Harm

Piratenbraut

15.10.2011 | 18:05

Besser spät als nie!

Trotzdem muss ich sagen, dass es mal wieder typisch deutsch ist, erst auf den großen Bruder USA zu warten, bis hier mal jemand auf die Straße geht. Als Verfechter von Indoor-Aktivitäten und leichter, lockerer Bekleidung, war es mir kein Vergnügen in der heutigen Kälte den Protest zu unterstützen. Warum hat Deutschland nicht mitgemacht, als Spanien mit den Demonstrationen für echte Demokratie begonnen hat? Da hätte man den ganzen Sommer Zeit gehabt.

Okay, zugegeben ... der Sommer war auch mies. "Schwarz-Gelb" war der Sommer, möchte man fast behaupten. Aber so schlecht war er dann auch wieder nicht.

Als absolute Indoor-Ratte hatte ich dennoch Spaß auf der heutigen "Occupy Bundestag" Demo in Berlin. Der Protest war trotz der Kälte größer, als ich es am ersten Tag erwartet hätte. In New York brauchte es fast 14 Tage, bis sich 7000 Demonstranten einem Protestmarsch anschlossen. Angeblich hat man in Berlin diese Zahl schon heute übertroffen. Sogar von 10.000 Menschen war die Rede.

Aber was sind schon Zahlen? Manchmal denke ich, dass allein meine Anwesenheit schon viel zu bedeuten hat. Wenn ich mich freiwillig einer Demo anschließe, dann sicher nicht aus reiner Belustigung. Dafür ist mir meine Indoor-Zeit zu kostbar. Wenn Medien dann von Demonstranten sprechen, die solche Aktionen eh nur mitmachen, weil sie Spaß daran haben, dann kann ich über dieses polemische Vorurteil nur herzhaft lachen. Ich glaube jeder Mensch hätte besseres zu tun, als sich mit anderen Menschen gemeinsam die Füße in den Bauch zu stehen und sich schlimmstenfalls auch noch von der Polizei herumschubsen zu lassen.

Der Spiegel schreibt heute zum Beispiel:

Denn es fällt auf, dass am Samstag nicht nur die vielbeschworenen Wutbürger erwacht sind, sondern auch die Träumer. Viele Demonstranten sind weniger hier, weil sie gegen etwas sind (das System, die Boni-Banker, die Rating-Agenturen), sondern für etwas: Viele Menschen, die am Samstagnachmittag auf dem großen Platz vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt demonstrieren und tanzen, träumen vom Anbruch einer besseren Zeit.

www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,792005,00.html

Der "Wutbürger" war doch eh nur eine dümmliche Erfindung der bürgerlichen Journalisten. Der Traum von einer Welt ohne Atomwaffen und Atomkraftwerke ist doch nicht gegen etwas. Höchstens vielleicht gegen Dummheit und eine verstrahlte Welt.

Wenn man gegen etwas ist, ist man meistens auch für etwas. Für das Gegenteil oder eine andere Lösung. Wenn dann also unsere Zyniker von "Wutbürgern" sprechen, weil die Mehrheit der Bevölkerung FÜR die Abschaltung der Atomkraftwerke ist, dann sollte man schnellstens einen Spiegel aufstellen und polemisch zurückfragen: Warum seid ihr gegen die viel klügere Vision, diese Welt zu schonen? Warum macht Euch die bessere Idee so wütend? Wer ist jetzt hier der "Wutbürger"? Ist Euch Euer Vermögen wirklich soviel wichtiger als die Welt?

Nun gut ... das waren meine ersten, unsortierten Gedanken nach meiner Heimkehr in mein gemütliches Indoor-Paradies. Nur ist mein Zimmer mittlerweile auch nicht mehr richtig warm. Von daher solidarische Grüße an alle Demonstranten, die etwas härter im Nehmen sind und es hoffentlich schaffen, ein Zeltlager vor dem Bundestag zu errichten! Viel Glück. Und ich werde die Tage sicher nochmal mein Indoor-Camp verlassen, um Euch vor Ort zu unterstützen. Dann vielleicht auch mit Iso-Matte ...

