08.07.2009 | 09:21

Heimatgeschichte - Lokalgeschichte

Ich habe da offenbar mit meinem zaghaften Bloggerversuch eine kleine Diskussion über Heimat losgetreten. Vielleicht habe ich das falsche Wort gewählt, denn der Ort, wo ich wohne, ist gar nicht mein Heimatort im Sinne von Geburtsort. Aber er ist die Heimat vieler Menschen, die ich gut kenne und die bei meinen Veröffentlichungen etwas über ihre Heimat erfahren.

Also könnte man auch Lokalgeschichte oder auch Regionalgeschichte sagen. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei - ich wiederhole mich - der Zusammenhang zwischen der großen politischen Geschichte, aber auch der Wissenschafts-, Kunst- , Sozial- und  Kulturgeschichte und der Heimatregion.

Wenn ich z, B. über den Schwarzwaldmaler Wilhelm Kimmich, der hier in Lauterbach gelebt und gewirkt hat, etwas veröffentliche oder lese, dann kann ich den Bezug zur Heimat zwar außer acht lassen, aber damit lasse ich ein wesentliches Merkmal seiner Malkunst außen vor.

Gleiches gilt für die aus Lauterbach stammenden Mediziner mit dem Namen  Heine, die z.T. weltweit anerkannt wurden. Wenn Goethe einen Lauterbacher an seiner Tafel empfangen hat, ist das für die Goetheforschung irrelevant, für die Lauterbacher ist es eine Schlagzeile.

Fazit: Heimatgeschichte ist nicht gleich Heimatfilm.

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Steffen Kraft schrieb am 08.07.2009 um 12:25
Danke für Ihre Zeilen. Ich finde, Sie treffen ziemlich genau den Punkt: Wenn Goethe einen Lauterbacher an seiner Tafel empfängt ist das für die Lauterbacher interessant.

Ich frage mich: Ist es nicht mehr als das? Ist es für sie nicht sogar relevant. Ich vermute: ja. Ich kann nur nicht sagen, inwiefern.

Und das ist meine Frage an diese ganze Lokalgeschichtsbewegung: Es geht euch doch nicht nur um die Zusammenstellung interessanter Fakten, sondern um mehr. Aber worin besteht dieses "Mehr"?
Steffen Kraft schrieb am 08.07.2009 um 12:26
... abgesehen von der Steigerung von Verbundenheit mit der "Heimat" natürlich. Aber das scheint mir nach Ihren Zeilen nicht Ihr Ziel zu sein.
Hans555
pensionierter Gymnasiallehrer -- Geschichte und Englisch Jahrgang 1937 -- an (Heimat)Geschichte interessiert und da auch aktiv
Mitglied seit:
2 Jahre 46 Wochen
Zuletzt aktiv:
07.09.2009
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 5
Kommentare: 5
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
23:43
Georg von Grote hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:37
fahrwax hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:36
musica hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:26
Fräuleinchen hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:25
luggi hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG