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Ich habe da offenbar mit meinem zaghaften Bloggerversuch eine kleine Diskussion über Heimat losgetreten. Vielleicht habe ich das falsche Wort gewählt, denn der Ort, wo ich wohne, ist gar nicht mein Heimatort im Sinne von Geburtsort. Aber er ist die Heimat vieler Menschen, die ich gut kenne und die bei meinen Veröffentlichungen etwas über ihre Heimat erfahren.
Also könnte man auch Lokalgeschichte oder auch Regionalgeschichte sagen. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei - ich wiederhole mich - der Zusammenhang zwischen der großen politischen Geschichte, aber auch der Wissenschafts-, Kunst- , Sozial- und Kulturgeschichte und der Heimatregion.
Wenn ich z, B. über den Schwarzwaldmaler Wilhelm Kimmich, der hier in Lauterbach gelebt und gewirkt hat, etwas veröffentliche oder lese, dann kann ich den Bezug zur Heimat zwar außer acht lassen, aber damit lasse ich ein wesentliches Merkmal seiner Malkunst außen vor.
Gleiches gilt für die aus Lauterbach stammenden Mediziner mit dem Namen Heine, die z.T. weltweit anerkannt wurden. Wenn Goethe einen Lauterbacher an seiner Tafel empfangen hat, ist das für die Goetheforschung irrelevant, für die Lauterbacher ist es eine Schlagzeile.
Fazit: Heimatgeschichte ist nicht gleich Heimatfilm.
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Danke für Ihre Zeilen. Ich finde, Sie treffen ziemlich genau den Punkt: Wenn Goethe einen Lauterbacher an seiner Tafel empfängt ist das für die Lauterbacher interessant.
Ich frage mich: Ist es nicht mehr als das? Ist es für sie nicht sogar relevant. Ich vermute: ja. Ich kann nur nicht sagen, inwiefern. Und das ist meine Frage an diese ganze Lokalgeschichtsbewegung: Es geht euch doch nicht nur um die Zusammenstellung interessanter Fakten, sondern um mehr. Aber worin besteht dieses "Mehr"? |
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... abgesehen von der Steigerung von Verbundenheit mit der "Heimat" natürlich. Aber das scheint mir nach Ihren Zeilen nicht Ihr Ziel zu sein.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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