Berlin is occupied ...

 
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Kommentare
Gustlik schrieb am 15.10.2011 um 18:37
Wenn die Anzahl der Demonstranten nur einen Bruchteil der Zuschauerzahl in den Bundesligastadien ausmacht, wird der Kapitalismus nicht besetzt, sondern der Fußballplatz. Nebenbei gibt es noch Formel1-Plätze, Shopping-Plätze und das traute Eigenheim, wo Heimchen sich um Flugrouten kümmert, die die Nachtruhe stören und den Wert der Immobilie schmälern.

Berechnen wir also am nächsten Demowochenende den Bundesligazuschauer-Demonstranten-Koeffizienten und fragen dann, warum Facebookfreunde lieber zur Party gehen und weniger zur Demonstration kommen.

Ansonsten... kann eine Demonstration motivieren, wenn man öfters mal zurück schaut.
Harm schrieb am 15.10.2011 um 19:21
Hmm ... ich versuche Deinen Text einfach mal so zu lesen, als wäre er genauso humorvoll geschrieben, wie mein Text. Also ganz ohne Zorn und Anklage.

Aber selbst mit einem humorvollen Unterton, komme ich nicht über das Gefühl hinweg, dass man meinen Text ganz schön missverstanden hat.
SuzieQ schrieb am 15.10.2011 um 20:42
"Der "Wutbürger" war doch eh nur eine dümmliche Erfindung der bürgerlichen Journalisten."
War von einem Spiegel-Journalisten.

"Der Traum von einer Welt ohne Atomwaffen und Atomkraftwerke ist doch nicht gegen etwas. Höchstens vielleicht gegen Dummheit und eine verstrahlte Welt."-!- ich sehe, learning by doing.

Ich finde es sehr schön und hilfreich für die eigene Seele, wenn man, während man seiner Wut Ausdruck verleiht, das Träumen nicht vergißt und in Bewegung bleibt, gern mit Musik. Denn mit Musik geht alles besser.

"Und ich werde die Tage sicher nochmal mein Indoor-Camp verlassen, um Euch vor Ort zu unterstützen. Dann vielleicht auch mit Iso-Matte ..."
Und mit ner Kanne heißen Tee und Decke, für die Demonstranten, denn du wirst ja auf deinen Indoor-Spielplatz zurückkehren. Willst du nur spielen?
Gruß SQ
Harm schrieb am 16.10.2011 um 16:47
Meine Güte. Wer hätte gedacht, dass man sich für etwas Ehrlichkeit und Ironie so rechtfertigen muss.

Auch ein Spiegel-Autor kann "bürgerlich" sein. Jan Fleischhauer arbeitet auch für den Spiegel und da finde ich das Wort "bürgerlich" fast noch untertrieben.

Wo habt Ihr gestern den Protest unterstützt und wo habt Ihr Euer Camp aufgeschlagen?

Ich will eben nicht nur spielen, deswegen hätte ich auch nicht bis zum Winter auf den Protest gewartet. Die Probleme und Fakten gab es ja auch schon zu wärmeren Zeiten.

Und "zu Hause" bedeutet heute nicht mehr "untätig sein". Ich persönlich kann Proteste viel besser von zu Hause aus unterstützen. Auf einer Demo bin ich höchstens Füllmasse. Ziemlich wenig Füllmasse noch dazu. Ich stehe dort rum und langweile mich. Mache zugegeben schöne Fotos vom bunten kreativen Protest ... aber fühle mich sonst ziemlich nutzlos. Zu Hause kann ich dagegen viel besser mit meinem Rechner Menschen auf diese Protest aufmerksam machen. Und das nicht nur in der eigenen Stadt.
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 01:21
Nicht "Meine Güte"
Du beginnst mit "Besser spät als nie!" und schliesst an mit "Trotzdem muss ich sagen, dass es mal wieder typisch deutsch ist, erst auf den großen Bruder USA zu warten, bis hier mal jemand auf die Straße geht."
Also erst ein 'naja', dann ein 'Nogo'.
Mich stört eher das Okkupieren des Occupy, da ist auf die Schnelle nix Deutsches eingefallen,(selbst Köln wird zu Cologne, occupy german language?) aber ich finde, besser spät als nie, egal wer 'angefangen' hat.
Besonders erwähnenswert finde ich, dass Spanier ihre Erfahrungen hier weitergeben, man muss nicht alle Fehler erneut machen.
Bei dir liest es sich wie ein kleines Samstagsexperiment, haste halt mal rumgestanden und dich gelangweilt, outdoor macht frösteln?
Man kann ironisch schreiben, man kann kritisch schreiben, sogar wertend, aber nicht abwertend. Welchen Sinn macht es, etwas klein zu reden/ schreiben?
Man kann auch die Nase in den Wind hängen, nur nicht so hoch, dass man nichts mehr sieht.

"Wo habt Ihr gestern den Protest unterstützt und wo habt Ihr Euer Camp aufgeschlagen?"
Das interessiert dich nicht wirklich!
Das ist eine Frage, geboren aus der von dir nicht akzeptierten leichten Kritik an deinen ersten, unsortierten Gedanken nach deiner Heimkehr in dein gemütliches Indoor-Paradies.
Wo du drinnen kampierst, solidarisch mit denen draußen in der Kälte.
Demnächst gehst du sicher wieder hin, aber nicht mit Zelt, sondern mit Iso-Matte, sprich, du gehst auch demnächst sicher wieder nach Hause.

Man wird ja noch seine ersten, unsortierten Gedanken in einen Kommentar schreiben dürfen, ne.
Gruß SQ
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 01:32
PS
"Und ich werde die Tage sicher nochmal mein Indoor-Camp verlassen, um Euch vor Ort zu unterstützen."
Betonung auf 'Euch'.
Du zählst dich nicht dazu, sollte aber auch nur eine Kleinigkeit zum Besseren bewirkt werden und du daraus einen persönlichen Nutzen ziehen (können), wirst du dich sicher nicht dagegen wehren, auf deiner Iso-Matte.
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 01:38
und noch eins ist cool:
demonstrieren nur im Sommer, wenn's schön warm ist, ich darf zitieren:
"Ich will eben nicht nur spielen, deswegen hätte ich auch nicht bis zum Winter auf den Protest gewartet. Die Probleme und Fakten gab es ja auch schon zu wärmeren Zeiten."
; )
Harm schrieb am 18.10.2011 um 19:46
Hallo meine liebe ironiefreie SuzieQ,

ich habe "Euch" geschrieben und meinte diejenigen, die das Camp aufbauen und bewohnen wollen. Das sind in anderen Städten und Ländern auch nicht ALLE Demonstranten. Dafür gäbe es auch gar nicht den Platz und Bedarf.

Ich komme nicht um den Schluss herum, dass Du meine Aussagen generell auf Demonstrationen bezogen hast ODER Du gar nicht genau weißt, was für Aufgaben diese Camps im Ausland erfüllt haben. Aufgaben, die ich mir bei Regen und Unwetter nicht vorstellen kann. In New York lagen zum Beispiel nach wenigen Tagen ein paar Bücher auf dem Platz, die zum Allgemeingut der Protestbewegung wurden. Eine Frau ist aufgefallen, dass es bereits eine ganze Sammlung interessanter Werke geworden sind und hat spontan eine kleine Bücherei auf dem Camp aufgebaut. Sie hat sogar noch weitere politische Bücher hinzugefügt und jetzt können Protestler oder einfach nur interessierte Passanten diese Bücher bei ihr ausleihen.

Aber wen ich heute nach draussen schaue, sage ich mir doch nicht: "Ach, lass doch mal im Regen zum Camp gehen und etwas politisch diskutieren oder ein wenig lesen gehen!"

In Madrid vielleicht schon. Aber in Berlin regnet es gerade!

Und bevor ich Dich mit Deiner lächerlichen Selbstgerechtigkeit in Ruhe lasse und ignoriere, möchte ich Dir nur sagen, dass ich letztes Jahr sofort in Berlin mit auf der Straße stand, nachdem Mappus und seine Polizei dieses Massaker in Stuttgart veranstaltet haben.

Ich war auch bei allen Anti-Atomkraft-Demos. Und als Homosexueller habe ich auch schon genügend Christopher-Street-Days mitgemacht. Aber das campen überlasse ich Personen, die Erfahrungen mit Camping haben.

Ich persönlich fände es für unsere Klimazone eh angemessener, wenn man eine leere Halle oder ein leeres Gebäude als zentralen Punkt beziehen würde, statt kurz vor dem Winter einen nass-kalten Platz mitten in Berlin. Schon der Technik wegen, die bei diesem Protest ELEMENTAR ist!
SuzieQ schrieb am 19.10.2011 um 21:26
Hallo mein lieber ironievoller Harm,

es mag wohl reine Geschmackssache sein, ironisch an das Thema Protest-Campen heranzugehen.
Und bevor Du mich mit meiner lächerlichen Selbstgerechtigkeit in Ruhe lässt und ignorierst:
Wie würdest Du eine angebrachte Protestaktion betiteln?
- Occupy Convenience oder
- Occupy only in summer?

Ganz schwer in Ordnung.
Harm schrieb am 19.10.2011 um 22:31
Oh ... Verzeihung. Mir war nicht bewusst, dass ich Protest auf keinen Fall selbstkritisch und ironisch thematisieren darf. Wie geschmacklos von mir, dass ich nicht mit erhobenem Zeigefinger und spröder Rhetorik für diesen Protest werbe. Es könnte ja sinnvolle Diskussionen mit Menschen auslösen, die selbst scheinbar gar nicht aktiv werden, aber meine Art der Mithilfe und Organisation dieser Bewegung kritisieren wollen.

Nun zu Deiner Frage, die ich hoffentlich nicht so widerwärtig beantworte, wie ich meinen Blog-Eintrag verfasst habe ...

Warum sollte ich den Protest umbenennen wollen? Wenn die Bewegung aber - mal wieder - einen neuen Namen bräuchte und nur Deine Vorschläge zur Wahl ständen, würde ich selbstverständlich "Occupy Convenience" wählen. "Convenience" für "Nutzen", "Vorteil", "Zweckmäßigkeit" & "Dienlichkeit"!

