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In ihrem Leitartikel der FR Online vom heutigen Tage „Das Schweigen der Anderen“ macht sich Katja Irle für die nächste Zeit ein paar nötige Gedanken:
„Ob in Klöstern oder Reformschulen, überall wurde Missbrauch vertuscht und bagatellisiert. Es ist Zeit für eine offene Debatte: Wie viel "Eros" verträgt die Pädagogik – und wie viel Distanz?“
Und dann schließt sie:
„Über den taktvollen Umgang zwischen Kind und Pädagoge wäre demnach ebenso dringend zu sprechen wie über eine Neubewertung der Lehrerpersönlichkeit - und zwar bevor jemand in den Schuldienst geht. Die Pädagogen könnten mit der Debatte gleich heute anfangen und ihr Schweigen beenden. 2000 Erziehungswissenschaftler treffen sich zu einem der größten deutschen Pädagogenkongresse in Mainz, um über "Bildung in der Demokratie" zu reden. Wenn sie aus aktuellem Anlass auch über Bildung in Zeiten des Missbrauchs sprechen, ist ihnen Beifall gewiss. Die Zunft braucht ihn gerade dringend."
Vielleicht geht es aber auch viel einfacher und ohne solche Mammutkongresse, bei denen sowieso wieder die alten männlichen Strukturen und Seilschaften die Diskussion dominieren, wenn wir nur den Ausführungen von Luise Pusch Folge leisten:
„Frauen haben - ebenfalls schon seit Jahrzehnten - eine Männlichkeitssteuer gefordert, für den Opferschutz und die Prävention, vor allem aber für die Behebung der enormen von Männern angerichteten Schäden. Nun da das Bewusstsein, dass Männer auch Männern schaden, allmählich an Boden gewinnt, ist die Zeit reif, das Thema Männlichkeitssteuer wieder zur Diskussion zu stellen. Eine Kopfpauschale brauchen wir nicht, eine Männerpauschale schon eher.“ (Blog »Laut & Luise« vom 8.3.10)
Vielleicht bekämen wir dann paradoxe chinesische Verhältnisse: das Austragen männlicher Föten würde das Haushaltsbudget vor allem alleinerziehender Frauen in der Folge so belasten, dass aufgrund der rechtzeitigen Ultraschalldiagnose alsbald ein Mädchen- und Frauenüberschuß geboren werden könnte und fortan die gegenwärtigen Probleme von männlichem Machtmißbrauch in Familien, Schulen, Internaten – und am Ende auch in der katholischen Kirche einfach austrocknen.
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och nö!
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ein paar Takte aus dem pädagogischen Alltag!!
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lieber haydnplayer, was kommt zuerst: die reform der pädagogik oder die reform der gesellschaft?
diese gesellschaft ist nicht zukunftsfähig. wie soll sie eine pädagogik der zukunft entwickeln und anwenden? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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