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Es rauscht schon wieder im Blätterwald, muss die Geschichte der APO neu geschrieben werden?
Eine Geschichte, die ohnehin von Amnesie geprägt ist und von revolutionärer Verklärung.
Der Verdacht, dass die Stasi bei der Ermordung Benno Ohnesorgs eine Rolle gespielt hat, steht im Raum.
Wenn die DDR durch eine solch gezielte Aktion die Bundesrepublik destabilisieren wollte, hat sie damals ihr Ziel erreicht, eine wahre Glanzleistung!
Aber auch wir sollten unser Licht nicht unter den Scheffel stellen.
Ohne den Verfassungsschutz, wäre in Deutschland niemals ein anständiger Terrorismus aufgekommen.
An dieser Stelle möchte ich ganz besonders einen Mann ehren, der völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.
Sein Name ist Peter Urbach, genannt "S-Bahn-Peter".
Herr Urbach war in den späten 60er Jahren ein V-Mann des Berliner Verfassungsschutzes.
Als solcher tat er sich durch besonderen Fleiß hervor, als er am 11.4.1968 anlässlich einer Demo vor dem Springer Haus, fröhlich Molotow Cocktails verteilte und den Demonstranten erklärte, wie man Autos umwirft.
Aber damit nicht genug, er schaffte es sich das Vertrauen der Kommune 1 zu erschleichen und lernte die Gründungsmitglieder der RAF und der Bewegung 2 Juni kennen.
In dieser Zeit betätigte er sich in mehreren Fällen als Waffen und Bombenlieferant.
Im Jahr 1969 verteilte er Bomben mit Zeitzündern in der linken Szene,
in der Hoffnung auf einen Anschlag auf Richard Nixon, der sich am 27. Februar in Berlin befand.
Mehrere dieser Sprengsätze wurden zum Glück gefunden und ein Sprengsatz versagte.
Man kann also sagen, dass der Verfassungsschutz wesentlich zur Radikalisierung der Studentenbewegung und zur Entwicklung des Terrorismus beigetragen hat.
Hierfür ließen sich noch unzählige andere Beispiele anführen, aber hier geht es ja darum einen Mann aus dem Sumpf des Vergessens zu befreien, dem sein gebührender Platz in der deutschen Zeitgeschichte böswillig verwehrt wird.
Er ist ein persönlicher Beleg dafür, dass die Zusammenarbeit mit dem Terrorismus stets vorbildlich funktionierte und von großer Kollegialität geprägt war.
Ich finde in dieser Hinsicht müssen wir uns hinter keinem ausländischen Dienst verstecken, zumindest nicht auf nationaler Ebene.
Also, dafür hätten wir die Stasi nicht nötig gehabt!
Hier in Deutschland wird immer nur kritisiert, aber dass man mal ein bisschen stolz auf die Arbeit des eigenen Staates ist, nein, das kommt niemanden in den Sinn.
Das ist doch die Schweinerei!
PS.
Was wurde aus Peter Urbach?
Der 68Jährige lebt, nachdem er 1970 den entscheidenden Hinweis zur Ergreifung Andreas Baaders lieferte, unter einer neuen Identität im Ausland.
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Sehr interessant! Vielen Dank für diese Information.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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