Immerhin soll der Protest etwas BEWEGEN und VERÄNDERN! Wir wollen es dem 1% ungemütlich machen. Da hilft uns keine gequälte, erkältete Bewegung, die aufgrund der Nässe nicht einmal regelmässig online sein.
SuzieQ schrieb am 19.10.2011 um 23:31
...ganz schön dünnhäutig, werter Herr.
Doch sicher kein Kyniker, darum
convenience im Sinne von Bequemlichkeit, ; )
weinsztein schrieb am 18.10.2011 um 01:51
Ein Blog mit Witz, schön zu lesen.
Genau: Besser spät als nie!
Danke Piratenbraut Harm.
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 01:57
Thomas K schrieb am 18.10.2011 um 02:23
Wow Suzie, langsam der Typ steht auf deiner Seite.
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 02:33
@ Thomas K
Von Bedeutung ist, wo ich stehe.
Wo der Typ steht...-?!
Aber schön, dass du liest.
Der Typ weiß schon... ; )
Thomas K schrieb am 18.10.2011 um 02:45
Nachdem ich deine Kommentare gelesen hab, hab ich seinen Beitrag nochmal gelesen. Also ich lese da Selbstkritik und eine Ansammlung von Impressionen von jemandem der nicht so einfach auf die Straße zu kriegen ist.
Es ist verdammt wichtig für die Proteste zu werben und wenn er das im Internet macht, jo dann is das gut.
In Köln waren mehr Leute Shoppen als bei den Protesten und als ich heut ner Freundin erzählt hab wo ich am Samstag war meinte sie:“Hä, achja da war ja was“ Das sagt ne Menge aus. Ich glaube wir müssen noch viel tun damit wir die 35% Zustimmung bekommen die OWS jetzt hat.
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 03:15
@ Thomas K
Du scheinst ja lustig drauf zu sein.
Und es steht dir selbstverständlich zu, dir deine eigene Meinung zu bilden. Nichts dagegen zu sagen. Genausowenig gegen Werbung im Internet, sorry, mich störte ein wenig das Läppische daran, habe mich entsprechend geäußert.
Wenn du mir allerdings nochmal eine solch dämliche PN schickst, kündige ich hiermit an, werde ich sie öffentlich machen.
Manchmal hilft zählen bis 10.
Oder weiter, ne.
weinsztein schrieb am 18.10.2011 um 03:46
@Thomas K
beachte, wo Susi ihr verpiss dich platzierte. Der Kommentator gleich darüber war gemeint. :)
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 03:58
@ weinsztein
Ehre, wem Ehre gebührt.
Gruß von SusiSorglos,
die einen Comic platzierte, ; )
Was soll ich tun? Ich hab Sie mehrfach höflich gebeten, eine Bogen zu machen; nun verlege ich mich auf den Kauf von Blöömscher.

PS Gibt's schon Zelte in Bodrum?
weinsztein schrieb am 18.10.2011 um 04:12
Nö falsch Susi, ich war es, der Sie mehrfach gebeten hatte, mir nicht dauernd hinterher zu hecheln. Ihre Leidenschaft hatte ich sogar bildhaft beschrieben. Sie erinnern sich?

Andererseits weiß ich nur zu gut, dass schöne Männer mit so was leben müssen und deute hiermit Verständnis an.

(Oh, ich spüre wieder Ihren heißen Atem in meinem Nacken.)
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 04:34
@ dummer Mensch
Niemals habe ich Ihnen hinterhergehechelt, nie!
Sie sind derjenige, der aufsitzt, wo sich ein Sattel bietet.
Was Sie bildhaft beschrieben ist erstunken und gelogen, langsam reichts wirklich!
Sie outen sich einmal mehr als A.....och.Punkt.

@ Harm
Erschreckend, maybe, Lehrstück, maybe. Sorry.
Wahrnehmung: bei manchen getrübt.
Demo: gut, Unterstützung der Demo: gut,
weinsztein: nix gut, glaub ich, weil unverbesserlich und nicht aufnahmefähig für Realismus = Trantüte, ; )
weinsztein schrieb am 18.10.2011 um 04:39
Sie sehen mich entzückt, SuzieQ!
Thomas K schrieb am 18.10.2011 um 10:45
Entschuldigung Suzie, meine Anfrage war zwar ernst gemeint, aber nicht Angebracht und missverständlich.
der Menschen einer schrieb am 18.10.2011 um 11:00
also von Ernsthaftigkeit im Sinne der "Protestbewegung" sehe ich beim Blogersteller noch größte Substanz, alle anderen wollen doch offensichtlich nur spielen...... oder so.
Harm schrieb am 18.10.2011 um 20:36
Vielen Dank!!!
weinsztein schrieb am 18.10.2011 um 03:57
Werte Piratenbraut Harm,

