol kaufen will, muss "custard" verlangen. Ein englischer "pudding" ist eine komplizierte Mehlspeise und muss - wie z. B. der "Yorkshire pudding" - durchaus nicht immer süß sein.
Ein "Oldtimer" ist für deutsche Autofans ein Auto, das mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel hat, britische Fans unterscheiden "vintage cars" oder gar "veteran cars", welch letztere vor 1905 gebaut wurden, während ein "oldtimer" ein Mensch ist, den man bei uns als "alten Hasen" bezeichnen würde.
Wenn sich die beiden Protagonisten im Roman oder Film am Schluss "kriegen", sprechen wir vom "Happy-End", währen in der englischsprachigen Welt das "happpy ending" üblich ist. Und natürlich versteht ein Amerikaner, was mit "Quizmaster" gemeint ist, aber er selbst wird ihn "game-show host" nennen. Auch den deutschen "Showmaster" kennt man in angelsächsischen Gefilden nicht, man spricht schlicht vom "host" oder "MC". Diese Abkürzung bedeutet "master of ceremonies", also "Zeremonienmeister" und erklärt vielleicht die Herkunft des deutschen "Master", das ja auch den "Talkmaster" hervorgebracht hat. Aber während die "talk show" zumindest den Amerikanern geläufig ist - die Briten sprechen von der "chat show" -, würden die Herren Biolek, Kerner oder Beckmann von Amerikanern als "talk-show hosts", von Briten als "chat-show hosts" bezeichnet.
Zum Schluss noch zwei Beispiele für neue deutsche "Wörter", die eindeutig dem englischen nachgebildet und die auf dem besten Weg sind, ihre ursprünglich benutzten alten Entsprechungen zu verdrängen. In deutschen Wörterbüchern, die vierzig Jahre alt sind, sucht man vergeblich nach dem Eigenschaftswort "brandneu". Es ist mit Sicherheit eine Nachahmung des englischen "brand-new", das wiederum in alten Wörterbüchern mit "nagelneu" übersetzt wurde. Wenn deutschen Teenagern etwas runterfällt, sagen sie heute genauso "oops" wie ihren Altersgenossen in Großbritannien oder den USA. Das deutsche "hoppla" ist vom Aussterben bedroht, das englische "whoops-a-daisy" ist zu "oops" verkürzt und international üblich geworden.
Soll man sich über solche Entwicklungen aufregen? Wer sich mit Sprachgeschichte befasst, wird dies nicht tun, denn er weiß, dass seit der Antike Spracheinflüsse über nationale und kulturelle Grenzen hinweggegangen sind. Welcher Deutsche weiß schon, dass Wörter wie "Straße", "Kirche" oder "Pferd" eigentlich auf lateinische, griechische oder, wie im Fall "Pferd" auf lateinisch-griechisch-keltische Ursprünge zurückgehen? Sprachen gehen ihre eigenen Wege, und alle Versuche der "Reinheitsfanatiker" wie Goebbels, der uns den "Vierkopftriebling" für den "Vier-Zylinder-Motor" verordnen wollte, sind zum Scheitern verurteilt. Trotzdem ist es gut zu wissen, dass nicht alles, was englisch aussieht oder sich englisch anhört, auch englisch ist.
.... es geht.
|
|
Endlich mal jemand, der nicht in den populistischen Chor einstimmt und den Verfall der deutschen Sprache beklagt, nur weil die Telekom keine Ortsgespräche mehr vermittelt, sondern Local Calls.
|
|
|
Generell sehe ich das auch so. Sprache wird durch Einflüsse von außen vielfältiger und damit interessanter.
Was mich jedoch stört, ist der absichtliche Gebrauch (scheinbar) englischer Wörter, um jung, "cool" und innovativ zu wirken. Reden, wie sie so mancher Manager hält, empfinde ich als absolut grässlich und an dieser Stelle beginne ich dann zu schimpfen: "Wir haben Leute, über ein Scoring zu einem Rank kommen, so dass man sich aus diesem Research-Universum ein Portfolio zusammenstellen kann." (Zitat aus: www.dradio.de/dlf/sendungen/hiwi/651152/) Was soll denn das? So etwas macht die deutsche Sprache tatsächlich nicht reicher, es dient höchstens der Verwirrung, meinen Sie nicht? Nicht jedeR hat sein CPE in der Tasche. Obwohl sehr viele Menschen in D Englisch reden; der Bevölkerungsteil, der die manche Englische Begriffe nicht versteht, ist nicht unerheblich. Das haben inzwischen auch die Werbetexter verstanden, die mit dem Gebrauch englischer "Slogans" extrem vorsichtig geworden sind. Sie erreichten dadurch nicht ihr Ziel, weil der Kunde sie ganz einfach nicht verstand. Ich gehe auch davon aus, dass einige ff auch aufgrund von - naja - supercoolen Leuten entstanden sind, die meinten, neue Wortkreationen schaffen zu müssen. Das hat dann nichts mehr mit dem Übernehmen von Wörtern aus einer anderen Sprache zu tun sondern ist nur noch Prestige-Handlung. (vgl.: www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,310548,00.html) |
|
|
Da kann ich mich nur anschließen.
Der Modernheitswahn treibt schon seltsame Blüten. So holte ich einmal eine Freundin aus Großbritannien vom Düsseldorfer Flughafen ab. Auf dem Hauptbahnhof standen wir so herum und betrachteten die Welt, als mein Besuch bemerkte, daß sie zwar die Botschaften auf den Werbetafeln als Englisch erkenn, aber leider kein Wort verstünde. Ein ähnlicher Fall: Die Zigarettenmarke "West" wurde vor vielen, vielen Jahren mit dem Slogan "Let's go West" beworben ("go west" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck, der etwa dem "über die Klinge springen" entspricht)! Tja. Sind dies Zeichen von Beherrschung der englischen Sprache? Oder sind es nicht doch nur Zeichen von modisch scheinen wollender Geckenhaftigkeit? Natürlich leben alle Sprachen davon, daß sie Einflüsse von anderen Sprachen aufnehmen. Sehr oft ist das auch eine Bereicherung. Ich glaube, die Kritik an der "Verschandelung" der deutschen Sprache richtet sich auch nicht gegen den reinen sprachlichen Einfluß, sondern da schwingt eine ganz andere Angst mit, nämlich vor dem Verlust der eigenen kulturellen Wurzeln. |
|
|
Ganz genau. Diese Ängste sind ja durchaus nicht unberechtigt: Wohin man kommt, H&M und McDonalds sind schon da. Und in gewisser Weise wird mit den Hochschulen das selbe versucht, oder sehe ich das falsch? Quasi: Bologna-Prozess als McDonalds des Bildungskonsums.
|
|
|
Die Hochschulrefom hat nicht direkt etwas mit McDonald's zu tun.
Sie ist die Pizza-Bolognesierung der Bildung |
|
|
In Ordnung, das passt besser.
|
|
|
Mein Beitrag wollte genau das zeigen: Was in die Sprache reinkommt ohne dass eine (kommerzielle) Manipulation vorliegt, das ist wohl nicht aufzuhalten. Dass dabei auch sprachlich falsche Adaptionen stattfinden, ist nicht zu verhindern.