dass nicht jede/r die Ironie eines Blogs erkennt, finde ich normal und nicht so wichtig. Mit Ironie erreicht man niemals alle. Ihre ersten unsortierten Gedanken nach der Heimkehr ins Indoor-Paradies provozieren vielleicht manchen Verpissdicheiferer, sie regen aber andere Menschen an, demnächst dabei zu sein.
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 04:08
wwwiitschschschuuuhh...
Sch..ßschleimspur
"...eiferer... Sie müssen es ja wissen.
Wer hat jetzt was gekapert?
Ah, Kapern...Rezept...Thema des blogs...off
Es soll ja da im Off so unverbesserliche geben, hab ich gehört. Süß!
weinsztein schrieb am 18.10.2011 um 04:15
Tja.
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 04:22
ach, übrigens, wenn ein Text nicht sooo wahnsinnig gut ankommt, hilft es ja angeblich, ihn als ironisch wahlweise polemisch zu bezeichnen, damit ist man dann anscheinend aus dem Schneider.
Und aus einem einzigen post zu verallgemeinern spricht nicht für Seriosität, gell.
Anregung ist natürlich gewünscht, Zelt steht.
Empfindungen sind subjektiv und variabel einsetzbar....peace
weinsztein schrieb am 18.10.2011 um 04:32
Werte/r Susi, bitte verzichten Sie fürderhin auf Hinweise, wo und wann wem ein Zelt steht. So was ist mir peinlich.
Harm schrieb am 18.10.2011 um 20:12
Danke für die lobenden Worte. Ich bin gerade fast etwas sprachlos, was hier abgeht. Meine Ironie sollte vielleicht auch minimal provozieren, aber nur weil ich generell eine Diskussion anregen wollte, wie man das Camp in Berlin anders organisieren könnte. Die Camps sind ja keine Demonstrationen im üblichen Sinne. Man marschiert ja nicht nur einmal die Straße auf und ab. Diese Camps bauen ja richtige Strukturen auf. Etwas, was mir sogar entgegenkommt, weil man sich dann beschäftigen kann und halt nicht nur rumsteht oder rumläuft. Aber das bringt in der dunklen Jahreszeit nicht viel. Von daher sehe ich mich auch nicht als "Runtermacher", sondern eher als "Neudenker". Wenn wir die Strukturen des Protests übernehmen wollen, werden wir in dieser und vor allem der kommenden Jahreszeit nicht drumherum kommen, uns etwas alternatives zum Outdoor-Camp einfallen zu lassen.

Gerade Berlin kann im Winter richtig bitter werden. Ich bin im Dezember 1999 nach Berlin gezogen und war regelrecht schockiert, wie bitterböse kalt es hier werden kann. Und das war rückblickend eigentlich noch ein milder Winter für Berlin.

Aber ich will nicht abschweifen.

Danke für die aufbauenden Worte und die Unterstützung. Wir sollten diese spezielle Person einfach ignorieren. Sie darf gerne weiter ihre wertvolle Zeit damit verschwenden, gegen mich zu demonstrieren. Ich unterstütze derweil die Demokratiebewegungen weltweit. ;-)
SuzieQ schrieb am 19.10.2011 um 21:29
"Wir sollten diese spezielle Person einfach ignorieren."
Genau darum bitte ich weinsztein seit geraumer Zeit, vielleicht hört er auf einen neuen Freund.
Alles Gute
Harm schrieb am 19.10.2011 um 22:32
Sorry, Du bist hier der Troll, den ich - Idiot - sogar noch füttere!
SuzieQ schrieb am 19.10.2011 um 23:37
Achwas.
Kein Kyniker, aber Zyniker, noch dazu insolent.
Vermutungen für bare Münze nehmen verklärt den Blick auf Realitäten. Achso.
Und Worte wie "Verzeihung", "Sorry", die nicht ehrlich gemeint sind, sondern als Worthülsen dastehen, wirken auf ihre eigene Art. Achja.
weinsztein schrieb am 18.10.2011 um 04:26
Werte Privatenbraut Harm,

wie schon angedeutet, wer sich wie Sie ironisch öffentlich äußert, hat es nicht immer ganz leicht. Auch nicht die zustimmenden Kommentatoren.

Vertreter/Innen von Sekten und Trachtenvereinen sind stets auf Wacht, auch in der Nacht.

(Oh ein Reim!)
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 04:47
Da muss ich wohl eingestehen, dass mich Provokationen verleitet haben, völlig ohne Sinn für die Sache, occupy-everything.
Dieser 'Typ' ist indiskutabel aber mehr als lästig. Ich hoffe mal, dass er selbst mal dahinter kommt, ich gebe auf, denn es ist zuu blöd. Kommentar von 04:32 sagt alles.
Kann nicht trennen, verunglimpft, lebt im Off.
Gute Nacht
weinsztein schrieb am 18.10.2011 um 05:35
"Verunglimpft". Mit so was muss man leben in einem politischen Forum.

Auch mit: der Typ ist indiskutabel... mehr als lästig... lebt im Off. Und so weiter.

Das Internet erleichtert Recherchen, SuzieQ, ich weiß von einer Frau, die schiebt Nachtschichten und ihr Gatte daheim trinkt gern Pils, ich fürchte, den ganzen Tag.

Ihnen wünsche ich einen guten Tag, Susi!
SuzieQ schrieb am 18.10.2011 um 12:53
@ Thomas K schrieb am 18.10.2011 um 10:45
Entschuldigung abgenommen.

@ weinsztein schrieb besonders erwähnenswert am 18.10.2011 um 05:35
Ja, Sie verunglimpfen, Sie sind für mich indiskutabel...mehr als lästig...leben im Off.

"Das Internet erleichtert Recherchen, SuzieQ, ich weiß von einer Frau, die schiebt Nachtschichten und ihr Gatte daheim trinkt gern Pils, ich fürchte, den ganzen Tag. "
Wenn Ihnen nichts mehr einfällt, beginnen Sie zu drohen?
Albern.
Vor allem im Zusammenhang mit
@weinsztein hat sich gut 10 Minuten später, um 05:46 als mein Leser eingetragen.
Lassen Sie es gut sein, respektieren Sie meinen Wunsch, mir aus dem Weg zu gehen. Nehmen Sie das Abo zurück.
Es ist nur eine weitere Provokation Ihrerseits, ich verzichte.
Sie überschreiten eine persönliche Grenze, indiskutabel.
Und kommen Sie nicht mit:
"Mit so was muss man leben in einem politischen Forum."
Muss man nicht, will ich nicht.
SuzieQ
canguilhem schrieb am 18.10.2011 um 13:00
liebe piratenbraut,
erst wenn die letzte zeltstange gebrochen und der letzte hering im boden verschwunden ist, werden wir erkennen, dass bankenviertel samstags geschlossen sind. ich habe ein hauszelt mit vorzelt und garagenzelt. darf ich dennoch mich mit ihnen solidarisch zeigen und in ihrem wohnzimmer zelten? wie viele fernsehprogramme empfangen sie, damit ich den anschluss an die gesellschaftliche entwicklung nicht verpasse!
Harm schrieb am 18.10.2011 um 19:58
Das normale Kabelfernsehen. 33 Programme in etwa - glaube ich. Weil die super zentrale Straße in direkter Nähe zur zukünftigen BND-Hauptzentrale ja noch kein HD-Empfang zur Verfügung stellt. WLAN kann ich leider auch nicht anbieten. Ich kann aber viele politische Bücher für Diskussionen anbieten. Somit hätte dieses Camp vielleicht wirklich Chancen eine ähnliche Aufgabe wie in Spanien, Israel und Ägypten zu erfüllen! Ein Ort zum austauschen, verweilen und diskutieren!
canguilhem schrieb am 18.10.2011 um 21:32
das kabel reicht. ich werde meine wäsche, meine träume, meine wut und meine wünsche daran aufhängen und im milden sonnenschein eines dahingerafften tages trocknen lassen. hd-qualität braucht es nicht unbedingt, denn die realität ist manchmal schärfer - als es jedes abbild wünschen lässt. und wifi wird auch überbewertet. ich möchte verweilen und standpunkte wechseln, tauschen und mit ihnen eine rockoperette singen. das will ich.
Harm
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