Richtig ist wohl auch, dass wir den Fachjargon des Englischen z.B. hier im Internet (online, homepage, blog usw.) nicht krampfhaft eindeutschen. Schlimm sind die Pseudoanglizismen, die keiner versteht und die absolut überflüssig sind. |
|
|
Hallo Hans555,
da muß ich aber leider bekennen, daß ich zu den Eindeutschern gehöre. Ich finde es zwar nicht unbedingt notwendig, denn die deutsche Sprachgemeinschaft deutscht sowieso das eine oder andere nach Bedarf ein. Aber man kann dabei doch ruhig ein bißchen den Vorreiter abgeben, oder nicht? Es bereitet mir nämlich diebisches Vergnügen, z.B. in einem Computerladen eine "Mausmatte" zu kaufen und mich nicht auf die mit wissend hochgezogenen Brauen vorgebrachte Korrektur "mouse pad" einzulassen. Man bekommt so herrlcih entgeisterte Gesichter zu sehen. Ich finde auch nichts Verwerfliches dabei, denn irgendwann haben sich ja auch solche 'profanen' Begriffe wie "Rechner", "Festplatte" usw. durchgesetzr, während die Elektronik-Fachleute am liebsten auch "Screen" und "Keyboard" noch im Fachjargon eingeenglischt hätten. |
|
|
mir kann man ja leicht das geld aus der tasche ziehe:
www.wortpatenschaft.de aktiengesellschaft, is meins. :P mfg mh aus germany .. hat bis heute keiner kapiert |
|
|
@ I.D.A. Liszt:
So stimmt's natürlich auch nicht. "Go West" hat exakt die Bedeutung die es zu haben scheint (oder haben die Pet Shop Boys etwa "spring über die Klinge" gesungen?). Nicht jeder englische Begriff in der Werbesprache ist falsch, selbst wenn das manchem gut ins Weltbild passt. |
|
|
Es hat hier nie jemand behauptet, dass sämtliche englische Begriffe, die in der Werbe- oder sonstigen Sprache verwendet werden, falsch sind. Irrtümern kann jeder unterliegen. Aus aggressiven Formulierungen dagegen spricht die Arroganz desjenigen, der meint, alles richtig zu machen bzw. jemanden entlarvt zu haben, der sich blind in einer Sprachideologie verrennt. Für letzteres finde ich jedoch keinerlei Anhaltspunkt. Die bisherigen Kommentare machten lediglich darauf aufmerksam, dass weder das vollkommene Ablehnen englischsprachiger Begriffe vernünftig ist - noch das Übernehmen jeden - entschuldigung - Mists!
Auch die Weltbild-Theorien würde ich mir an dieser Stelle verkneifen. Ich finde dafür keinen Anhaltspunkt. Wenn dem doch so sein sollte, lasse ich mich natürlich gern auch anders belehren. |
|
|
Entschuldigung, da ist mein Kommentar wohl aggressiv geraten. War nicht beabsichtigt.
|
|
|
@ Frontbumpesticker:
Doch. Es ist genau so richtig. Concise Oxford English Dictionary, 2006 edition, s.v. 'west', go west, Brit. informal: be killed or lost. Nicht jeder, der englische Begriffe benutzt - ob in der Werbung oder als Pseudonym im Blog, vesteht leider etwas von der englischen Sprache; ob es ihm ins Weltbild passt oder nicht. |
|
|
An dieser Stelle darf man "Vorsprung durch Technik" nicht vergessen. Das hat es immerhin in "Parklife" der Band Blur geschafft, ist somit Grund dafür, dass ich die Marke Audi irrational gut finde. Man möge es mir verzeihen. Also beides: Indiejugendsünden und Audi.
Gruß, Jan Jasper |
|
|
Lieber Jan Jasper Kosock,
dann ist es umso erstaunlicher, daß es mit dem Vorsprung durch Technik im Freitags-Blog immer noch sehr schlecht bestellt zu sein scheint!!! ;-) Herzliche Grüße, I.D.A. Liszt |
|
|
Mausplatte für mouse pad find ich gut! Das werde ich mal auspobieren.
In der kommenden Woche erscheint ein neuer Duden, also die 25. Auflage, da steht dann zum Beispiel "Vorglühen" drin für das, was ich unter Mut antrinken kenne. Aber das trifft es ja auch nicht, es geht darum, sich Spaß anzutrinken. Mir ist das Wort egal, ich staune nur, dass eine Wortschöpfung von höchstwahrscheinlich kurzer Lebensdauer es in den Duden schafft. Ärgerlich finde ich weniger, dass die Sprache sich verändert, sondern unbedachtes Nachplappern unsinniger oder eben nachlässig ins Deutsche übertragener Formulierungen. Nicht mehr lesen mag ich: nicht wirklich, macht Sinn, einmal mehr, in 2009. Nur zum Beispiel. kk |
|
|
"Vorglühen" wurde bei uns schon vor ca. 15 Jahren benutzt. Wir verstanden darunter - wie beim Auto - ein (privates) Aufwärmen vor der Party/Disco, kostengünstig und stimmungssteigernd. In der Generation Koma-Saufen spielt das Vorglühen dann wohl wirklich kaum mehr eine Rolle...
Stichwort Dümmlitsch...ääh, Denglisch: Bei einem Discounter gab's einmal modische "Body Bags", Rucksäcke, zu kaufen, weil keiner den englischen Begriff für Leichensack kannte. |
|
|
@ Freidland:
Wenn sie doch groß genug waren ... |
|
|
Also ich weiß noch, daß man Radios vorglühen mußte.
Wichtig bei Sportübertragungen, damit nicht schon das erste Tor gefallen war, bevor die Röhren es taten. |
|
|
J.Alan Pfeffer
Deutsches Sprachgut im Wortschatz der Amerikaner und Engländer Vergleichendes Lexikon mit analytischer Einführung und historischem Überblick Das Werk hat 350 Seiten, der reine Lexikonteil 300, weit über 3000 Begriffe. Hat irgendein Amerikaner oder Engländer deshalb Probleme? |
|
|
Ich finde es immer wieder toll, in englischen/amerikanischen Büchern auf solche Wörter zu stoßen:
dopppelgaenger blitzkrieg achtung gedankenexperiment schnaps panzer ostpolitik gesamtkunstwerk bildungsroman schadenfreude glockenspiel torschlusspanik Tlw. doch sehr aufschlussreich, welche Wörter da übernommen worden sind, oder? |
|
|
Da hast Du aber so interessante englische Fremdwörter wie 'beergarden', 'kindergarten', 'weltschmez', 'durchkomponiert' oder 'Gestalt' übersehen.
|
|
|
Sven Siedenbergs "Besservisser beim Kaffeeklatsching" listet jede Menge "Deutsche Wörter im Ausland" (Heyne Verlag), auch Lehnübersetzungen. Womöglich ist dies irgendwann gleichzeitig ein Lexikon der aussterbenden Wörter, denn Kindergarten zum Beispiel wird ja bereits durch Kita ersetzt. Was für ein Unsinn!
kk |
|
|
Die Auswahl war reine Willkür, Idealist...
|
|
|
JA, Cassandra, das ist schon klar. Ich wollte nur eine ebenso willkürliche Auswahl daneben halten, um zu zeigen, daß Deutsch nicht in der Hauptsache negative Wörter exportiert.
Wenn ich damit über das Ziel hinausgeschossen bin, so bitte ich Dich um Entschuldigung. |
|
|
Entschuldige, das war wohl wirklich sehr negativ besetzt, das war mir nicht aufgefallen - ich habe die erstbesten genommen, die mir eingefallen sind. Als ich dann gestern meine Liste betrachtet hatte, fand ich nur, dass man anhand dieser Wörter ein wenig deutsche Geschichte durchschimmern sehen konnte.
Wie wäre es also mit: fahrvergnügen wunderbar gesamtkunstwerk lied wanderlust zeitgeist meister lebensraum weltanschauung sturm und drang? Wobei in meiner ersten Aufzählung schon auch ein paar nette dabei waren, wie z.B. das Glockenspiel. |
|
|
Ja, das stimmt, es waren auch da schon ein paar nette dabei. Nur sind mir zuerst 'blitzkrieg', 'achtung' und 'panzer' ins Auge gesprungen.
Das liegt vielleicht auch ein bißchen an meiner eigenen Wahrnehmung der deutschen Geschichte und unseres Umgangs mit unseren Nachbarn ... Ein Unterschied zwischen diesen Wörtern und 'Denglisch' ist außerdem, daß die deutschen Lehn- und Fremdwörter im Englischen hauptsächlich gebildeten Sprechern bekannt sind, die tatsächlich wissen, was sie da sagen. Während das übermäßige Denglisch bei uns ... Na ja, breiten wir gnädiges Schweigen darüber! |
|
|
Sprache lebt eben. Der im Artikel genannte Keks wurde z. B. vom Volksmund in Anlehnung an die Produkte der "Bahlsen Cakes-Fabrik" in Hannover gebildet. In solchen Prozessen sind Germanisten und Anglisten nicht eingebunden (was vielleicht auch besser ist).
|
|
|
Gerade heute habe ich noch etwas Interessantes im Radio gehört: Baden-Württemberg geht gegen die Anglizismen in der Verwaltung vor...zur besseren Verständlichkeit.
"News aus dem Cockpit der baden- württembergischen Regierungszentrale: »Anglizismen sind albern«, sagt trocken der Urheber des Rundschreibens, das den mehr als 210 000 Beamten im Land einschließlich Lehrern, Hochschullehrern und Politikern Sprach-Verständlichkeit verordnet und den Gebrauch unsinniger Fremdwörter verbietet. Hubert Wicker, 60, Staatskanzlei-Chef in der Stuttgarter Villa Reitzenstein, führt damit seine Kampagne gegen bürokratische Nichtverständlichkeit weiter. " www.gea.de/detail/1309512 |
|
|
> N e w s aus dem C o c k p i t der baden-württembergischen Regierungszentrale: »Anglizismen sind albern«,...<
Das ist einfach großartig! Satire, die das Leben schreibt. |
|
|
Bei dieser Diskussion fällt mir ein Bericht ein,d en ich im Radio gehört habe und indem es darum ging, das Leute auf der Straße die Werbebotschaften übersetzen sollten. Kurz nach dieser Umfrage kehrten immer mehr Unternehmen zum Deutschen zurück.
Every time a good time (McDonald's) Jede Zeit ist eine gute Zeit Immer eine gute Zeit haben Zeit einteilen Alle Zeit ist Gottes Zeit There's no better way to fly (Lufthansa) Da ist keine bessere Route Nur Fliegen ist schöner Nichts ist besser als Fliegen Dort gibt es den besten Weg für Flüge Es gibt keine besseren Fliegen Powered by emotion (SAT.1) Kraft durch Freude Strom bei Emotion Sexuell erregt sein Elektrisierende Gefühle Kraft und Gefühle Ich zeige Emotionen We are drivers too (Esso) Wir fahren nach ... Wir sind zwei Fahrer Wir fahren auch zu Driven by instinct (Audi TT) Abdriften der Gefühle Der Instinkt-Fahrer Triefen vor Gestank Fahren, Kaufen, Instinkt Where money lives (Citibank) Wo Manni lebt Das Leben des Geldes Wo Money liebt Wer liebt Geld Wo lebt Geld? Drive Alive (Mitsubishi) Fahre ein Leben Leblos-Fahrer In Fahrt sein Die Fahrt überleben Fastfood-Kette (Drive In) Be inspired (Siemens mobile) Ich bin angeregt Verzaubert sein Inspiziert sein Bienen-Inspektion One Group. Multi Utilities (RWE) Ohne Gruppe, multi ... Viele Werkzeuge für eine Gruppe Ohne Gruppe Multi Kulti Eine Musikgruppe (Die ,Multi Utilities') |
|
|
Und dann habe ich noch ein paar gefunden:
"Beispiel „Ford“: Mit „Feel the difference“ buhlt der Autobauer um Aufmerksamkeit. Diesen Slogan des Automobilriesen haben mit 55 Prozent die meisten Befragten im Test voll verstanden. Doch das ist gerade mal rund jeder Zweite. Statt „Erlebe den Unterschied“ übersetzten viele „Fühle das Differenzial“ oder „Ziehe die Differenz ab“. Ebenfalls unverstanden ist der Slogan des Bierherstellers „Beck's“: Der wirbt mit „Welcome to the Beck's experience“. Diesen in der Werbesprache als Claim bezeichneten Slogan übersetzten gerade mal 18 Prozent der Befragten richtig mit „Willkommen beim Beck’s-Erlebnis“. Andere Befragte glaubten stattdessen, es heiße „Willkommen beim Beck's-Experiment“." Und der allerbeste: Come in and find out (Douglas) Komm rein und finde wieder raus. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen